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Philosophenduell Zizek vs. Peterson: Mit dem Taschenmesser ins Artilleriegefecht
Ulrich Baumgarten/ Getty Images; ZUMA Press/ imago images

Marxist trifft auf rechten Vordenker, 3000 Zuschauer füllen die Ränge. Und dann das: Slavoj Zizek hat im Duell mit Jordan Peterson lächerlich leichtes Spiel. Protokoll einer rhetorischen Meisterleistung.

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spmc-12355639674612 20.04.2019, 13:59
50. Haben Sie

Zitat von kingcole
lässt mich schlichtweg am Wert von Qualitätsmedien verzweifeln.Reinstes Peterson Bashing. Man muss Peterson nicht mögen und schon gar nicht uneingeschränkt nachvollziehen, aber seine intellektuelle Leistung derart abzuqualifizieren sagt mehr über den Arno Frank aus als über Peterson selbst.
das Streitgespräch gesehen? Erzählen Sie uns doch bitte einmal aus Ihrer Sicht, wie es gelaufen ist!

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Tamino 20.04.2019, 14:00
51. Amateurhaft

Falls wer an einem journalistisch professionell gestaltetem Artikel interessiert ist, hier der Link zum weithin angesehenen Toronto Star, wo man einen ganz guten Eindruck über die Veranstaltung bekommt:https://www.google.com/amp/s/www.thestar.com/amp/news/gta/2019/04/19/jordan-peterson-slavoj-zizek-each-draw-fans-at-sold-out-debate.html

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bordstein 20.04.2019, 14:00
52. Wahrnehmung

Zitat von vegefranz
niemand versteht, warum das hier (Achtung: Spiegel gehört nach eigener Darstellung zu den sog. "Qualitätsmedien...) anders dargestellt wird. Es ist traurig, wenn der Hass auf jeden mit einer politisch unerwünschten Meinung so ausufert.
NIemand versteht, dass Sie es so darstellen. Es ist traurig, dass die Peterson-Sektierer (seine Patienten?) immer so traurig sind und das Unverständnis der Unverblendeten für Hass halten. Aber das Schneeflöckchen in der Opferrolle gibt sich halt gern martialisch (zerlegt! Hass! ausufert!).

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superjournalismus 20.04.2019, 14:04
53. Arne Frank - "Journalist"

Was der Autor hier abliefert zeigt was für ein Mensch er ist und wie er denkt. Für Arne Frank geht es in einer Debatte nämlich darum zu gewinnen und nicht darum etwas vom Gegenüber zu lernen. Man weiß ja schließlich alles schon besser und diskutiert nur, um alle die anderer Meinung sind zu besiegen. Was sich hier Journalismus schimpft ist einfach nur reine Meinungsmache ohne Niveau und ohne jeglichen Anspruch auf neutrales Berichten. Hätte er in ein paar Zeichen auf Twitter seine politische Meinung gerotzt, hätte er den Lesern wenigstens die Zeit gespart sich durch diesen peinlichen Artikel zu quälen. Bis ans Ende hatte ich noch Hoffnung, dass ich in diesen Zeilen wenigstens ein Grundmaß an Informationen erhalte von dem was in der Debatte besprochen wurde. Aber nichts. Ich weiß immer noch nicht über was die beiden philosophiert haben, sondern nur wen der Autor für einen Meister hält und wen er für einen "rechten Vordenker" hält.

Einfach nur unprofessionell und hat mit Journalismus überhaupt nichts zu tun.

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cutipay 20.04.2019, 14:07
54. Jeder kann sich sein eigenes

Urteil auf YouTube bilden.

@ ThomPhils in Kalter Krieglawine untergegangen?

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eenberlina 20.04.2019, 14:07
55. Simpel.

Zitat von doc_snyeder
womit Zizek den Debattenstreit für sich entschieden haben soll, ausser dass der seinen Kontrahenten einen Idioten nennt. Das ist so in etwas das Debattierniveau eines Sechsjährigen im Kindergarten. - Allerdings versteht man, dass Autor Frank, was man ohnehin schon von seinen Talkshowkommentaren weiss, die Kombination aus einem Alt- und einem Neobolschewisten ist.
Wenn Sie nicht verstehen, warum Zizek den Debattenstreit für sich entschieden hat, müssen Sie den zugehörigen Artikel (noch?) mal lesen.

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nofreemen 20.04.2019, 14:11
56. nicht überbewerten

Gut gibt es sie diese Intelligenzbestien. Am Ende des Tages sagen aber die Dummen (demokratische Mehrheit) wo, wie und wann es lang geht. u.a. die Greta-Fraktion.

