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Özil und Rassismus: Integrierte Mitbürger machen Stress
DPA

Toll! Die aktuelle Debatte um Özil zeigt, dass wir schon viel weiter sind, als wir dachten. Denn die Integrierten sind so integriert, dass sie sogar mitreden, wer zu Deutschland gehören soll und wer nicht.

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hennesviii 28.07.2018, 15:19
140. Also Bayern Muenchen hat den selben Sponsor

wie Hamas und Al Nusra: Qatar, aber dies stoert keinen: ok Uli macht kein Photo mit dem Emir aua Qatar......

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im_ernst_56 28.07.2018, 15:20
141.

Zitat von dorchen
Auch ich stelle mir die Frage schon länger, wohin und womit sich die Migranten denn identifizieren sollen (oder auch möchten). Wir haben schlicht keine eigene Identität (was auch immer noch davon übrig ist, wird lächerlich gemacht oder gar verteufelt als "national"; allein diese Wort ist schon des Teufels"). Schlimm ist nur, dass Migranten mit anderem nationalem Hintergrund (auf den sie stolz sind) über uns lachen oder uns gar verachten. Eine Gesellschaft mit so wenig Selbstachtung kommt bei ihnen garnicht gut an. Könnte hier einige Zitage anführen die ich als ehrenamtlich in der Tafel Tätige zu hören bekomme. Macht wirklich keinen Spaß.
Was sollen denn Migranten denken, wenn ihnen vom politischen Establishment (und manchmal auch den Medien) der Eindruck vermittelt wird, es gäbe jenseits der Sprache keine kulturelle Identität und als könnten die Regeln das Zusammenlebens ständig neu ausgehandelt werden? So die Integrationsbeauftragte der vormaligen Bundesregierung Aydan Özoguz. Gab es für diese Aussage von irgendjemandem Kritik (außer der AfD)? Da würde ich mich als Neubürger auch fragen, warum oder in was ich mich eigentlich integrieren soll. In das Grundgesetz? Das ist doch wie eine Pralinenschachtel. Jeder sucht sich das raus, was ihm gefällt.

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dasfred 28.07.2018, 15:20
142. Zu Nr. 120 im ernst 56

Wenn ich das so lese, bewundere ich im Nachhinein meine Großmutter für ihre Weitsicht. Als sie sich vor über hundert Jahren entschloss, in Schanghai geboren zu werden und dort noch einige Jahre zu leben, hat sie sich dafür extra deutsche Eltern ausgesucht. Mit chinesischen Eltern würde mir hier und heute noch der Makel des Fremden anhängen, selbst wenn sich die nachfolgenden Generationen zwecks Vermehrung nicht außer Landes begeben haben. Wer hier nun als Zuwanderer oder mit Migrationshintergrund lebt, bring eben einen Teil seiner persönlichen Geschichte ein, dass macht aber jeder Einheimische, der nur den Wohnort wechselt auch. In Beruf und Alltag spielt die Herkunft ansich überhaupt keine Rolle. Wesentlich ist Entwicklung, hin zu einer kompetenten Persönlichkeit. Und das klappt nun mal auf allen Seiten nur mehr oder weniger gut.

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seb_fornpost 28.07.2018, 15:21
143. Hier stinkt es ganz woanders...

Zitat aus Beitrag:"Es ist an der Zeit klarzustellen, dass Etabliertenvorrechte in einer globalisierten Welt nicht funktionieren - mal abgesehen davon, dass sie menschenrechtlich zum Himmel stinken"

Ich habe selten einen solchen Schwachsinn gelesen. liebe Autorin: Versuchen Sie doch mal, in den USA klarzustellen, dass sie als gerade Eingereiste die gleichen Rechte haben wie die Bürger der Vereinigten Staaten. Wohlgemerkt: USA steht hier nur als Platzhalter - Sie können beliebige andere Staaten einsetzen, inklusive der Türkei.
Überall scheinen die Etabliertenvorrechte bestens zu funktionieren, aber wenn _Ihre_ Rechte irgendwo beschnitten werden, stinkt gleich das Menschenrecht zum Himmel? Natürlich haben alle Menschen überall unveräußerliche Rechte - aber das ist ein klar begrenzter Kanon. Ein gerade hierhin Zugereister (aus welchem Grunde auch immer) hat über die Menschenrechte hinaus _nicht_ die gleichen Rechte wie ich, denn er hat auch nicht die gleichen Pflichten _hier_ wie ich.
Dies klarzustellen ist es in der Tat an der Zeit.

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Stäffelesrutscher 28.07.2018, 15:21
144.

Zitat von schwarzbart500
Die gezeigte Forderungsmentalität begründet sich allem Anschein nach im Wortlaut des Koran, dass nur die Muslime eine Herrenrassen als Gläubige seien, und alle anderen Unwürdig und zu unterwerfen, also zu "missionieren" wären, damit sich die anderen den Muslimen anpassen, während der Muslime die fremden Kirschen gerne annimmt aber Pflichten dazu empört von sich weist.
Vorschlag: Sie legen das Alte Testament neben den Koran. Und dann vergleichen Sie mal. Das AT strotzt nur so von Herrenrassen-Dünkel, Gerede von auserwähltem Volk, Recht auf Völkermord an minderwertigen Völkern und so weiter.

