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NSA-Reporter Glenn Greenwald: Hetzjagd auf Snowdens Mittelsmann
AP

Es ist ein alter Trick: Wem die Nachricht nicht gefällt, der bekämpft den Überbringer. Dies bekommt auch Glenn Greenwald zu spüren, der "Guardian"-Reporter hinter den NSA-Enthüllungen. Die einen durchstöbern sein Privatleben - andere fordern seine Verhaftung.

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zenitbiken 29.06.2013, 13:18
160.

Mit der Verfolgung von Edward Snowden verspielt Obama seine letzten Sympathien.
Herr Westerwelle, ich fordere Sie auf, Edward Snowden politisches Asyl zu gewähren. Es spricht einiges dafür, dass ihn in den USA kein faires Gerichtsverfahren erwartet.

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warumeigentlich 29.06.2013, 13:20
161. Das System wehrt sich

Sollte ein Journalist aus der Ukraine oder Russland in dieser Weise (Enthüllung) berichten, so würde er augenblicklich von unserer Regierung hofiert werden. Von unserer gleichgeschalteten Presse ganz zu schweigen. Natürlich würde das System in Russland versuchen den Journalisten mundtot zu machen. Nun setzt hier der Westen ein Exempel. Wenn wir Snowden nicht bekommen, so werden Worbiserin Sprachrohr zerstören. Alle anderen sollen dabei zusehen und lernen.

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NewHuman 29.06.2013, 13:22
162. Demokratie außer Kontrolle

Den Überbringer einer schlechten Nachricht stellvertretend zur Rechenschaft zu ziehen war schon immer ein Versuch von Mächtigen, eine empfundene Bedrohung von Macht oder Status (Ohnmacht) zu bekämpfen. Gleichzeitig lenkt dieser Versuch den Blick mit aller Klarheit darauf, welche Art von Macht oder Status wieder hergestellt werden soll - darauf, welche Machtansprüche überhaupt bedroht erschienen. Er eröffnet uns mit erschreckender Deutlichkeit, in welches Fahrwasser die westlichen Demokratien bereits geraten sind. Die Enthüllungen sind der Spiegel, der den Blick der Öffentlichkeit auf einen riesigen blinden Fleck der westlichen Demokratien lenkt. Ein unangenehmer, schmerzender Blick der Selbsterkenntnis.
Historisch gesehen waren Autoritarismus und Totalitarismus praktisch eins mit Nationalsozialismus, Stalinismus und Kommunismus. Böse und antidemokratisch waren die anderen. Heute hat sich das „Reich des Bösen“ in die „Achse des Bösen“ verwandelt, der weltweite und verborgene „Terrorismus“ ist das Feindbild, das die moralische Überlegenheit der westlichen Demokratien festigt und uns die hauptsächliche Rechtfertigung für Maßnahmen des Zwangs, der Verfolgung und des Krieges gibt, die wir erlangen können.
Obwohl abgrenzbar, ist Terrorismus schwer fassbar. Der Feind arbeitet verborgen und kann jederzeit und an jedem Ort zuschlagen. Er ist weder einer Nation noch einer Nationalität klar zuzuordnen. Im Prinzip könnte jeder einzelne Mensch eine terroristische Gefahr darstellen, und deshalb auch jeder einzelne Bürger des eigenen Staates. Das Böse lauert immer und überall. Deshalb muss auch die Überwachung total sein. Muster des Denkens, Fühlens und Handelns die auf terroristische Vorfeldaktivitätet hindeuten könnten, werden ausgefiltert, die entsprechenden Personen vorsorglich verdächtigt. Die Machtapparate westlicher Demokratien kommen so aus präventiven Motiven zu immer offensiveren Strukturen und Maßnahmen der Überwachung und Kontrolle deren Existenz sich schließlich selbst rechtfertigt, weil sie sich von Mitteln zur Gefahrenabwehr zu Mitteln der Macht gewandelt haben. Jede Kritik an diesen Machtmitteln ist verdächtig, jede Gefahr für diese Ansprüche an Macht wird bekämpft. Totalitaristische Elemente ziehen automatisch ein: Öffentliche Vorverurteilungen, Manipulation der Meinungen, Einschränkungen bürgerlicher Freiheiten, Einschränkung der Medienfreiheit. Der Bürger wird zum Feind des Staates, weil er die Machtansprüche des Staatsapparates in Frage stellt.
Autoritarismus und Totalitarismus sind keine moralisch minderwertigen historischen Fehlentwicklungen der anderen, die räumlich und zeitlich abgegrenzt, und in schöne Feindbildschubladen gepackt werden können, es sind die automatischen Folgen normaler menschlicher Machtansprüche, die nicht mehr kontrolliert werden.

