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Paarungsverhalten: Leidenschaft ist eine Geisteskrankheit

Liebe, Sex und Zärtlichkeit: Das muss man genau auseinanderhalten. Erwachsene wissen sowas eigentlich. Aber manchmal meinen sie, sie müssten noch mal jung, dumm und kitschig sein.

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albert schulz 15.02.2015, 21:25
80. Gewohntes Durcheinander, nachgerade abstrus II

Wer den ganzen Kram Jugend mitgemacht, genossen und gelitten hat, wird wohl selten ge-neigt sein, diesen Affenzirkus zu wiederholen. Gegen das Verlieben ist er nach wie vor nicht gefeit. Die Routine hilft meist, und die Vernunft. Und die große Liebe von einst, die man im Herzen trägt, und die ganz anders ist als all diese eigenwilligen, selbstsüchtigen und lieblosen Weiber, mit denen man sich in Ermangelung von Alternativen begnügt hat. Man weiß natür-lich, daß das grober Unfug ist, aber es hilft zu leben.

Bei Frauen ist das natürlich ganz anders. Liebe ist nach ihrem Dafürhalten, wenn ihr die Sinne einen Streich spielen, wenn sie das Objekt ihrer Begierde in Besitz genommen hat, wenn es brav ist und gehorcht. Sie vermeint glücklich zu sein. Kann oder will sie nicht mehr Männer usurpieren, ist sie irritiert. Dabei liegt es an ihr. Ihr Desinteresse wirkt abstoßend.

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spon-facebook-10000904603 15.02.2015, 21:39
81. naja

es zweifelt heutzutage doch kein mensch mehr daran das n milchkaffe nach banane schmeckt oder schmecken soll mal davon weg ob liebe nunmal was mitundohne leidenschaft zu tunst hat ,wieso können dann in leidenschaftgeliebtgezeugte kinder ab einem alter ab 5 aufwärts nichtmehr ohne handy leben ist es liebe oder leidenschafft oder einfach das leuchten des bildschirms das sie fliegen lässt wie zitat nena :motten indas licht

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ofb2000 15.02.2015, 22:15
82. Sibylle Berg ist eine Geisteskrankheit

Liebe Spiegel-Online-Redaktion.
Könnten Sie bitte diese Redakteurin entlassen. Ihre Artikel zeugen von einer Geisteskrankeit Namens Schwachsinn in fortgeschrittenem Stadium!!!
Sehr traurig, sowas hier lesen zu müssen.
1. Unglaublich schlecht geschrieben!
2. Absoluter Schwachsinn!!

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postnational 16.02.2015, 01:28
83. Verglichen mit Aldous Huxley „Brave New World“

…war Sibylle Berg über die Liebe jetzt ein Plädoyer für das Fuhlkino, damit die „geisteskrank“ leidenschaftlichen alle ebenso enden wie bei Huxley, hm.

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das_erstaunen 16.02.2015, 04:06
84. Tragisch

Jeder bewertet dieses existenzielle Thema aus seinem (oder ihrem) eigenen Erfahrungshorizont heraus. So unterschiedlich die eigenen Erfahrungen sind, so unterschiedlich sind die Meinungen dazu.

Und so sehr "Frau Sibylle" ihre eigene Fassungslosigkeit beschreibt, als sie einer Frau mit einem anderen Erfahrungsschatz zuhörte, genauso fassungslos bin ich ob der tiefen Traurigkeit, die in diesem Artikel durchscheint. Rational verkleidet vermag sie doch ihre persönliche Tragik nicht zu verbergen. Schade für Frau Sibylle. Beim Thema Partnerschaft waren Sie offenbar ähnlich erfolgreich im Leben wie Lothar Matthäus, und ich meine das tragisch, gar nicht ironisch.

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kritiker82 16.02.2015, 07:55
85. Nein, Leidenschaft ist keine Geisteskrankheit.

Aber sie besteht aus Gefühlen. Gefühlen für einen anderen Menschen. Und wenn man Probleme damit hat, Gefühle zuzulassen, wenn man Angst davor hat, von ihnen überwältigt zu werden und die Kontrolle zu verlieren, dann kann Leidenschaft natürlich bedrohlich wirken. Nicht, dass sie es tatsächlich wäre.

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der Krieger 16.02.2015, 08:13
86. Guter Artikel

Hierzu empfiehlt sich die Lektüre von N. Luhmann, "Liebe als Passion". Da kann man lernen, dass die Verknüpfung von Ehe und leidenschaftlicher Liebe eine Art uneheliches Kind von Romantik und Biedermeier ist. Bis dahin wären die Menschen nie auf die Idee gekommen, jemanden zu heiraten, weil man verliebt in sie/ihn ist, so etwas wäre zurecht als ganz verrückte Idee erschienen. Ich werde trotzdem weiter hoffen, unter den zahllosen Frauen, in die ich mich verliebe, irgendwann eben eine zu finden, die ich auch (und sie mich) lieben kann. Als Anwalt habe ich für genau 2 Monate Familienrecht angeboten. Da konnte ich jene studieren, die's nicht kapiert haben. Heirat - schlechte Zeiten - Scheidung. Unsere westliche Gesellschaft ist eben nicht die Krone der Schöpfung. Sie ist nur eine hedonistische Sackgasse und Stoff für zukünftige Forschergenerationen ...

