Forum: Kultur
Politaktion: Künstler holen Flüchtlingsleichen nach Berlin
DPA/ Opielok Offshore Carriers

Die Aktion wirkt krass und pietätlos, doch es geht um ein ernstes Anliegen: Das Zentrum für politische Schönheit will der Toten gedenken, die auf der Flucht nach Europa ums Leben kamen - mit Bestattungen mitten in Berlin.

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zalog70 15.06.2015, 14:44
10. Pietätslose Selbstdarsteller

Eine Ĺösung haben diese pietätslosen Pseudokünstler natürlich auch nicht. Was hindert sie eigentlich daran, statt dieser blöden Aktion ganz leise für anständige Beendigungen zu sorgen.

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Luxinsilvae 15.06.2015, 14:45
11. Gentrifizierung bei SPON?

... da wird dem einen orientierungslosen Berliner Hipster die Gelegenheit gegeben, andere orientierungslose Berliner Hipster - Zentrum für politische Schönheit - als Art Institution und Autorität zu verkaufen. Und für diese postpubertäre Nabelschau soll dann mit Leichen heruminstrumentalisiert werden, um sich wichtig zu machen: Allein der Gedanke eine dekadente Peinlichkeit!

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Hesekiel 15.06.2015, 14:45
12.

Mit derselben "Logik" und Betroffenheitspropaganda muessten auch representativ Leichen aus Hungergebieten importiert werden, aus Buergerkriegsregionen und den restlichen 80% des Planeten, in welchen Menschen an Dingen sterben, die in Industriestaaten mehrheitlich vermeidbar sind. Wer vor Ort verhungert oder zu Tode misshandelt wird interessiert wieder nicht, weil er nicht plakativ genug gestorben ist?

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Christ 32 15.06.2015, 14:45
13. Witzbolde

warum ausgerechnet Berlin, warum nicht London, Paris, Athen, Brüssel oder gar Madrid ?

Die Knaller tretten nun gerade denen vors Schienenbein die Ihnren Vorstellungen innerhalb der EU noch am nächsten stehen.

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lospollos 15.06.2015, 14:46
14. Ich finde die Aktion beknackt

Diese Typen behaupten, sie seien "keine Aktivisten sondern Künstler"? Aha, Künstler, die mit Leichen "arbeiten"? Ich halte sie für Leichenfledderer und recht widerlich. Für mich gibt es Asylsuchende, die um ihr Leben zu retten, aus einem Land flüchten. Sind die Fluchtgründe gerechtfertigt, muss man ihnen helfen. Anders sieht es bei den Wirtschaftsflüchtlingen aus. Kein Staat, auch die Bundesrepublik, kann sich einen stetigen, illegalen Zulauf dieser Fremden leisten. Nur eine gesteuerte Einwanderung ist machbar.

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retterdernation 15.06.2015, 14:47
15. Es geht um Medienpräsenz ...

dafür erscheint jedes Mittel - auch in der Kunst - die in diesem Fall - mit zombiehaftem Aktionismus verbunden ist - recht. Man stellt sich dann die Frage, geht es der Kunst - um eine Auseinandersetzung mit der Realität oder geht es den Künstlern einfach nur um sich selbst - um Ihre Bekanntheit und Einkommen... der Claim allein - könnte auch wieder nur - als Mittel zum Zweck verstanden werden...

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herrdainersinne 15.06.2015, 14:50
16. Je mehr wir aufnehmen....

desto mehr werden kommen.

Bis schliesslich dieselben Zustände bei uns vorherrschen, wie in den Ausreiseländern der Armutsienanderer. --- Hät das wirklich wer für die Lösung ß oder reicht es schon uns Leichen vor die Füße zu legen und zu sagen: " So! Daran seit IHR Schuld, denn ihr hättet ja alle die nach Deutschland wollen, gleich am Strand abholen und herbringen können!" Das ganze ist der versuch einer emotionalen Erpressung - und er ist billig.

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vwievendetta 15.06.2015, 14:51
17. Was soll das?

Dem Gesamtelend wird auch dieses Projekt nicht gerecht - Symbolik ist angesichts des sehr realen Problems wirkungslos bis effektheischend. Zumal es einer Zynik nicht entbehrt mit 10 dieser armen Seelen das Problem von Tausenden als zu bewältigen darzustellen. Das ist sinn- und in der Tat pietätlos. Es sollte sich um die Lebenden und nicht um die Toten gekümmert werden. Das leistet dieser Aktionsvoyeurismus nicht.

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dasdondel 15.06.2015, 14:53
18. klarspüler's Schuldfrage

Zitat von
Bin ich Schuld daran, dass andere in Armut und Misswirtschaft leben?
Haben Sie ein Auto ? oder heizen Sie mit Öl ? Wenn ja, dann sind Sie Schuld.

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Manollo 15.06.2015, 14:53
19. Gibt's in Afrika keine Regierungen?

merkwürdig, dass ausschließlich europäische Politiker für die Mittelmeer-Toten verantwortlich gemacht werden. Mit keinem Wort hingegen werden die bis ins Mark korrupten und gewissenlosen Kleptokraten der sogenannten afrikanischen Eliten erwähnt, die lieber eine Shoppingtour mehr in Dubai oder New York absolvieren als nur einen müden Cent für Schulbildung oder Gesundheitswesen in ihren Heimatländern zu investieren. Offensichtlich ist der schwarze Mann in den Augen unserer politisch korrekten Aufpasser für seine Handlungen nicht verantwortlich - Rassismus in seiner gutmenschlichen Variante...

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