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preteatro 29.06.2013, 13:23
163. die imperiale Demokratie

...ein medial nicht weiter hinterfragtes Oxymoron, handelt kosenquenterweise wie ein Imperium, als welches sich die USA auch selbst bezeichnen.
Imperialismus bedeutet Ungleichheit, Unterdrückung, Ausbeutung,........also jene mit dem Begriff Demokratie unvereinbaren "Werte", mit denen sich im weitesten Sinne nun auch der Journalist Greenwald konfrontiert sieht.
Bleibt zu hoffen das er den Anwurf "professioneller Anti-Amerikaner" als das sieht, was es heute bedeutet: ein grosses Kompliment und ein Hinweis darauf, dass der Mann mit beiden Beinen auf dem Boden rechtstaatlich demokratischer Grundsätze steht.

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pantel 29.06.2013, 13:24
164. Lüge und Wahrheit

Der Grund warum Menschen zum Schweigen gebracht werden ist nicht weil sie lügen, sondern weil sie die Wahrheit reden.
Wenn Menschen lügen, können ihre eigenen Worte gegen sie angewandt werden, doch wenn sie die Wahrheit sagen, gibt es kein anderes Gegenmittel als die Gewalt.
Theodor Fontane.
Siehe auch http://www.wfg-gk.de/spirituelles21.html

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Wildes Herz 29.06.2013, 13:29
165.

Zitat von mein Gott
Dieser miese Typ spielt mit unser aller Leben! Bitte genau so lange einsperren, wie der durchgeknallte, in Moskau befindliche, Snowden !
Also, mit meinem Leben spielt der nicht... :-)

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gandhiforever 29.06.2013, 13:29
166. Nicht aufregen

Zitat von gegenrede
Die Vorratsdatenspeicherung ist dank Leutheuser-schnarrenberger außer Kraft gesetzt, wenn Provider mehr als die Abrechnungsdaten speichern machen sie sich strafbar, dies hat das BVerfG festgestellt.
Es gibt auch Foristen mit limitierter Auffassungsgabe. Das Resultat sind dann solche nicht der Realitaet entsprechenden Aussagen.

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bloub 29.06.2013, 13:30
167. eben

Zitat von fam.weber11
"Hoch professioneller Vertreter von Anti-Amerikanismus". Hört sich gut an und würde mir als Titulierung auch gefallen, zumal der Titel Friedensnobelpreisträger mit der Wahl von Obama viel an Glanz eingebüsst hat.
da weiss man, das man auf jeden fall auf der richtigen seite von recht und moral steht.

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normalo3006 29.06.2013, 13:32
168. Opferrolle aus Geldgier

Wie der stupide USA-Basher Michael Moore bewiesen hat lässt sich mit undifferenziertem Anti-USA-Gehaue Millionen machen. Diese gescheiterten Robin Hood-Verschnitte sind doch nur auf Buchverträge aus. In China oder Russland ist das ganze eben kein lukrativer Spaß sondern endet blutig für die 'Aufdecker'.

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dr_jp 29.06.2013, 13:33
169. God bless america

Die Amerikaner zeigen mal wieder, wer sie wirklich sind. Alles, was sie anderen zur Last legen, tun sie selber. Und immer sind die anderen die Schuldigen und Schurken. Warum dann so hohe Ausgaben für Militär und Spionage? Ich kann das hohle Geschwätz einiger amer. Politiker nicht mehr hören und wir brauchen auch keinen Besuch eines amer. Präsis, der nur hohle Phrasen schmiedet. Don't talk, just do it, Mr. President. Wer hier in D glaubt denen überhaupt noch?

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