Forum: Kultur
Plädoyer: Der Spargelkult muss enden
Roland Weihrauch/ dpa

Es ist das privilegierteste Gemüse Deutschlands, der alte weiße Mann der Kulinarik, Dickpic-Ersatz im Netz - auch Markus Söder hat was dazu zu sagen. Ach ja, die Ernte ist übrigens auch menschenverachtend. Eine Abrechnung.

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Jöel L. 23.04.2019, 16:44
460. verflixt, daneben!

Zitat von rgw_ch
Diese Kolumne ist nicht komplett, bevor nicht auch mit dem Blumenkohl abgerechnet wird. Dem alten weissen korpulenten pickligen Mann des Gemüses.
Eigentlich wollte ich ihren Beitrag wegen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit melden. Ich habe mich nämlich beim Lesen vor Lachen verschluckt und den falschen Knopf angeklickt.

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vera gehlkiel 23.04.2019, 16:45
461.

Zitat von blackhero68
Ein unnützer Kommentar zu einem Thema, welches nun wirklich niemanden interessiert. Spargel essen kann wer immer will und keine Kolumnistin dieser Welt wird das verhindern. Wer Spargelkonsumenten als Parareligiös bezeichnet, sollte mal über die Titulierung der streikenden Greta als Messias oder Prophetin nachdenken - der gleiche Mist. Wer seine Recherchen auf Buzzfeed und ähnlichen vor Seriosität strotzenden Portalen begründet, sollte für die Schülerzeitung der Gesamtschule Unterklickersdorf schreiben statt für (noch!) meinungsbildende Portale. Zudem nervt die Aussage bezüglich des alten weissen Mannes der Kulinarik. Erstens unpassend, zweitens anmaßend gegenüber den ach so verachteten weissen alten Männern (die Dame darf gern dahin auswandern wo es ihr besser gefällt) Über stets und ständig fallende Auflagenzahlen braucht sich niemand wundern. Für diesen Quatsch würde ich keinen Cent ausgeben. Vielleicht sollte sich die Spiegel Redaktionsleitung mal fragen, an was der Konsumentschwund liegt. Vielleicht kommt ja jemand drauf, bevor die Traditionsmarke endgültig in den Orkus geht,
Vielleicht sollten Sie mal wirklich ganz ernsthaft darüber nachdenken, inwieweit und wieso sie alternativ zu ihren eigenen stehende Thesen, die weder ein König noch eine Diktatorin, lediglich eine glossierende Journalistin, und nicht mal eine Agrarministerin, online freistellt, mit autokratischer Verbotskultur und Meinungsmanipultaion gleichsetzen. Sie können von uns aus, sage ich einfach mal im Namen des viel zitierten Volkes, Spargel essen, bis Sie vor lauter Entwässerung Infusionen bekommen müssen. Wieso müssen Sie dennoch in Permanenz von Diktatur reden, wie der Verdurstende von der Oase?! Welche Unerträglichkeit gleichen Sie damit in Wirklichkeit aus?

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Tante_Frieda 23.04.2019, 16:45
462. Unnötig

Zitat von blackhero68
(...)Über stets und ständig fallende Auflagenzahlen braucht sich niemand wundern. Für diesen Quatsch würde ich keinen Cent ausgeben. Vielleicht sollte sich die Spiegel Redaktionsleitung mal fragen, an was der Konsumentschwund liegt. Vielleicht kommt ja jemand drauf, bevor die Traditionsmarke endgültig in den Orkus geht,
Natürlich ist diese Spargel-Kolumne unnötig wie ein Kropf - da haben Sie völlig Recht.Nur:Beim Online-Spiegel zählen nun mal nur Klickzahlen,nicht anders als bei der Online-Bildzeitung.
Je mehr Leserkommentare,umso mehr Umrandung durch Werbeanzeigen passt rein,umso mehr Taler fließen in die Kasse.Selbstkritisch sollten wir (ich schließe mich da ein) zugeben,dass wir über jedes Kolumnen-Stöckchen springen,das man uns hinhält - eher Konservative finden Frau Stokowsi nervig,eher Linke dafür Herrn Fleischhauer.Und der SPIEGEL kassiert bei beiden Anzeigenerlöse...