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einEi 20.04.2019, 14:12
57. Alles Boulevard

Schade, dass es nur noch darum zu gehen scheint, jemanden in einer Diskussion zu "ownen", so als würde dieser Abusus des Internet sich auf die reale Welt ausbreiten.

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ancoats 20.04.2019, 14:13
58.

Zitat von kingcole
Ich habe den Eindruck, dass sie hier den Gesinnungsjournalismus nicht sehen können, weil es ihrer eigenen Gesinnung entspricht, sozusagen ein blinder Fleck. Ein Artikel der nur über das "Gewinnen" einer Debatte sich auslässt, statt sich mit den rein inhaltlichen konkreten Wert einer solchen Diskussion zu beschäftigen ist für mich Gesinnungsjournalismus, insbesondere wenn es zur Frage aufgebauscht wird "Pro / contra Marxismus" und das noch an Personen festmacht. Ich wünsche Ihnen die Möglichkeit eines Perpsektivenwechsels auf die Debatte. Ich konnte zumindest aus beiden Gesprächsteilnehmer etliches herausziehen und war vielmehr über die gemeinsam verbindenden und ergänzenden Elementen interessiert - und hatte im übrigen auch den Eindruck, dass dies Peterson und Zizek auch so bei allen Differenzen gehandhabt haben. Ich kann auch nicht einen Philosophen und einen Psychotherapeuten gegeneinander werten, gerade die Unterschiede machten da den Wert. Wenn Sie dabei ernsthaft Petersons Intellekt abqualifizieren befinden sie sich ja mit dem Autor in bester Gesellschaft. Beeindrucken tut mich das nicht wirklich, eher gegenteilig. Und ich bin jetzt sicher kein Peterson Fan.
Herrn Petersons übliche (und allgemein bekannte) Auslassungen insgesamt für - sagen wir mal - vereinfachendes, unreflektiertes und zum Teil auch einfach nur unsinniges Gerede zu halten, ist keine "Gesinnung", sondern lässt sich argumentativ zeigen. Und genau das hat Herr Zizek getan, und über dieses Ereignis hat Herr Frank berichtet. Dass dies sofort reflexartig die Fans von Herrn Peterson auf den Plan ruft - von denen diverse übrigens interessanterweise kaum des Deutschen mächtig sind - und diese zu seiner Verteidigung schreiten, ist zwar vielleicht nobel (Solidarität usw.), aber ein bisschen mehr als "Gesinnungsjournalismus", "linkes Niederschreiben", "Voreingenommenheit" und ähnliche pauschale Vorwürfe sollten dann schon kommen. Ich gebe Ihnen insofern recht, als dass ich auch gerne mehr Details aus dieser Debatte gelesen hätte. Aber ich bin ein mündiger Bürger und habe mir das Ganze gleich selbst angeguckt. Und dann wird einfach mal klar: Herr Peterson kann seinem Gegenüber inhaltlich wie argumentativ nicht das Wasser reichen; er sieht einfach mal ziemlich hohl aus in dieser Debatte. Das kann man sehen, wenn man nicht - Achtung - 'voreingenommen' ist, und zwar positiv in bezug auf Qualität und Stellenwert der gesellschaftlichen Relevanz von Herrn Petersons Beiträgen. Er ist ein Schaumschläger, und seine rhetorischen Tricks lösen sich in Luft auf, wenn er auf einen ernstzunehmenden Gegner trifft. Isso.

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jerrinho 20.04.2019, 14:15
59. Um welche Debatte soll es in diesem Artikel gehen?

Zizek und Peterson haben sich kaum bis gar nicht widersprochen, viele ihrer Argumente ergänzen sich ohne logischen Widerspruch und die Schlussfolgerungen gehen in eine ähnliche Richtung. Zizek verteidigt kein einziges Mal den Marxismus und ich halte es für sehr fragwürdig, ihn überhaupt als Marxisten zu bezeichnen. Auch einen Sieger in dieser Debatte zu küren, halte ich für völlig fehlgeleitet. Zizeks spontaner Ausruf gegen den Applaus war genau an Journalisten wie Herrn Frank gerichtet, die versuchen eine solche Debatte als primitiven Kampf abzustempeln. Die Ironie dieses Artikels ist daher überwältigend, die fehlgeleitete Analyse katastrophal und der inhaltliche Wert nicht vorhanden.

Allerdings kenne ich die Zustände in den Redaktionen (wahrscheinlich durch das Osterwochenende noch einmal potenziert) und durch das Timing dieser Veröffentlichung gehe ich davon aus, dass der Autor selbst maximal durch die Debatte durchgeskippt ist oder einen Praktikanten mit einer Zusammenfassung beauftragt hat.

Der Autor sollte sich meines Erachtens aber fragen, ob das der Anspruch von Journalismus sein kann.

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