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Öffentlich-Rechtliche: Was ARD, ZDF und AfD von der Schweiz lernen können
DPA

Überraschend leidenschaftlich stritten die Schweizer um ihren öffentlich finanzierten Rundfunk - und entschieden sich mit überwältigender Mehrheit dafür. In Deutschland sollte man daraus Lehren ziehen.

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Raisti 06.03.2018, 15:37
30.

Zitat von misterknowitall2
Hmmmm, welches ZDF gucken sie denn? Ich habe derart noch nicht festgestellt. Im Gegenteil war das meist fundierter journalismus. Nur weil das nicht ihrer Meinung entspricht, muss das ja nicht gleich staatsfunk sein. Und ich bin mir ziemlich sicher das ZDF und ARD nicht in ihrem Sinne argumentieren, da sie mit dem Wort "stastsfunk " ihre Gesinnung offengelegt haben. Gut, rechte Parolen wird man weder von slomka oder kleber hören, noch wird Merkel je ihren Geschmack treffen. Fakt ist, dass es die "permanenz " die sie anprangern schlicht nicht gibt. Vielleicht müssen sie die dinge mal differenzierter angehen?
Schauen Sie sich doch mal am Fall Eumann an wie das Personal "gefunden" wird für die Landesmedienanstalten die zuständig sind für die für Kontrolle des ÖR:

https://www.heise.de/tp/news/Der-Fall-Marc-Jan-Eumann-1-3986098.html
https://www.heise.de/tp/news/Der-Fall-Marc-Jan-Eumann-2-3987029.html

Der Fall Eumann belegt deutlich wie im ÖR und Organen die den ÖR kontrollieren sollen es vorallem darum geht die Leute mit dem richtigen Parteibuch zu versorgen.

Es ist einfach ein Armutszeugnis und wirft ein sehr schlechtes Licht auf die Unabhängigkeit des ÖR.

Und falls das nicht reicht einfach mal nach ARD/ZDF Freundeskreise googlen. Spätestens dann sollte es Ihnen wie schuppen von den Augen fallen.

Bin aber nicht für die Abschaffung des ÖR sondern nur dafür das der Sumpf aufgeräumt wird.

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kael 06.03.2018, 15:47
31. Staatsfunk? Dumme Zeug.

Den Wert des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und seine Meinungsvielfalt würden wir erst erkennen, wenn wir ihn nicht mehr haben. Nicht jeder ist zu jeder Zeit mit seinen Inhalten einverstanden. Dafür ist sein Angebot viel zu breit angelegt. Aber es ist ebenso leicht wie billig, ihn deshalb als "Staatsfunk" zu diskriminieren.
Dennoch, auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk bedarf m. E. einer grundsätzlichen Erneuerung - weniger in seiner Programmgestaltung als in seinen Strukturen. Die Anzahl der Sender (und damit auch seiner Verwaltungen) scheinen mir nachgerade inflationär und im Bezug zu ihren jindividuellen "Sende-Leistungen" völlig überproportioniert. Hier vor allem liegt das Geld begraben, das im Ganzen angeblich nicht zur Verfügung steht. Aber das ist weniger die Schuld der Sender als der unseren föderalen Politk, die aus Gründen der Ländereitelkeiten nicht bereit ist, die Kleinstaaterei aufzugeben und eine wirkliche Strukturreform in Form von Konzentrationen der Sender auf wenige Große anzustoßen.

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bristolbay 06.03.2018, 15:54
32. Unterschiedliche Gemengelagen

1. Der ÖR gehört NICHT abgeschafft.
2. Die "staatstragenden" Parteien müssen komplett aus allen Verwaltungsräten raus.
3. Dafür sollen sich Bürger für diese Räte aufstellen lassen, auch muss der Einfluss anderer Gruppen, wie Gewerkschaften und Kirchen beendet werden.
4. Die Fernsehlandschaft muss komplett ausgedünnt werden. Sender wie Saarländischer Rundfunk oder Radio Bremen können als Lokalsender vom Südfunk oder NDR betrieben werden. Es bedarf sehr viel weniger Pensionspöstchen, sprich Intendanten etc. etc.

In der Diskussion um die Abschaffung werden die wahren Strippenzieher nicht benannt. Den großen Pressekonzerne ist der ÖR ein gewaltiger Dorn im Auge und so betreiben sie auf allen Ebenen, vor allem auf der publizistischen und der politischen gnadenlose Feldarbeit mit dem Ziel der Abschaffung und dem Zuwachs an Werbegelder. Jetzt gibt es mit der AfD eine Alibifunktion, um ihre eigenen Ziele zu verstecken.

Bei einer Verkleinerung der Senderlandschaft und der damit verbundenen Kosteneinsparung durch Streichen der teuren Wasserköpfe könnte man eventuell auf Werbung verzichten. Ich wäre sogar bereit, dafür etwas mehr zu zahlen, wenn die Leistung stimmt.

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kael 06.03.2018, 15:59
33. Glaube ich nicht

Zitat von babmo
Ich würde mangels Glotze lieber ins Theater gehen für die Kohle.
Mal ehrlich, für die 16 Euro können sie in größeren Städten vielleicht ein halbes Mal pro Monat ins Theater gehen, während die Rundfunkanstalten für den gleichen Preis täglich rund um die Uhr ihre Beiträge senden.

