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Niedergang der Demokratie: Warum Populismus nicht die Ursache ist
DPA

Den Erfolg von Trump und Co. auf Populismus zu reduzieren, ist zu kurz gedacht - der ist nur Symptom einer globalen Krise. Die Ursache für den autoritären Aufschwung liegt in den liberalen Demokratien selbst.

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ththt 04.03.2017, 20:24
1. Toller Beitrag

Ein sehr guter Artikel. Liberale machen sich lieber über Trumps Haare, seinen Nachnamen oder Hände lustig anstatt das echte Problem zu erkennen: den Kapitalismus, der immer mehr Menschen abhängt und verarmen lässt. Leider gibt es noch keine starken linken Bewegungen, mit denen man die Rechtspopulisten und Liberalen zurückdrängen könnte.

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ackergold 04.03.2017, 20:25
2.

Die USA ist keine wirkliche Demokratie, denn dort herrscht keineswegs das Volk - weder unter Trump, noch unter Obama oder sonst einem Präsidenten. Das muss doch endlich mal begriffen werden. Es geht um Selbstbedienung der Superreichen und nichts anderes. Und das ist immer noch meine freie eigene Meinung, die das Grundgesetz garantiert.

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MtSchiara 04.03.2017, 20:26
3. die Ursache liegt darin, daß ...

... die sogenannten liberalen Demokratien eher Oligarchien sind, in denen häufig gegen das Volk regiert wird. Was wir brauchen, ist eine Demokratisierung unserer "Demokratie", bei der als Vorbild das Original dient: Die Schweizer Demokratie ist eine der wenigen Demokratien, bei denen man diesen Begriff nicht in Anführungszeichen zu schreiben braucht.

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air plane 04.03.2017, 20:27
4.

Kein Wort über die Macht der Bilder nach Merkels Grenzöffnung? Grexit, Orban, AfD und Trump haben damit, mit dieser epischen Fehlleistung, nichts zu tun?

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riedlinger 04.03.2017, 20:32
5. Vielen Dank!

Höchst intelligent und überzeugend! Von diesem Autoren würde ich gerne mehr lesen. Leider gab es auf SPON bisher nur einen Text von ihm, und der wurde hinter der Bezahlschranke versteckt...:(

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ls-rio 04.03.2017, 20:51
6. Ansichten, die einem nicht gefallen

nennt man als Demokrat heutzutage Populismus und undemokratisch. Daraus resultiert, dass die, die sich heute Demokraten nennen, die eigentliche Ursache fuer ihren Niedergang sind, der aber keineswegs der Niedergang der Demokratie ist.

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virpoliticus 04.03.2017, 20:53
7. Greift viel zu kurz

Eine "Demokratie", in der das Volk nix zu melden hat und von seinen angeblichen Vertretern nur verachtet wird, ist reine Fassade. Wo man als Rassist beschimpft wird, als Köterrasse, als Schande für Deutschland, nur weil man die sog. Flüchtlingspolitik und ihre Folgen ablehnt, da pfeift die Demokratie aus dem letzten Loch. Wo Rundfunkgebühren-Verweigerer im Knast landen, während schwer Kriminelle mit Migrationshintergrund frei herumlaufen, da ist Demokratie nur noch ein schönes Wort für Sonntagsreden und Aufsätze entrückter Akademiker!

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kleinsteminderheit 04.03.2017, 20:57
8. Hervorragend

Endlich mal eine Analyse zu den Schwächen einer neoliberal überprägten Demokratie ohne sozialen Ausgleich. Die Populisten sind nicht aus dem Weltall über die Erde gekommen. Sie sind die natürliche Konsequenz, wenn demokratische Prozesse nicht mehr funktionieren oder bis zum Stillstand verlangsamen. Und sie sind die Folge des Internationalen Eliteversagens. Wenn die Wirtschaft ihre eigenen Gesetze macht, die Presse staatstragend zwangsausgewogen ist und die Politik keine Ahnung von den Problemen und Ängsten der Bevölkerungsmehrheit hat, haben die Rechten Populisten freie Bahn.

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odapiel 04.03.2017, 20:58
9. Es ist viel einfacher

Die Demokratie hat ein Kapitalismusproblem. Das ist "alles". Wer den Leuten die Butter vom Brot nimmt, radikalisiert sie. Wer massives gesellschaftliches Ungleichgewicht schafft, der radikalisiert die Gesellschaft. Demokratien benötigen eine zufriedene Bevölkerung, deren finanzielle Eliten immer noch halbwegs in Reichweite sind. In dem Augenblick wo eine gesellschaftliche Klasse quasi zum "Adel" wird, geschieht mit solchen falschen Demokratien dasselbe was zuvor mit ähnlich ungleichen Gesellschaftsformen passierte.

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