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Öffentlich-rechtliche Anstalten: Die Rundfunkfinanzierung soll reformiert werden - ab
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Die Politik hat entschieden, dass die Rundfunkabgabe an die Teuerungsrate angepasst werden soll. Wie das genau geschehen soll, ließ sie leider offen. Das ist nicht gut für ARD und ZDF.

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dn.creaserv 06.06.2019, 19:04
30. Was mich stört

Wer den Rundfunkbeitrag grundsätzlich in Frage stellt hat m.E. nicht im Blick, dass er die Pressefreiheit in erheblichem Umfang finanziert und garantiert. Oder wollen wir wirklich anstatt Tagesschau lieber von Volkswagen, MB und BMW gekaufte Nachrichtensendungen sehen? Und: Fernsehen machen kostet Geld, wegen der Kürzungen der letzten Jahre ist immer weniger für Neues da. Deshalb Wiederholungen. Dann: Auch Initiativen zur Medienbildung wie offene Kanäle, nichtkommerzieller Lokalfunk usw. sind vom Rundfunkbeitrag abhängig. Für diese Leute wird es seit Jahren immer schwieriger, ihrem - gesetzlichen - Auftrag gerecht zu werden: In Schulen über Cyber-Mobbing aufzuklären bis zu medialer Seniorenarbeit. Deshalb, JA, diese erneute Hängepartie ist SCHLECHT! Dies ist die Verlängerung eines seit über einem Jahrzehnt andauernden Eiertanzes.

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option@l 06.06.2019, 19:13
31. Grundversorgung???

Kann mir bitte mal jemand erklären, was Traumschiff, Musikantenstadl, Frauenfußball-WM, Sternstunden der Volksmusik, Rosamunde Pilcher Verfilmungen, die 100. Wiederholung der Feuerzangenbowle, Lindenstraße etc. mit dem Auftrag der Grundversorgung mit Information zu tun haben? Auf 20 verschiedenen Kanälen? Dafür reicht ein Kanal in der Art von n-tv für 5 Euro im Monat. Alles andere ist ein Selbstbedienungsmodell der Anstalten. Die können dann gerne aus Steuermitteln aufgebracht werden. Wie weit sich die Förderer dieses Systems von der Lebenswirklichkeit von Menschen unter 70 abgekoppelt haben, zeigt die Forderung AKKs nach Zensur von YouTube nach der Europawahl. Diese Leute haben nicht mal Internet 2.0 verstanden, das seit 15 Jahren Realität ist.

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ws56 06.06.2019, 19:15
32. ÖR und die PriMaten

Immer wieder muss ich lesen, dass die ÖR durch Zwangsgebühren finanziert werden. Ja, wir zahlen für die ÖR, aber wir zahlen auch täglich für die PriMaten, und zwar jeder beim Einkaufen. Oder meint hier irgendjemand das die ständigen Werbungen umsonst sind? Diese Kosten, und das ist für die Werbungen nicht gerade wenig, werden natürlich übers Einkaufen wieder reingeholt (auf jedenFall im Monat mehr als 17,50€).Was die "ständige Wiederholungen" betrifft, da stehen die PriMaten den ÖR nichts nach. Auch da beobachte ich immer wieder das Filme und Serien ständig Wiederholt wird. Und noch eins, die ÖR bringen lange nicht solche Verblödungssendungen wie die PriMaten. Für all diey bezahle ich die 17,50 € gerne.

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Sendungsverfolger 06.06.2019, 19:16
33. Politisch motiviert?

Zitat von m.koenigs62
Nachdem Bundeverfassungsgericht und EuGH ein politisches motiviertes Urteil gesprochen haben, sind im öffentlich-rechtlichen Rundfunk alle Hemmungen gefallen. ...
Die haben kein "politisch motiviertes" Urteil gefällt, sondern nach den bestehenden Gesetzen entschieden - die allerdings von der Legislative (=Politik) erlassen wurden. Das klingt zwar ähnlich, ist aber ein elementarer Unterschied. "Doofe" Gesetzte führen zwangsläufig zu "doofer" Rechtsprechung, weil sich die Gerichte an die Gesetze halten müssen. Wenn Sie das jetzt immer noch nicht verstehen, googlen Sie mal nach dem Wort "Gewaltenteilung".

