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Pegida-Talk bei Günther Jauch: Wohltuende Klarheit
DPA

Günther Jauch war in dieser Woche der Dritte, der zum Pegida-Talk bat. Dass dabei tatsächlich etwas Neues herauskam, hat die Runde Gesine Schwan zu verdanken. Sie stellte fest: "Soziale Mitte heißt nicht zwingend auch demokratisch."

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vetris_molaud 15.12.2014, 04:45
1.

Bernd Lucke hatte gezappelt und sich gewunden wie ein Aal, musste sich jedoch auf offenkundig getätigte Aussagen festnageln lassen.
Schön blöd, wenn die "Systemmedien" alle Interwiews und Posts dokumentieren ...
Da die vier anderen Talkgäste einhellig kontra Lucke waren und Frau Schwan stellenweise die Moderation der Sendung übernahm, konnte Jauch beim Lucke-Denontieren beinahe glänzen ...

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Chatzi 15.12.2014, 05:26
2. Herrlich!

Das zu lesen, was Gesine Schwan in der Sendung gesagt hat, stimmt mich sehr froh! Endlich hat mal einer Klartext geredet. Rechtes Gedankengut gibt es auch in der Mitte, und auch -vor allem - in der CSU, und auch in der CDU. Und weil es schick ist, damit Wählern vorzugaukeln, man tue etwas gegen die angebliche Islamisierung Deutschlands, laufen alle Vollidioten, die auf diesen Nepp auch noch hereinfallen, dem Rattenfängern von der AfD und Pegida hinterher. Schade, dass Gauck diese Klarstellung nicht geprägt hat.

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m_scholz11@web.de 15.12.2014, 05:43
3. wohltuende Klarheit nur von Lucke

Haben sie ne andere Sendung gesehen? Bei Schwan hatte man den Eindruck, die wusste gar nicht, worum es geht. Aber ja, die hat genau das gesagt, was man auch von einem Spiegel-Autor zu dem Thema vermuten würde: Alles verkappte Nazis!

Dass das Probleme weder zutreffend beschreibt, geschweige denn löst, kapiert der Spiegel ja seit 10 Jahren nicht. Gesine Schwan hat sich völlig undifferenziert mit der ganzen Thematik auseinandergesetzt. Und zwar so undifferenziert, dass es nicht mal Applaus aus dem Studio gab - und den gibt es normalerweise für alles, was irgendwie in die Richtung "böse Nazis" geht.

Anstatt "Klarheit" wurde dem Zuschauer das übliche Zerrbild präsentiert. Ein Armutszeugnis für Jauch.

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Herr Hold 15.12.2014, 05:45
4. Klarheit?

"Den Antrieb dieser "Frustbürger" macht Schwan folglich nicht an einer tatsächlich prekären Lage der Demonstranten fest, sondern an einer Abstiegs- und Verlustangst, die sich in Fremdenfeindlichkeit manifestiert."

Warum soll es "wohltuend" sein, zu wissen, dass dort nicht gegen eine bereits vorhandene Lage, sondern eine befürchtete demonstriert wird? Die Auswirkungen unterscheiden sich nicht.

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anton_otto 15.12.2014, 05:57
5. Wohltuend?

Klarheit gibt es - die etablierten Parteien und Medien sind wild entschlossen, diese Demonstrationen als rechts abzutun. Daran ist nichts wohltuend, zeigt es doch, daß die großen Demokraten sich nicht ums Volk scheren, wenn es nicht zur vorgegebenen Meinung paßt. Mal sehen, wie lange sie das durchhalten.

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an.emma 15.12.2014, 06:03
6.

Es können noch zigtausende sog. Einwanderer unser Land überfluten, die uns letztlich mehr kosten als angeblich nutzen, den Teilnehmern der heutigen Runde wird das finanziell nicht das geringste ausmachen.

Ihre Immobilien verlieren nicht an Wert, da diese von Asylantenheimen entfernt liegen. Dieses seichte Getue unserer Politiker in Bezug auf alles, was Zuwanderung betrifft, ist unerträglich.

Ich wünschte, man würde einen Teil der Aufmerksamkeit unseren armen alten Menschen schenken, die Deutschland mit aufgebaut haben und heute, da wenig Rente, unter z. T. erbärmlichen Umständen in Altenheimen dahinvegitieren.

Alle Teilnehmer - bis auf den Herrn von der Afd - einschl. Herrn Jauch sollten Herrn Buschkowskys neuestes Buch lesen, dieser Mann weiß, wovon er spricht.

Liest Herr Jauch eigentlich die Kommentare? Heute abend hat er dafür gesorgt, daß - hoffentlich - noch sehr viel mehr Menschen ihre Unzufriedenheit gepaart mit Existenzangst öffentlich zeigen.

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analyse 15.12.2014, 06:14
7. Im Presseclub am Sonntag wurde auch über Dresden diskutiert !

