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Oscar für "Green Book": Der falsche Film
ddp/ Universal

Viel Raum für Frauen, Schwarze und Latinos: Die 91. Oscar-Verleihung lief besser als erwartet. Der Triumph von "Green Book" zeigt jedoch, wie viel Veränderung noch nötig ist.

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theo# 25.02.2019, 10:14
20. Kommentar 1

bringt es sehr gut auf den Punkt.
Der Film ist als Film zu bewerten und nicht, welche Botschaften er für Kritiker transportiert.

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cyblord 25.02.2019, 10:15
21.

Zitat von dadubmix
...es ginge bei den Oscars um den besten Film und nicht darum, wo welche Quoten am besten erfüllt werden.
Unsinn. Es geht natürlich um den besten Film der genau DIE gesellschaftlichen Aspekte auf genau DIE Weise behandelt die sich die Spiegel Ideologen wünschen. Darum wird auch "Roma" präferiert. Ist zwar ein schlechter Film, aber ideologisch "dicht am Schreiber". Passt also.

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wizzard74 25.02.2019, 10:16
22.

Zitat von dadubmix
...es ginge bei den Oscars um den besten Film und nicht darum, wo welche Quoten am besten erfüllt werden.
Da haben Sie falsch gedacht. Leider.

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henryvv 25.02.2019, 10:17
23. In Kommentar 1 bringt es fx33 schon auf den Punkt!

Auch für mich grenzt es an Rassismus, dass der Kritiker den Film herabwürdigt, weil "diese Geschichte eben vorrangig aus der Perspektive des 'white saviours' Vallelonga" erzählt wird, was nach meiner Auffassung EIN völlig legitimer Ansatz ist.

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lynx999 25.02.2019, 10:18
24. Green Book

Ist in meinen Augen vollkommen korrekt mit dem doppelten Oscar ausgezeichnet worden. Ich habe seit Jahren kein Film mehr so als tiefgründig und trotzdem so leicht und locker erlebt. Der Film - ein Genuss. Die Story war mit Blick auf die Handlungszeitraum kaum besser und prägnanter zu erzählen. Ein rundum gelungener Film mit phantastischen Darstellern. Ich finde das kann man auch einfach mal genau so stehenlassen.

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Hank Hill 25.02.2019, 10:20
25. Filme

werden gemacht um damit Geld zu verdienen, nicht um Quoten, Befindlichkeiten, oder Probleme wie Rassismus zu bedienen. Wer schwarze Filme von Schwarzen für Schwarze sehen will kann ja bei Spike Lee rein schauen. Der hat sein 25 Jahren nur ein Thema. Interessant wäre ein Film, der beschreibt warum eingewanderte Asiaten in der US Gesellschaft oft schneller Erfolg haben als ein großer Teil der schon länger in Amerika lebenden Schwarzen. Aber das wäre dann kein politisch korrekter Film.

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mwroer 25.02.2019, 10:20
26.

Zitat von payton_m
Ich dachte, jetzt geht es los, aber da kam nichts mehr. was war an diesem Film jetzt falsch und sorgte für einen Rückschlag bei der Weiterentwicklung dieser Veranstaltung?
Weil der Autor von der falschen Voraussetzung ausgeht dass jeder Film der die Probleme von Farbigen zeigt oder irgendwie Kritik an der Gesellschaft enthält *immer und unter allen Umständen* besser ist als jeder Film.

Green Book ist ein Road Movie. Dient der Unterhaltung und das macht er fast perfekt. Daher ist der Preis auch okay. Aber das ist wieder die auch vom Autor angesprochene Diskussion wie bei "Brokeback Mountain" - der einfach nur gefeiert wurde weil die Hauptrollen halt schwul waren. Davon ab war der Film einfach nur flach. Nach Logik des Autors hätte er den Oskar alleine wegen des Themas verdient.

Und das ist dämlich - weil es genau in die gleiche Richtung geht wie so vieles andere: Weltanschauung über Qualität.

Wenn ich eine Musik-CD höre, als Beispiel, mit einem begnadeten Saxophonisten dann ist mir völlig egal ob der Mann Trump wählt oder nicht - bei den meisten Musikern deren Musik ich ständig mit Begeisterung höre weiß ich nicht mal wo sie herkommen und welche Hautfarbe sie haben oder welchen sexuellen Vorlieben sie frönen.

Weil es scheißegal ist. Es spielt keine Rolle und es macht die Musik nicht besser. Genau so ist das bei Filmen. Mich wundert nur dass es damals noch keinen Aufschrei gab das Heathe Ledger einen homosexuellen spielt. So wie letztens bei der Superheldin-Darstellerin die der LQBTG-Community 'nicht lesbisch genug' war ..

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Tom77 25.02.2019, 10:22
27. Diversity-Veranstaltung

Bei den Oscars geht es nicht mehr um gute Filme und gute Schauspieler sondern alleine darum, jede Minderheit zufrieden zu stellen und aktuellen gesellschaftlichen Debatten (me2 und dergleichen) Rechnung zu tragen. Der Oscar ist mittlerweile ein Witz.

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skilliard 25.02.2019, 10:22
28.

Man hätte vielleicht einfach mal recherchieren können was Mahershala Ali über diesen Film zu sagen hat; seine Interviews darüber sind allemal interessanter und differenzierter als die Empörung zweier weißer Redakteure darüber, was ihrer Meinung nach Gleichberechtigung ist.

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erzengel1987 25.02.2019, 10:23
29. Es ist doch egal

Solang ein Film gut ist und unterhält, so kann man den doch anschauen und genießen. Ein Film muss nicht Gesellschaftskritisch sein. Das ist ein riesen Nachteil an deutschen Produktionen. Hier wird oftmals viel zu viel versucht reinzubauen... Nur selten gelingt mal etwas locker flockiges. Der Wixxer war eine sehr positive Überraschung des Deutschen Films.

Viele Menschen sehen sich Kinofilme an damit sie Unterhaltung haben. Rassismus ist ein Gesellschaftliches Problem. Aber jeder Mensch hat in irgendeiner Form Vorurteile oder sogar rassistische Tendenzen. Es ist in meinen Augen ok. Jeder darf die Gedanken haben, solange er jedem Menschen eine Chance gibt sich zu beweisen.

Es gibt Vorurteile gegen, Haarfarben (Blond), Frauen, Schwarze, Albinos, Juden, Rothaarige, Moslems, Christen, ja auch gegen Weiße. Es gibt dazu noch vieles vieles mehr was zu Problemen Ausgrenzung etc führen kann.
Die Problematik Rassismus ist deutlich weiter zu fassen. Klar zu benennen ist natürlich, dass die Schwarzen sehr stark unter der Sklavenhaltung gelitten haben.
Trotzdem gibt es auch ganz klar Schwarze die Rassistisch eingestellt sind. Es ist eben kein einfaches Schwarz Weiß Muster leider... Sobald Gewalt Ausgrenzung gegen eine andere Gruppe angewandt wird ist dies zu verurteilen. Toleranz muss man leben und vor allem man muss es von Kind auf beibringen. Aber selbst das ändert nichts, wenn in der Familie ein Hass gegen andere Gruppen gelebt wird.

Rassismus entsteht auch, wenn man vorrangig durch eine Gruppe schlechte Erfahrungen gesammelt hat. Schlechte Erfahrungen bleiben tendenziell länger in Erinnerung als Gute... So führt es dazu, dass sich der Hass deutlich länger hält.

Nur das sind Gesellschaftliche Probleme... Die Filmindustrie sollte einfach unterhalten.

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