Forum: Kultur
Pegida und die German Angst: Auf Alarm geschaltet

Die Angst des Deutschen vor der Welt: In Dresden geht es ja gar nicht um den Islam. Jede Demonstration ist ein Schrei nach Sicherheit.

Seite 12 von 18
epicur 18.01.2015, 16:08
110.

Großartiger Beitrag

Beitrag melden Antworten / Zitieren
meinsenf1 18.01.2015, 16:11
111.

Zugegeben, die Krisen und Probleme der heutigen Zeit wirken auf uns besonders komplex und kaum lösbar.
Ich habe aber den Eindruck, dass das schon immer so war.
Jede Generation, gerade während der Weltkriege und im darauf folgenden kalten Krieg, stand der politischen Entwicklung hilflos gegenüber.
Erst gestern habe ich ein Interview mit Johannes Mario Simmel von 1982 gesehen, wo er schilderte, dass er bei der aktuellen politischen Lage zu Depressionen neigt und die täglichen Nachrichten für ihn nur schwer auszuhalten wären.
Von daher, alles nichts neues. Jede Generation hatte den Eindruck, es besonders schwer zu haben - manche sogar zu Recht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lupenreinerdemokrat 18.01.2015, 16:51
112. German Angst ist die Erfindung derer, die wirklich Angst haben

Zitat von Immanuel_Goldstein
Die Wahrscheinlichkeit, in Deutschland Opfer eines Terroranschlags zu werden ist faktisch 100 mal niedriger, als einen 6er im Lotto zu haben. Viel höher dagegen ist die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines U-Bahn-Mörders zu werden, vom Krokodil verspeist zu werden, im Schwimmbad zu ertrinken, ganz zu schweigen von der 100.000 mal höheren Wahrscheinlichkeit, in einen tödlichen Autounfall verwickelt zu werden. Das sind die statistischen Fakten, die absichtlich niemals kommuniziert werden, damit unsere Politiker immer schön die Ängste schüren können. Deshalb ist es nicht von der Hand zu weisen: Wer Angst vor Terroristen hat, sollte psychiatrische Hilfe aufsuchen, aber nicht ohne die Angst, auf dem Psychiater-Sofa an Herzversagen zu verscheiden. Denn selbst letzteres ist wahrscheinlicher, als ein böser Islamistenbomber.
...
nämlich die Angst, ihren privilegierten Status in unserem ach so wohlhabenden Land mit anderen, nicht so privilegierten Landsleuten teilen zu müssen.
Das würde schon bei einem gerechten Steuersystem anfangen.
Und wie sichert man den Status Quo?
Richtig: indem man eine "german Angst" erfindet, die dazu bemächtigt, den totalen Überwachungsstaat zu etablieren, der dazu dient, "die da unten" sich vom Leib zu halten.

In Deutschland hat niemand Angst vor einem Terroranschlag!
Das ist dummes Gesülze derer, die den Überwachungsstaat auszubauen gedenken.

Die Pegida-Demos werden verboten, wie hier zu lesen ist, also ein gefundener Anlass unserer Politikerkaste, um unliebsame andere Meinungen in diesem unseren Lande mudtot zu machen.
Man könnte auch sagen: na endlich, endlich ein Terroranschlag (Paris), der unsere Überwachungsfanatiker jubilieren lässt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
twister-at 18.01.2015, 16:54
113.

Zitat von fleur.kp
Wie recht sie hat mit dem was sie schreibt! Wir alle waren im Dornröschenschlaf. Mutti macht und regelt es ja.Wir bekommen jetzt langsam den Lohn für unsere Gleichgültigkeit. Viel schlimmer wird es noch für unsere Enkel und Kinder. Für Witwen und alleinerziehende Mütter. Sie sind die Verlierer unserer Gesellschaft.
Dieses ewige weinerliche "wir" als Zeichen dafür, dass man mit irgendjemandem mitfühlt ist aber mittlerweile sowohl ausgelutscht als auch banal und nicht zuletzt frustrierend pauschal. Im Gegensatz zu manchen, die Frau Berg zu kennen scheint, haben sich viele nämlich, die hier mitlesen, durchaus nicht einfach verabschiedet, sondern sich den Buerzel aufgerissen um aktiv zu sein, haben sich Gedanken gemacht und nicht nur konsumiert usw. Es wäre schön, wenn die Journaille endlich mal mit dem konstruierten "wir" aufhört.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
doofnuss 18.01.2015, 17:06
114.

zitat:
"Es ist vermutlich egal, gegen was da demonstriert und geschrien wird, gegen Ausländer oder Gebäude, gegen Chemtrails oder Grundwasserverseuchung -
es ist doch nur ein Schrei nach Sicherheit."


wenn sicherheit das wichtigste menschliche bedürfnis ist, nach befriedigung der physiologischen grundbedürfnisse wie kleidung, ein dach über dem kopf, essen und trinken, dann sollte dies nicht so lapidar abgetan werden.

in einer welt des globalen wettbewerbs, des jeder-gegen-jeden, in der jeder für sein glück - und unglück - selbst verantwortlich ist, werden die leute nun mal unruhig.

