Forum: Kultur
"New York Times"-Chef Sulzberger: Ein Mann stellt sich gegen Donald Trump
AFP PHOTO /THE NEW YORK TIMES-TODD HEISLER

Der US-Präsident und die "Fake News": Donald Trump attackiert die Medien immer heftiger. A.G. Sulzberger, der erst 37-jährige Herausgeber der "New York Times", will sich das nicht länger gefallen lassen.

Seite 2 von 16
altais 31.07.2018, 11:01
10. Deeskalieren???

Zitat von omop
Fakt ist doch, dass viele Medien Trump von Anfang hat sehr kritisch betrachtet bzw. auch einige rote Linien überschritten. Medien, die Clinton unterstützt bzw. den Demokraten nahe stehen, haben ihn von Anfang an attackiert. Trump macht sicherlich viele Fehler, aber auch die Medien lassen es häufig an einer objektiven Berichterstattung vermissen..ob man das gleich fake news nennen muss..egal. Fakt ist, jede Seite dreht sich die Wahrheit so wie es ihr passt..der eine mehr, der andere weniger.
Wie würde eine Deeskalation Ihrer Meinung nach aussehen? Nur noch jeden zweiten Verbal-Ausfall berichten? Anfeindungen und Beschimpfung von vermeintlichen Gegnern unter den Tisch fallen lassen, so lange sie nicht justiziabel sind? Drohungen gegen Verbündete nur dann berichten, wenn es gegen "Shithole countries" geht? Die Aktionen seiner Administration, (Kinder ihren Eltern weg nehmen) ja was, wie soll man da deeskalieren? Am besten, indem der Trump einfach so einen Mist nicht macht. Und seine tägliche Lüge .. gnädig übergehen. Ist halt ein alter Mann, der hat schon mal geistige Aussetzer.

"Fakt ist, jede Seite dreht sich die Wahrheit so wie es ihr passt.." Und jetzt sind Sie dran. Beispiele bitte, wo sich die Medien, auch nur einen Bruchteil der Lügen erlaubt haben, wie Ihr Alter Mann im Weißen Haus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Kurt2.1 31.07.2018, 11:01
11. #5

Zitat von cup01
Amerika ist wichtiger als Trump, die Demokratie ist wichtiger als Trump, das Klima ist wichtiger als Trump, Frieden ist wichtiger als Trump, Arbeitsplätze sind bedeutender als Trump, die Natur ist größer als Trump usw.... Das dürfte dem neuen Sonnenkönig nicht gefallen, denn das sind unwiderlegbare Fakten.
Trump sieht es anders und seine Wähler offenbar auch. Sie sind mit dem Klamauk des Despoten einverstanden und sie werden ihn wiederwählen. Trump wird eine 2. Amtszeit bekommen. Wer sollte ihn stoppen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
henninghuno 31.07.2018, 11:03
12. Hexenjagd

Na ja, es ist doch wirklich eine Hexenjagd, die die Elitenmedien in den USA gegen Trump veranstalten. Herr Sulzberger ist ein typischer Vertreter. Ich blicke zwar nicht genau durch, welche Fraktion dort mit welchen Mitteln gegen welche andere Fraktion kämpft. Aber insgesamt ist es ein abstoßendes Spiel. Das macht einem die Führungsnation der westlichen Wertegemeinschaft nicht sympathischer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
triptychon5zehn 31.07.2018, 11:04
13.

Wann kommt der Tag an dem sich jemand aufmacht und wirkliche Fakenews über Trump und seine Anhänger publiziert? Erst dann wird der Begriff Fakenews vielleicht griffig genug um Menschen wie Trump ihre eigene Wortwahl reflektieren zu lassen. Fakten helfen hier leider nicht mehr.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nasodorek 31.07.2018, 11:09
14.

Zitat von omop
Fakt ist doch, dass viele Medien Trump von Anfang hat sehr kritisch betrachtet bzw. auch einige rote Linien überschritten. Medien, die Clinton unterstützt bzw. den Demokraten nahe stehen, haben ihn von Anfang an attackiert. Trump macht sicherlich viele Fehler, aber auch die Medien lassen es häufig an einer objektiven Berichterstattung vermissen..ob man das gleich fake news nennen muss..egal. Fakt ist, jede Seite dreht sich die Wahrheit so wie es ihr passt..der eine mehr, der andere weniger.
Whataboutism, ganz klassische Strategie der Neu-Rechten.

Das Verhalten von Trump war seit Beginn des Wahlkampfes (und im geschäftlichen Bereich eigentlich schon immer) kritikwürdig. Die Presse/Medien haben das berichtet. Genauso wie sie über kritikwürdges Verhalten von Clinton (Mailserver-Affäre) berichtet haben. Aber nur eine der beiden Seiten hat angefangen systematisch Hass und Vorurteile gegenüber Journalisten zu verbreiten, und sich als Opfer der Berichterstattung dargestellt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
m-zmann 31.07.2018, 11:11
15. Kräftige Mächte säen das Misstrauen in die Medien...

Wieso hätte er da ausgerechnet Trump nennen sollen? Schließlich ist die NYT doch das Sprachrohr eines (über-)mächtigen Oligarchen (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/carlos-slim-wird-groesster-aktionaer-der-new-york-times-a-1013042.html), der als "Pate von Mexiko" (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/forbes-spitzenreiter-slim-der-geld-weltmeister-und-sein-bauchladen-a-820056.html) sicher nicht davon begeistert ist, wie D.T. ihm die "Geschäfte" beschneiden will...

