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Offener Brief der US-Presse an Trump: "Genießen Sie Ihre Amtseinführung"
REUTERS

Das Verhältnis zwischen dem nächsten Präsidenten und den meisten Medien der USA könnte schlechter nicht sein. Das White House Press Corps schrieb Trump nun einen Brief, oder besser: eine Kampfansage.

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mediendienst 18.01.2017, 17:16
1. Das ist doch mal ne klare Ansage

Im Wahlkampf taten einige Medien noch so, als wären sie objektiv. Und pushten Clinton, ohne sie zu hinterfragen. Und suchten sich bei Trump nur die schlimmsten Dinge heraus. Oder zumindest die, die sie für die schlimmsten Dinge hielten.

Nun stellen sich die Medien - sicher nicht alle - ganz klar auf eine Seite: gegen Trump. Sehr schön, ihre Leser wissen nun, woran sie bei ihnen sind. Objektivität wird es von ihnen nicht geben. Wer sich wirklich über den US-Präsidenten ehrlich informieren will, hat nun eine Liste an der Hand, bei welchen Medien das nicht möglich ist. Nämlich denen, die diesen Brief unterzeichnet haben.

Klare Verhältnisse finde ich gut. Bye, bye 4.Säule der Demokratie. Welcome Schlammschlacht. Die Käufer wird das wohl eine Zeitlang amüsieren. Mit der Zeit wird ihnen die Wiederholung der Angriffe immer uninteressanter werden. Und dann müssen sich die Medien einfach was neues einfallen lassen, um ihre Blätter weiter an den Mann / die Frau zu bringen.

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shmubu 18.01.2017, 17:18
2. Was erwarten sie?

Was erwartet die etablierte Presse denn?
Monatelang wurde nur das Beste über Clinton und nur das èbelste über Trump berichtet.
Noch am Abend vor der Wahl wurde verkündet, Clinton habe quasi schon gewonnen.
Wer sich im Wahlkampf derart entschieden gegen einen der beiden Kandidaten gestellt hat (der jetzt eben dummerweise gewonnen hat) sollte jetzt vielleicht eher einen Schritt zurück machen, als Drohungen zu verbreiten.

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Fürstibürsti 18.01.2017, 17:20
3. Klare Ansage.

Wenigstens lassen sich die Traditionsmedien ihren Schneid nicht abkaufen. Ich freue mich jetzt schon auf das „Hexenjagd"-Gewinsel des Lehrlings aus dem weißen Haus.

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aleamas 18.01.2017, 17:32
4. Das...

...sollen sich die Fans der 'gefühlten' Realität hinter die Ohren schreiben. Und zwar zügig.

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spon-facebook-1458183583 18.01.2017, 17:40
5. 2 Sekunden ist der Bericht online

und schon zwei Trump/AFD Fans am schreiben, oder ein BOT? Ich hoffe die US Presse ist wieder so wie zur Zeit von Nixon. Schaut Trump auf die Finger und deckt alles auf was dieser (falls es einer ist) Mensch so verbricht. Vielleicht gibt es ja ein neues Watergate.

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galbraith-leser 18.01.2017, 17:42
6. Klingt eher nach dem Pfeifen im Walde, um sich selbst Mut zu machen, als nach Einsicht

Eine unabhängige Presse ist heute wichtiger als je zuvor, denn die neuen Kommunikationskanäle öffnen dem Missbrauch und der Manipulation der öffentlichen Meinung durch Regierende oder Interessengruppen Tür und Tor. Auf der Empfängerseite wächst zudem eine Generation heran, die viel zu mediengläubig ist. »Habe ich im Internet gelesen« gilt schon als Informationsquelle. Hätte es zwei Tage vor der Amtseinführung von Hillary Clinton - so sie denn gewählt worden wäre - einen solchen Brief des White House Press Corps gegeben? Ziemlich unwahrscheinlich. Und das sagt leider sehr viel über die Unabhängigkeit der US-Presse aus. Jeder Regierender - egal welcher Couleur - sollte so einen Brief erhalten. Und entsprechend von den Medien kontrolliert werden. Was nützt eine Presse, die auf einem Auge blind ist? Egal ob auf dem rechten oder linken Auge.

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theodtiger 18.01.2017, 17:47
7. wohl erforderlich

Nach allem was sich Donald Trump im Wahlkampf geleistet hat ist eine kritische Berichterstattung der Medien nötiger denn je. Trump wird ohnehin weiter alles mögliche behaupten und mit zweideutigen Tweets (wie z.B. zu Frau Clinton und der Antwort auf sie durch die Waffenlobby) die Debatte verwirren oder gar schlimmeres intendieren. Auf einen Präsidenten Trump müssen die Medien ganz genau schauen - wobei selbstverständlich journalistisch sauber zu arbeiten ist. Leider ist es unwahrscheinlich, dass es die Medien nötig hätten, Skandale aufzubauschen - die werden leider wohl von sich aus groß genug sein (man erinnere sich an seine Auslassungen zu dem was er sich bei Frauen als Star erlauben könne).

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franz.v.trotta 18.01.2017, 17:48
8.

Die sich jetzt ereifernden Medien waren im Wahlkampf alles andere als objektiv. Sie kämpften für Fr. Clinton, von deren Amtsführung sie - wie andere Angehörige des Establishments und der Finanzwelt - zu profitieren hofften. Damit haben sie viel Vertrauen verspielt. Dass diese Medienhäuser jetzt ankündigen, gegen den gewählten Präsidenten zu kämpfen, ist erschütternd.

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sven2016 18.01.2017, 17:50
9.

Das ist auch die Aufgabe der Presse: die Regierenden zu hinterfragen, Lug und Trug aufzudecken, fragwürdige Geschäfte und Personen öffentlich zu machen.

Was ruft daran Kritik hervor?

DJ Trump wird morgen Präsident, seine Meute regiert, also stehen diese Gruppen im Fokus der Presse und nicht die Clintons.

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