Forum: Kultur
Offenheit und Vielfalt: Was für ein spießiges Jahrtausend
REUTERS

Hat sich was mit Offenheit und Vielfalt: Der genormte Kleingeist in Outdoorjacke setzt sich durch. Scheußlich.

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dasfred 03.03.2018, 17:04
10. Bin so zwischen senil und welpendumm

Daher auch noch differenziert im Denken. Jeder, der alte Fotoalben durchblättert, sieht doch, dass die Masse immer angepasst war. Sie hat sich den hässlichsten Moden unterworfen um nicht aufzufallen. Ist doch alles wie gehabt. Die paar Nischen in der Großstadt gab es auch schon immer, für alle, die sich bei diesem Spiel der Ausgrenzung nicht wohl fühlen. Die Uniformität bietet vermeintlich Sicherheit, das exotische wird immer fremd bleiben. Ist so, war so, wird sich in naher Zukunft auch nicht ändern.

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Lykanthrop_ 03.03.2018, 17:05
11.

Eine Kolumne voller Klischees, zum Teil sogar Berechtigte.
Ich plädiere auch für mehr Mut bei der Garderobe.
M.E. wäre ihre Kolumne vielleicht etwas versöhnlicher, wenn Sie den grauen Otto-Normalbürger nicht zutiefst verachten und hassen würde. Dass ein mäßig gefüllter Kleiderschrank wirklich Ressourcen schon scheint Frau Berg egal zu sein, aber hey so ist es halt. Ich gönne Frau Berg ihre vermutlich beheizte Ankleide Suite, in der Größe einer Einzimmerwohnung, mit angegliedertem Wellnessbereich und Hochtibetischer Yakmilchkosmetik.
Kommen Sie mal runter von ihrem Berg, Frau Berg, viellecht hat dann der ein oder andere niedere Bürger sogar Verständnis für Sie.

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bartnelke 03.03.2018, 17:10
12. genau

und genau deswegen wird die groko kommen. Nur nix anderes ausprobieren. wir haben' s uns doch so mühsam nett eingerichtet. was interessiert da die Zukunft der Enkel.

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GinaBe 03.03.2018, 17:10
13. Schwarz, grau, anthrazit...

Das ist mir auch schon aufgefallen, bzw. sauer aufgestoßen, nicht nur im bundestag, wo sich etwa die neuen Parlamentarier der AfD ausschließlich in schwarzen Anzügen präsentieren- nicht grau, nein: schwarz.
Das erinnert mich so an Totengräber.
Neben den immergleichen Outdoorjacken zeigt sich jedoch auch der Möbelmarkt in diesem Einerlei; Vielfalt geht anders. Außer klobigen, sogenannt "praktischen" Wohnlandschaften in schwarz, anthrazit und grau, maximal noch beige gibt es nichts, nichts buntes, nichts freches, nichts, wodurch sich die Seele noch irgendwie musikalisch angesprochen fühlen könnte.
Vielleicht hat diese Einfaltslosigkeit der Designer etwas mit dem Zeitgeist zutun, der durch 0 und Ider ja und nein- Kultur, liken oder disliken, längst digitalisiert wurde.
Individualität war gestern und wird nur mehr portionsweise vergeben, als minimale Massenprodukt.
Allerdings ist es auch möglich, daß diese Reduktion der Vielfalt durch den Mengenrabatt entsteht, wobei sich die Herstellung kleinerer Sortimente gar nicht mehr lohnt, gar die gesamte Firma in die Pleite getrieben werden kann, wenn sie an der Börse notiert ist. Oder war das anders?
Ach so: es gibt ja noch den Schneider für Maßanzüge und Maßkostüme und Kleider und eine Auswahl unendlich vieler, fließender, glänzender Stoffe...aber, wer kann sich das noch leisten außer die ganz Reichen?

Spießig? Vielleicht!
Es erfordert Mut und Selbstbewusstsein, sich als denkend und fühlend, als fehlerhafter und irrtumsnaher Mensch zu outen. Besser scheint es, ja nicht aufzufallen, Outdoorjacken zu tragen, Krimis zu lesen und ganz normal und unauffällig in der öffentlichkeit zu sein. Originalität wird Prominenten zugeordnet, die das sein dürfen: außergewöhnlich und einzigartig. Früher gab es noch all die Superhelden, heute gibt es nur mehr selfies.
Nicht nur Tiere, Pflanzen, Sprachen und Kulturen sterben aus, es stirbt auch die Bereitschaft, jemand zu sein, der kein Mitläufer ist....

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hackmackenreuther 03.03.2018, 17:12
14. Leider

alles richtig!

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dr.joe.66 03.03.2018, 17:16
15. Was für ein spießiger Kommentar...

Wenn Spießigkeit darin besteht, dass man selbst nicht merkt wie spießig man ist, dann sind Sie, werte Frau Berg, selbst ziemlich spießig.
Fast hätte ich Ihrem Artikel zugestimmt, mit ein paar Abstrichen vielleicht, aber immerhin. Bis Sie zu dem Punkt mit den paar Vierteln in den Großstädten kommen. Soso. Wahrscheinlich wohnen Sie dort. Und Sie können sich gar nicht vorstellen, dass auf einem Dorf im Fußballverein und im Musikverein Vielfalt und Offenheit gelebt wird; dass auf dem Dorf der Torwart mit dem Mittelstürmer verheiratet sein darf, und das in der Mannschaft keinen stört. Dass im Musikverein Asylbewerber und andere Menschen von diesem Planeten selbstverständlich integriert werden und mit ihrer anderen Kultur so manchen Probenabend im positiven Sinne aufmischen.