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onkelzahm 28.07.2018, 15:22
145.

Benachteiligung bei Wohnungssuche, bei der der Jobsuche, bei der Ausbildungplatzsuche ,
Angst in Ostdeutschland allein auf die Straße zu gehen, Pegida, AFD und NPD und Konsorten, Klatzköpfe, NSU, hunderte Brandanschläge auf Flüchtlingsheime und usw.,
Und dann kommt Einer und sagt: es gibt kein Rassismus in dieser Republik

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friedrich_eckard 28.07.2018, 15:23
146.

Der Präsident der Türkei ist keine rein repräsentative, sondern eine hochpolitische Figur, und deshalb musste Özils Auftritt mit ihm als politische Aussage verstanden werden - wenn Özil selber das nicht bewusst gewesen sein sollte hätten ihn Berater darauf aufmerksam machen müssen. Im Ergebnis hat er zwei Sorten Antiaufklärern - ob leichtfertig oder gewollt bleibe dahingestellt - einen Dienst erwiesen, nämlich den Erdoganisten in der Türkei und den rechten Sümpflingen hierzulande - denen aber, die den Rutsch dieses Landes in die braune Brühe zu verhindern sich bemühen hat er mit der Blutgrätsche in die Achillessehne getreten.

Natürlich ist es und bleibt es Pflicht, sich zu Lande, zu Wasser und in der Luft gegen jene zu stellen, die jetzt die Gelegenheit beim Schopfe ergreifen, sich die reinigungsbedürftigen Mäuler zu zerreissen, die Özil sowieso immer schon ins Herz geschlossen hatten, weil er gläubiger Muslim ist, er irgendwann einmal eine Pilgerreise nach Mekka unternommen hat und er die Nationalhymne nicht mitzusingen pflegte, was alles seine und nur seine Sache ist, aber deshalb lasse ich mir doch nicht nehmen, sein Verhalten politisch scharf und deutlich negativ zu bewerten.

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Medic0 28.07.2018, 15:24
147.

Ich finde diese ganze Rassismusdebatte ziemlich gekünstelt. Ich bin in Deutschland geboren, Jahrgang 84. Meine Eltern kamen aus dem ehemaligen Südvietnam. Ich und viele Bekannte mit ähnlichen Wurzeln haben bisher im Leben (in DE und AT) kaum Diskriminierung oder Rassismus erlebt.
Ich denke, dass bestimmte Gruppen einfach schlecht oder gar nicht integriert sind und sich dadurch selber ausgrenzen. Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg. Es sollte für Migranten selbstverständlich sein sich in Deutschland anzupassen und dafür dankbar sein in so einem wunderbaren Land leben zu dürfen.
Dass jetzt so viele Menschen mit Migrationshintergrund vor allem die jungen Generationen mit der Rassismuskeule ausholen, halte ich persönlich für vollkommen bescheuert. Also ich finde nicht, dass die Deutschen fremdenfreundlicher werden müssten.

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Nr43587 28.07.2018, 15:26
148.

Zitat von Lisa_can_do
Wenn Jemand im Ernst behauptet, Deutschland sei weit beim Thema Integration (oder "weiter als gedacht"), dann ist dies genau Teil des großen Problems. Jetzt finden wir Deutschen uns fortschrittlich, wenn wir über Deutsche diskutieren, die niemals integriert werden mussten, weil sie in Deutschland geboren wurden, in 2. oder 3. Generation leben, und denen Niemand erzählen muss, was Deutsch ist. Aber wie oberlehrerhaften Deutschen bilden uns ein, dass wir tolerant sind und alles toll ist mit der Integration. Und so wie alle "normalen" Deutschen, begehen die "anderen" Deutschen, die angeblich integriert werden müssten, überhaupt nicht auf. Ein paar wenige sind in politischen Gremien, die Masse macht nix oder wählt Erdogan. Einen deutschen Pass abholen und sich damit Sicherheit kaufen und in Deutschland arbeiten, aber sonst das Land hassen. Inakzeptabel. Ein Kollege aus Polen sagte mir diese Woche, wie dämlich wir Deutschen doch wären, und allem voran die Kanzlerin, und die Flüchtlinge reinlassen. Er wissen, was diese Typen sind, nämlich alle kriminell und arbeitsscheu, und die Schwarzen würden die Frauen wegschnappen. Solche inakzeptablen und grenzwertigen Äusserungen von einem polnischen Kollegen, der in Stuttgart arbeitet und lebt. Na vielen Dank, das ist rechts überholen, deutlich rechts, und das können wir wirklichen Deutschen, egal, ob weiss, schwarz, Muslim oder nicht, echt nicht gebrauchen.
Wer in Deutschland geboren wird und nicht mindestens einen deutschen Elternteil hat, ist kein Deutscher, kann aber gut integriert sein.
Wer mindestens einen deutschen Elternteil hat oder eingebürgert wurde, hat zwar die deutsche Staatsangehörigkeit, kann aber trotzdem unintegriert sein.

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rob6461 28.07.2018, 15:27
149. wie mein vater immer sagt...

nicht der verursacher wird zum schuldigen gemacht sondern diejenigen die sich trauen was dagegen zu sagen.

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