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Philosophenduell Zizek vs. Peterson: Mit dem Taschenmesser ins Artilleriegefecht
Ulrich Baumgarten/ Getty Images; ZUMA Press/ imago images

Marxist trifft auf rechten Vordenker, 3000 Zuschauer füllen die Ränge. Und dann das: Slavoj Zizek hat im Duell mit Jordan Peterson lächerlich leichtes Spiel. Protokoll einer rhetorischen Meisterleistung.

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Dr. L. 22.04.2019, 15:36
180. Einseitiger Verris

Dieser einseitige Verris ist traurig. Arno Frank schreibt: "Wäre "Zizek vs. Peterson" ein Boxkampf, müsste er wegen mangelnder Fairness abgesagt werden". Von Fairness hat Arno Frank jedoch vermutlich keine Ahnung. Fairness bedeutet nicht nur im Sport anständig und ehrlich zu sein. Zizek und Peterson lieferten eine beiderseitig fair durchgezogene Veranstaltung. Hierüber sollte ausgewogen berichtet werden. Sonst macht das doch gar keinen Sinn.

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therealbernd 22.04.2019, 15:44
181. Lol

Wem werde ich wohl mehr Kompetenz und weniger Voreingenommenheit unterstellen?
Der Zahnarzt-BILD oder einem wirklichen Qualitätsmedium wie z.B. der NZZ
https://www.nzz.ch/feuilleton/iek-ich-wollte-sie-irritierslavoj-iek-und-jordan-peterson-haben-sich-in-toronto-duellierten-peterson-das-haben-sie-geschafft-ld.1476563?fbclid=IwAR0EGmkuinPkHzS0Z7atasfhwNkcFt z3oWKKQJaCHGvec-J9aoFHt7ayMhM

Wer den Spiegel noch ernst nimmt, hat doch eh die Kontrolle über sein Leben verloren. ;)

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mantuga_ozaria 22.04.2019, 16:22
182. völlig einseitige Sichtweise des Autors

Habe mir gerade 2½ Stunden lang die Debatte angesehen weil ich Dr. Peterson für einen äußerst redegewandten Intellektuellen halte und es meiner Meinung nach bereits bewiesen ist, dass eine freie Marktwirtschaft das bei weitem erfolgreichere Wirtschaftssystem ist gegen das man heutzutage garnicht mehr schlüssig argumentieren kann. Dieser Artikel ist lediglich die Interpretation einer Schlussfolgerung, die den Verlauf der geführten Debatte nicht im geringsten wiederspiegelt und den Leser für dumm verkauft.

Aber das verwundert auch nicht bei einem Blatt welches die Lügengeschichten von Claas Relotius veröffentlichte ohne diese auf Authentizität zu prüfen.

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grilleau 22.04.2019, 19:26
183. Marxismus die Nebelkerzen

Der Marxismus wurde von den angloamerikanischen Denkfabriken in die Welt getragen einer ihrer Apologeten Karl Marx. Die Bande, die den ganzen Erdball in Brand steckt. Seltsam! Und darüber streiten wir jetzt? Interessant

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Walter Schmitt 22.04.2019, 20:32
184. Ausstehende Fragen zum Artikel

Sehr geehrter Herr Frank,

vielen Dank für den Artikel der Debatte zwischen Prof. Zizek und Prof. Peterson bezogen auf:

https://www.youtube.com/watch?v=78BFFq_8XvM

An einem ruhigen, sonnigen Nachmittag mit einer Pfeife in der Rechten und einem Whisky-Cola in der Linken (keine Angst, es war ein Blend und kein Single Malt Herr Lüning!) habe ich mir die Debatte au dem Balkon über Kopfhörer angehört. Auf Ihren Artikel bin ich über die Startseite meines Browsers gekommen und war sofort interessiert! Bezüglich des Artikels blieben meinerseits einige Fragen offen und ich möchte auch weitere Kommentatoren herzlich dazu einladen Ideen auszutauschen.

Zunächst handelt es sich hier um eine Debatte zweier sehr renommierter Pofessoren, die ihrerseits einen, aus meiner Sicht, erheblich konstruktiven Teil zu aktuellen politischen und psychologischen Themen in einer sehr verständlichen und alltagsrelevanten Weise beigetragen haben. Die Bühne hatte das Ausmaß zweier intellektueller Meister, vergleichbar mit einem fiktiven Schachspiel zwischen einem jungen Gracie und Ortega.

Zu folgenden Absätzen stelle ich mir noch Fragen:

Peterson geht mit der Idee hausieren, die LGBT- und die #MeToo-Bewegung sei eine marxistische Methode, die Fundamente der westlichen Kultur anzugreifen. Zizek konterte öffentlich, der kanadische Kollege sei da wohl einer Verschwörungstheorie der Alt-Right-Bewegung auf den Leim gegangen - als deren Stichwortgeber er gilt.

