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Oben und unten: Endlich sind wir wieder wer
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Sich aufzuwerten, indem man andere erniedrigt. Alter Trick. Funktioniert leider immer noch.

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spon-facebook-1338657918 24.02.2018, 13:14
1. Chapeau!

Das alte Spiel der Eliten funktioniert fabelhaft. Man spielt sein Spiel und will nicht dabei ertappt werden wenn man auch schon mal faul spielt. Dann lenkt man davon gekonnt ab in dem man Ängst schürt und Denen die nichts haben die ungehemmte Möglichkeit bietet auf Die, die gar nichts haben einzuschlagen. Das Spiel kann man amüsiert betrachten während man mit seinesgleichen am kalten Buffet small talkt. Frau Berg habe ich ganz doll lieb weil sie immer wieder meine Gedanken , in diesem Fall zu der "Gut Menschen Beschimpfung", fast Wort genau aufs Papier bringt. Was hat Frau Berg was andere nicht haben? Sie hat Recht !

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4laender 24.02.2018, 13:43
2. Ich kann dem Tenor des Artikels zustimmen, aber

sind Frauen die besseren Menschen? Natürlich kann man bei so einem emotionalen Text nicht immer ausgewogen und politisch korrekt sein. Doch bitte ich die Autorin darum einmal zu prüfen, ob nicht bei ihren und anderen von Frauen geschriebenen Texten im SPON nicht der Eindruck entstehen kann, Frauen seien iheh Meinung nach schon bereits per Geschlecht die vernünftigeren und schützenswerteren Menschen. Das wäre dann auch nicht mehr menschlich.

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maipiu 24.02.2018, 13:49
3. Siehe Trash-TV

Es ist das Trash-TV-Phänomen: in vielen Sendungen der Privatsender (Dschungelcamp z. B.) kann man sich daran ergötzen, dass andere herunter gemacht, gedemütigt und erniedrigt werden. Dann geht es einem selbst besser, auch wenn man ein ganz kleines Licht ist. Besser als der oder die da, ist man noch alle mal. So funzt das mit den Populisten.

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dasfred 24.02.2018, 13:52
4. Das wird man doch noch mal sagen dürfen

Ja liebe Bild. Damit habt ihr dem Pöbel die Türen geöffnet. Und jetzt sagt Sibylle Berg, was sie davon hält. Selten konnte ich diesen Kolumnen so zustimmen, wie heute. Deutlich, für jeden verständlich präsentiert Frau Berg, wie die frustrierte Mittelschicht auf der Suche nach dem Sündenbock ihre eigenen Unzulänglichkeit verdrängt. Sie tanzt um das goldene Kalb, das längst jemand anderem gehört.

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gronek 24.02.2018, 13:58
5. man muss doch nur mal die Seite wechseln...

gedanklich meine ich. Stellen Sie sich vor, Sie gehören zu den 1-2% an den Schalthebeln der Macht (inkl. dem passenden Vermögen). Sie haben auch eine entsprechende Bildung genossen und sind von Ihren Eltern darauf konditioniert worden, dass sie nicht zum "Pöbel" gehören (und das geschieht unterschwellig damit man seine moralische Überlegenheit nicht gefährdet). Würden Sie dann nicht auch gesellschaftliche Mechanismen etablieren, die Ihre Position absichern? Und das hat seine Ursprünge im Mittelalter oder noch früher...uns wird nur vorgegaukelt, dass wir mitbestimmen. Wir leben aber im Grunde immer noch in einer Feudal-Gesellschaft. Und da jetzt jede Menge Menschen um die Ecke kommen und diese Darstellung als Verschwörungstheorie denunzieren, wird das System auch weiter funktionieren.

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Heit61 24.02.2018, 14:16
6. Danke!

Sie sprechen mir aus der Seele. Sich selbst als Gutmenschen darzustellen, sollte man sicher nicht. Aber am Ziel, ein Gutmensch sein zu wollen ist nichts falsch. Spätestens seit "Gutmensch" oder auch "Opfer" in bestimmten Kreisen zu Schimpfwörtern wurden, läuft etwas falsch. Mit einer christlichen Grundeinstellung ist es eigentlich ganz einfach im Leben: Im Zweifel muss ich mich nur fragen, was Jesus in einer Situation getan oder geraten hätte. Mit dem Kantschen kategorischen Imperativ oder einfach "tue Anderen nicht an, was Dir nicht angetan werden soll" und "Freiheit ist die Freiheit des Andersdenkenden" kommt man religionfrei zu gleichen Erkenntnissen.

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frank moegling 24.02.2018, 14:22
7. Eine streitbare Kolumne der scheinbaren Ausweglosigkeit oder?

Guten Tag geschätzte Frau Berg,
eine etwas ruppige Kolumne der ich im wesentlichen zustimme und die keine Zweifel an unserem gegenwärtigen Gesellschaftlichen Zustand zulässt.

Den historischen Bezug zur deutschen Geschichte zu ziehen kann ich aus meiner Sicht der Dinge ebenfalls nachvollziehen, umso unverständlicher erscheint mir die Zerstrittenheit der christlichen und sozialen Demokratinnen und Demokraten angesichts des sich immer größer vor uns auftürmenden Bergen an sozialen Problemen.

Anstatt sich selber in ihren christlichen und sozialen Werten als Volksparteien zu überprüfen und sich dem auf das Gemeinwohl ausgerichteten altruistischen Denken und Handeln zu konzentrieren, lassen sie sich eine "Alternative für Deutschland" vor die Nase setzen, bevor sie selber eine wirklich und wahrhaftige Alternative der unzähligen gemeinnützigen Initiativen der Bürgerinnen und Bürger werden.

Bei diesem derartigem leichtsinnigen unbelehrbarem und uneinsichtigem Verhalten des mangelnden politischen und menschlichem Verantwortungsbewußtsein der Volksparteien kann es einem schon bis auf das Mark gruseln.

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iofb 24.02.2018, 14:33
8. Ohnmacht und Gewalt

Dieses Schimpfen, so zutreffend es sein mag:
worin unterscheidet es sich von den beschriebenen Haltungen?
Was, wenn das ersehnte Andere allein durch Verzeihen in die Welt kommt?

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rwep 24.02.2018, 14:45
9. links = engstirnig?

Frau Sybille Berg, sie argumentieren leider total schräg. Links scheint identisch mit engstirnig zu
sein und ein Freibrief - wie in Ihrem Artikel - auf andere dreinschlagen und auf diesen
herumdreschen zu dürfen. Sie machen doch hier hochprozentig das, was sie kritisieren! Danke,
das kann man vor Kopfschütteln kaum zu Ende lesen.
Besten Gruss, RP

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