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pric 23.04.2019, 16:59
463. Leider wenig Substanz

Haben Sie diese Kolumne geschrieben, um sich über sinnbefreite Wüterich-Kommentare im Anschluss zu amüsieren? Wenn ja, wünsche ich viel Spaß bzw. einen starken Magen, um die ganzen unverhältnismäßigen Unappetitlichkeiten des aggressiven Mobs zu ignorieren. Dass das mit den Deutschen und dem Spargel ziemlich albern ist, das ist ja klar. Ich weiß allerdings nicht, ob das taugt, sich besonders zu erregen. Trotzdem: selbst diese fade Kolumne schlägt die beste des Hrn. Fleischhauer inhaltlich wie stilistisch.

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spiegel7 23.04.2019, 17:01
464. War das jetzt eine Satire?

Iegendwie verstehe ich diesen Artikel nicht. Das Thema lädt natürlich zu einer satirischen Betrachtung ein, der Titel lässt dies zumindest erahnen. Der Test selbst ist dann nur eines: Gähnend langweilig. Und natürlich gibt es ein paar Seitenhiebe gegen "alte weiße Männer", die wie üblich völlig aus dem Zusammenhang gerissen sind.

Vielleicht sollte die Autorin diesen Artikel mal in einer Reality-Show im Fernsehen vorlesen, dann wird Frau Rützel einen entsprechenden Kommentar liefern. Und vielleicht bekommen wir dann eine ähnliche Show geliefert wie beim aktuellen Shitstorm Rützel - Amani (wobei meine Sympathien eindeutig auf einer Seite liegen).

Also Frau Rützel, bitte übernehmen sie...

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Garda 23.04.2019, 17:06
465. Das - und nicht der Spargel - ist das eigentliche Problem!

Zitat von UlrikeLange aus Darmstadt
Der Ruf ist nur bei den Alten ruiniert. Die etwas Jüngeren fühlen sich repräsentiert und vorzüglich unterhalten. Der Verlag sichert sich neue Zielgruppen. Er wird nicht mit den Alten dement und sterben. Dank Margareten. Die Alten verbleiben in einer geschlossenen Welt, wo sie behütet werden vor allem, was sie nicht mehr verstehen. Alle anderen reizt und heilt Doc Stoko.
Ich gebe Ihnen absolut recht! Wobei ich die Kommentare der "Jüngeren" hier im Forum vermisse, oder treiben sich hier nur die alten Säcke (wie unsereins) herum?
Also, liebe junge dynamische Darmstädterin, zum Mitschreiben: der Journalismus von heute ist (jedenfalls auf den Online-Portalen) ein Klick-Generator. In den 70er-Jahren (ja, richtig, ich bin nicht mehr der Jüngste), war man am Donnerstag mit dem Spiegel durch, und dann machte man sich an den Stern ran. Heute? Eine Frage von einer halben Stunde.
Ich bin viel und gerne mit jüngeren, wesentlich jüngeren, Leuten zusammen. Und jene übrigens gerne mit mir (war früher nicht so der Fall, dass man mit einer Mumie auf ein Bier los ist). Aber bei aller Wertschätzung, die Oberflächlichkeit, das mangelnde Wissen in Sachen Weltpolitik (oder "Allgemeinbildung", die Sattheit in der Konsum-Welt - es macht mir Sorgen.
Wenn Ihr Clown (Clownin?) M.S. regelmäßig dämliches Zeug von sich gibt, halb so wild - nur wäre so etwas in den anspruchsvollen journalistischen Zeiten möglich gewesen? Never!

