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Philosophenduell Zizek vs. Peterson: Mit dem Taschenmesser ins Artilleriegefecht
Ulrich Baumgarten/ Getty Images; ZUMA Press/ imago images

Marxist trifft auf rechten Vordenker, 3000 Zuschauer füllen die Ränge. Und dann das: Slavoj Zizek hat im Duell mit Jordan Peterson lächerlich leichtes Spiel. Protokoll einer rhetorischen Meisterleistung.

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spon_7302413 20.04.2019, 12:44
30. Schwieriger Anspruch...

... wenn sich ein "Reporter", auf der Weg der Berichterstattung, verirrt, und mit insiderrethorischer Attitüde seine Bewertungen im Grunde ausschließlich an andere Insider adressiert, und daher so gut wie nichts über die tatsächlichen Inhalte und Kernpunkte aufbereitet -sie ja voraussetzt - , um auch Andere - weniger in der Materie verwurzelte - interessieren zu können.... Wer kennt das nicht von den begleitenden Kommentaren und Nachbesprechungen der Schachgroßmeister, über Partien bei Schachgroßmeisterschaften insidersprechenden, die nur Schachspieler mit angemessener eigener Expertise nachvollziehen können, um daran interessiert und danach angemessen informiert zu sein?

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ancoats 20.04.2019, 12:49
31.

Zitat von redneck
Ich schaetz mal das der Journo Peterson gar nicht verorten kann. P. hat nichts mit alt right zu tun. Z. ist ein Psychoanalyst und professioneller Schwaetzschreiber. PA disqualifiziert in bereits. Sein Metier sind Kochbuecher. P geht gegen die faschistische Linke an. Die Debatte war keine. Z ist provinziell und randstaendig. P. in der Naehe der boesartiger Dumm Narzistin Rand zu verorten ist falsch. Doofer Artikel.
"Schwaetzschreiber" finde ich ein super Wort - und es ist in der Tat angemessen. Ansonsten mag es ja sein, dass Herr Peterson nicht zu alt-right oder sonstigen geistigen Flachpfeifen gehört, aber er spielt ihnen nun mal sauber in dei Hände mit seinen Argumentationen, und er scheint darin auch nichts Unschönes zu finden. Dann aber muss er sich auch nicht wundern, damit assoziiert zu werden: wer mit Hunden schläft, wacht eben mit Flöhen auf.
Ach ja: Herrn Zizek als "provinziell und randständig" zu bezeichnen, zeigt eigentlich nur, dass man ihn und seine Arbeit nicht kennt. Also selbst ggf. provinziell und randständig ist.

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ackermart 20.04.2019, 12:50
32. Wenn auch marxistisch gewiss überfordert ...

, habe ich dennoch wohl so schlagartig und sofortig wie auch der Autor begriffen, was da nun das zu würdigende Argument des Siegers war: Eben das, dass - zusammengefasst - sein Konterpart ein Idiot sei, der diesen ja nur rhetorischen Totschlag mit einem Argumente, und darin bestünde ja eben dessen Würdiges, sicher überleben würde. Doch machen wir uns nur nichts vor, denn dass ist nur noch auf offener Bühne und vor so vielen Zeugen garantiert. Dass es dazu kam, hängt mit dem Niedergang der Diskussionskultur zusammen, es nicht dabei zu belassen jemandes anderer als eigene Meinung für nur womöglich falsch zu befinden, als denn die eines im Kopfe falsch Verdrahteten. Was für eine schöne neue Welt im Bilde deren Zweiteilung in Linke und Idioten, zu denen also auch nicht marxistische Kapitalisten zählen - was gemeinhin bislang noch immer alle waren.

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Andraax 20.04.2019, 12:50
33.

Peterson kann sich zwar gewählt ausdrücken, ist aber überhaupt nicht zu selbstreflektivem Denken fähig. Denn was er Anderen vorwirft (Redefreiheit ein zu schränken) ist genau sein Ziel - nur eben nach seiner Facon.

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Dale 20.04.2019, 12:53
34. Krähen unter sich

Zitat von ThomPhil
Hätte diese „Analyse“ der Debatte von Toronto nicht einen urkomischen Unterhaltungswert wäre sie den Strom nicht wert der mit dem Gerät verbraucht wurde mit dem sie geschrieben wurde. Ein Marxist und ein Liberaler streiten und der marxistische Spiegelredakteur erklärt den Marxisten zum Sieger.
Ich danke Ihnen. Exakt DAS war mein erster Gedanke. Wie immer ist Spon nicht ernst zu nehmen. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

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spon_7302413 20.04.2019, 12:53
35.

