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Plädoyer für die Solidargemeinschaft: Wo bleibt der Klassenkampf?
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Wir identifizieren uns nicht mit Arbeitslosen und Alleinerziehenden, sondern mit Fußballern und Stars. Dabei wäre es Zeit, eine Solidargemeinschaft zu bilden. Und zu kämpfen.

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durch blick 20.07.2019, 16:51
1. @Sibylle Berg

Huch, jetzt ist die Überforderung der blökenden Masse komplett gelungen. Das Framing der Individuellen zeigt sich überall. Die lassen sich alle ohne Wiederspruch wegnehmen. Wehren sich die Gelbwesten werden sie auf so manigfaltige Weise marginalisiert, wie nur irgend Möglich. Geld macht schon immer was es will, viel Geld macht erst Recht und dann was es will, koste es was es wolle. Jetzt dürfen Minderperformer sogar ihre Dummheit weltweit im Sozialmedia mit anderen Honks teilen und sich zur intellektuellen Elite zugehörig fühlen. Bekommen ja genug Aufmerksamkeit in den Massenmedien, welchen für Klicks auch noch so kruder Schwachsinn zur Verbreitung lohnt.
Nur eines wird von Massenmedien immer Unterbunden, die waren Neokapitalisten mit ihren Gewinnen aus dem Dunkeln zu zerren, Hilfe, das ist Kommunismus, das geht gar nicht. Die Entsolidarisierung der Gesellschaft ist der Sargnagel für den Untergang einer Zivilisation.
Habe die Ehre
DB

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Horst Scharrn 20.07.2019, 16:56
2.

Der Artikel kommt leider 20 Jahre zu spät.

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komentisto 20.07.2019, 16:57
3. Jawoll, Nichterben aller Länder

vereinigt Euch !... mit den Alleinerziehenden , Asylsuchenden, Frauen und Homosexuellen, und schreitet Seit an Seit gegen die Grundbesitzer, Erben, Plattformeigner, Kirchen, die alten Familien und gegen die ausführenden Organe ( welche ist egal !).
Vorwärts immer, rückwärts nimmer !

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diefans 20.07.2019, 16:57
4. Falsches Jahrhundert?

Klassenkampf war gestern und hat sich selbst zu Grunde gerichtet... Und der "Lebensstandard" - nebenbei - wird von 20 Mio. Nettosteuerzahlern gehalten, die die einzigen sind, die einen wirtschaftlichen Mehrwert erzeugen.

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shaboo 20.07.2019, 17:01
5. Eine Kolumne, die ...

... mir aus der Seele spricht, liebe Frau Berg! Die 80er waren in den westlichen Gesellschaften das große Jahrzehnt des Individualismus, des Hedonismus und des Konsums ohne Reue; spätestens seitdem wird dort überall nur noch nach unten getreten, anstatt sich - mit wem auch immer - für gemeinsame Interessen zu solidarisieren. Leider wird sich das auch nicht durch Appelle wie den Ihren ändern; da braucht's schon Kriege, Seuchen, Naturkatastrophen, krasse Wirtschaftskrisen oder ähnliche Kaliber - irgendetwas halt, bei dem man um das Zusammenrücken und Zusammenhalten einfach nicht herumkommt.

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schwabenteufel 20.07.2019, 17:05
7. Zu unbequem

Die Kolumne könnt' ich sofort unterschreiben. Ich befürchte allerdings, dass Frau Bergs Worte ungehört verhallen. Sich zu engagieren, für eine Sache zu kämpfen ist leider unbequem. Die 50+Generation, die leider viel vergeigt hat, sollte sich ein Beispiel an den Fridays-for-future-Kids nehmen.

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klimaterium 20.07.2019, 17:10
8. Wir?

An der Erosion des "Wir" haben Sie einen kleinen VmBeitrag, Frau Berg. Oder schliessen Sie jetzt die alten weissrn Männer in ihren Aufruf ein? Übrigens findet sich hier eine wahrscheinlich ungewollte Formulierung: "Wir sind die Masse, die sich untereinander bekämpft statt geschlossen das zu tun, was Generationen vor uns getan haben. Klassenkampf. Für dasKlima, in dem wir leben, für dieSteuern, die Milliardäre nicht zahlen, für den Abbau unsererMenschenrechte." Oder beabsichtigen Sie eines Klassenkampf für den Abbau unserer Menschenrechte?

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ruhepuls 20.07.2019, 17:18
9. Solidarisch? Ja mit wem denn?

Machen wir uns nichts vor: Klassen in ursprünglichen Sinne gibt es nicht mehr. Heute legt der - gut verdienende - Facharbeiter sein Erspartes in Aktien(fonds) an oder kauft eine Eigentumswohnung - zur Altervorsorge. Mit wem soll der sich solidarisieren? Mit Leuten, die die Mieten begrenzen wollen? Wohl kaum. Mit Alleinerziehenden? Warum, er oder sie ist nicht allein erziehend.
Solidarität ist eine nützliche Sache - solange man die anderen braucht. Heute wird die Gemeinschaft aber vielfach als Last und nicht mehr als Schutz empfunden. Ich vermute auch, dass Frau Berg mit der real existierenden Gemeinschaft auch eher weniger am Hut hat. Wenn man so ihre Kolumne kennt. Aber es ist immer schön, im stillen Kämmerchen von der besseren Welt zu träumen.

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