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Öffentlich-Rechtliche: Steuerzahler-Bund kritisiert Imagekampagne von ARD und ZDF
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Lächeln für die Rundfunkgebühr: Auf Plakaten, in Spots und Anzeigen werben Promis der Öffentlich-Rechtlichen für die neue GEZ-Abgabe. Der Bund der Steuerzahler übt Kritik an der "millionenschweren Kampagne" und fordert, dass die Kosten genau offen gelegt werden.

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cato. 07.02.2013, 12:17
20. ...

Zitat von sysop
Lächeln für die Rundfunkgebühr: Auf Plakaten, in Spots und Anzeigen werben Promis der Öffentlich-Rechtlichen für die neue GEZ-Abgabe. Der Bund der Steuerzahler übt Kritik an der "millionenschweren Kampagne" und fordert, dass die Kosten genau offen gelegt werden.
Nach dieser Imagekampagne bin ich vollständig von dem Wert der Öffentlich Rechtlichen überzeugt und halte auch ihren Finanzbedarf von annähernd 8 Milliarden Euro pro Jahr nicht mehr für übertrieben, eher müsste er wohl noch nach oben angepasst werden, damit die anderen Mitarbeiter da auch so fröhlich sind ...

Die Öffentlich Rechtlichen haben kein Imageproblem sie haben ein Realitätsproblem, sie sind völlig abgehoben und keinen Bezug mehr zu den Nöten und Wünschen der Zwangsbesteuerten. Die monatlichen Beiträge, selbst wenn man an den Angeboten der öffentlich rechtlichen Interessiert ist und man sie regelmäßig konsumiert, sind für Gering- und Normalverdiener einfach zu hoch, insbesondere wenn diese von ihrem Verfassungsmäßigen Recht gebrauch machen und sich ihre Medien selber aussuchen wollen und daher noch ein Zeitungs-, Zeitschriften und/oder Pay-TV Abo haben.
Mal ganz davon abgesehen, dass die Öffentlich Rechtlichen sich zuzätzlich noch über Werbung finanzieren und dies schonmal als Bestandteil der Kultur rechtfertigen wollten.

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JerryFletcher 07.02.2013, 12:17
21. Aber...

Zitat von jaabär
Die Kampagne zeigt nur Nachrichtensprecher und Dokumentatoren, keine Hannelore, Wege zum Glück, kein Volksmusik- oder Schlagermoderator und den ganzen Rotz, der sicher nicht zur Grundversorgung gehört, die die GEZ rechtfertigt.
Das Problem ist doch, dass Grundversorgung immer subjektiv ist. Ich ärgere mich auch über Volksmusik, Schlager. etc. etc.
Aber es gibt Millionen Rentner bzw. Leute über 50, die auch GEZ zahlen und sicherlich einen Anspruch darauf haben.
Ich schaue fast nur die ÖR, zdfneo, -info, -kultur, Phoenix, Arte, Einsfestival usw. haben eigentlich auch immer was interessantes im Angebot.

Ich hasse Fasching bzw. Karneval, akzeptiere aber, dass viele Zuschauer das mögen. Diese Zuschauer haben ebenso ein Recht auf Grundversorgung wie Fussballfans, Wintersportfans, Doku-Fans, Talkshowliebhaber usw. Es ist nunmal die Vielfalt, die eine Demokratie ausmacht. 6 von 7 Abenden im Programm der ÖR sehe ich mich als Minderheit, finde aber deshalb auch nicht, dass das ZDF oder ARD jetzt Programm nach meinem Willen machen sollte.

Viele Foristen hier sollten einfach mal darüber nachdenken, was Öffentliche Grundversorgung bedeutet. Ich selbst zahle auch nicht gerne den Beitrag, aber dann sehe ich manche Programme auf Arte oder manch tolle Doku auf Phoenix. Und wenn wir nur Private hätten, dann gäbe es kritische Reportagen wie Frontal21 etc. ja gar nicht mehr, da diese mit Werbeentzug drohen könnten. Ganz zu Schweigen vom Niveau der privaten Sender, die ich mit jedem Einkauf mitfinanziere, egal ob ich sie schaue oder nicht (Mischkalkulation).

Und ja, die ARD hat zuviel Talkshows am Abend, und die Moderatoren von ARD und ZDF sind überbezahlt. Das kritisiere ich ebenso.

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Galgenstein 07.02.2013, 12:18
22. Wann hätten die Öffentlich Rechtlichen je ihre Kosten offengelegt?

Ob ARD, ob ZDF die Beiträge, die mehr Transparenz fordern, füllen Regale. Jeder Aktionär erhält mehr Einblick in das Unternehmen seines Vertrauens als irgendein ein zwangsverpflichteter Gebührenzahler. Eine Diskussion über Art, Form und Umfang der getätigten Ausgaben ist nicht statthaft. Tatsache ist, dass die öffentlichen Sender sich ihre Ausgaben selbst zuweisen, nur über die Höhe der Einnahmen gibt es bisweilen Gerangel.

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chemnitz 07.02.2013, 12:18
23. ist doch logisch

gebt uns mal mehr Geld damit wir euch erklären können wozu wir das brauchen. Denn von dem Rest bezahlen wir ja schon Jauch und Co

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fotowilly 07.02.2013, 12:20
24. wegelagerer

Werbung für Zwangszölle. Ist tatsächlich grotesk. In A übrigens ebenso. Ich verweigere hier schon lange das Gurken-Fernsehen. Und Rundfunk-Werbung auch. Ziviler Ungehorsam. Bis der Vollzieher mit Durchsuchungsbefehl vor der Türe steht. Boykott? Ja klar, aber leider beteiligt sich da nur die Minderheit. Ist kaum zu ändern. Und ja, Werbung bekommen die bezahlt, welche eh schon auf der Sonnenseite stehen. Bekommt Jauch nicht Millionen pro Jahr? Da brauch der sich keine Sorgen machen. Zwangsteuern sprudeln. Wie war das mit Lobbyismus des Staates?

