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Öffentlich-rechtlicher Rundfunk: ZDF fordert höheren Rundfunkbeitrag
ZDF/ Markus Hintzen

"Ohne eine Beitragsanpassung ist das Qualitätsniveau auf keinen Fall zu halten": ZDF-Intendant Thomas Bellut fordert ab 2021 mehr Geld für seinen Sender.

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i.b.s 27.12.2018, 11:21
1. Wenn die

öffentlich Rechtlichen wenigstens ein vernünftiges Programm auf die Beine stellen würden (mit Ausnahme der 3. Programme, von ARTE, von 3sat und von Phönix) könnte man sich das ja überlegen, aber bei dem Mist, der da teilweise produziert wird, würde ich sagen, das ist "no Go". Einfach mal ein bisschen Anstrengung, dass man sich von den Privaten abhebt, das wäre vor einer Gebührenanhebung notwendig.

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mm2112 27.12.2018, 11:31
2. Qualität? Welche Qualität?

Eine neutrale Berichterstattung vermisst man in den öffentlich-rechtlichen schon lange. Somit kommen sie ihrem Auftrag nicht nach, und für das Versagen soll nun noch mehr Geld bereit gestellt werden? Kann ja wohl nicht sein!
Oder ist es der demographische Faktor, der es teuerer macht? Weil die ZDF-Zielgruppe von 70+ noch ein paar Tage durchhält? Oder weil die Rente/Abfindung von Herrn Bellut noch nicht gesichert ist?

BBC schafft mit wesentlich weniger Budget ein deutlich besseres Programm, besonders was Dokumentationen angeht. Evtl mal einfach über den Tellerrand schauen....

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Bell412 27.12.2018, 11:36
3. Und das Qualitätsniveau definiert wer?

"Quälität" ist wohl, wenn man jedes Jahr noch mehr Geld verbrennen kann.
Meine vollkommen unmassgebliche Meinung: Für die nach Gesetzeslage zu leistende Grundversorgung braucht es keine neun Landesrundfunkanstalten der ARD plus das ZDF, dafür genügt EINE Anstalt und demzufolge 10% des aktuellen Rundfunkbeitrages. Tagesschau24, 3sat, ARD alpha, arte.

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draco2007 27.12.2018, 11:39
4.

Schonmal gesehen was Netflix mit nem 10er pro Monat auf die Beine stellt?
Vielleicht sollte man sich auf die ursprüngliche Aufgabe zurückziehen... Unabhängige GRUNDVERSORGUNG. Nicht teure Shows, nicht 1000 TV und Radiosender, nicht Millionengagen für irgendwelche Gäste.
Das erste, das zweite, jeweils ein regionaler Sender und das gleiche fürs Radio. FERTIG. Das Programm füllt sich von selbst bei der kurzen Sendezeit.

Ich könnte es ja verstehen, wenn hier Dokumentationen in der Qualität einer BBC abgeliefert werden würden, aber das sehe ich nicht...

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AWG 27.12.2018, 11:42
5. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran!

Ich bin mir sicher, dass durch entsprechende Einsparungen und Rationalisierungen, durch Optimierung von Produktionsabläufen und Verwaltungsvorgängen noch enorme Verbesserungen der ohnehin üppigen finanziellen Ausstattung zu erreichen wären. Außerdem könnten Sie Herr Bellut, ebenso Herr Kleber und Frau Slomka und vermutlich noch einige andere hochgestellte Persönlichkeiten in ihrem Sender mit gutem Beispiel voran gehen und auf einen Teil ihrer Gehälter verzichten. Das wäre doch mal ein Schritt bevor man nach mehr Geld ruft.