wohl dem, der einen sicheren beamtenposten mit lebenslanger alimentation ergattert hat oder noch besser, mit horrend hohen und unverfallbaren politikerapanagen ohne angst vor altersarmut, sich auf ein lebensende in der luxusseniorenresidenz auf dem kudamm freuen kann.

letztere haben für den rest (ihre dummen wähler?!) die nach einem vw-zuhälter benannten angtseinflößenden agl2 gesetze installiert, nebst sinnloser privater rentenversicherung, und stecken nun selbst - zusätzlich zur staatlich garantierten üppigen politikerrente - die "dankeschöns" von maschmeyer und co. ein.

angst mag ein schlecher ratgeber sein, sie ist aber natürlicher ausdruck der menschlichen psyche.
erst sich selbst sicher fühlende menschen sind zur empathie für andere fähig, weil:
erst kommt das fressen und dann die moral - hat wohl mit der evolution zu tun... .

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lupenreinerdemokrat 18.01.2015, 17:11
115. Die

Zitat von discprojekt
Menschen, deren Sinne und Synapsen funktionieren, konnten die Ursache schnell analysieren. Die Politik nicht. Ich denke nicht, dass die dumm sind. Also wird absichtlich Angst geschürt? Warum? Was sollen die Menschen nicht wissen? Das die Politik des Westens falsch war? Die Think- Fabriken ein Witz? Die Krisen der letzten Jahrzehnte vom Westen gemacht?
Genau darum geht es.
Im heutigen Informationszeitalter ist es nicht mehr so einfach, die Menschen dumm zu halten, weshalb man schon seit Jahren versucht, diesen Zustand wieder herzustellen.
Da dies aber nun mal am schnellsten und radikalsten geht, wenn man die Menschen in Angst versetzt (totale Kontrolle und Zensur), muss die diffuse Angst vor Terror und dem bösen Putin herhalten und "kultiviert" werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
maier-pf 18.01.2015, 17:17
116. Was ist daran verwerflich?

Die Pediga-Teilnehmer fordern im Kern nur eine geregelte Einwanderung, die Anwendung der bestehenden Asylgesetze und keine weitere Islamisierung Deutschlands.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nomade 18.01.2015, 17:18
117. So ist es nicht.

Pegida hat neunzehn Punkte aufgezählt. Die kann man auf Wikipedia nachlesen. Pegida verlangt für Asylsuchende bessere Betreuung, aber auch Widerstand gegen frauenfeindliche Ideologien. Warum wollen das SPON, Merkel, Schäuble usw. nicht zur Kenntnis nehmen? Warum werden diese Menschen verleumdet? Sie haben keine Angst, sie wollen bessere Lösungen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
phocs 18.01.2015, 17:23
118. Freiheit! Gefälligst!

Die Deutschen waren bis zum ausgehenden Mittelalter bekannt als ein Volk trinkfreudiger Raufbolde. Und wie man an den diversen Revolutionsversuchen sehen kann, waren sie nicht immer so drauf, dass sie die Lösung aller Probleme von Übermutter Staat erwartet haben.

Dass die Deutschen ein Volk ängstlicher, dressierter Goldhamster geworden sind, die sich im 30kmh-veganen-risikodesinfizierten Staats-Outdoor-Pflegeheim wohler fühlen als in der freien Wildbahn ist eine neuere Entwicklung.

So ein Leben ohne Freiheit und ohne Selbstverantwortung ist eine Weile sicher schön, aber auf die Dauer leider - tödlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
GinaBe 18.01.2015, 17:24
119. Die Gefahr ist erlebte Sinnlosigkeit

Genau.
Dieses Bestätigen der geplanten "Reformen" mit der Abwertung von Facharbeit und anlernbaren Tätigkeiten etablierte eine neue mitte in der Form einer gruppe, die sich selbst als "Macher" erlebt(e), als bessere Bürgerlichkeit gegenüber jener Schicht, die da per se herabqualifiziert und entrechtet werden sollte.

Exakt diese Klasse stimmte damals fürd die NSDAP und zerstörte die Weimarer republik, indem ehemalige Sozialisten und bürgerliche sich mit den Faschisten zusammen getan haben. Die Grenzen wurden verwischt durch Arbeitsmarktprogramme und eine neue Arbeitgeberrolle des Staates durch Autobahnbau und langsame Aufrüstung und schon jubelte man dem neuen Wirtschaftsprogramm zu.

Ähnlich erscheint es heute.
Pegida ist ein stummer, stumpfer Protest gegen den Abbbau des Sozialstaates und der sozialen Sicherungssysteme in Richtung Privatisierung, die sich lange nicht jeder durch den breiten Niedriglohnmarkt leisten Kann.

Religiöser Fundamentalismus scheint für einen kleinen Teil der zugezogene, muslimische Minderheit in christlichen Ländern die Alternative zu Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit für Lebens- und Entwicklungschancen zu sein mit dem Preis der Selbstopferung als Rache für ein sinnlos erscheinendes Leben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 12 von 18