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Philosophenduell Zizek vs. Peterson: Mit dem Taschenmesser ins Artilleriegefecht
Ulrich Baumgarten/ Getty Images; ZUMA Press/ imago images

Marxist trifft auf rechten Vordenker, 3000 Zuschauer füllen die Ränge. Und dann das: Slavoj Zizek hat im Duell mit Jordan Peterson lächerlich leichtes Spiel. Protokoll einer rhetorischen Meisterleistung.

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achim j. 20.04.2019, 14:19
60. interessant

Zitat von Dale
Ich danke Ihnen. Exakt DAS war mein erster Gedanke. Wie immer ist Spon nicht ernst zu nehmen. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.
Ich finde es interessant, daß unter JEDEM politischen Artikel Poster erklären, daß man nie, nie, nie Spon nicht rauen könne, Spon nicht ernst nehmen könne u.ä. Was mich wundert ist, warum man nach einer solchen Erkenntnis trotzdem anscheinend jeden Artikel liest und dann auch noch kommentiert. Habt Ihr nichts besseres zu tun? Ich für meinen Teil finde seit dem ersten Hineinschauen die BILD idiotisch, lese sie aber deshalb auch nicht.

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ancoats 20.04.2019, 14:20
61.

Zitat von kingcole
Ich habe den Eindruck, dass sie hier den Gesinnungsjournalismus nicht sehen können, weil es ihrer eigenen Gesinnung entspricht, sozusagen ein blinder Fleck. Ein Artikel der nur über das "Gewinnen" einer Debatte sich auslässt, statt sich mit den rein inhaltlichen konkreten Wert einer solchen Diskussion zu beschäftigen ist für mich Gesinnungsjournalismus, insbesondere wenn es zur Frage aufgebauscht wird "Pro / contra Marxismus" und das noch an Personen festmacht. Ich wünsche Ihnen die Möglichkeit eines Perpsektivenwechsels auf die Debatte. Ich konnte zumindest aus beiden Gesprächsteilnehmer etliches herausziehen und war vielmehr über die gemeinsam verbindenden und ergänzenden Elementen interessiert - und hatte im übrigen auch den Eindruck, dass dies Peterson und Zizek auch so bei allen Differenzen gehandhabt haben. Ich kann auch nicht einen Philosophen und einen Psychotherapeuten gegeneinander werten, gerade die Unterschiede machten da den Wert. Wenn Sie dabei ernsthaft Petersons Intellekt abqualifizieren befinden sie sich ja mit dem Autor in bester Gesellschaft. Beeindrucken tut mich das nicht wirklich, eher gegenteilig. Und ich bin jetzt sicher kein Peterson Fan.
Der Mann ist übrigens kein Psychoanalytiker, sondern hat einen Bachlor of Arts in Psychologie der Universität of Alberta. Ich sag da jetzt mal nicht viel zu, aber besonders beeindruckend ist das nicht, und es qualifiziert auch eher wenig für die Themen und Wissenschaftsbereiche, für die er sich insgesamt so berufen zu fühlen scheint.

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ancoats 20.04.2019, 14:22
62.

Zitat von doc_snyeder
womit Zizek den Debattenstreit für sich entschieden haben soll, ausser dass der seinen Kontrahenten einen Idioten nennt. Das ist so in etwas das Debattierniveau eines Sechsjährigen im Kindergarten. - Allerdings versteht man, dass Autor Frank, was man ohnehin schon von seinen Talkshowkommentaren weiss, die Kombination aus einem Alt- und einem Neobolschewisten ist.
Herr Frank eine "Kombination aus Alt- und Neobolschewist"...? Hahaha. Oder anders gesagt: Sie haben nicht den Hauch einer Ahnung, was diese Begriffe bedeuten.

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smythyp 20.04.2019, 14:25
63. Aisling6565

Echt dämlich diese Analyse, offensichtlich von einem JP Hasser! Mit qualifizierter Berichterstattung hat das nichts zu tun. Bei dieser (zugegeben schwachen) Debatte gab es keinen Sieger - erst recht nicht Zizek. Bei seinen Ausführungen gab es wenig Marxismus - er kritisierte die Linken mehrfach. Er hatte keine Lösungen anzubieten, ewig pessimistisch. Die Debatte war eine Niete - dieser Artikel leider auch!

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freizeitverkaeufer 20.04.2019, 14:25
64. Battleground....

...soviel steht fest: Zwischen Linken und Rechten herrscht Krieg. Keine Spur von Einsicht oder Frieden in Sicht.

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eenberlina 20.04.2019, 14:26
65.

Zitat von pfzt
So ist es. Peterson ist ein rotes Tuch und muss unbedingt erledigt werden, egal wie und egal weswegen, ich kann das Jagdfieber förmlich riechen.
Nein, Hr. Peterson ist kein rotes Tuch. Er ist sogar im Artikel fotografisch dargestellt. Sieht für mich aus wie ein Mensch.

