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Nüchtern mit Stuckrad-Barre: "Wenn ich mal richtig ausflippe: Ginger Ale"
DPA

Den Rausch beschrieb er in "Panikherz", jetzt reicht Benjamin von Stuckrad-Barre einen dünnen Band darüber nach, wie es ist, ständig nüchtern zu sein. Zeit für ein Treffen auf ein Glas Wasser.

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Pride & Joy 23.10.2016, 12:37
1. Eine ganz schwieriges Thema!

An das sich der Autor hier heranwagt. Insbesondere wenn man auf alle beschriebenen Suchtstoffe affin reagiert und die gesellschaftliche Akzeptanz so ist, dass Alkohol und Nikotin als akzeptiert gelten und daher überall konsumiert werden.

Ich teile seine Erfahrung, dass Betrunkene fürchterlich wirken, wenn man selber nüchtern ist. Was ich nicht teilen kann, ist das Rauschgefühl, welches er beschreibt. Ich vermute daher, dass es für ihn eine andere Qualität besitzt mit Menschen die berauscht sind, in Kontakt zu treten.

Lösung? Er könnte seine Einstellug dazu verändern.

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brux 23.10.2016, 12:49
2. Gähn

Nach der Übertreibung nun die Untertreibung. Normal geht wohl nicht so einfach wie Narzissmus.

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nolabel 23.10.2016, 14:27
3. Wunsch

Ich hätte gerne mal einen Artikel über Herrn Stuckrad-Barre, der nicht von einem Fanboy oder - girl geschrieben ist. Es gibt ja durchaus ernstzunehmende Kritiker, die den dauerverwirrten Stucki für komplett überbewertet halten.

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expedition_robinson 23.10.2016, 15:12
4. Falls der Würger weiß, wer BvSB ist:

jedenfalls nicht "Autor vieler guter Romane" wie er in dem Artikel behauptet. Meines Wissens nach gibt es nur einen veröffentlichen "richtigen" Roman von ihm und das ist "Soloalbum" - ggf. noch Livealbum, wobei dies eher eine belletristische Dokumentation seiner Lesereise ist. Der Rest sind Textsammlungen wie "Remix" oder "Deutsches Theater", Kurzgeschichts- und Gedichtbände wie "Blackbox" und zuletzt die erwähnte Autobiographie. Nicht?

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paul_werner 23.10.2016, 15:16
5. gesund UND munter

Stucki sollte mal Sex ausprobieren. Ist nicht so sein Ding - wie man unter anderem aus seinem Buch erfährt. Aber vielleicht kommt das ja noch.

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curiosus_ 23.10.2016, 15:21
6. Zu Stuckrad-Barre...

...fällt mir immer noch nicht mehr ein wie das.

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Die Happy 23.10.2016, 15:38
7. Deutschland, deine Künstler

Super geschriebener Artikel! Dachte erst, ob das evtl. eine Frau geschrieben habe?!
Eher herzlich, eben nicht "nüchtern", wie "Männer Journalismus" gerne mal klingt.
Geschaut, nein, doch ein Mann. Nach dem Wiki Eintrag scheinbar ein richtig guter Journalist. Bitte in Zukunft unbedingt mehr davon.

Nun aber zum "Stucki-män". Ich kann nur ganz stark Danke sagen für Panikherz als Hörbuch,
dieses Thema, dieses 16,5h Monstrum was mich wie einen Rausch durch den 2 Wochen Italien Urlaub getrieben hat!
2x in Gänze gehört über den Ipod. Schwimmen, Sonne, Ruhe und Panikherz.
Den Lago di Bolsena und Panikherz, komplett nüchtern versteht sich, kann ich nur empfehlen.

Klar ich kannte BVSB aus dem Fernsehen, aber das dahinter tatsächlich ein Künstler steckt, konnte ja keiner ahnen. ;-) Ich hatte vorher noch nichts von ihm gelesen.