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condor99 07.02.2013, 12:20
25. Gute Idee

Hoffentlich kommen nicht noch andere auf diesen Unsinn. Werbung für unpopuläre Zwangsmaßnahmen.
Obwohl das Finanzamt könnte für den Soli werben, das Arbeitsamt für Hartz4 usw. Das schafft Arbeitsplätze und das Geld ist ja nicht weg.
Das bleibt im Land. Wir werden schon von richtigen Schlaumeiern regiert. Oder?

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kdshp 07.02.2013, 12:21
26. Nachricht:

Zitat von Argonmann
Naiv (?) auf den Punkt gefragt: Warum wird überhaupt für etwas geworben, bei dem es eh keine Kaufentscheidung gibt? Lächeln mich demnächst auch Finanzbeamter an ("Zahlen Sie Ihre Steuern. Es lohnt sich.")?
Das ist nicht naiv sondern vorrausschauend! 2014 oder 2015 wollen die Öffentlich-Rechtlichen ja mehr an gebühren haben also ist dieses positiv kampange schon nicht verkehrt denn je mehr sich jetzt aufregen desto weniger wird man dann bekommen.

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kuehtaya 07.02.2013, 12:21
27. Der Feudalismus...

Zitat von sysop
Lächeln für die Rundfunkgebühr: Auf Plakaten, in Spots und Anzeigen werben Promis der Öffentlich-Rechtlichen für die neue GEZ-Abgabe. Der Bund der Steuerzahler übt Kritik an der "millionenschweren Kampagne" und fordert, dass die Kosten genau offen gelegt werden.
...der öffentlichen Hand, einhergehend mit zunehmend belehrenden-bis diktatorischen Charakter nimmt bizarre Formen an.
Ein Meinungsoligopol unterdrückt hinzu den öffentlichen Diskurs, der grundsätzlichen Richtung.
Die Spitze des Eisbergers ist die Diffamierung der Bürger als Stammtisch mit Hilfe der "Waffe" Massenmedium.
Der Staat ist längst dekonstruiert und einer Feudalherrschaft der hochbestochenen Besserwisser gewichen, die schon ob ihrer Bezahlung das Lied anstimmen "wes Brot ich ess des Lied ich sing".
Alle Bereiche des öffentlichen Lebens sind davon betroffen, ob Brüssel, Berlin oder die Medienstandorte.
Wer sich anschaut wie EU Beamte oder der berliner Hofstaat und GEZ Profiteure in Geld schwimmen, versteht sehr schnell wie es zu diesem feudalen Meinungskartell gekommen ist. Es wurde aus öffentlichen Mitteln gekauft. Genauso läuft es auch mit Gefälligkeitsevaluationen und Meinungsforschung.
Der neueste Clou, in der EU wird der Gedanke voran getrieben "zur Erhaltung der Meinungsvielfalt" Printmedien zu stützen (also Meinung zu kaufen) was bisher schon mit Anzeigen geschieht.
Vorangetrieben auch von der SPD, die mit ihrer Medienholding Anteil an hunderten Medien hält, unter anderem an der pleite gegangenen FrankfurterRundschau.
Das Feudalkartell rüstet zum Gegenschlag und für die Deutungshoheit in der Medienlandschaft und im Netz. Siehe auch:


Imagepflege: EU startet PR-Aktion in Internet-Foren | DEUTSCHE MITTELSTANDS NACHRICHTEN

Natürlich bezahlt mit dem Geld Dessen, der hier belehrt werden soll. Belehrt von dem, der mit dem Geld des zu Belehrenden fürstlich "bezahlt" wird.

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KonstantinKonstantinopel 07.02.2013, 12:23
28. Vorschlag zur Güte

Ich nutze die öffentlich-rechtlichen Medien (TV, Radio) überhaupt nicht mehr. Meine Infos hole ich aus dem Netz, Unterhaltung von DVD. Mein Vorschlag wäre also:
Beibehaltung der Zwangsgebühr, aber nur 15 EUR/Monat/Haushalt. Möglichkeit, über Internet zu bestimmen wer das Geld erhält. Eine Kommission wählt aus, wer in die Liste aufgenommen wird (z.B. Spiegel, Focus, Chip, Tageszeitungen Online, Wikipedia usw.) Der Gebührenzahler kann dann wählen, an wen er seine Zwangsgebühren zu wieviel Prozent zahlt. Wählt der Zahler nichts aus, erhalten die Öffentlich-Rechtlichen die volle Gebühr, sie bekommen aber mindestens ca. 5 % von jedem Zahler, um Nachrichtensendungen aufrecht zu erhalten. Reicht das restliche Geld nicht, müssen eben Volksmusik, Traumschiff, Wetten dass usw. reduziert werden. Ich glaube, mit diesem Vorschlag könnte jeder leben...

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atipic 07.02.2013, 12:25
29. Werbung für Imagekampagne?

Was wäre, wenn das Finanzministerium auch so eine Imagekampagne finanzieren würde, dass der Bürger das Zahlen seiner Steuer schmackhafter zu machen.
Unvorstellbar, dass so was in einem zivilisierten Land mit intelligenten Politikern passiert, aber die ARD und ZDF Kampagne tut den Bürger anders belehren.

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