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NSA-Reporter Glenn Greenwald: Hetzjagd auf Snowdens Mittelsmann
AP

Es ist ein alter Trick: Wem die Nachricht nicht gefällt, der bekämpft den Überbringer. Dies bekommt auch Glenn Greenwald zu spüren, der "Guardian"-Reporter hinter den NSA-Enthüllungen. Die einen durchstöbern sein Privatleben - andere fordern seine Verhaftung.

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mista_d 29.06.2013, 13:34
170. Staatlicher Journalismus...

Es ist schon klar, dass ausgerechnet die Zeitungen und Magazine mit dem Journalismus von Glenn Greenwald ein Problem haben, die während der Busch-Jahre jegliche Kriegsargumentationen zum Irak-Krieg gefolgt sind ... und jegliche kritische Auseinandersetzung mit den Hintergründen vermieden haben ...
Nach den Erfahrungen dieser Jahre kann gefragt werden, ob die Zeitungen überhaupt noch unabhängig sind oder nur verlängerte Sprachorgane der Regierungsorganisationen bzw. finanziell hervorragend ausgestatteter Meinungsmacher, die ihre eigene Meinungswelt als Teil der freien Presse getarnt haben.

Es zeigt sich, dass der Guardian hier tatsächlich in ein Wespennest gestochen hat und die gesamte politische und sicherheitspolitische Führung blosgestellt hat. Nur getroffene Hunde bellen ... und diese lassen jetzt ihre Meute der hörigen US-Journalisten auf die Enthüller los ...

Diese sind die wahren Helden unserer Zeit ... riskieren das Ende ihres privaten Lebens und lebenslange Haft (wenn nicht schlimmeres). Wistleblowers sind DIE wesentliche Komponente der Demokratie.

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merlon31 29.06.2013, 13:36
171. Gleichschaltung der Medien...

Man beobachtet doch immer mehr wie im so meinungsfreien Amerika die Medien gleichgeschaltet werden und Amerikakritische Berichte fast wie Hochverrat geahndet werden ... ob Peter Arnett oder andere alles was nicht passt wird mundtot gemacht oder verleumdet im Namen der Terrorabwehr entwickeln wir uns immer mehr zu paranoiden Individuen. die weitere Entwicklung sollte einem Angst machen........

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Steve Holmes 29.06.2013, 13:38
172.

Zitat von Eutighofer
In einer Zeit, da es auch in Spiegel-online schick ist, anti-amerikanische Töne zu spucken, trifft Herr Greenwald offenbar ein Bedürfnis.
Das hat ja wirklich nichts mit Antiamerikanismus zu tun wenn man von einer Regierung erwartet sich an die eigenen Gesetze zu halten. Herr Greenwald und Herr Snowden haben sich mit diesen Aufdeckungen um Amerika verdient gemacht. Das amerikanische Volk hat ein Recht darauf das seine Regierung und Verwaltung sich gesetzestreu und demokratisch verhält.

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Luscinia007 29.06.2013, 13:41
173.

Zitat von Eutighofer
In einer Zeit, da es auch in Spiegel-online schick ist, anti-amerikanische Töne zu spucken, trifft Herr Greenwald offenbar ein Bedürfnis. Über russische oder chinesiche Geheimdienste erfährt man nichts - wieso versagt da der investigative Journalismus ? Oder will man es gar nicht so sehr wissen, ist der "Feind" doch Amerika ?
Freunde kann man sich aussuchen, Verwandtschaft nicht. Wir scheinen eher einen "Großen Bruder" zu haben!

Unsere "Freundschaft" basiert vorgeblich darauf, dass wir, Europa und USA, die selben Ideale haben.
Ideale wie Pressefreiheit, informelle Selbstbestimmung, Freiheit des Individuums, Menschen- und Bürgerrechte ...

Aber wenn man genau hinschaut, bleiben doch nur gemeinsame wirtschaftliche Interessen. Denn die Bürgerrechte landen schnell auf dem Abfallhaufen der Geschichte, wenn das System bedroht ist.
Und beim Geld hört früher oder später sowieso die Freundschaft auf.
Wir können uns aktuell sowieso auf die Vertiefung unserer "Freundschaft" in der transatlantischen Freihandelszone freuen. Denn wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.

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Ivan Durak 29.06.2013, 13:52
174. Kapitulation der Politik der doppelten Standards?