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andi442 16.02.2015, 09:09
87. Leidenschaft ist gut

Generell finde ich ist Leidenschaft eine der schönsten Dinge im Leben die es gibt. Man muss allerdings damit umgehen können und darf diese nicht in einen Wahn steigern, was vor allem in der Jugend nicht leicht ist. Am wichtigsten hierzu ist wohl ein gesundes Selbstbewusstsein welches einen dazu befähigt bei all den Hormonen das eigene Wohlbefinden und die eigenen Interessen nicht aus dem Auge zu verlieren. Wenn die andere Person einen trotz der Leidenschaft unglücklich macht muss man fähig sein einen Schlußstrich zu ziehen oder die nötige Distanz herzustellen.

Was die romantische Liebe und Leidenschaft angeht würde ich für mich sagen, dass Leidenschaft ohne Liebe geht aber junge Liebe nicht ohne Leidenschaft.

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telltaleheart 16.02.2015, 09:14
88. Liebe ist...

...denke ich, zunächst mal ein ziemlich unklarer Begriff, der viele verschiedene Bedutungen haben kann. "Liebe machen", also die Leidenschaft, ist sicher eine davon und in meiner Vorstellung auch ein Teil dessen was ich unter einer Liebesbeziehung verstehe. Wobei ich mir aber darüber im Klaren bin, dass die Gewichtung, selbst bei einer lebenslang bestehenden Beziehung (ja, sowas gibt es auch heute noch) nicht gleich bleiben muss und wird, denn das ist, wie auch Frau Berg ganz richtig bemerkt, der biologische Teil. Und biologisch verändern wir uns nunmal zwangsläufig.

Es gibt aber noch andere Komponenten die eine Beziehung bedingen können. Günstigenfalls ergänzen sich zwei Menschen auf eine besondere Weise, sodass sie dass tiefe Gefühl haben zusammenzugehören und nicht aufeinander verzichten wollen. Dieses Gefühl kann sicher ganz verschiedene Ursachen habe, darunter auch viele ganz materielle. So mag es bei den einen so sein, dass da ein tiefes Vertrauen, ein füreinander da Sein, eine besondere Form der Sympathie, den Ausschlag gibt, bei anderen wieder mag es daran liegen, dass der jeweilige Partner den erträumten Lifestyle ermöglicht und ihm das ein Gefühl der Geborgenheit gibt. Für mich persönlich kommen reine Zweckbeziehungen nicht in Frage, für viele hingegen offenbar schon, und sie lassen sich biologisch evolutionär ja auch begründen - insofern möchte ich dagegen auch nicht pauschal zu Felde ziehen. Man muss sich halt nur über die daraus resultierenden Konsequenzen im klaren sein. So kann man z.B. in einer solchen Beziehung natürlich kein Vertrauen und tiefes inneres Verständnis erwarten, weil dies ja eben auch nicht die Basis der Beziehung ist.

Last but not least ist noch anzumerken, dass Liebe natürlich so schwer zu definieren ist, weil sie biologisch gesehen eben viel mit körpereigenen Hormonen und Dopaminen zu tun hat, unter deren Einfluss objektive Einschätzungen naturgemäß schwer zu treffen sind.

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twister-at 16.02.2015, 10:05
89.

Zitat von albert schulz
Bei Frauen ist das natürlich ganz anders. Liebe ist nach ihrem Dafürhalten, wenn ihr die Sinne einen Streich spielen, wenn sie das Objekt ihrer Begierde in Besitz genommen hat, wenn es brav ist und gehorcht. Sie vermeint glücklich zu sein. Kann oder will sie nicht mehr Männer usurpieren, ist sie irritiert. Dabei liegt es an ihr. Ihr Desinteresse wirkt abstoßend.
Hm, bei "Frauen" gibt es genauso wenig wie "bei den Männern". Da gibt es unendlich viele Facetten. Ein braver, stets gehorchender Mann wäre für mich in etwa so interessant oder faszinierend wie ein Jasager als Mitarbeiter.

Liebe bedeutet für mich, sich auch nach Jahren noch nach dem anderen zu sehnen, für ihn da zu sein und zu wissen, er ist für mich da, sich wohlig fühlen wenn er da ist und mich in seinen Armen hält und umgekehrt, es bedeutet, wenn er krank ist, sein Erbrochenes genauso wie den Urin wegzuschütten ohne sich davor zu ekeln, ein Leben ohne ihn mir nicht vorstellen zu wollen, auch wenn ich ohne ihn leben könnte. Liebe heißt für mich auch, die Höhen und Tiefen zu durchleben ohne deshalb an der Liebe zu zweifeln - Liebe ist für mich so vieles. Das Gänseblümchen, das er vom Rasenmähen mitbringt und sagt "ein Strauß ist es nicht, aber es soll das selbe sagen wie eine Rose" usw. Es ist nicht entwededr Bestäntigkeit oder Leidenschaft oder Zärtlichkeit oder Sex - ist ist alles zusammen.

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