Was er jedoch auch ist, ist jemand, der der Popularität wegen über Dinge spricht, die nicht zu seinem eigentlichen Metier gehören. Das mag dem uninformierten Laien gegenüber funktionieren, jedoch nicht gegenüber einem ausgewiesenen Fachmann.

Dies wurde sehr schön in dieser Debatte offen gelegt.

Schuster, bleib bei deinen Leisten, wie man so schön sagt.

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ancoats 20.04.2019, 14:26
66.

Zitat von superjournalismus
Was der Autor hier abliefert zeigt was für ein Mensch er ist und wie er denkt. Für Arne Frank geht es in einer Debatte nämlich darum zu gewinnen und nicht darum etwas vom Gegenüber zu lernen. Man weiß ja schließlich alles schon besser und diskutiert nur, um alle die anderer Meinung sind zu besiegen. Was sich hier Journalismus schimpft ist einfach nur reine Meinungsmache ohne Niveau und ohne jeglichen Anspruch auf neutrales Berichten. Hätte er in ein paar Zeichen auf Twitter seine politische Meinung gerotzt, hätte er den Lesern wenigstens die Zeit gespart sich durch diesen peinlichen Artikel zu quälen. Bis ans Ende hatte ich noch Hoffnung, dass ich in diesen Zeilen wenigstens ein Grundmaß an Informationen erhalte von dem was in der Debatte besprochen wurde. Aber nichts. Ich weiß immer noch nicht über was die beiden philosophiert haben, sondern nur wen der Autor für einen Meister hält und wen er für einen "rechten Vordenker" hält. Einfach nur unprofessionell und hat mit Journalismus überhaupt nichts zu tun.
Journalisten auf diese Art nur persönlich anzugehen, ohne konkret zu belegen, was genau an diesem Artikel "unprofessionell" ist (außer das er einem nicht gefällt), ist sozusagen der Höhepunkt von Unprofessionalität. Als Nichtjournalist darf man das zwar, sieht aber argumentativ scheiße aus.

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jerrinho 20.04.2019, 14:36
67. Diese Debatte war nicht simpel.

Zitat von eenberlina
Wenn Sie nicht verstehen, warum Zizek den Debattenstreit für sich entschieden hat, müssen Sie den zugehörigen Artikel (noch?) mal lesen.
Dieser Artikel erklärt nicht, warum er den Debattenstreit entschieden haben soll, denn der Artikel enthält fast keine inhaltlichen Informationen. Mit keiner Silbe wird erwähnt, dass Zizek und Peterson zu mindestens 90% übereinstimmen. Mit keiner Silbe wird erwähnt, dass diese Diskussion offensichtlich schlecht geplant war und die beiden Protagonisten in ihren vorbereiteten Statements in völlig verschiedene und dennoch miteinander vereinbare Richtungen diskutiert haben.

Deshalb gebe ich Ihnen den Ratschlag, dass Sie sich (im Gegensatz zu dem hier schreibenden Journalisten) die Debatte anschauen - so wie es @doc_snyeder gemacht hat - und selbst feststellen, dass dieser Kommentar auf mittelmäßigem Twitter-Niveau ist.

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Whatever123 20.04.2019, 14:39
68. Am Haltungsjournalismus wird die Welt genesen!

Was für eine neutrale und sachliche Zusammmenfassung! Es ist kaum möglich zu erraten, auf welcher Seite Herr Fank steht, was immer ein guten Zeichen für die Möglichkeit zur ausgewogenen Meinungsbildung der Leserschaft ist.

Naja, ich schau mir die Debatte trotzdem lieber selbst an. Wer weiß, ob man da doch die eine oder andere Überraschung erleben kann...

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jerrinho 20.04.2019, 14:43
69. Diversivizierung der Informationsquellen

Zitat von achim j.
Ich finde es interessant, daß unter JEDEM politischen Artikel Poster erklären, daß man nie, nie, nie Spon nicht rauen könne, Spon nicht ernst nehmen könne u.ä. Was mich wundert ist, warum man nach einer solchen Erkenntnis trotzdem anscheinend jeden Artikel liest und dann auch noch kommentiert. Habt Ihr nichts besseres zu tun? Ich für meinen Teil finde seit dem ersten Hineinschauen die BILD idiotisch, lese sie aber deshalb auch nicht.
Wer nur das liest, mit dem er selbst übereinstimmt, wird nie die Gegenseite verstehen. Meinungen und Ansichten entstehen niemals von alleine. Sie sind ein Produkt der Erziehung, des Umfelds und in besonderem Maße des Journalismus. Wer sich Massenmedien entzieht, weil sie sich auf katastrophalem Niveau befinden, der entzieht sich auch dem Meinungsbildungsprozess der demokratischen Mehrheit. Das ist ein katastrophaler Fehler.

In der politischen Arbeit ist das Lesen mindestens der BILD-Titelseiten absolut unerlässlich, denn es ist die auflagenstärkste Zeitung dieses Landes. Wer ihre Argumentationslinie nicht kennt, der wird sie auch niemals durchbrechen.

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