Zitat von hubie
Schöne Demokratie war das mal, vlt. auch nie... das im Moment hat jedenfalls nicht viel damit zu tun.
Es kommt lediglich die Wahrheit heraus. Warum jetzt? Vielleicht, weil die US-Administration den Bogen der Heuchelei überspannt hat.
Die Realität und das Bild stimmen in einem Maße nicht mehr überein, dass Risse entstehen. Das Vereinigte Königreich als unkritischer Mitläufer der Vereinigten Staaten befinden sich in ähnlicher Lage: Beide Länder haben den Krieg gegen den Terror 2001 begonnen. Und heute ist klar: Sie haben den Krieg an allen Fronten verloren.
Militärisch und finanziell sowieso. Nun auch noch moralisch. Denn breite Teile der Öffentlichheit reiben sich nun die Augen: Der Krieg gegen den Terror ist längst dort angekommen, von wo er ausgegangen ist: Zuhause! Potentielle Bedrohungen sind jetzt Journalisten und diejenigen, die sich trauen, die Wahrheit auszusprechen.

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Obi-Wan-Kenobi 29.06.2013, 13:54
175.

Zitat von mein Gott
Dieser miese Typ spielt mit unser aller Leben! Bitte genau so lange einsperren, wie der durchgeknallte, in Moskau befindliche, Snowden !
Dann ist mir lieber, mein Leben ist gefährdet als in einem Überwachungsstaat zu leben.

um es mit Nietzsche zu sagen:
"Also aber rate ich euch, meine Freunde: misstraut allen, in welchen der Trieb, zu strafen, mächtig ist. Das ist Volk schlechtester Art und Abkunft; aus ihren Gesichtern blickt der Henker und der Spürhund."

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freddygrant 29.06.2013, 13:54
176. ...aber der Bursche Obama ....

....ist doch jetzt schon die 2. Wahlperiode am Ruder!

Warum hat er in dieser Zeit diese investigative Kriminalität nicht beseitigt oder behoben? Er weiß doch ganz genau, dass ihn viele der redlichen, sozial und progressiv eingestellten Bürger der USA zum Präsidenten gewählt haben.

Zitat von janne2109
meinen Sie erst Obama hat die Spitzelnummer eingerichtet??

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unumvir 29.06.2013, 13:56
177. Der Geist der McCarthy Ära

erhebt sein hässliches Haupt.

Und es stellt sich zunehmend die Frage, ob die USA, das "land of the free", denn tatsächlich je jener Hort von Demokratie, Meinungsfreiheit und Menschenrechten gewesen ist, als den er der westlichen Welt so gerne und farbenprächtig verkauft worden ist.

Alles nur Marketing?

War der Kaiser schon immer nackt?


Es wäre an den wahren amerikanischen Patrioten, den entschlossenen Verteidigern der "amerikanischen Werte", nun entschlossen und energisch ein Zeichen zu setzen, doch bisher bleibt der Aufschrei der amerikanischen Bevölkerung aus und ein beklemmender Verdacht greift um sich.

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teotwin 29.06.2013, 13:56
178. ...

schon interessant wie sich die 4. gewalt in den staaten zum grabträger des investigativen journalismus und zum handlanger vom einem entgleisten sicherheitsapparat macht. aber wer würde der öffentlichkeit darüber berichten, wenn die überwachung der nsa in zukunft intensiviert würde oder diese technik für politische und andere zwecke mißbraucht wird, wenn nicht ein whistleblower oder journalist? hier werden mit aller macht präzedenzfälle geschaffen die langfristig konsequenzen für die ganze welt haben. die nsa und gchq haben intransparente überwachungsstrukturen geschaffen (in anderen demokratien ist das sicherlich auch der fall), bei denen man nur darauf warten braucht, dass sie in zukunft mißbraucht werden.

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Ivan Durak 29.06.2013, 13:56
179. Das Schweigen der Bundesregierung

Zitat von zenitbiken
Mit der Verfolgung von Edward Snowden verspielt Obama seine letzten Sympathien. Herr Westerwelle, ich fordere Sie auf, Edward Snowden politisches Asyl zu gewähren. Es spricht einiges dafür, dass ihn in den USA kein faires Gerichtsverfahren erwartet.
Herr Westerwelle, ich fordere Sie hiermit auch auf, Edward Snowden politisches Asyl zu gewähren. Es spricht einiges dafür, dass ihn in den USA kein faires Gerichtsverfahren erwartet.

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