Forum: Kultur
Pöbelkultur: Die Feministin, der Mistmucker und der Hass

Wir sind zu einer Welt der Hasser geworden. Wer einfach nur andere zupöbeln will, kann das nüchtern im Netz - so wie es viel zu viele Leute tun. Der Grund für diese fortgesetzte Stillosigkeit: ein Gefühl der Enge.

Seite 1 von 11
erdlingleser 28.09.2013, 12:11
1. Wann?

Jetzt.
Ich mach den Computer aus, geh Gitarre spielen und kümmer mich nicht drum, was andere darüber denken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
micromiller 28.09.2013, 12:12
2. stillos? in deutschland?

das ist parteiuebergreifend die ueberwiegende mehrheit danke silloser fernsehprogramme, stilloser literatur und sitlloser politkaste. es gibt kaum noch vorbilder.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bettyboop2013 28.09.2013, 12:49
3.

Unterschreibe ich sofort. Mit einer kleinen Einschränkung. Wenn Autorinnen und Autoren herumwüten, dürfen Leserinnen und Leser zurückwüten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Heugabel 28.09.2013, 13:05
4.

Zitat von sysop
Wir sind zu einer Welt der Hasser geworden. Wer einfach nur andere zupöbeln will, kann das nüchtern im Netz - so wie es viel zu viele Leute tun. Der Grund für diese fortgesetzte Stillosigkeit: ein Gefühl der Enge. & Nun beschimpft wieder eine Hälfte der Bevölkerung die andere als zurückgebliebene Provinzler, Dummköpfe, Schwachmaten.
Die Gedanken finde ich anmutig präsentiert und nehme wohl die Werbung für mehr Netikette wahr. Allein mir fehlt der Glaube an ...Was eigentlich? Bar jeder nettikette sind jene Foren, in denen vermutlich überwiegend Strfgefangene ihre Zustimmung, Ablehnung, ihre Konformität und ihren Hass teils aus Affekt, teils zur Imagepolitur vortragen. Der Typ des Beta-Bloggers, sozuasagen. Und dann kommt das alpha-Tier: Ein Blogger aus Passion? Aus Weltverbesserei? Aus Quengelei? Die Motive sind Legion, darf man annehmen und das einzige was mich wundert - wirklich und echt - ist, wie relativ wenige von der Möglichkeit Gebrauch machen, hier exklusiv zur Weltgeschichte zu kommentieren. Das es da von Zeit zu Zeit mit xdem Stil etwas hapert sei dahingestellt, das ist in der NYT manchmal auch unterirdisch. Und die kommt ja wahrlich nicht aus der Provinz.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
muskat51 28.09.2013, 13:10
5. Nicht auf andere warten,

selbst Vorbild sein! Ein Anfang wäre, auch digital korrekt zu schreiben: orthografisch und grammatisch korrekt, mit richtigen und richtig gesetzten Satzzeichen und richtiger Groß-/Kleinschreibung. Wer möchte, dass sein Beitrag gelesen und verstanden wird, sollte seinen Lesern keine zusätzlichen Hürden durch Schreibfehler und wirren Satzbau in den Weg legen. Auch gut: Beleidigungen zwar denken, aber dann doch nicht hinschreiben. Sagen, wenn man etwas gut findet (wie z. B. den Beitrag von Frau Berg); das beflügelt. Damit stärkt man die eigene Seite. Mit stillosem Gemecker stärkt man seine Gegner.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wiealle 28.09.2013, 13:21
6. Stilett

Ich sehe die Ursache der oft stillos geäußerten Aggression nicht so sehr in der Enge als vielmehr in der tatsächlichen Bedeutungslosigkeit des Einzelnen in der globalisierten Welt. Ist auch hart. Vorzugslösunhen wie extrovertiertes Pöbeln oder introvertiertes biedermeierndes Stilimitat sind nachvollziehbar. Trotzdem schrecklich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
atech 28.09.2013, 13:25
7. ohnmächtig

Zitat von sysop
Wir sind zu einer Welt der Hasser geworden.
Hass ist das falsche Wort. Es ist eher ein Gefühl der Ohnmacht, dass man gegen die vielen Ungerechtigkeiten der Welt nichts tun kann.
Daher dann auch die Schadenfreude als die FDP, die Partei der Besserverdiener, abgestraft wurde.

Tat das gut zu sehen, wie diejenigen, die Menschen mit befristeten Verträgen oder schuldlos arbeitslos gewordene Menschen als Loser verunglimpft haben, als diejenigen, die wohl das falsche studiert haben oder sich nicht weitergebildet hatten, plötzlich auch ohne Arbeit dastanden. Weil die Partei, die nur wenige vertrat und die Mehrheit nur verächtlich machte, verloren hatte. Es wird sich schon eine "Anschlußverwertung" finden...

Aber Sie haben Recht, darüber lässt sich auch freundlich spotten, da muss man nicht noch nachtreten. Auch wenn man gefühlt eher zu den Getretenen gehört und daher die Versuchung groß ist, jetzt selbst auch einmal die zu treten, die andere immer nur verhöhnt haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sumerer 28.09.2013, 13:27
8.

Zitat von bettyboop2013
Unterschreibe ich sofort. Mit einer kleinen Einschränkung. Wenn Autorinnen und Autoren herumwüten, dürfen Leserinnen und Leser zurückwüten.
Stilistisch einwandfrei würden zunächst die schwächlichen Leser und Autoren genannt, die die irdischen Gefilde im Schnitt länger aushalten.

Also Schwächlinge sollten Sie - Mitglied des starken Geschlechts - stilistisch nicht weiter diskriminieren. Auch nicht, wenn das weibliche Selbstwertgefühl vor sich hin schrumpelt!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
angeliquekreitmeier 28.09.2013, 13:36
9. Artikel gefällt mir,

ich stimme zu und es hat Spaß gemacht Ihren Artikel zu lesen. Vielleicht könne Sie ihn Frau Burmester zu lesen geben, die versteht auch was vom Rumpöbeln. Schöne Grüße aus Bayern

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 11