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winfield06 27.12.2018, 11:43
6. Qualitätsniveau

genau dieser Begriff ist bei der Forderung das größte Problem. Ich gebe zu auch mir persönlich "stinkt" dieser Zwangs"beitrag" denn man wird ja nicht gefragt ob man diesen "Vereinen" beitreten möchte, aber das ist eine andere Geschichte. Ich oute mich aber auch als jemand der einen Teil dieser Sender - also nicht nur das ZDF - nutzt. Aber in wie weit Herr Bellut oder auch die Kollegen von ihm innerhalb der ARD ein Qualitätsniveau bereitstellen, steht in den meisten Fällen in den Sternen. Ein einfaches Beispiel (innerhalb der ARD); ich schaue auf der einen Seite gerne die Marktsendungen von SWR, WDR, N3, aber ist dies Qualität wenn teilweise die Beiträge der einzelnen Sendungen beliebig unter den Sender quergetauscht werden? Oder war es Qualität als Sendungen wie "Report", "Panorama" auf weit hinten liegende Sendeplätze verschoben wurden. Ebenso diverse seltene Perlen werden im ZDF sehr spät oder gar in deren Spartensender verschoben.
Wofür also Beitragserhöhungen, die einfachen Kabelträger haben nichts davon und ob die Intendanten der Sender wirklich mehr Gehalt benötigen lasse ich offen im Raum stehen.

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Tom63 27.12.2018, 11:47
7. Wann ist da mal ein Ende in Sicht

Brauchen die Intendanten wieder höhere Gehälter?
Jetzt ist auch bei den öffentlichen schon viel zu viel Werbung und davon haben die bereits hohe Einnahmen. Sie werden diese Sendezeit wohl nicht verschenken, oder gibt es auch hier wie in der Politik das man anderen einen Gefallen tut?
Die privaten finanzieren sich nur aus Werbung, warum schaffen es die öffentlich rechtlichen nicht sich aus zwei Einnahmequellen zu finanzieren?
Ich denke man sollte bei den öffentlich rechtlichen mal über das Sparen nachdenken, oder sich wie die privaten nur aus Werbung zu finanzieren.
Dieses Raubrittertum das sich aus den Gebühren für die öffentlich rechtlichen Sender ergibt muss abgeschafft werden. Nur die Besten werden überleben.

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peterpeterweise 27.12.2018, 11:51
8. Qualität der Pensionen?

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Und nur weil ich die Hitparaden der Volksmusik schrecklich finde, bedeutet dies nicht automatisch, dass es handwerklich schlecht gemacht ist. Aber es gibt Qualitätsmerkmale die objektiv messbar sind. So wie bei Spendenorganisationen gemessen wird, was bei den Kunden ankommt, so sollten Wirtschaftsprüfer einmal genau durchleuchten was der Kunde pro gezahlten Euro wirklich an Programm bekommt, und was in den Tiefen der feudalen Hofhaltung des öffentlich rechtlichen Fernsehens versickert. Ist es wirklich die Aufgabe eines öffentlich rechtlichen Senders Gäste aus Politik und Wirtschaft auf Kosten der Gebührenzahler zu Sommerfesten einzuladen? Oder Preise an sich selbst zu verleihen? Oder Pensionen zu zahlen die weit über dem Durchschnitt liegen? Nicht die Qualität der Selbstversorgung sollte der Maßstab für die Gebühren sein, sondern nur die Qualität dessen was beim Kunden ankommt.

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jo126 27.12.2018, 11:51
9. Super!

Zitat von Bell412
"Quälität" ist wohl, wenn man jedes Jahr noch mehr Geld verbrennen kann. Meine vollkommen unmassgebliche Meinung: Für die nach Gesetzeslage zu leistende Grundversorgung braucht es keine neun Landesrundfunkanstalten der ARD plus das ZDF, dafür genügt EINE Anstalt und demzufolge 10% des aktuellen Rundfunkbeitrages. Tagesschau24, 3sat, ARD alpha, arte.
Mehr Rosamunde Pilcher für alle. Oder zumindest etwas Volksmusik mit Florian Silbereisen. Klar, das kostet - und der Intendant erst! Die spinnen doch. Für das Rentnerprogramm von ZDF reichen doch die Wiederholungen aus 1970 aufwärts. Das dürfte erheblich Geld sparen, das dann für die üppigen Pensionen der Anstalt(en) verteilt werden kann.

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