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Online-Petition gegen Markus Lanz: Schalten Sie doch einfach um
DPA

Eine Online-Petition fordert das ZDF dazu auf, Markus Lanz wegen eines umstrittenen Interviews mit Sahra Wagenknecht zu feuern. Der Aufruf ist töricht. Sein Talkshow ist reine Unterhaltung und die Linken-Politikerin kein Medienopfer. Und wer Lanz nicht mag, kann jederzeit zur Fernbedienung greifen.

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cola79 23.01.2014, 15:34
290. Schreiben Sie doch einfach nichts

Um mal auf das Niveau des Kommentators zu verfallen: Dann schreiben Sie doch einfach nichts!
Wo die kritischen Nachfragen sind, ich wüsste es gerne, habe mir die ganze Sendung angetan und keine gefunden! Das kann jeder Schülerzeitungsreporter der Grundschule besser, vermutlich stellen die auch schlauere Fragen.
Die Leute bemängeln völlig richtig, daß Lanz weder Umgangsformen, noch Gesprächskultur gezeigt hat. Weshalb er sich seinen Buddy Jörges dazu holen musste, bleibt fraglich. Der Stern ist nun wahrlich kein Politmagazin, sondern über die Jahre zu einer "Gala" ohne Tiefgang verkommen. Sogar die BILD wirkt da wie Journalismus!

Und wenn Lanz ein Peanutsgehalt bekommt, darf der Kommentator dies gerne zukünftig aus eigener Tasche bezahlen, und die Allgemeinheit entlasten. Ist ja keine Summe. Zumal ihm ja zu gefallen scheint, was ihm serviert wurde. Wer mehr will, soll zahlen!

Lanz mißachtet auch die Grundregeln, die man von einem angestellten Moderator erwarten darf. Dem Publikum mißgünstig zu sein, wenn es den Gast beklatscht, anstelle des Moderators, ist nicht nur billig, es ist auch schäbig. Das dem Kommentator dies egal ist, spricht Bände über das moderne Verständnis von Journalismus heutiger Zeit. Neutrale Recherche und Berichte pfui, eigene Meinung ohne Recherche oder Bericht hui! Vielleicht sollten Lanz und der Kommentator Romane schreiben, dass ist das Millieu, in dem sie wirken können, wie sie es offenbar lieben.

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alexander-san 23.01.2014, 15:34
291. Törichte Petition? Töricht ist dieser Kommentar!

Wieso ist es töricht, per Petition daran zu erinnern, dass die öffentlich-rechtlichen Sender andere Aufgaben haben als Quote zu machen? Dieser Kommentar liegt noch unter Lanz-Niveau, und das will was heißen. Eine kluge Einschätzung gibt die ZEIT: http://www.zeit.de/gesellschaft/2014-01/markus-lanz-zdf-petition.

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euroberliner 23.01.2014, 15:34
292. Markus, Sarah ist nicht...

...eine Frau, die man zuquatschen kann. Ja Pech gehabt. Aber sehr peinlich für einen gut bezahlten, ZDF-Clown.

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cuca 23.01.2014, 15:34
293. Oberflächig, unvorbereitet und ahnungslos

... und das, obwohl er nur aus seine Zettelchen lies!

Sie ist eine gewählte Bundestagsabgeordnete die Tausende vertritt und hätte mehr Respekt verdient.

Er ist ein mit Steuergelder überbezahlte und politisch ahnungslose ("Euro-Austritt" ist nicht dieselbe wie "Schuldenabschnitt") Talkmaster, der schmerzhaft respektlos und oberflächig nicht nur mit ihr umging, sondern mit der wichtigste Krise der letzten Jahre, die Misere und Leiden für Millionen bedeutet. Sich um das alles Gedanken zu machen ist nicht populistisch und offensichtlich nicht alles, was in der ZDF politisch thematisiert wird, ernst zu nehmen.
Wenn nicht er, derjenige der diese Zettelchen schriebt sollte entlassen werden :-)
Das ganzen erinnert an das Slomka-Gabriel Debakel.

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piusodd 23.01.2014, 15:35
294. Ein Moderator

auf einem Öffentich-Rechtlichen Sender steht in der Pflicht politisch neutral zu agieren. Seine Aufgabe besteht lediglich darin eine Diskussion zu "moderieren", aber nicht in eine bestimmte Richtung zu lenken. Zu dem kommt der unmögliche Umgangston Frau Wagenknecht gegenüber. Was hat diese Lanz bloß für eine Kinderstube gehabt? Von SPON ist es eine Frechheit die Menschen, die sich darüber beschweren, zum Umschalten aufzufordern. Dieser Artikel ist in gleicher Weise Objektiv, wie die von Lanz geführte Diskussion - nämlich gar nicht!

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joachim_m. 23.01.2014, 15:35
295.

