Forum: Kultur
Nora Bossong über Prostitution : Eine Frau dringt ein
DPA

Garantiert vergnügungssteuerpflichtig: Nora Bossong hat sich ins "Rotlicht" begeben und mit ihrem Aufklärungsbuch ein neues Standardwerk über Sex und Prostitution geschaffen.

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lies.das 22.02.2017, 18:18
1.

Zitat: "Nora Bossong hat sich ins "Rotlicht" begeben und mit ihrem Aufklärungsbuch ein neues Standardwerk über Sex und Prostitution geschaffen."
Ein "Standard-Werk" muss sich medial und wissenschaftlich erst mal eine Zeitlang bewähren, sonst ist es lediglich PR .Es gibt kein "neues Standard-Werk" - das klingt genauso crazy wie "alternative Fakten".

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EMU 22.02.2017, 18:58
2. Schreck lass nach

Zitat von
in der die Positionen von Alice Schwarzer ("PorNo") und Charlotte Roche ("PorYes") sehr weit auseinanderliegen, um einmal zwei Vertreterinnen zu nennen, die selbst nur von außen draufschauen.
Kopfkino: Der Versuch von Alice Schwarzer, nicht mehr nur "von außen" draufzuschauen.

Andererseits, mitzumachen wäre vermutlich das effektivste, was sie tun kann wenn sie Prostitution ernsthaft bekämpfen will...

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Charlie Whiting 22.02.2017, 19:55
3. so

Mich interessieren weniger die Details als die Frage wie man Zwangsprostitution wirksam bekämpft, wenn so viele Entscheidungsträger das selbst gerne in Anspruch nehmen und/oder mitverdienen...

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torstenschäfer 22.02.2017, 20:33
4. Medien-Mechanismen

Du musst die große Welle machen, um mit deinem Buch aufzufallen. Und du musst die große Welle machen, um deinen Artikel über ein Buch auch platzieren zu können. Das sind zumindest die Gesetzmäßigkeiten des Boulevard, und bei SPON sind wir mittendrin.

Zitat: "Dass dieses Buch so eindringlich Wirkung zeigt, liegt an Bossongs Blick: Sie lässt Räume sichtbar werden, die Frauen sonst nur sehen, wenn sie dort arbeiten."

Wahnsinn, hat es ja zuvor noch nie gegeben, dass Frauen über das Milieu aus eigenem Erleben heraus schreiben. So viel unfreiwillige Komik ist dann schon wieder recht unterhaltsam.

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daslebenistkeinponyhof 22.02.2017, 20:37
5. Unterwelt

Ich frage mich, wann mal jemand sich traut, die Wahrheit über das Milieu auszupacken.
Egal welches Buch, oder welchen Bericht man liest, es ist alles weichgekocht und verharmlost. Ständig liest man von Frauen, die Ihren Job so gerne machen und sich nichts anderes vorstellen könnten, oder von Bordellen, die ja ach so sauber und gut organisiert seien. Ich könnte jedesmal kotzen, wenn ich sowas lese.
Ich bin 28 und seit etwa 5 Jahren Prostituierte. 3 Jahre davon habe ich erst freiwillig, dann gezwungenermaßen für einen Zuhälter gearbeitet. Heute kämpfe ich damit, den Weg zurück ins normale (arbeits)leben zu finden. Was ich in dieser Zeit gesehen und erlebt habe, hat nie jemand ausgesprochen und wahrscheinlich auch nie ein Journalist gesehen. Frauen, die weinend, mit blauen Flecken übersäht in den Club kommen, nachdem Sie ihren Zuhältern auf dem Parkplatz vor dem Club nicht genügend bares gebracht haben um dann mit Freiern im Zimmer zu verschwinden, die die blauen Flecken wahrscheinlich übersehen haben... Oder die machenschaften von diversen kriminellen Vereinigungen und Motorradclubs, die so gut wie das ganze Milieu steuern und kontrollieren. Hat das niemand gesehen? Man müsste sich nur mal nach Feierabend vor die Läden stellen und gucken wieviele Panameras ihre Schäfchen abholen... Warum redet da keiner drüber? Oder das es Clubs und Privathäuser gibt, die offiziell für den tabulosen Service ihrer "weiblichen Gäste" werben. Die Frauen haben da Sex ohne Kondom, "reinspritzen" kostet selbstverständlich extra. Redet auch niemand drüber.
Durch die kommende Meldepflicht von Prostituierten wird ein Großteil noch mehr in die illegalität abrutschen und was dort aus den Frauen werden soll bleibt mir ein Rätsel. Ich brauche nicht noch ein Buch darüber, wie toll die roten Wände in den Etablissements aussehen.

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maria30 22.02.2017, 20:39
6. wann hört das endlich auf???

ich kann diese Moraldebatte nicht mehr hören!!! die anmeldepflicht für Prostituierte sind genauso bescheuert wie die beratungspflicht für Schwangere die abtreiben wollen! warum werden Vergewaltigungsopfer vergessen? die OECD Statistik zeigt das Mütter benachteiligt werden und Deutschland auf dem letzten Platz ist, in Gleichberechtigung!! über sowas wird nicht geredet. das ist Ordnung??

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coralie.berger-leroc 22.02.2017, 20:42
7. Sinn des Artikels unklar

Anne Haeming schreibt einen so langen Text über Prostitution, ohne auch nur einmal das grundsätzliche Thema des Machtgefälles zwischen Mann und Frau zu diskutieren? Und warum verwendet sie so alberne Begriffe wie "nackig" und "Gschamig"? Ist Haeming erst zwölf? Insgesamt ein sinnfreier Artikel.

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hansfrans79 22.02.2017, 20:58
8.

Zitat von Charlie Whiting
Mich interessieren weniger die Details als die Frage wie man Zwangsprostitution wirksam bekämpft, wenn so viele Entscheidungsträger das selbst gerne in Anspruch nehmen und/oder mitverdienen...
Ich wiederum interessiere mich sehr für Details, daher gestatten Sie mir bitte die Frage: können Sie Ihre Behauptung in irgend einer Form belegen? Was bedeutet "viele Entscheidungsträger" für Sie?
Welche Anhaltspunkte haben Sie, dass entsprechende Dienste von Menschen mit politischem Mandat in Anspruch genommen wurden?
Konnten Sie vielleicht aus dem Abstimmungsverhalten der verdächtigen Entscheidungsträger zu Themen, welche die Prostitution betreffen, Rückschlüsse ziehen?
Nicht, dass am Ende jemand den Verdacht hegt, dass es sich bei Ihrem Post lediglich um eine haltlose Behauptung handeln könnte.

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Morrison 22.02.2017, 21:20
9. Laaanweilig bis spießig

Also wenn das vorliegende Buch so langweilig und uninspiriert ist wie die Besprechung hier, dann ist das sicherlich kein Standardwerk sondern einfach nur spießig...

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