Forum: Kultur
Offener Brief an die Bundesregierung: Theaterchef fordert Soli-Zuschlag für Kultur
DPA

Steuermilliarden für die Oper statt für Ostdeutschland? Zum Jahrestreffen deutscher Bühnenchefs fordert der Leiter des Mannheimer Theaters in einem Offenen Brief, den Solidaritätszuschlag umzuwidmen: in eine Kulturabgabe.

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steueragent 11.06.2014, 16:24
200. Theater braucht keinen Soli

Theater braucht zahlende Besucher. Und wenn es die nicht gibt, sollte das Theater geschlossen werden, denn dann ist es überflüssig.

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GrinderFX 11.06.2014, 16:24
201.

Zitat von wolfgangrainer
....weil er's nicht besser weiss? Auch zuviel RTL II geschaut? Lieber mal ins subventionierte Theater gehen. Im Übrigen sehen sie's mal aus einer anderen Perspektive: Nicht die Theater werden subventioniert, sondern die Eintrittskarten der Zuschauer - damit es sich fast jedermann leisten kann, Kulturgut zu geniessen. Auch das gehört zum Bildungsauftrag von Staat und Kommunen.
Jetzt verraten sie und doch endlich mal was daran Bildung ist?
Ich warte nun schon seitenweise auf eine Antwort.

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Petersbächel 11.06.2014, 16:26
202.

Geld für Kultur? Gerne.

Ich fürchte aber, davon hat dann weder das Staatstheater was noch die Oper.

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zynik 11.06.2014, 16:26
203.

Da hat Kosminski aber einen etwas dummen Zeitpunkt für seine Anmerkungen in Sachen Kultur gewählt: Das ehemalige Land der Dichter und Denker ist im WM Fieber und muss sein Geld zu Saturn und Mediamarkt tragen.

Für das FIFA-Kommerzmoster gibt der GEZ-Zahler dann auch gerne ein paar hundert Mio. Euro Subventionen aus(genaue Zahlen werden aus gutem Grund unter Verschluss gehalten). Weil.... ja weil die paar Wochen Gekicke eben Kulturgut sind, die sich die liebe FIFA eben was kosten lässt.

Soll der Kulturfritze eben mal Barth oder Klum an sein Haus einladen, dann klappts auch mit den Zuschauerzahlen. Wie heisst es so schön: Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten. In diesem Sinne...

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PerciGang 11.06.2014, 16:30
204. Geistige Krüppel

Zitat von fjr
Jetzt haben wir blöderweise nix mehr übrig. Leider ist die Situation so. Und wenn der Staat daherkommt und mir einen Soli für "Kultur" abnötigt, dann habe ich für das weniger übrig, was mir wirklich Vergnügen bereitet. Und - ich habe beides schon ausprobiert - ein Abend mit Monika Gruber oder mit Frank Markus Barwasser gibt mir deutlich mehr Unterhaltungswert und Erholung als eine lahme Inszenierung des Freischütz oder der Minna von Barnhelm.
Wenn Sie Kinder, Jugendliche und Erwachsene von kultureller Bildung und Erbauung fernhalten, wenn Sie Theater, Musik, Tanz abschaffen, weil sie ihnen nichts wert sind, dann produzieren Sie geistige Krüppel und Roboter, die als Wissenschaftler wenig taugen. Kunst und Erfindergeist liegen enger beieinander als Sie glauben.

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hornisse.04 11.06.2014, 16:32
205. Oh ja,

Zitat von michael_aus_norwegen
Und vielleicht wäre es ratsam, wenn die Intendanten sich mehr auf den Publikumsgeschmack einlassen, damit mehr Zuschauer generieren und einfach marktorientierter arbeiten.
ganz viel Musicallokomotiven und Löwenkönige in Opernkellern mit Lindenberg, alles hübsch als "Event" garniert. Und nicht zu vergessen, die jährliche Freiluftoper - man kann sie ja als "public viewing" anpreisen.

Sozusagen McKultur.
Das will die breite Masse.

Müsste doch mit dem Teufel zugehen, wenn wir die letzten klassischen Theater-und Opernhäuser nicht abgeschafft bekämen.

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Kaffee Wien 11.06.2014, 16:34
206. GEZ-Zwangssteuer teilen!

Das mit dem Solidaritätszuschlag für die Kultur ist schon der richtige Weg! Ostdeutschland ist aufgebaut. Noch mehr marmorne Bürgersteige brauchen die nicht. Noch besser wäre es, wenn die GEZ-Abgabe aufgeteilt würde: 50% für ARD und ZDF (unter extremer Kürzung der Senderintendantengehälter, die z.B. bei Tom Buhrow, der die Bevölkerung nicht mehr vor Unwettern warnen lässt, bei 450000 Euro im Jahr liegt!) und die anderen 50% für die Opern und Theater. Das käme auch der echten Bildung zugute, weil dieser ganze Fußball- und Musikantenstadldreck dann endlich wegfallen müsste.

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dauersinnkrise 11.06.2014, 16:35
207. GEZ ungleich Steuer

Zitat von vierpunktzwo
Jeder, der glaubt, mit seiner Tätigkeit einen gesellschaftlich, wichtigen Beitrag zu bringen, schreit nach Steuergeldern.
Siehe http://www.mjv.rlp.de/icc/justiz/nav...a-000000000042. Insbesondere II 2.a). GEZ ist nach dem höchstrichterlichen Urteil keine Steuer und u.a. eben deswegen zulässig. Dumm, wie ich bin, halte ich das zwar für eine wortklaubende Spitzfindigkeit (In der Praxis ist da kein Unterschied zu erkennen), aber so ist die Entscheidung. Wenn sich die "Kulturhäuser" an diesem (!) Kuchen laben wollten, wäre ich uneingeschränkt dafür. Schließlich dienen sie derselben informativen Grundversorgung, wie die Landesrundfunkanstalten.

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franzalfred 11.06.2014, 16:36
208. Mannheimer Theater

nun also der Theaterchef aus Mannheim, vorher der MP von Schleswig-Holstein, who is next? Eine Sonderabgabe für marode Straßen oder Brücken, für leidende Pflegeheime, für früh pubertierende Jugendliche, für..... Ideen für die Neuverwendung des Soli gibt es unendlich viele aber, dass der Soli schon längst abgeschafft sein sollte, das fordern nur noch die, die glauben, dass es mehr als genug Geld im System gibt, es aber leider nicht nach wirtschaftlichen Grundprinzipien sondern eher nach Gutsherrenart verteilt wird. An Kreativität wird es sicher auch zukünftig nicht fehlen, mit den aberwitzigsten und unsinnigsten Vorschlägen die Medien zu füllen.

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spon-facebook-10000523851 11.06.2014, 16:36
209. Auf der einen

Seite ist es schade, dass Kultur keine Rolle zu spielen scheint , waehrend Droehn- und Muellfeste sowie Massensaufereien ungeheuren Zulauf haben. Auf der anderen Seite sollte man diese negative Entwicklung als gegeben annehmen und Ausgaben fuer die Reste von Kultur entsprechend kuerzen. Unsere Gesellschaft hat sich gegen Erhalt von Kultur und fuer seichte und kurzlebige Unterhaltung entschieden.

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