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Philosophenduell Zizek vs. Peterson: Mit dem Taschenmesser ins Artilleriegefecht
Ulrich Baumgarten/ Getty Images; ZUMA Press/ imago images

Marxist trifft auf rechten Vordenker, 3000 Zuschauer füllen die Ränge. Und dann das: Slavoj Zizek hat im Duell mit Jordan Peterson lächerlich leichtes Spiel. Protokoll einer rhetorischen Meisterleistung.

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ThomPhil 20.04.2019, 11:02
1. Ein Marxist der den Marxisten zum Sieger erklärt

Hätte diese „Analyse“ der Debatte von Toronto nicht einen urkomischen Unterhaltungswert wäre sie den Strom nicht wert der mit dem Gerät verbraucht wurde mit dem sie geschrieben wurde. Ein Marxist und ein Liberaler streiten und der marxistische Spiegelredakteur erklärt den Marxisten zum Sieger.

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erichansen 20.04.2019, 11:05
2. Peterson möchte gerne

ein Nachfolger von Ayn Rand mimen, ist leider ein wenig zu dämlich dazu. Für ein paar noch dämlichere reicht es aber aus, ihn in die Bestsellerlisten zu hypen.

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vegefranz 20.04.2019, 11:18
3. Peterson hat ihn zerlegt

niemand versteht, warum das hier (Achtung: Spiegel gehört nach eigener Darstellung zu den sog. "Qualitätsmedien...) anders dargestellt wird.

Es ist traurig, wenn der Hass auf jeden mit einer politisch unerwünschten Meinung so ausufert.

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pansatyr 20.04.2019, 11:34
4. wenn Zizek

jetzt bitte auch noch den rechten "Vordenker" Kubitschek auseinandernehmen könnte...

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roithamer 20.04.2019, 11:35
5. Bin ratlos

Ich hätte ja jetzt zu gerne gewusst, warum ich jetzt Zizek-Fan sein soll. Peterson-Fan war ich nie. Von Zizek höre ich zum ersten Mal.

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moritz27 20.04.2019, 11:35
6. Ja und?

Wird Kananda jetzt politisch umgekrempelt werden? The winner takes it all - normalerweise wenigstens. Oder war es doch eher ein Schattenboxen von zwei Teilnehmern, die in ihrer eigenen Blase leben?

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ancoats 20.04.2019, 11:35
7.

Zitat von ThomPhil
Hätte diese „Analyse“ der Debatte von Toronto nicht einen urkomischen Unterhaltungswert wäre sie den Strom nicht wert der mit dem Gerät verbraucht wurde mit dem sie geschrieben wurde. Ein Marxist und ein Liberaler streiten und der marxistische Spiegelredakteur erklärt den Marxisten zum Sieger.
Äh, nö... Der Autor (ob 'Marxist' oder nicht) berichtet zutreffend über den Ausgang eines Rededuells zwischen einem fachlich ausgewiesenen, analytisch klugen Geisteswissenschaftler und einem buzzword-orientierten Selbstdarsteller, von Beruf Psychologe. Nichts gegen diesen Berufsstand (oder Petersons mögliche Kompetenz in diesem Feld), aber das ist ungefähr so, als würde ich mir auf Basis eines 3-jährigen Physikschulunterrichts anmaßen, mit den kürzlichen Entdeckern des Schwarzen Lochs eine wissenschaftliche Debatte zu führen. Wir brauchen viel mehr solche intelligent geführten, inhaltlich substanziellen, öffentlichen Rededuelle, um diese ganzen Typen als das zu entlarven, was sie sind: (leider) publikumwirksame Schwätzer ohne jede Ahnung vom Gegenstand, über den sie faseln.

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ulisses 20.04.2019, 11:42
8. Viel Lärm um Nichts.

So. Worum ging es denn nun in der Debatte? Marxismus und so. Was sind denn nun, laut sehr gut besuchtem Event, die zentralen Thesen Petersons gegen den Marxismus im Speziellen und Totalitarismus im Allgemeinen. Ja, sie haben richtig gelesen. Peterson ist gegen Totalitarismus und hatte sich vor seiner teils peinlichen YouTube Karriere intensiv mit der Psychologie des Nationalsozialismus auseinandergesetzt.
Was hält den intelligenten Zizek denn dann immer noch im Lager der Marxisten?
Müsste er es denn nicht besser wissen?
Und ganz wichtig wäre eine Antwort auf folgende Frage gewesen: was genau haben diese beiden Widersacher denn gegen die „linke“ Identitätspolitik und gegen das Prinzip der Politischen Korrekheit?
Na gut, Herr Frank, wenigstens haben Sie uns Leser darüber informiert, dass beide Gegner dieses Prinzips sind. Ansonsten muss ich leider sagen, dass der Artikel sehr voreingenommen ist, so wie schon der vor Monaten erschienene Artikel über den „Rechten“ ;-) Peterson. Wenn Der Spiegel den Vertauensverlust durch die Relotius-Affäre kompensieren will, dann sollte die Information im Mittelpunkt stehen und das unsägliche „framing“ möglichst gänzlich wegfallen. Bzw.: Überlassen Sie das ihrer Sektion für junge Leser „Bento“.

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muellerthomas 20.04.2019, 11:42
9.

Zitat von vegefranz
Peterson hat ihn zerlegt Es ist traurig, wenn der Hass auf jeden mit einer politisch unerwünschten Meinung so ausufert.
Wie kommen Sie zu dieser Einschätzung?

Und wo - außer Ausgehens von Petersen - sehen Sie Hass?

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