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Nordkorea-Komödie: Amerikaner gucken "The Interview" - aus Prinzip
AFP

"The Interview" ist in Hunderten Kinos in den USA angelaufen und lockt viele Zuschauer an. Sie sehen in der Nordkorea-Komödie ein Symbol für freie Meinungsäußerung. US-Präsident Obama ließ noch offen, ob er sich den Film ansieht.

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augu1941 27.12.2014, 10:28
40.

Eine vulgäre und schlecht gemachte Komödie als Symbol für freie Meinungsäußerung ? Zu dieser Hoch-stufung kam es erst durch Drohungen Nordkoreas, die die Filmpremiere verhindern sollten. Im Unterschied zu den islamistischen Drohungen nach den Mohamed-Karikaturen hat Nordkorea aber schlechte Karten bei seinen Drohungen, Es gibt wohl kaum im Ausland lebende Nordkoreaner, die spontan zu entsprechenden Aktionen bereit und fähig wären, bleibt nur ein staatlich gesteuertes Kommandounternehmen mit sehr hohem Risiko der Aufdeckung. Und mit Kriegsdrohungen wegen der Aufführung eines Films, in dem der Führer beleidigt und lächerlich gemacht wird, macht sich die Führung von Nordkorea selbst vor dem Rest der Welt lächerlich.

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loeweneule 27.12.2014, 10:47
41.

Zitat von gästeblock
Ich staune über die Verschwörungstheorien und frage mich immer, was das wohl für Leute sind, die sich sich das ausdenken und glauben.
In erster Linie wohl die Salonlinken, die in ihren renovierten Luxusaltbauwohnungen sitzen und über den bösen Kapitalismus schimpfen.

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Spax73 27.12.2014, 11:00
42. @40.

Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob man dieses Werk wirklich mit "schlechte Komödie" abtun kann. In "Hot Shots" hat man seinerzeit noch Saddam gnadenlos verhohnepipelt - vermutlich hat er nach dem ersten Ärger sogar drüber lachen können. "The Interview" handelt (unter Einbeziehung sämtlicher rassistischer Klischees über Asiaten) letztlich von einem durch ein Drittland organisierten Umsturz in einem real existierenden Land, der mit dem Tod des real amtierenden Staatsoberhauptes verbunden ist. Auch wenn man Nordkorea für ein irres, menschenverachtendes Regime hält - diese Nummer hat eindeutig eine bisher nicht dagewesene Qualität an Nicht-Diplomatie. In der Geschichte der Menschheit wurde schon Krieg um weniger geführt.

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wiebitte 27.12.2014, 11:48
43. Der Film ist einfach ...

... nur schlecht. Und wenn Hollywood einen Film gedreht hätte in dem Angela Merkels Kopf explodiert wäre, hätte sich Obama sicher für so eine grenzwertige Auslegung der Kunstfreiheit bei ihr und allen Deutschen entschuldigt. Und wenn der Film eins nicht ist, dann ist das Kunst. Und Entmenschlichung eines vermeintlichen oder tatsächlichen Gegners ist vor allem erst mal eines, nämlich plumpe Propaganda, die uns dann teilnahmslos beim echten Abschlachten zuschauen lässt.

Wag the Dog. Vielleicht geht das echte Szenario ja so: FBI/CIA/Washington: Könnt ihr in Hollywood nicht einen Film drehen, über den sich die Nordkoreaner so richtig aufregen, die sind ja leicht zu reizen, dann droht uns der Un mit Krieg und so ... Das eröffnet uns dann sämtliche Optionen und keiner spricht mehr über unsere miesen Machenschaften und vor allem dieses leidige Folterthema ist vom Tisch, wie, was kost das? so zwischen 20 und 40 Mios, das ja günstich, so'n echter Krieg um die Dumpfbacken von Wählern schön patriotisch zu stimmen kriegste nicht unter dem zehnfachen und da haste grad erst mal angefangen ...

Und alle Welt redet nur noch über diesen Sch... bescheidenen Film. Das ist kein Publicitystunt von Sony, wenn überhaupt, dann steckt da die amerikanische Regierung mit drin ...

Alle News zu diesem Thema stammen aus den USA - ich finde jedenfalls keine Stellungnahme der koreanischen Regierung, kein Bekenntnis, keinen Wiederspruch. Und die Amis legen mal wieder los. Nur inzwischen erzählen sie einfach nur noch Geschichten und präsentieren noch nicht mal gefälschte Beweise und preschen schon wieder vor, die Menschenrechte und die Freiheit zu verteidigen ... Die Amis???