Zitat von 1a-superfair
... als angeblich dieser Rechte Peterson. Keine Ahnung was in Toronto gelaufen ist nach diesem Schülerartikel. Wenigstens die Witze hätte man ja mal bringen können.. unglaublich, das jemand damit Geld verdient ...
Bei der "Arbeit" scheint es sich ja auch eher eine schnelle Pflichtnummer, mit dem Anschein tieferer Erkenntnis, die weiter auszuführen sich nicht lohnt, zu handeln, als um eine ernst gemeinte inhaltliche Auseinandersetzung. Haben wir nicht alle mal versucht, Tätigkeit und Kenntnisse zu simulieren? Oh leeres Blatt, inspiriere mich, die Deadline naht und ich habe noch nichts .... ;-)

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heikenpeiken 20.04.2019, 12:54
36. Jugoslawische Mangelwirtschaft?

So ein Nonsens. Ich kenne das Land noch von vor den 90ern. An Mangelwirtschaft war nichts zu erkennen. War sicher nicht alles gut aber um Welten besser als der Warschauer Pakt. Die Supermärkte waren jedenfalls voll und die Menschen konnten sich die Dinge auch leisten.

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kingcole 20.04.2019, 13:11
37.

Zitat von ancoats
Was bitte ist 'Gesinnungsjournalismus' daran, wenn berichtet wird, dass in einem öffentlichen Rededuell einer der beiden Kontrahenten seinem Gegenüber mangels intellektueller Tiefe nicht so recht gewachsen war? Durch eigene Recherche im übrigen einfach nachprüfbar? Herr Peterson, was immer man auch von ihm halten mag, KANN einem ausgewiesenem wissenschaftlichen Experten auf dessen ureigenstem Feld nichts Substanzielles entgegensetzen - es überhaupt dergestalt öffentlich zu versuchen, spricht nicht gerade für - sagen wir mal - intellektuelle Bescheidenheit. Oder Redlichkeit.
Ich habe den Eindruck, dass sie hier den Gesinnungsjournalismus nicht sehen können, weil es ihrer eigenen Gesinnung entspricht, sozusagen ein blinder Fleck.

Ein Artikel der nur über das "Gewinnen" einer Debatte sich auslässt, statt sich mit den rein inhaltlichen konkreten Wert einer solchen Diskussion zu beschäftigen ist für mich Gesinnungsjournalismus, insbesondere wenn es zur Frage aufgebauscht wird "Pro / contra Marxismus" und das noch an Personen festmacht.

Ich wünsche Ihnen die Möglichkeit eines Perpsektivenwechsels auf die Debatte. Ich konnte zumindest aus beiden Gesprächsteilnehmer etliches herausziehen und war vielmehr über die gemeinsam verbindenden und ergänzenden Elementen interessiert - und hatte im übrigen auch den Eindruck, dass dies Peterson und Zizek auch so bei allen Differenzen gehandhabt haben. Ich kann auch nicht einen Philosophen und einen Psychotherapeuten gegeneinander werten, gerade die Unterschiede machten da den Wert. Wenn Sie dabei ernsthaft Petersons Intellekt abqualifizieren befinden sie sich ja mit dem Autor in bester Gesellschaft. Beeindrucken tut mich das nicht wirklich, eher gegenteilig. Und ich bin jetzt sicher kein Peterson Fan.

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prof.unrat 20.04.2019, 13:14
38. Dieser Beitrag

Dieser Beitrag bestätigt meinen Eindruck, dass rechte Ideologien von Dummheit, Ignoranz, Ängstlichkeit, Borniertheit und eingeschränktem geistigen Horizont geprägt sind. Mit wirklicher Intelligenz hat das nichts zu tun. Und wie soll man sich mit Dummheit auf Augenhöhe auseinandersetzen? Das geht nicht.

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InternetResearchAgency 20.04.2019, 13:15
39. "Von Zizek höre ich zum ersten Mal."

Die freie rechte Alternativblase in einem Satz zusammengefasst.

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