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"New York Times"-Chef Sulzberger: Ein Mann stellt sich gegen Donald Trump
AFP PHOTO /THE NEW YORK TIMES-TODD HEISLER

Der US-Präsident und die "Fake News": Donald Trump attackiert die Medien immer heftiger. A.G. Sulzberger, der erst 37-jährige Herausgeber der "New York Times", will sich das nicht länger gefallen lassen.

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kajoter 01.08.2018, 13:58
150. @ #147 - Wo anfangen?

1. Die Medien empfinden es deshalb als unfair, wenn Trump "zurückkeilt", weil sie es nicht gewohnt sind?
Meine Güte, es geht um weit mehr als nur darum, dass z.B. seine Amtseinführung nicht von der größten Menschenmenge in der Geschichte der USA verfolgt wurde oder dass so gut wie alle Zahlen, die er vorlegt, entweder falsch sind oder von ihm falsch interpretiert werden. Es geht darum, dass er die Medien kontinuierlich beschimpft, das Wort "Fake News" derart häufig benutzt, dass man es nicht mehr hören kann, und sie als Feinde des Volkes bezeichnet.
Das Ungeheure dieses Tuns kann keinen rechtfertigenden Grund haben, denn er streut damit ein Gift in die Bevölkerung, das alle erreicht. Und wenn sich z.B. deutsche Reporter nicht mehr ohne Begleitschutz auf einen Pegida-Umzug trauen konnten, dann ist auch das eine Folge dessen.
2. Natürlich hat auch Trump Rede- und Meinungsfreiheit. Aber wenn man sich seine Reden genau anschaut, quellen diese über mit Beleidigungen ("low IQ"), mit Volksverhetzung ("all Mexicans are rapists") und lügen (zahllos/astronomisch). Und Derartiges steht einem Präsidenten eben nicht zu und es hat nichts mit Meinungsfreiheit zu tun.
3. Natürlich kann man die Medien neben den Künsten als 4. Macht im Staat bezeichnen. Sie sind ein zivilgesellschaftliches Informationsmittel und zugleich Regulativ und beides ist lebensnotwendig. Warum besaßen die Nazis, die DDR etc. ein Propagandaministerium? Warum leben Jornalisten in der Türkei und in Russland sehr gefährlich? Und nein (!), natürlich brauchen die Medien keinen eigenen Trump, was für ein Unfug. Wenn man Lügen und verachtenswerte Handlungen mit der gleichen Münze beantwortet, wird man selbst zum veracchtenswerten Lügner.
4. Ist Ihnen nicht aufgefallen, dass es keine gleichgeschaltete Agenda der Medien gibt? Aber es gibt zum einen Fakten, wie z.B. solche mit Menschenmengen und Zahlen. Und es gibt bewährte Standards, wie man über Aussagen und Taten berichtet und es liegt dann im Ermessen aller Journalisten und in der generellen Richtung des Mediums, dieses zu bewerten. Wenn Sie die BILD oder FAZ kaufen, können Sie kaum harte Kritik an einer konservativen Politik erwarten, und wenn Sie die taz lesen, dürfte es eher in die entgegengesetzte Richtung gehen. Was also meinen Sie mit "die Medien"?
5. Und zum krönenden Abschluss Ihr OTon:
"Und für das schlechte Bild von Politik und Politikern in der Öffentlichkeit haben die Medien selber gesorgt. Das wirklich Problem liegt also gar nicht bei Trump, sondern darin, dass die Menschen den Medien immer mehr misstrauen."
Ich habe vorher ja noch einen gewissen Eifer verspürt, auf Ihre Zeilen zu antworten. Aber diese "Analyse" nebst "Conclusio" hat mich dann doch umgehauen und mit einer heftigen Schreibhemmung belegt. Einen derartigen Unfug liest man selbst im Kontext mit Trump selten.

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ray05 01.08.2018, 14:31
151.

Zitat von denny101
Die Wahrheit wird es nicht richten. Ich erlebe das privat im Kleinen immer wieder mal, wenn ich mich mit bestimmten Freunden treffe: Man kann sich den ganzen Abend den Schädel schwindlig reden, über die gesamte euopäische und Weltgeschichte der letzten Jahrzehnte referieren, unterschiedlichste psychologische, soziologische, gruppendynamische oder andere Aspekte erläutern, am Ende auch einfach an den Hausverstand oder an die tatsächlich gelebte Realität der Betroffenen appelieren. ES NÜTZT NICHTS. Am nächsten Tag kann man wieder bei 0 beginnen. Alles für die Katz.[...]
Hierzu ein Literaturtipp, wenn Sie gestatten:
Albert Camus: Der Mythos von Sisyphos. Ein Versuch über das Absurde. Rororo Taschenbuch. :)