Das "Problem" ist ein rein politisches. Deswegen ist es ja eins ...

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syracusa 06.06.2019, 19:20
34. bisheriges Modell funktioniert sehr gut

Das bisherige Modell der Rundfunkfinanzierung funktioniert sehr gut. Warum soll es geändert werden.

Die Entwicklung der Rundfunkgebühr seit den Anfängen in den 1950er Jahren bis heute reflektiert perfekt die Inflationsrate. Aber das bisherige Modell hat weitere Vorteile, die durch eine simple automtaische Inflationsanpassung verloren gingen. So gab es beispielsweise bei Einführung des Privatfunks einen kurzzeitigem, aber fast explosionsartigen Verlauf der Preise für Ausstrahlungs- und Übertragungsrechte. In dieser kurzen Zeit musste der öffentlich-rechtliche Rundfunk, um sein Niveau halten zu können, die Gebühr schlagartig um 20% anheben.

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burgtheaterfan 06.06.2019, 19:23
35.

Zitat von Freidenker10
Was haben denn ARD und ZDF mit dem Strache Video zu tun?
Es hat offenbar noch nicht jeder verstanden, dass die FPÖ, die dauernd von angeblich gesteuerten Medien phantasiert und kritische Journalisten wie den ORF-Moderator Armin Wolf absetzen will, versucht hat, Stimmen mit manipuliertem Journalismus zu kaufen. Wer garantiert uns, dass eine vergleichbare Affäre einer rechtspopulistischen Partei nicht auch in Deutschland passieren könnte ? Daran sieht man, wie wichtig ein unabhängiger öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist, egal ob in Österreich, Deutschland oder anderswo.

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Helge73 06.06.2019, 19:24
36. Radiosender abschaffen und nur

noch zwei Fernsehkanäle. Mehr öffentliche Berichterstattung braucht es nicht. Denn im Radio gibt es doch nur noch pausenlose Dauerberieselung von U-Musik und „lustigen“ Moderatoren. Da ist kein Bildungsauftrag zu erkennen. Im TV gibt es zu späteren Sendezeiten immerhin ein paar interessante Beiträge zu sehen. Aber auch hier müsste ausgemistet werden. Keine Krimis mehr dafür mehr Informationen. Dann zahlt man auch gerne den deutlich geringeren Beitrag.

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wewolff12 06.06.2019, 19:25
37. Gebühren

Nie und nimmer wird sich an dem System der Gebührenraubzüge etwas ändern. Die Parteien brauchen doch Endlager für ihre verdienten Mitglieder. Auch die afd wird, wenn etwas besser etabliert, die Nützlichkeit einer solchen Prominenten Endlagerstätte erkennen.

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markx01 06.06.2019, 19:26
38. @dn.creaserv

Da ist schon was dran, aber müssen es den unbedingt 20 Fernsehsender und mindestens ebenso viele Radiosender sein?

Jeweils fünf TV und Radiosender reichen doch auch, oder? Von mir noch eine Netzplattform dazu.

Geld kann man prinipiell geben, so viele man hat, es wird dem Günstling nie reichen. Nie!

Gruß

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mk1964 06.06.2019, 19:28
39. Für den Deutschlandfunk würde ich bezahlen ...

.. für ARD und ZDF niemals nie, zumal ich schon seit Jahren keinen Fernseher mehr habe.

Das einzige Indexmodell, das m. E. sinnvoll ist: Langsames Abschmelzen des Zwangsbeitrags mit x% pro Jahr bis die ÖR ausschließlich andere Einnahmen zur Verfügung stehen. Das darf dann gerne auch mehr Werbung sein. Da hab ich kein Problem damit.

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