Forum: Kultur
Oscars 2019: Die Nacht der harten Wahrheiten
AFP

Die Oscar-Show im Fernsehen war eine Sache. Eine ganz andere war, was sich hinter der Bühne abspielte. Hier ließen die Sieger ihren Gefühlen freien Lauf - und manche sprachen klare Worte. Unser Korrespondent war dabei.

Seite 1 von 3
mirage122 25.02.2019, 14:25
1. Sie beweihräuchern sich selbst

Ist das nicht zu und zu schön? Das Beste ist doch, dass man sich wieder kostenlos besaufen und auch ansonsten allerhand Sinnvolles oder Nutzloses abgreifen kann. Für mich ein großes Plus der Oscar-Nacht: die Trophäe an Rami Malek als Freddy Mercury, wenngleich Queen mit dem Eröffnungskonzert bereits eifrig vorgesorgt hatte. Nur schade, dass das wirkliche Leben des Sängers doch arg geschönt wurde. Seine persönliche Tragik war eigentlich kaum zu beschreiben: eben Boheme Rapsody!.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lugj 25.02.2019, 14:28
2. Die Academy

Die Academy hat bewiesen dass sie durchaus eine Existenzberechtigung hat, in dem sie sich nicht vorschreiben lies welcher Minderheit sie einen Oscar zu schenken hat.
Gewonnen hat stattdessen der wirklich "Beste Film".
Fairerweise hätte aber, laut Votum der Kinogänger, "Avengers 3" gewinnen müssen, der stand aber leider nicht zur Auswahl.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Kanadische Bestie 25.02.2019, 14:43
3.

Also, mal wieder kommt Der Spiegel nicht vorbei an "Schmähungen". Lachhaft. Da hat doch jeder vernufnige Beobachter gesehen das alles gestern vorbereitet wurde... nicht nur um das Beste zu ehren, aber Schwarze und Frauen in die erste Reihe vorzustossen. Hab' nichts dagegen, nee, aber das man das so durchsichtig vorbereitet und dann uber die Entscheidung motzt warum ein Film 'Best Picture' wird vorbei an einem anderen, das ist doch dasselbe das wir gesehen und gehort haben in den letzten 90 Jahren!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dannyinabox 25.02.2019, 14:48
4.

Lee hat jahrelang Öl ins Feuer geworfen weil es gut für ihn war aber nicht für die Afroamerikanische Gemeinde. Daneben spielt er sich jedoch gerne zu deren Vertreter und Fürsprecher auf was einfach nur peinlich ist. Die Oscars indes waren immer schon politische Veranstaltungen. Es gab Jahre wo Leute ausgezeichnet wurden dessen File sonnst nicht einmal in der Endabrechnung gewesen wären.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chestbaer 25.02.2019, 14:50
5. Kritik schwer verständlich

Hmm, könnte in dem Artikel klargestellt werden, nach welchen Kriterien der Oscar für den besten Film vergeben wird? Anscheinend ja nicht nach cineastischen. Es muss ein Film von Schwarzen über Schwarze sein, oder dürfen es auch Asiaten sein? Die scheinen ja im Besonderen hier unterrepräsentiert. Aber jedenfalls muss es wohl um Rassismus gehen. Sonst kann man nicht mitmachen, zumindest scheint das der Tenor des Artikels. Schade, wenn das tatsächlich die Diskussion ist, gewinnt Trump wieder.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
xcver 25.02.2019, 14:51
6. Spike Lee

Hat für mich ehrlich gesagt sogar vielleicht einen Oscar für sein Lebenswerk verdient, aber hier liegt er einfach falsch. Der Oscar für den besten Film wird nicht an sozialkritischsten oder Diversesten Film verliehen sondern sollte an den reinen filmischen Kriterien bewertet werden. Ich habe sowohl BlackKklansman als auch Green Book gesehen. Beide fand ich sehr gut, aber rein filmisch war für mich Green Book stärker. Ein Oscar für Do the Right Thing oder 25th Hour hätte ich da eher verstanden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rainerwäscher 25.02.2019, 15:09
7. Der Zuschauer entscheidet über den Erfolg

Ich habe noch nie für einen Film eine Kinokarte gekauft, weil er einen Oscar gewonnen hat.
Und so ein teurer Filmabend sollte schon unterhaltsam sein, das sind manche Themen nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Niteftef 25.02.2019, 15:13
8. Warum wird

Green Book nie als Film kritisiert? Er hat keinen social justice Preis gewonnen, sondern den für den besten Film, warum wird das jetzt kritisiert, weil er die falsche Gesellschaftskritik enthält oder nicht genug oder was weiß ich?
Kann Mal jemand schreiben, warum ein anderer Film als Film besser war?
Das sollte doch das Kriterium sein!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sinderion 25.02.2019, 15:14
9.

"Beim Best Picture aber verlor er gegen "Green Book", eine Feelgood-Story über Rassismus, deren Held weiß ist - eine Fehlentscheidung, die auch bei vielen hinter der Bühne für schockiertes Stöhnen sorgte."

Soso, sind wir schon beim Fakt angelangt. Erst wird die Behauptung aufgestellt, dass nicht der beste Film gewonnen hätte (was rein aus moralischen und ideologischen Aspekten behauptet wurde), das ganze in 1-2 weiteren Artikeln wiederholt und dann ist das ganze zur allgemeingültigen Feststellung gereift.
Meiner Meinung nach hatte die Hälfte der Nominierungen für den besten Film den Unterhaltungswert einer Kurvendiskussion. Mit Freude gesehen und darüber diskutiert habe ich nur Bohemian Rhapsody, Black Panther, Green Book und Vice. Die anderen waren anstrengend, hypermoralisch oder langweilig. Green Book als Gewinner ist für mich in Ordnung. Ich hatte Vice favorisiert, weil der Film für mich die größte Tiefe und Bedeutung hatte, aber ich kann mit dem Ergebnis leben, ohne es gleich als "falsch" hinzustellen...

Sind da ein paar Bento-Autoren zum Spiegel aufgestiegen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 3