Zitat von Didis04
Bin weder Lanz noch Wagenknecht 8befürworter, aber das ging für meinen Geschmack nicht über eine etwas holprige, leicht nervige Gesprächsrunde hinaus. Der Aufschrei der sich gerade erhebt zeugt wohl eher von einer generellen, Wetten-dass-übergreifenden Antipathie gegenüber Lanz. Wenn man solche Maßstäbe ansetzt muss man die Hälfte aller Journalisten rausschmeißen, allen voran Marietta Slomka.
Nein, die hat nur hart nachgefragt, aber Gabriel ausreden lassen und nicht das, was er gesagt hat, völlig ins Gegenteil verdreht; zudem hat sie nicht, als ihr eine Antwort nicht gefallen hat, nach dem Einkommen und seinen Aktivitäten im Bundestag gefragt, was mit dem Thema in dem Moment aber auch so gar nichts zu tun hat. Und das ist ein riesiger Unterschied.

Und das sie kein Lanz-Befürworter sind, kann ich nach dem 2. Satz nicht so recht glauben: Wer so agumentiert setzt sich im Widerspruch zu seiner einleitenden Aussage, vor allem, wenn er eine konkrete Kritik an Lanz wegen einer genau definierten Sendung und sein Verhalten dort als "Wetten-dass-übergreifenden Antipathie" abtut. Mir zum Beispiel und ich glaube auch vielen anderen ist das Format "Wetten dass" völlig egal, wenn ich zur Entspannung einmal geistigen Tiefflug brauche, dann sollte dieser trotzdem zumindest das Niveau von Raumschiff Enterprise, Voyager oder Stargate haben, und es ist völlig egal, wer die Sendung moderiert, sie ist sowieso nur auf dem lächerlichen Niveau von Hofberichtserstattung von irgendwelchen Königshäusern, oder anders ausgedrückt: Die Variante für die ganze Familie von irgendwelchen Hausfrauenzeitungen.

Und nein, ich bin garantiert kein Fan von Marietta Lomka, um das auch noch gleich klarzustellen, die arbeitet auch nicht journalistisch sauber, aber sie ist zumindest insoweit fair, als dass sie nicht durch plattes Lügen und kompletter Missachtung der Ehre und Würde anderer versucht, völlig unsachlich und in hetzerischer Art und Weise Stimmung gegen Personen oder Parteien zu machen.

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markenware 23.01.2014, 15:35
296. optional

Ich wage zu bezweifeln, dass der spon-Autor die fragliche Sendung gesehen oder zumindest den Niggemeyer-Artikel gelesen hat.
Lanz ist sicherlich nicht mit Illner & Co. zu vergleichen. Lanz fragt nämlich überhaupt nicht und niemals kritisch nach. Außer bei Wagenknecht, die erst gar nicht ausreden durfte. Wenn ein eingeführter Moderator so dermaßen aus der Rolle fällt, braucht sich niemand zu wundern, wenn das Publikum zurück schlägt.
Dieser spon-Artikel ist noch unterirdischer als die Sendung von Lanz.

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ks82 23.01.2014, 15:35
297. Dann zahlen Sie doch einfach nicht

Zitat von sysop
Schalten Sie doch einfach um
Solange bei den Gebühren nicht auch gilt: "Dann zahlen Sie doch einfach nicht" ist diese Idee doch wohl kaum angemessen. Von einem Moderator der aus öffentlichen Geldern finanziert wird, kann man politische Neutralität erwarten. Wenn Herr Lanz anderer Meinung ist, kann er ja einen YouTube Channel aufmachen - da kann er über alles so quatschen wie es ihm das paßt. Die Beitragszahler aber brauchen keinen Moderator, der denkt, er könne sein persönliches Kasperletheater veranstalten. Außerdem hatte er ja ein politisches Gegengewicht eingeladen, den er einfach hätte zu Wort kommen lassen können. Dann hätte sich der Zuschauer schon ein Bild machen können, welche Aussagen er nun für gut befindet.

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dr.frustus 23.01.2014, 15:35
298. Lesen heißt verstehen …

… Herr Sydow. Der Herr Lanz soll ja nicht aus dem TV verschwinden, aber bei dem Niveau ist er bei den Privaten deutlich besser aufgehoben. Das freiwerdende Geld könnte das ZDF zur Not ja für Live-Übertragungen im Minigolf verwenden

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Morrison 23.01.2014, 15:36
299. Demokratisierung des öffentlich rechtlichen Rundfunks

Ob es jetzt Lanz zu Recht trifft oder nicht kann ich nicht beurteilen, da ich mit seine Sendungen schon lange nicht mehr an schaue.
Dennoch finde ich die Aktion bemerkenswert, da auf diese Art ein Hauch von Demokratisierung der öffentlich-rechtlichen Zwangsgebührensender erfolgen könnte.
Das Argument umschalten/abschalten kann ich dabei nur bedingt gelten lassen, denn egal ob jemand wegschaltet oder gar ganz abschaltet, wird diese Sendung mit seinen Zwangsgebühren finanziert! Die Möglichkeit gegen eine Sendung aktiv vorzugehen und persönlich dagegen zu stimmen finde ich einen neuen, interessanten Ansatz. Vielleicht führt dies bei den Verantwortlichen ja dazu ein langsames Umdenken einzuleiten, wenn in Zukunft solche Aktionen zur Regel werden. Die Krake Öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist längst außer Kontrolle geraten und wer einmal hinter die Kulissen schaut wird feststellen, dass z.B. eine Unmenge von Geldern in nicht TV gebundene Aufgaben fließt. Ich durfte einmal der ehemaligen Intendantin des WDR Monika Piel, auf einem Vortrag lauschen und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus.

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