Sehr differenziert und ohne die Demonstranten reflexartig in die rechte Ecke zu stellen.Man erfuhr,daß dort Kriegsflüchtlinge ausdrücklich willkommen geheißen wurden und schnelle Hilfe für Flüchtlinge erforderlich sei.Von den 10000 Demonstranten sollen ca 400 Rechtsradikale und Hooligans gewesen sein (darauf stürzen sich dann die Medien ud wundern sich,wenn dann unerfahrene Vertreter Talkshowfeuer vermeiden)Es wurde auch daraufhingewiesen,daß das alles ein europäisches Problem sei. In Dresden sei ein stolzes Bürgertum vorhanden,die selbstbewußt die Demonstration begleitete. Also nichts von Gesine Schwans "Abstiegsangst"! Warum differenziert man nicht ?Da gibt es ein neues Buch von Herrn Buschkowski über die Verhältnisse in Neukölln=ein Staat im Staat habe sich gebildet, islamistisch geprägt; und Herr Buschkowski betonte in einem Interview auf Phoenix,die Gefahr der weiteren Ausbreitung beschränke sich nicht auf Neuköln.Ist Herr Buschkowski/SPD rechtsextrem ?Das alles wird aber von den meisten Medien ignoriert,während man über die CSU wegen eines Wortes (:Migranten sollten "angehalten" werden zu Hause deutsch zu sprechen,) herfällt,und sie in die rechte Ecke stellt,obwohl oft genug auch von Vetretern anderer Parteien Ähnliches geäußert wurde . Mehr Differenzierung tut also not !

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gpawlik 15.12.2014, 06:16
8. Gesine Schwan for chancelor!

Gesine Schwan ist sehr zu danken! Sie hat die Diskussion zu Pegida bezw. zur offenbar wachsenden Fremdenfeindlichkeit in der deutschen Gesellschaft in einen größeren Gesamtzusammenhang gestellt:
Es ist die gefährlich wachsende Ungleichheit zwischen einem Teil der abgesicherten, weil reich und reicher werdenden Gesellschaft und der sog. "breiten Masse", die eine wachsende soziale Sprengkraft entfaltet; während in früheren Zeiten die sog. "kleinen Leute", in bestimmten gesellschaftlichen Schichten zusammengefasst eine eigene Indentität und Würde entwickeln konnten, ist heutzutage jeder, er oder sie mag so qualifiziert und motiviert sein wie er/sie will, der Gefahr des gesellschaftlichen Absturzes in äußerst prekäre Verhältnisse ausgesetzt - es sei denn, man hat noch ein üppiges Erbe zu erwarten, was einen dann wiederum retten kann....
Mit anderen Worten: "das Geld regiert die Welt" - hier zeigen sich die Auswirkungen eines an gnadenlosem Gewinnstreben orientierten und damit unmoralischen Finanzkapitalismus, der in allen Schichten sein zerstörische Kraft entfaltet - nicht nur die fehlenden Zinserträge auf mühsam zusammengetragene Sparvermögen zeigen, daß die gesellschaftlichen Verhältnisse in eine deutliche Schieflage geraten sind.
Die Politik als gewählten Vertretung aller Menschen sollte sich endlich an die Arbeit machen, und diese zerstörerischen Kräfte effektiv zurückdrängen - wofür haben wir eine Demokratie?
Vielleicht könnte Herr Juncker, der selbst Architekt von total ungerechten Steuersparmodellen für Großkonzerne war, hier seine Prioritäten setzen.
Ich wünsche ihn die entsprechende Klarheit und genug Durchsetzungsvermögen - vielleicht kann er und seine Mitpolitiker so die kommenden sehr gefährlichen gesellschaftlichen Entwicklungen, deren aktuelles deutsches Symptom "Pegida" bereits 10.000de auf die Straße bringt, noch entschärfen....

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suedbaden6 15.12.2014, 06:32
9. Klar ist die Mitte auch schon rechtsradikal.

Die einzigen wahren Demokraten sind die Sozial-Ingenieure in den Blockparteien des Bundestages und ihre engagierten Helfer auf den goldenen Arbeitsplätzen des Staatsrundfunks, der seinen Bürgern für ihre eigene Manipulation jährlich (!) 8 Mrd € Propagandasteuer , pardon, Mediennutzungsgebühr, abpresst. Und natürlich die Lohnschreiber auf den prekären Arbeitsplätzen der sterbenden Printmedienindustrie.

10.000 Rechtspopulisten, die sich einfach so versammeln. Unter ihren Organisatoren ist ein Vorbestrafter, womit sie alle in die kriminellenfreundliche Ecke gerückt werden.
Und dieser unselige Spahn "gesteht ein", dass er "der Bevölkerung die Welt nicht ausreichend erklärt hat". Eine Welt außerhalb des Raumschiffes Berlin, die er wohl am allerwenigsten versteht.

Wenn ich derartige Volkspädagogik sehe, kriege ich Grünspan in die Augen.

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