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hoppelkaktus 23.04.2019, 17:11
466. Hausaufgaben für Frau Stokowski

Frau Stokowski schreibt eine lange fällige, ätzende Kolumne über das gar erschröckliche Spargelunwesen in Deutschland und was es hierzuland allenthalben an argen Übeln zeitigt. Unterdessen fallen jedoch in China zahllose Säcke Reis um. Wann endlich schreibt sie d a r ü b e r mal einen tiefschürfenden, mutigen, erhellenden Artikel?

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Hörbört 23.04.2019, 17:12
467. Große Frauen und kleine Geister

Zitat von UlrikeLange aus Darmstadt
Der Ruf ist nur bei den Alten ruiniert. Die etwas Jüngeren fühlen sich repräsentiert und vorzüglich unterhalten. Der Verlag sichert sich neue Zielgruppen. Er wird nicht mit den Alten dement und sterben. Dank Margareten. Die Alten verbleiben in einer geschlossenen Welt, wo sie behütet werden vor allem, was sie nicht mehr verstehen. Alle anderen reizt und heilt Doc Stoko.
Womöglich haben Sie recht und die "etwas Jüngeren" fühlen sich von der erschreckenden Banalität dieser Feminimus-Kolumne repräsentiert und vorzüglich unterhalten. Die kennen vielleicht auch nichts anderes, weil das "Alte" schon per se von gestern ist. Dabei gäbe es - gerade für Fans von M. Stokoswki - im Rückblick wesentlich Nahrhafteres zu entdecken, befasste frau sich bspw. nur mal Rosa Luxemburg.

Die kämpfte für alle, nicht bloß für Frauen. Und war dabei doch nicht verbittert oder zynisch, sondern wunderbar lebensbejahend, wie neulich in einem Artikel des SPIEGEL zu lesen. Ich darf zitieren: "Sie ist eine Strafgefangene mit einem empfindlichen Magen und von schwacher Gesundheit; es ist nicht ihre erste Haft, und sie weiß nicht, wie lange sie dauern wird. Was sie aber in diesem Moment am meisten quält: "...dass ich allein soviel Schönheit genießen soll. Ich möchte laut über die Mauer hinausrufen: O, bitte beachten Sie doch diesen herrlichen Tag! Vergessen Sie nicht, wenn Sie noch so beschäftigt sind, wenn Sie auch nuir in dringendem Tagewerk über den Hof eilen, vergessen Sie nicht den Kopf zu heben und einen Blick auf diese riesigen silbernen Wolken zu werfen und auf den stillen blauen Ozean, in dem sie schwimmen. Beachten Sie doch die Luft, die von leidenschaftlichem Atem der letzten Lindenblüten schwer ist, und den Glanz und die Herrlichkeit, die auf diesem Tage liegen, denn dieser Tag kommt nie, nie wieder."

Was für eine starke, tolle und positive Frau. Wie beschämt muss sich die hiesige Autorin fühlen, deren Schriftsätze - zumindest jene, die ich gelesen habe - im Vergleich dazu an Kleingeistigkeit kaum zu unterbieten sind. Aber gut, für die heutige Generation scheint das wohl auszureichen.

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habu 23.04.2019, 17:23
468. Um Frau Stankowski steht es anscheinend noch schlimmer als ich dachte

Zunächst dachte ich, wie überraschend, da wohnt doch auch ein kleiner Schalk in der etwas verkrampften Margarete. Aber beim genaueren Lesen musste ich erkennen, DIE MEINT DAS ERNST. Heilige Mutter Gottes, bitte hilf Deiner verirrten polnischen Schäfin auf den Weg der Klarheit zurück.

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paysdoufs 23.04.2019, 17:36
469.

Das klingt in erster Linie so als leide die Autorin an weitverbreiteten Abartigkeiten in der Kulinarik-Wüste Berlin-Brandenburg... ==> „(...) dass es hier jetzt auch Spargelpizza gibt, (...), es gibt Spargel vom Grill, Spargel aus dem Ofen und aus dem Wok, Spargel an Nudeln, in Risotto, im Salat, Spargel auch einfach mal pur, Spargelreste als Suppe, Spargeleis„

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