Das Misstrauen in die Medien nährt sich zu einem nicht unerheblichen Teil sicher auch daraus, daß viele Menschen in den USA (denen die Eigentumsverhältnisse der NYT nicht unbekannt sind, steht es doch sogar bei Wiki) der einseitigen und tendenziösen Propaganda-Berichterstattung derer, die einst Leit-Medien waren, überdrüssig sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ökofred 31.07.2018, 11:17
16. und CNN? und die WOPO?

Zitat von MarcMeier
Die Medien hauen schon seit 2015 auf Trump ein. "Ein Mann stellt sich dagegen". Donald Trump hat im Frühjahr 2016 verbal gegen den mexikanischen Milliardär Carlos Slim ausgeteilt. Einen der grössten Aktionäre der NYT mit 17.4% Anteil (Familie Ochs-Sulzberger: 11%). Seit da gab es nur noch eine Gangart: gegen Trump. Noch schlimmer wurde es nach der Wahl, zeitgleich mit einem 12% abtauchen des Peso (Zufall? Ja, klar!) was Slim wohl 9% seines Vermögens kostete. Also, weiterhin die Geldgeber Linie zu fahren hat nun mit Mutig sein nicht viel zu tun.
Es gibt noch andere, die gut dagegen halten. CNN und die Washington Post zB. Haben Sie da auch so eine hübsche VT? WOPO zb gehört doch Bezos, da hat der Trump bestimmt auch was Schlimmes getan?? Halten sie uns informiert!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Diskotier 31.07.2018, 11:24
17. Sagen was ist

Zitat von omop
Fakt ist doch, dass viele Medien Trump von Anfang hat sehr kritisch betrachtet bzw. auch einige rote Linien überschritten. Medien, die Clinton unterstützt bzw. den Demokraten nahe stehen, haben ihn von Anfang an attackiert. Trump macht sicherlich viele Fehler, aber auch die Medien lassen es häufig an einer objektiven Berichterstattung vermissen..ob man das gleich fake news nennen muss..egal. Fakt ist, jede Seite dreht sich die Wahrheit so wie es ihr passt..der eine mehr, der andere weniger.
Auch das ist leider Teil seiner Strategie - die auf Lüge aufgebaut ist. Man sollte schon jeden einzelnen Bericht kritisch betrachten und ja - es gibt auch überzogene Berichte. Trotzdem spielt der amerikanische Präsident daraus seinen Profit und behauptet Unwahrheiten, die teilweise nur schwer nachvollziebar sind. Man muss auch sagen was ist und all die unsäglichen Verunglimpfungen Trumps gehören benannt und entlarvt. Warum sollte man da vorsichtig mit ihm umgehen und ihn damit auch noch unterstützen. Ich finde, dass ihn von der Welt für das was er macht, wie er die Welt mit seinem unglaublichen Egoismus aus den Angeln hebt, eh viel zu viel Höflichkeit entgegengebracht wird. Ihm uns seinen gesellschaftsverachtenden Republikanern. Traurig - jeden Tag wieder.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
unpolit 31.07.2018, 11:25
18. es wirkt offensichtlich

Wenn ich mir hier für Trump verständnisvolle Kommentare durchlese, dann bin ich mehr als verwundert. Wie gehen diese Menschen damit in ihrem persönlichen Umfeld um? Darf da auch jeder ausschwätzen, was er will, und dabei andere diskreditieren? Erzeugt das dann keine Gegenreaktion? Wie viel Glaubwürdigkeit haben dort anerkannte Dummschwätzer?

Die USA haben eine Präsidenten, dessen Aussagen nachgewiesenermaßen nicht Immer WAHR sind, der sich oft selbst korrigieren musste. Das geht deutlich darüber hinaus, nur die Teile der Erkenntnis zu anzuführen, die einem genehm sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
BulletWithButterflyWings 31.07.2018, 11:26
19. Das ist...

...nichts anderes als Faschismus im Wachstum.
Immer und immer wieder (historisch wie aktuell) sind es schwache Menschen, die einem als stark und dominant empfundenen Welterklärer an den Lippen hängen, solange er ihnen die Welt so erklärt, wie sie sie sehen möchten.
Ein um objektiven Diskurs bemühtes Denken ist diesen Menschen so fremd (und auch ebenso wichtig) wie mir das Konzept der „Entwickelnden Variation“ der Zwölftontechnik - nur dass letzteres zwar kulturell von Ignoranz zeugt, aber nicht unsere Daseinsgrundlage als Gesellschaft tangiert.

Was tun?
Ich persönlich breche entsprechende Kommunikation im Moment ihres Auftretens entweder sofort wortlos ab (wenn noch eine gewisse Restsympathie für die Person vorhanden ist) oder lenke das Thema auf Charakteristika und Ästhetik des jambischen Fünfhebers.
Will meinen: ignorieren und in ihrer heiligen Hasssuppe langsam verköcheln lassen, parallel dazu Menschen mit Intellekt und offenem Geist suchen, mit denen sich diskursiv etwas bewegen lässt.

Und wenn die Anhänger von Fake News und ihre Konsorten irgendwann die Überhand gewinnen?
Dann ist das halt so - und wir alle (sie inklusive) bekommen, was wir letztlich verdient haben, genau so, wie die veführte Hassmasse, die Mitläufer und die zu schwachen und inkonsequenten Gegner von alledem nach 1945...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 16