Frau Berg, ich sage Ihnen jetzt mal was zu Ihren Vierteln in Großstädten. Wenn ich dort in der Kulturkneipe sage, dass ich Schlagzeuger bin und in Japan gelebt habe, finden das alle cool. Wenn ich aber sage, dass ich außerdem verheiratet bin, drei Kinder habe und ein Häuschen im Grünen und einen stinknormalen Job, dann gelte ich plötzlich als Spießer, vor Allem wenn rauskommt, dass meine Frau bewusst zu Hause bei den Kindern geblieben ist - da zählt dann auch ihr Engagement für Menschen aus Syrien nichts mehr.

In diesen von Ihnen so gelobten und geliebten Vierteln wird genauso beurteilt, da wird genauso in "gehört dazu" und "gehört nicht dazu" eingeteilt - nur dass man das hinter dem politischen Mainstream versteckt...

Frau Berg, Sie sind selbst genauso spießig wie die Menschen über die Sie hier schreiben. Und wahrscheinlich regt es Sie deshalb auch so auf.

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suppenkoch 03.03.2018, 17:21
16. So neu ist die Erkenntnis nicht

Ja, der Mensch ist konservativ. Und je weiter er von den großen Städten entfernt wohnt, wo man lernt aufeinander wohnen und auskommen zu müssen, desto mehr kommt das durch. Das ist weltweit so, so scheint der Mensch strukturiert. Die Erkenntnis ist nicht wirklich neu, man kann das beklagen, ändern tun sich Dinge nur aber nur langsam. Sie ändern sich aber, wenn auch nicht im der Geschwindigkeit, die mancher gerne hätte.

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freekmason 03.03.2018, 17:29
17.

Zitat von radioactiveman80
ZITAT: „Der gefühlte Verdrängungskampf begünstigt den Hang zur uniformen - ich lehne alles ab, was komisch aussieht, und was komisch aussieht, bestimme ich...“ —- in Ihrem Versuch, den vermeintlichen Gegner blosszustellen, haben Sie (ungewollt) eine perfekte Blaupause Ihres inhaltlich und argumentativ grottenschlechten Geschreibsels, welches Sie als Journalismus verkaufen, geliefert. „Ich bin links, ich verbessere die Welt. Wer das nicht genauso sieht wie ich - die haben Vorgärten, die sind spiessig, sind frauenfeindlich, hassen Ausländer und Schwule sowieso!“ Jede Woche dasselbe dämliche Weltbild, und da beschweren Sie sich (wie letzten Samstag), wenn Linke für ihre Überheblichkeit kritisiert werden? Sie machen es Ihren Gegnern zu einfach. Argumentieren Sie doch mal zur Abwechslung intelligenter...
immer dieselbe argumentation. einen journalistischen anspruch an die kolumnen an den haaren herbeiziehen und dann vorwerfen, dass er nicht erfüllt ist. die kolumne missverstehen und die subjektiven missverständnisse zum vorwurf machen. sich im festen glauben und der behauptung der schuh passe nicht trotzdem reinzwängen um dann über zu enge schuhe zu lamentieren. unterstellungen und dummstellen. welche "gegner" also?

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hansfrans79 03.03.2018, 17:32
18.

Zitat von radioactiveman80
ZITAT: „Der gefühlte Verdrängungskampf begünstigt den Hang zur uniformen - ich lehne alles ab, was komisch aussieht, und was komisch aussieht, bestimme ich...“ —- in Ihrem Versuch, den vermeintlichen Gegner blosszustellen, haben Sie (ungewollt) eine perfekte Blaupause Ihres inhaltlich und argumentativ grottenschlechten Geschreibsels, welches Sie als Journalismus verkaufen, geliefert. „Ich bin links, ich verbessere die Welt. Wer das nicht genauso sieht wie ich - die haben Vorgärten, die sind spiessig, sind frauenfeindlich, hassen Ausländer und Schwule sowieso!“ Jede Woche dasselbe dämliche Weltbild, und da beschweren Sie sich (wie letzten Samstag), wenn Linke für ihre Überheblichkeit kritisiert werden? Sie machen es Ihren Gegnern zu einfach. Argumentieren Sie doch mal zur Abwechslung intelligenter...
Lesen Sie sich Ihren Post - bzw für Sie besser verständlich: ihr Gesülze - bitte noch einmal durch und merken dabei, dass sie wohl der oder die Letzte sind, welche anderen Menschen Überheblichkeit vorwerfen sollte.
Links sein hat nichts mit Weltverbesserern zu tun, aber das wissen Sie vermutlich selbst. Sie möchten nur diskreditieren und finden nur unter der Gürtellinie zumindest die Karikatur von Argumenten.

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Fantomas74 03.03.2018, 17:33
19. Traurig

Wenn es nach Frau Berg geht, sollte wir wohl alle in einer Kommune leben, natürlich in der sozialen Hängematte liegend uns irgendwie selbst finden. Vielleicht auch zugedröhnt mit nem Joint, während unsere anti-autoritäre erzogenen Patch-Work-Kinder mit Kot die Wände vollschmieren.... ich bin sehr froh dass wir diesen Alptraum überwunden haben. Da ziehe ich jede Outdoor-Jacke vor! Übrigens scheint mir Frau Berg voller Hass und Verbitterung. Sie tut mir Leid.

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