Guantanamo, Drohnen, Folter, Abu Ghuraib, wie viele Kriege in den letzten nur zehn Jahren?, Rassismus im eigenen Land, Todesstrafe, 50Mio Amerikaner leben in Armut, 50! Jahre Embargo gegen Kuba. Die höchste Quote inhaftierter weltweit mit der höchsten rassenspezifischen Differenz weltweit ... usw.

shut the f... up USA stay out of other countries and solve your own problems!

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adal_ 27.12.2014, 12:13
44. Das nordkoreanische Marketing-Genie

Zitat von spon72
Dann war das Marketing... ...offenbar erfolgreich!
Stimmt. Kim Jong Un hat nicht umsonst im Westen studiert, er versteht was von Marketing. Erst die Bombendrohung gegen US-Kinos und jetzt das:
Nordkorea bezeichnet Obama als "Affen im Urwald"

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datini 27.12.2014, 12:18
45. Sony vs. USA ( Spielkonsolenkrieg )

Es geht hier nicht um Nordkorea was die dDOS anbelangt. Hier geht's um Multimilliardenmärkte für 2020 und das hilft der EU damit sich Japan endlich EU konform ausrichtet. Bitte unterstützen Sie den Unfug ohne sich den Film anzusehen und wenn, auf ner Blueray von Sony auf einer PlayStation und in Japanisch! Oyasumi Nasai!

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adal_ 27.12.2014, 12:27
46.

Zitat von datini
Es geht hier nicht um Nordkorea was die dDOS anbelangt.
Tolle Idee. Geben Sie mal den Nordkoreanern den Tipp, dass SONY ein japanisches Unternehmen ist. Vielleicht bedrohen die dann auch japanische Kinos und befördern den Ministerpräsidenten Japans zum "Affen im Urwald".

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stormking 27.12.2014, 12:35
47.

Zitat von wollerm
Ein Wunder wär es nicht. Nordkorea ist Endzeitkapitalismus in Reinkultur.
Es ist ein perfider, aber auch ziemlich plumper Trick, wenn die gescheiterten Träume der Kommunisten regelmäßig dem verhaßten Kapitalismus zugerechnet werden. Das war auch bei der DDR schon so, die von in Erklärungsnöte geratenen Kommunisten gerne als "Staatskapitalismus" bezeichnet wird.

Das System in Nordkorea hat mit Kapitalismus nichts, aber auch rein gar nichts zu tun.

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mike.bauer 27.12.2014, 13:25
48. jaja

Kim Jong Un mag ein abscheulicher Diktator und die Meinungsfreiheit ein hohes Gut sein. Der Film hilft aber dem Friedensprozess nicht. Und Jim Jong Un ist legitimierter Staatschef. Man stelle sich nur vor, man würde denselben Film mit Merkel oder Obama drehen.

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Hermes75 27.12.2014, 13:27
49.

Zitat von atemlos9
... schlittern wir gerade, ohne dass wir etwas dagegen hätten, in den Dritten Weltkrieg. Glaubt irgendjemand, dass ein solcher Film etwas bewirkt ... außer Provokation? Nur weiter so, Obama. Das ist, was man von einem Friedenspreisträger erwartet. Da bekommt das Wort CHANGE eine ganz neue Dimension.
Ich weiß nicht, ob ihnen der Begriff Meinungsfreiheit irgendetwas sagt? In den USA und den meisten anderen Ländern kann jeder Filme nach seinem Geschmack produzieren und zeigen (Straftatbestände mal außen vor). Es findet keine Zensur statt und der Staat hat auch nicht zu sagen welche Filme gedreht oder gezeigt werden dürfen oder nicht.
Das unterscheidet ein freies Land von einem unfreien Land.

Warum um alles in der Welt sollte ein Unternehmen in den USA bei seine Filmproduktionen Rücksicht darauf nehmen, ob sich irgendein 3,-Welt Diktator dadurch beleidigt fühlt? Wenn Little-Kim der Film nicht zusagt, kann er seinen Leuten doch verbieten diesen zu sehen.
Aber jenseits seiner Landesgrenzen endet seine Macht und es gibt keinen, wirklich gar keinen Grund die eigene Meinungsfreit einzuschränken, nur weil ein Dikator, der selbst jede Meinungsfreiheit unterdrückt, sich dadurch gestört fühlt.

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