Forum: Kultur
Oscar für "Green Book": Der falsche Film
ddp/ Universal

Viel Raum für Frauen, Schwarze und Latinos: Die 91. Oscar-Verleihung lief besser als erwartet. Der Triumph von "Green Book" zeigt jedoch, wie viel Veränderung noch nötig ist.

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Andreas P. 25.02.2019, 10:42
40. Who cares?

Die Oscar's sind letztendlich nur für das Ego der Schauspieler/Künstler und das ist auch okay, wenns denn hilft... Es sagt NICHTS über die Qualität und den Erfolg von Filmen aus und wenn, dann ist das Zufall. Hier wird seit jeher gemauschelt und danach hat sich auch nach einer Reform des Gremiums nichts verändert. Und den 2. Tag nach der Verleig´hun interessiert es ohnehin keinen mehr. Also: who cares?

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WellnessGrüner 25.02.2019, 10:43
41. Typische Spiegel-Filmkritik

Da kann ich den anderen Forum-Autoren nur Recht geben. Wieder mal spielt sich ein Spiegel-Filmkritiker auf und vergisst dabei, dass Filme ihr Ziel auch anders erreichen. Mich hat schon lange keine Geschichte mehr so berührt, aber eben auch zum Schmunzeln gebracht. Schade nur, dass Viggo Mortensen nicht auch noch den Oscar gewonnen hat. Dann hätten wir uns aber aufgeregt....

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wahmbeck 25.02.2019, 10:44
42. Passt!

Ich habe drei der nominierten "besten Filme" gesehen. Green Book wäre auch meine Wahl gewesen. Der 1. Post bringt's hier auf den Punkt.

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grmblfix 25.02.2019, 10:46
43. billig

Diese Art von Bashing und Ätzkritik hat NICHTS mit political correctness zu tun.

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steppenwolf81 25.02.2019, 10:46
44. Verstehe nur ich das nicht?

Der Film thematisiert Rassentrennung und -diskriminierung, scheint es aber nicht so zu tun, wie sich der Spiegel-Kritiker die Thematik wünscht. Darum muss er nun weiß-überheblich, massenkompatibel und sowieso unverdienter Gewinner eines Preises sein. Denn Rassismus muss jeder so empfinden wie ein junger, weißer, hoch politisch-korrekter Journalist ohne direkte (verwandtschaftliche) Beziehung in Land und Zeit der amerikanischen Apartheid. Die Sichtweise eines Mannes zu verfilmen, der darin gelebt hat hat sich diesem Besserwissertum unterzuordnen. Diese Überheblichkeit stößt mir im Spiegel immer häufiger auf. Den ausgleichenden Diskurs fördert sie nicht, spaltet leider nur mit neuen Kerben. Das ist schade, und angemessen aktueller politischer Wandlungen tatsächlich traurig wie unnötig.

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wallaceby 25.02.2019, 10:46
45. "Diversität"...