Nur nicht verzagen. Weitermachen! Die Welt ist von Haus aus ephemer, grausam, bekloppt, völlig sinnlos; trumpish gewissermaßen. Das Schöne, Intelligente, ja, das Bedeutsame, Sinnhafte, das Auratische – auch das Ethische - muss von den Gutwilligen jeden Tag in mühevoller Kärrnerarbeit immer wieder neu herausmodelliert werden aus dem verächtlich grinsenden Chaos, das wir manchmal "das Böse" nennen. Etwas pathetisch gesagt: im Grunde muss die Liebe geborgen werden aus einem Meer von Hass und Gleichgültigkeit. Das ist ein überaus ehrenwerter und unbedingt notwendiger Kampf, der jeden Schweißtropfen wert ist. Auch um den Preis der üblen Anfechtung und der immer winkenden Verzweiflung. Ja, die Dummen haben's gut, denn sie zweifeln nicht. Aber wenn sich keiner mehr kümmert, was soll dann werden? Machen Sie sich bewusst, dass alles, was wir schön, gut und wahr nennen, an einem seidenen Faden hängt, an dem die Gutwilligen in jeder Sekunde arbeiten, weil er nicht reißen darf. Arbeiten Sie auch weiterhin mit, sein Sie Teil des Teams. Glückauf.

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Olaf 01.08.2018, 14:31
152.

Zitat von kajoter
Ich habe vorher ja noch einen gewissen Eifer verspürt, auf Ihre Zeilen zu antworten. Aber diese "Analyse" nebst "Conclusio" hat mich dann doch umgehauen und mit einer heftigen Schreibhemmung belegt. Einen derartigen Unfug liest man selbst im Kontext mit Trump selten.
Letzteres ist wohl eher Selbstbeweihräucherung als Kritik.

Wenn sich ein großer Teil der Menschen von ihrer Regierung abwendet, dann gibt es dafür handfestere Gründe als ein paar Fake Facebook Accounts oder Pöbeleien auf Twitter.

Aber es ist natürlich viel bequemer andere Meinungen für dumm und gefährlich zu erklären, als sich zu fragen, ob man nicht Fehler gemacht hat.

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siryanow 01.08.2018, 17:44
153. armes America

Ey americans, wenn der Zeitpunkt kommt an dem Trump den letzten Opositionellen kontrolliert , dadurch Demokratie abschafft und sich dann zum Kaiser kroent .Ist es das was ihr zulassen wollt ? Was nuetzt es wenn die Trump-Milliardarios absahnen und die Masse derer die ihn waehlten mit leeren Haenden uebrigbleiben ? Es gibt genuegend Beispiele von Politikern weltweit ,die um gewaehlt zu werden ,ihren Waehlern Groesse versprechen und ,einmal an der Macht ,diese Groesse ausschliesslich fuer sich selbst misbrauchen.
Was ist aus Euren "Yes we can" uebrig geblieben ? Waere nicht in jedem Fall Hillary Clinton ( bei aller Kritik und Vorsicht ) die bessere Wahl gewesen ? Man sagt ja : es ist nie zu spaet .

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Ähhhh?? 06.08.2018, 01:00
154. Naja - Die NY Times weigert Bestseller in die Bestenliste einzutragen

Die Times weigert sich den Jordan B. Peterson Bestseller in die Bücherliste auf zu nehmen.
Wäre nummer eins. Die Times ist Genderfluid Sympathisant.
Laut LGTBKLUIGKLJHNK: J_MJMOÖÄ ist man übrigens Transhasser wenn man sich weigert mit ihnen ins Bett zu gehen.
Hier gießt nur jeder Öl in das Feuer des anderen um im Geschpräch zu bleiben.
Die Times behandelt Ihre Krisen- und Kriegsreporter (alle freischaffend) wie Hungerlöhner.
Hab einen von denen kennen gelernt. Der war mehrmals im Irak usw..
Die Times verlangt bestimmte Vorbereitungskurse, welche immer über 1000€ kosten.
Sie übernimmt nichts davon und garantiert auch nicht die Abnahme der Bilder oder Story.
Und das obwohl die Zeitung noch über 10 Prozent Rendite im Jahr einfährt.

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rainerheinrich 06.09.2018, 11:14
155. Da ich

Zitat von Harry Callahan
Die sogenannte freie Presse sollte sich mal an die eigene Nase fassen. Anstatt die Leser neutral zu informieren, nutzen die Medien doch ihre Macht um Politik zu machen. Berichten denn CNN, die NYT oder die Washington Post auch mal darüber, dass es in den USA tatsächlich Millionen Menschen unter Trump viel besser geht, als zuvor? Nein... Trump hat seine Fehler - das ist zugegeben. Aber die Presse sollte sich auf die eigene Aufgabe besinnen, anstatt Politik machen zu wollen.
in den Wirren der "Fake News" den roten Faden verloren habe, wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie ihre Aussage bezüglich der Millionen Menschen, denen es Dank Trumps besser geht mit Fakten
unterfüttern würden. Nennen Sie einfach die Quellen.
Zur Presse: Jeder in Deutschland hat die Chance aufgrund der Vielfalt
der Presse sich ein eigenes Bild zu machen. Voraussetzung ist natürlich, dass er das was er liest auch versteht. Da soll es erhebliche Schwächen geben. Wenn ich z.B. als Laie ein Gerichtsurteil lese, kann es durchaus sein, dass ich den Text mehrmals lesen muss, um den Inhalt bzw. die Botschaft zu verstehen.

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