Frage 1: Könnten Sie (oder jemand) die Zeitangabe des Zitats Petersons verlinken, in der dies in dieser Debatte gesagt wird? Ich habe lediglich bei Prof. Zizek aktiv herausgehört, als er in 39:20 betont, dass, frei übersetzt: "Wenn eine der führenden Persönlichkeiten gefragt werden würde, ob ich sie ertrete, würden diese sich im Grab umdrehen, auch wenn sie noch am Leben wären". Außer von Prof. Petersons Aussagen aus früheren Vorlesungen und Interviews, die um die Ablehnung von "compelled speach" handeln, konnte ich das Eingehen darauf hier (noch) nicht feststellen.

Im Absatz:

Zizek wundert sich über Petersons "dummen Optimismus", der sei doch eigentlich Sache der Marxisten. Dann will er gerne wissen, wer genau diese Marxisten sind, die Peterson hinter den Umtrieben neulinker Identitätspolitiker und LGBTQ-Aktivisten vermutet. Nichts. Peterson dreht an seinem Ehering.

Frage2: In welcher Hinsicht zeichnet sich Peterson mit "dummen Optimismus" aus (Zeitangabe)? Die Frage von Prof. Zizek beginn ca. in 1:47:15 und die Antwort Prof. Petersons kommt die Antwort ab ca. in 1:49:45. Er nennt konkret die "Heterodox Academy" und inwiefern sich ca. 25% der "social sciences" als marxistisch nach außen definieren. Habe ich hierbei etwas übersehen? Bitte um ggf. Berichtigung.


Ich belasse es zunächst bei den beiden Punkten und hoffe auf eine konstruktive Rückmeldung. Schlussendlich hat mir die Debatte sehr gut gefallen und war mit viel Humor bespickt. Gleichzeiteig drängte sie nach dem Ziel bestrebt synergetisch Ideen zu erarbeiten, die die Summe der Einzelpositionen um einiges übertrifft. Empfehlung meinerseits!

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guido.depenbrock 22.04.2019, 22:02
185. bemitleidenswert!

Es ist traurig zu sehen, wie ein Autor unter dem Deckmantel einer objektiven Berichterstattung ein Pamphlet abliefert, dass vor Voreingenommenheit nur so trieft. Alleine die Bezeichnung der Beteiligten, die gewählte Diktion und Verzerrungen lässt auf die Gesinnung des Autoren (welche er gerne vertreten kann und zu seiner persönlichen Freiheit gehört) schließen. Nur im gleichen Atemzug ein "slandering" eines politischen Gegners zu betreiben ist armselig und dürfte im journalistischen Alltag keine Plattform finden. Oder zumindest sollte der Autor den Mut haben hinter dem Teaser in Großbuchstaben zu schreiben: "Meinung des Autoren, die mit der Realität nicht notwendig im Einklang steht". Das wäre wenigstens fair. Peterson als brabbelden, hilflosen Aufschneider darzustellen, der einem Marxisten nicht das Wasser reichen kann und einen Vertreter des Marxismus als Helden zu stilisieren, liebe Kommentarleser, verdeutlicht bereits, dass Sinn dieses Artikels nicht der (objektive) Bericht über ein Event ist, sondern das Vorantreiben der eigenen Ideologie unter Verleumdung des politischen Gegners. "kategoriale Verirrung" durch Peterson? Von wegen! Ich habe selten jemanden gesehen, der so bedacht über seine Argumentationsebene nachdenkt, wie dieser kanadische Intellektuelle. Echte Klasse sieht anders aus. Und nebenbei: der Westen und Kapitalismus hat mehr Menschenleben gerettet und die Menschheit vorangebracht, als Enteignung, Sozialismus und Marxismus und es kann sicherlich besser nach westlichem Modell weitergehen, als nach allem mit dem der Autor liebäugelt. Schön eine Falschaussage Zizeks als triumphalen Siegesstoß über Peterson zu stilisieren.... Wie Eingangs erwähnt: bemitleidenswert!

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michael_golinski 22.04.2019, 23:11
186. Weglassen ist ja auch ne Option...

"In der rechten Ecke Jordan Peterson, 54, der ein Buch über die neurologische Konstruktion von Sinn und einen Lebensratgeber geschrieben hat. Im Vorfeld wurde dieser Witz von einer Diskussion als "Debatte des Jahrhunderts" annonciert."

Jo, dass Peterson zufällig Harvard Prof. war und noch in Toronta ist, tut ja nichts zur Sache... Das würde sein Ansehen nur unnötig steigern - und das will man ja mit diesem Beitrag nicht. Spiegel, ich bin hier raus.

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Strinauftisch 23.04.2019, 08:23
187. Ich scheine blind zu sein

Für mich ist der Artikel reine Lobhudelei ohne Inhalt. Wie hat er ihn denn nun "zerlegt"? Ich hatte gehofft ein wenig über die jeweiligen Argumente zu lesen, jetzt weiß ich nur, dass der eine den anbeten einen idioten genannt hat.

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