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m.m.s. 06.03.2018, 15:59
34. Komplett falsch

Der Bericht ist komplett falsch aufgestellt, weil es in Deutschland keine Direkte Demokratie gibt. Außerdem handelt es sich bei der GEZ-Zwangsumlage um eine Pensionszwangsabgabe für die Luxus-Pensionsversorgung der Staatsfunk-Eliten. Nur 1/4 der GEZ-Zwangsumlage soll noch für die Programme verwendet werden, und bald wird es bereits nicht mehr funktionieren, ohne dass mehr GEZ-Zwangsumlage in totalitärer Weise dafür bereitgestellt wird. Die wichtigsten Informationen findet man dazu nicht mehr beim Staatsfunk, da wird ganz offen ausgelassen und manipuliert. So einen Müll zwangszubezahlen ist der Aufruf zur Bürgerpflicht des Widerstandes. So sehen die Fakten aus, dass dem Bürger die informelle Selbstbestimmung genommen wird.

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montecristo 06.03.2018, 16:14
35. Abschaffen vs Verändern

Zitat von misterknowitall2
Wo sind die denn nun die ganzen Spezialisten, die die GEZ abschaffen wollten? Guck an, selbst die Schweizer wollen ihr "teures" fernseh behalten. Hoffentlich ist jetzt auch in Deutschland schluss mit dieser elenden Diskussion.
Nicht alle sind gleich für eine komplette Abschaffung des öffentlich - rechtlichen, ich auch nicht. Eine Veränderung täte allerding Not. Aufgrund der Unmengen an Radio und Fernsehprogrammen, unfassbar hohen Gehältern in den Vorständen (oft abgeschobene Politiker), 16 Orchester, Fußball (würde eh gezeigt werden) usw etc lässt die Qualität leider oft zu wünschen übrig. Ich würde sogar den GEZ Beitrag mit Freuden bezahlen, wenn die Qualität öfter stimmen würde.

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Actionscript 06.03.2018, 16:22
36. Direkte Demokratie kann gefährlich sein.

Zitat von sir wilfried
Nur direkte Demokratie ist lebendige Demokratie. Wie auch immer die Abstimmungen ausgehen - kein Schweizer kennt das Gefühl, daß über ihn hinweg regiert wird. Und die Ergebnisse sind jedes Mal ausgesprochen klug. Sind die Deutschen so viel dümmer, daß man ihnen nicht zutraut, vernünftige Entscheidungen zu treffen, oder sind unsere Politiker einfach viel korrupter?
In Kalifornien gibt es auch Volksabstimmungen. Doch die sind besonders stark durch Finanzierung beeinflussbar. Die Homo Ehe zB wurde zugunsten der Gegner entschieden, weil ein Geldgeber in Utah eine Kampagne gegen die Homo Ehe gestartet hatte. Und es gibt andere Beispiele, wo Geld eine grosse Rolle bei der Entscheidung gespielt hat. Auch sollte man in Zeiten der Beeinflussung/Fake News durch soziale Medien vorsichtig sein.

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Pfaffenwinkel 06.03.2018, 16:23
37. Gebühren Ja, aber:

Nicht zwangsweise per Gesetz (das fördert das Gefühl der Abzocke). Außerdem mehr Qualität und nicht uferlose Wiederholungen.

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peter_rot 06.03.2018, 16:25
38. Es muss sich etwas ändern!

Ich bin für die öffentlich rechtlichen Programme, sie bieten wesentlich fundiertere Informationen und Berichte als die privaten. Das bedeutet aber nicht, dass alles so weiterlaufen muss. 9 Landesrundfunkanstalten sind viel zu viel. Dahinter verbirgt sich ein enormer Wasserkopf und Ineffizienz. Das braucht kein Mensch. Ob jede von den Landesrundfunkanstalten dann auch noch in seinem Bereich teilweise 10 Rundfunkprogramme braucht wage ich zu bezweifeln. Diese Strukturen müssen deutlich verschlankt werden. Was die Sportübertragung angeht sollte man sich nicht in einen Wettstreit mit den privaten begeben. Diese Unsummen, die zum Beispiel im Fußball oder bei Olympia verlangt werden, darf man nicht nachgeben. Dafür gibt es Sportkanäle. Es muss auch mal gefragt werden, warum im ÖR immer mehr Werbung gemacht wird. Vorabends Filme werden z.B. zweimal für Werbung unterbrochen und das Sponsoring läuft sogar am Abend. Fazit: Ja zum ÖR aber nicht zu den bestehenden Strukturen.

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themistokles 06.03.2018, 16:26
39.

Zitat von cum infamia
Da sollt mir gern mal erläutert werden, warum in Permanenz die Ansichten der Regierende ( insbesondere Merkel) als das einzig wahre , gute und richtige verkündet wird (alternativlos). Besonders heben sich da eine Slomka und ein Kleber vom ZDF hervor. Wer diese gesehen hat und dann noch "kein Staatsfunk" schreibt, weiß selbst ganz genau, daß er lügt...
Meinen Sie sich selbst? Ihren Ausführungen nach könnte man meinen, Sie haben bisher kein einziges heute journal geschaut. Oder andere politische Sendungen auf ARD oder ZDF. Mit Kritik wird hier bei weitem nicht gespart. Es ist einfach falsch, was Sie da schreiben.

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