Ich finde es muss unbedingt das Hörbuch von Panikherz sein.
Natürlich, weil er seine "Lebensbeichte" selber ließt, und wie!
Wunderbar betont, mit Selbstironie und Sprachwitz kaspert er mit seiner Stimme durch dieses Buch, wenn er Udo und den Dietl nachmacht. Wunderba!
In der Stimme eines Menschen steckt seine "Seele", ja seine Gene.
Deshalb gerade bei diesem Buch das Hörbuch. VIEL unterhaltsamer.
Alleine der Anfang am Flughafen, übrigens kostenlos zu hören bei Ama... zum anfixen, Granate.

Humoreskes Highlight des Buches die Bulemie Klinik. Wenn Nachts die anämischen Gespenster von der Treppe eingesammelt werden, die den schlimmen Löffel Honig abtrainieren.
Geschichten die nur das Leben schreiben kann.

Vielleicht hat mich das Werk auch so berührt, weil es ein klein wenig auch mich betrifft, wie wohl fast jeden irgendwie. Wir haben doch alle unsere Leichen im Keller.
Ich habe halt mit 14 angefangen zu Kiffen, am liebsten natürlich IMMER, latent abhängig nennt man das wohl.
Und dann irgendwann das ganze Wegdröhnen und Rauchen hinter mich gelassen und nun schon ewig komplett nüchtern.
Ich kenne beide Seiten wie er, nur weniger heftig, und der klare Kopf ist eindeutig vorzuziehen, so schön Rausch auch ist.

Stucki-män, die verdammten Kippen schaffst du auch noch. Glaub mir, das Leben nach dem Rauchen ist ein besseres.
Erst dann kommst du wirklich in deinem Körper an, anstatt sich mit Polonium, Blausäure und Co. selber zu vergiften und dem Lungenkrebs entgegen zu winken.

Aber das sagt sich leicht, ich kann ab und an mal, selten, Gesellschaftstrinker zum enthemmen,
noch den Rausch des Alks genießen, und dieses kurze Glitzern des Glücks spüren. Der Zug ist ja scheinbar für Dich abgefahren.

Vielleicht wirst du ja doch noch zum Vollprofi. Lässt das Rauchen sein, und schaffst es ab und an etwas zu trinken, Glücksglitzern und so, OHNE wieder in die alten Muster zurück zu fallen.

Und ansonsten gibt es ja zum Glück für uns Nüchternen noch ein paar andere Räusche. Musik kann fetzen, oder einfach Sex, der Orgasmus. Auch nicht schlecht.
Oder die Neugierde befriedigen, Internet z.B., oder die Kunst des "Bewegtbild", Bilderrausch im Film oder Doku. Ich war schon immer fernsehsüchtig.

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d.enkmalwieder 23.10.2016, 15:53
8. Dazu....

Zitat von nolabel
Ich hätte gerne mal einen Artikel über Herrn Stuckrad-Barre, der nicht von einem Fanboy oder - girl geschrieben ist. Es gibt ja durchaus ernstzunehmende Kritiker, die den dauerverwirrten Stucki für komplett überbewertet halten.
muss man nicht Kritiker sein.

Letzte Woche war er beim Lanz und hat Phil Collins! ein Phil Collins Song schlecht vorgeträllert um die angeblich simplifizierte Harmonie zu demonstrieren (Es war That`s all)
Anschliessende Frage von ihm : "That`s all. You remember?"

In dieser infantilen Preisklasse rangierten auch seine Kolumnen in der Zeit- die Gottseidank selten geworden sind.
Imho ein ein ziemlich bescheidener Geist der (fast) nur um sich selbst kreist und sich ein paar Millionen Gehirnzellen zuviel weggeschossen hat.

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moontrane 23.10.2016, 16:10
9. Sport

Einem Süchtigen würde ich Sport empfehlen.
Bei mir ist es seit einigen Jahren die Lauferei.
Die beschert mir ein positives Körperempfinden, Selbstbewusstsein, ja auch Euphorie.
Der Gedanke an den nächsten Lauf ist ein Grund, sich auf den nächsten Tag zu freuen. Das ist mit Sicherheit ein guter Rat auch an Stuckrad-Barre. Dann braucht er keine Ersatzbefriedigung mehr.
Freundliche Grüsse unbekannterweise.

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