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Opernpremiere in Dresden: Das Gespenst der Freiheit
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Giacomo Puccinis Oper "Manon Lescaut" ist eine Herausforderung für Regisseure, Dirigenten und Sänger. Wie man effizient mit dem Gefühlsbombast umgeht, zeigten Stefan Herheim und Christian Thielemann an der Semperoper. Sogar Puccini selbst war zugegen.

Isildur 03.03.2013, 20:11
1. Lustige Kritik ...

ist das, die bei einer Inszenierung einer Oper Regie, Bühnenbild und Kostüme vollständig in den Vordergrund rückt und die eigentliche Musik nur in ein oder zwei Halbsätzen abhandelt. Interessant auch die Einschätzung von Norma Fantini als kraftvoller Stimme: so wie ich sie in Hamburg vor 6 Wochen erlebt habe, ist sie alles andere als ein Spinto-Sopran, den man für eine Manon Lescaut nun einmal braucht, und in den großen Ausbrüchen des letzten Aktes hat die Stimme so stark tremoliert, dass es im Duett mit dem Tenor schon schmerzhaft war. Aber vielleicht ist Christian Thielemann auch etwas verständiger als Asher Fish in Hamburg, was ich allerdings aus meinen bisherigen Erfahrungen mit ihm nicht glaube. Wenn der Tenor des Des Grieux schon so offen kritisiert wird hier, dann muss er wohl wirklich unterirdisch gewesen sein.

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