Forum: Kultur
Pädophiliedebatte: Die Besudelung der 68er

Die wirr geführte Debatte um den Umgang mit Pädophilie in der deutschen Linken ist in Wahrheit erneut eine Großdebatte um 1968. Doch wem dient diese Politisierung der Schuld, dieser Boulevardjournalismus der gebildeten Stände? Was soll damit erreicht werden?

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DMenakker 11.10.2013, 16:50
1.

Mein Gottchen, wie billig.

Es war schlicht totaler Unsinn, dass die 68-er JEDE Art von sexueller Revolution positiv war. Ein gefährlicher, ja krimineller Irrweg.

Dies heute mit irgendwelchem diffusen Gelaber leugnen zu wollen, ist eigentlich nur ein Zeichen dafür, dass die Linken bis heute nichts gelernt haben. Schade eigentlich. Das Thema sollte kein Thema für Parteiengezänk zu sein. Dafür ist es zu ernst.

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xxbigj 11.10.2013, 16:55
2. optional

Klasse Text. Ich stimme ihnen 100% zu. Wunderbar zu lesen und klar verständlich! Es ist genau wie von den konservativen betriebende "Linker Gutmensch" Debatte. Verbesserungen "Nein Danke". Die Zukunft ist nicht wichtig sondern die Vergangenheit und das jetzt etc. Wir können die Welt nicht verbessern. Klar sagen die das denn sie wollen es nicht einmal versuchen. Diese Leute haben schon verloren und nicht nur ein Eigenständiges Leben sondern auch jeglichen Respekt von meiner Seite aus!

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Hasselhoff 11.10.2013, 16:57
3. Wer instrumentalisiert hier?

Sehr geehrter Herr Diez,
Sie stellen die Frage, wem diese Debatte um Pädophilie nützt. Es hilft den Opfern Gehör zu finden und Gerechtigkeit einzufordern. Die Grünen haben übrigens nachweislich nicht wegen dieser Debatte ein desolates Ergebnis bei der Bundestagswahl erreicht.

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wip 11.10.2013, 17:09
4. Aufklärung

Zitat von DMenakker
Mein Gottchen, wie billig. Es war schlicht totaler Unsinn, dass die 68-er JEDE Art von sexueller Revolution positiv war. Ein gefährlicher, ja krimineller Irrweg.
War es nicht. Es war der überfällig Versuch, einen nüchternen, rationalen Blick auf Sexualität in ihren unterschiedlichsten Formen zu werfen in einer Zeit, als unverheirateten und überhaupt allen jungen Frauen sogar die Pille verweigert wurde. Denn unverheiratete Frauen hatten keinen Sex zu haben. Irrwege und falsche Einschätzungen sind bei so einem Klärungsprozess unvermeidliche Begleiterscheinungen. Was die Pädophilie anbelangt, erfolgten die entsprechenden Korrekturen durchaus zeitnah.

In der jetzigen Diskussion geht es weniger um "Kindesmissbrauch" - der erfolgt landauf landab Tag für Tag in unterschiedlichsten Varianten, darüber wäre zu diskutieren - sondern gegen die sexuelle Befreiung allgemein. Die angeblich "pädophilen" Neigungen der damaligen Aufklärer sind nur das Einfallstor, durch das in Zukunft die Gegenbewegung rollen wird.

Herrn Diez beglückwünsche ich zu dem Mut, sich als 'Zögling' des antiautoritären Kinderladens in München zu 'outen'. Ich befürchtete schon, das würde sich nie jemand trauen.

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dieter-ploetze 11.10.2013, 17:19
5. mainstream war das keinesfalls

pädophiles war damals nicht anders als heute ein
problem einzelner.ich kann mich nicht erinnern jemals
irgendetwas verherrlichendes darüber erfahren zu
haben.diese artikel,die jetzt herausgekramt werden,
waren einzelmeinungen,möglicherweise von selbst
betroffenen pädophilen,die sich hier etwas legalität
wünschten.mit sicherheit war das keine strömumg,
weder bei den 68ern,noch bei den grünen später.
man kann oder sollte das auch so sehen,alles kam
auf den tisch und wurde in dieser zeit überprüft,hat
es bestand oder nicht.

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James Agee 11.10.2013, 17:20
6. Lektüretipp

Sehr geehrter Herr Diez, ich empfehle Ihnen am Wochenende einen Blick in das großartige Buch "Die Politisierung der Lust. Sexualität in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts" der Historikerin Dagmar Herzog. Wenn Sie zudem vielleicht noch die psychoanalytischen Faschismus-Theorien - etwa von Erich Fromm - studieren wollen, dann würden Sie vermutlich erkennen, dass Adam Soboczynski mit seiner These so falsch nicht liegt. Wie so oft, so gilt auch hier: erst lesen, dann schreiben!

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herrdainersinne 11.10.2013, 17:25
7. Es geht vielleicht nur einfach mal darum....

die lieben linken 68 er, die die Moral ja gepachtet haben, deren "Recht" auf Aufschrei und Empörung, auf Anprangern und Verurteilung des Bürger- und Spiessertums, die uns Multi-Kulti bescherten und bis heute für ungebremste Migration eintreten, die bestimmen und beurteilen, wer hier Faschist ist oder "menschenverachtend" handelt, die immer eine Spur zu drastisch, zu laut und zu empört sind, einmal den selbst aufgesetzten Heiligenschein abzunehmen. ------- Und Ihnen zu sagen: Seht mal. SO seit IHR (auch ) !
-----Wir mögen die Welt vielleicht recht darwinistisch sehen, aber wir stellen uns ihr. IHR debatiert - und zwar aus einer position des Trotzes und der Schwäche heraus - und der Unreife.
-----Und dadurch das Ihr euch an Kindern vergreift - oder zumindest diesem Gedanken SO positiv und offen gegenüber standet - oder szeht, habt ihr euch in unseren Augen offenbart. - UND EUREN MORALANSPRUCH VERSPIELT !

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rabenkrähe 11.10.2013, 17:25
8. jaja

Zitat von sysop
Die wirr geführte Debatte um den Umgang mit Pädophilie in der deutschen Linken ist in Wahrheit erneut eine Großdebatte um 1968. Doch wem dient diese Politisierung der Schuld, dieser Boulevardjournalismus der gebildeten Stände? Was soll damit erreicht werden?
.......

Die wirklichen Täter, zum Beispiel und zuförderst aus der RKK, den Kirchen, sozialen Trägern undundund sollen damit verniedlicht werden.
Offensichtlich ist doch, in welchem Kontrast die Bearbeitung dieser ganz realen Taten im Vergleich zu den meist sehr theoretischen ERgüssen aus "linken" Kreisen standen.
rabenkrähe

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peter78 11.10.2013, 17:31
9. Jaja, die 68er sind an allem Schuld

erinnert mich irgendwie an die Aussage "Die Juden sind unser Unglück" oder noch besser: "Der Pazifismus war Schuld am WKII".
Aber so sindse unsere konservativen Spinner.

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