Bedeutet also dann u.a. auch hier für den Autor, wenn jedes Jahr ein "gesundes 50:50 Verhältnis" zwischen "weißen und schwarzen" Künstlern und Nominierten herrscht?
Mir ist bei dem Gedanken aber immer eines nicht ganz klar: wenn man sich die Anteile von schwarzen Künstlern in der US-Filmbranche bzw. sogar auch deren Bevölkerungsanteil in den USA einmal ansieht, dann muß man immer noch klar festhalten: sie sind eine Minderheit. Und das sage ich ohne irgend eine anders geartete "Wertung"! Es ist einfach nur eine Gewissheit. Auch wenn das einige Spiegel-Redakteure wie Herr Borcholte hier nicht gerne hört. Warum aber muss dieser Gedanke an eine "50:50-Diversität", so wie er auch während der gesamten Oscar-Verleihung sichtbar durchgezogen wurde, was als "symbolischer Akt" vielleicht noch Sinn ergibt, hier an Filmen und Künstlern mit "schwarzem Hintergrund" also auf Biegen und Brechen für unsere allseits bekannte links-liberale Klientel so krampfhaft dann auch verwirklicht werden? Das ist eine absolut künstliche Quote, die der Realität mal aber so gar nicht entspricht! Warum sollten schwarze Künstler, schwarze gesellschaftliche Themen jedes Jahr am Ende auch gewinnen? Sollte das also, auch im "Interesse" des Autors, hier jedes Jahr und dann auch für immer und ewig so sein...? Sorry, das ergibt keinen Sinn für mich, weil eine Oscar-Verleihung doch eigentlich immer nur die besten Filme und besten Künstler auszeichnen sollte. Da ist eine regelrechte 50:50-Quote einfach nur völlig unglaubwürdig und fast schon lächerlich.
Ich bin über schwarze Nominierte wenn sie es absolut verdienen auch immer erfreut, aber eine auf Biegen und Brechen nur aufgrund einer "von oben herab" durch die Academy verordnete "Diversität" hinterlässt doch mehr als nur einen fahlen Beigeschmack. Das hat eben mit den tatsächlichen Verhältnissen dann auch nicht mehr viel zu tun.
Es war durch die ganze Oscar-Show hindurch mehr als nur fühlbar, wie sie sich mit dieser Vorgabe bei der Veranstaltung dieses Mal "verbogen" haben. Es macht dann absolut keinen Spaß mehr, auch wenn der Autor hier das Gegenteil behauptet. Ich habe es als extrem bemüht empfunden, wenn quasi jede auszuzeichnende Sparte durch und durch mit dieser Diversity-Vorgabe versetzt wird. Das ist leider nur als "unnatürlich" zu bewerten!
Mir hätte es aber auch gefallen, wenn BlacKkKlansman am Ende als bester Film gewonnen hätte. Das heißt aber dann nicht, dass man in allen anderen Kategorien dann grundsätzlich nur noch mit verordneter Ausgewogenheit" hier die gesellschaftskritischen Zuschauer "beschwichtigen" sollte, wenn es dafür eigentlich keine Rechtfertigung gibt.

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rstevens 25.02.2019, 10:48
46.

Zitat von lugj
Diversität heißt aber auch, dass "Weißen-Filme" weiterhin gewinnen können und dürfen.
Nein, dass verstehen Sie falsch. Diversität und Feminismus heißt, dass alles, wo Weiße und vor allem weiße Männer nicht kritisiert oder gar irgendwie positiv dargestellt werden, kritikwürdig ist.

So schwer ist das doch nicht zu verstehen, oder?

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Aberlour A ' Bunadh 25.02.2019, 10:55
47. Aus den falschen Gründen

Zitat von lugj
Diversität heißt aber auch, dass "Weißen-Filme" weiterhin gewinnen können und dürfen.
"Weiße Filme" dürfen ja auch gewinnen. Nur nicht aus den falschen Gründen. Leider ist mein Favorit "Vice" in den Hauptkategorien leer ausgegangen. Christian Bale mit einer "Once in a lifetime"-Performance (der wievielten eigentlich?), Sam Rockwell als George Walker Bush ebenso genial und für mich insgesamt der beste - UND WICHTIGSTE - Film des Jahres. Emotionalster Moment der diesjährigen Verleihung: Olivia Colman und ihre Dankesrede - sichtlich bewegt als beste Hauptdarstellerin. Peinlichster Moment (für mich): der Auftritt von "Black Panther"- Production Design-Gewinnerin Hannah Beachler bei der Dankesrede. "Overacting" wäre noch zu schwach ausgedrückt. Schade, dass man einen historischen Moment (erster Award für eine Afroamerikanerin in dieser Kategorie überhaupt) so ruinieren kann. Erstmal raunzt sie auf der Bühne ihren Begleiter an, ihr nicht auf die Schleppe zu treten und dann liest sie in monumentaler Breite ihre Dankesrede auch noch vom Smartphone ab. Hoffentlich macht das keine Schule,

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kurtbaer 25.02.2019, 10:59
48. diese kritik verstehe ich nicht

ich dachte, bei den oscars ginge es um bestleistungen rund um filme. insofern gebührt m.e. "green book" zu recht die ehrung bester film. "green book" ist ein film, bei dem man trotz überlänge den sitzschmerz im kino nicht verspürt. übrigens ein sehr gutes mittel, um gute von weniger guten filmen zu interscheiden.

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K. Larname 25.02.2019, 11:01
49.

Es ist Alltag, dass Filme Erwartungshaltungen nicht erfüllen.
Und es ist Alltag, dass Filme trotz Kritiken erfolgreich sind.
Und selbst dann bleibt dem Kritiker immer noch das gute Gefühl, besonders zu sein.
Ein Wissender unter Unwissenden. Millionen Fliegen und so weiter.

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