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Politisches Engagement: Bitte wählen Sie!
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Vielleicht liegt es an der irren Individualisierung, vielleicht war es schon immer so: Bei politischen Fragen fühlen sich viele machtlos - dabei können wir doch mitbestimmen. Zum Beispiel bei der Europawahl.

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Peer Pfeffer 27.04.2019, 16:15
1. Selbstverständlich

wähle ich! 1. ist die EU-Wahl dich gerade in Zeiten der Rechtsnationalen extrem wichtig, 2. werte ich dich nicht die Einen der anderen, die wählen, auf, indem ich nicht wähle!

Aber: wenn ein Handtrockner mal irgendwo zufällig zur Verfügung steht, was mir sehen passiert, benutze ich ihn gerne.

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heinz k 27.04.2019, 16:17
2. Richtig , waehlen denn wer nicht waehlt ...

..wählt das was die Anderen waehlen.
Trotzdem frustrierend , auch der Wahlomat hilft nur bedingt . Einige Parteien muss man vorher ausfiltern , die will mir die Maschine unbedingt unterjubeln.
Jede Partei hat zu unterschiedlichen Themen ganz unterschiedliche Meinungen , da die groeste Schnittmenge zur eigenen Meinung zu finden ist hart.
Aber nur mal alle 4 Jahre zur Wahl gehen , und denken das alles nach meinem Willen läuft ist auch nicht richtig.
Je mehr sich jemand einbringt , ob Mitarbeit in einer Partei oder Übernahme eines politischen Amts ,desto mehr Einfluß soll er haben . Das ist schon OK so !

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telarien 27.04.2019, 16:17
3. Was eine Stimme bedeutet

Ich finde, mit dem Kreuz auf dem Stimmzettel legitimiere ich diese Partei. Ich möchte von ihr regiert werden. Bei der Europawahl kommt noch die zusätzliche Frage hinzu, ob man das aktuelle Europa überhaupt gut findet.
Bei gründlicher Durchsicht der antretenden Parteien finde ich zwei Optionen vernünftig. Entweder sie gehen hin und wählen ungültig. Damit zeigen Sie, dass sie die Wahlmöglichkeit verstanden haben, aber keine Partei gut genug finden. Oder sie wählen DIE PARTEI, da tun Sie mit ihrer Stimme etwas Sinnvolles.

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haarer.15 27.04.2019, 16:39
4. Keine Zuversicht bei der EU-Wahl

Man muss diese Wahl abwarten, ohne vorher in die Glaskugel zu schauen. Ich gebe der Autorin in einem recht: Die konservative Gewichtung bei der Europawahl wird am Status Quo partout nichts ändern - obwohl Europa Aufbruch und Reformbereitschaft mehr denn je benötigt. Welche Parteien könnten am ehesten was bewegen ? Rechtskonservative Kräfte, die nach rückwärts blinken, sicher nicht. Bei dem kleinkariert denkenden heimatsäuselndem Personal wird mir allein schon flau im Magen. Die plustern sich auf, bringen aber nicht einmal im eigenen Land eine Reform hin, allenfalls ne Rolle rückwärts. Bestes Beispiel Manfred Weber und seine C-Konsorten. Die haben dann noch den Anti-EUler Orban mit am Bein. Es geht von dieser Wahl keine Zuversicht aus, weil Posten und Lobby-Vereine wichtiger sind als die Menschen im Mittelpunkt von Politik. Und deshalb Frau Berg, ich wähle - aber mit einem glatten Strich durch den Stimmzettel.

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deufin 27.04.2019, 16:49
5. Scheinwahlen!

Wer glaunt denn bitte immer noch daran, daß wir mit unserer Stimmabgabe tatsächlich was ändern könnten?
Solange wir nicht wählen können, wer zur Wahl steht, ist es völlig egal wem wir unsere Stimme geben, denn der/diejenige hört nicht auf uns, sondern auf diejenigen, die ihn/sie zur Wahl aufgestellt haben.

Deswegen ist unser politisches System auch keine Demokratie sondern parlamentarische Diktatur. Besonders weil wir zwischen den Wahlen rein gar nichts zu sagen haben.

Was wir brauchen ist eine direkte Demokratie, in der wir die Politiker aus unseren eigenen Reihen wählen und nicht von irgendwelchen Parteilisten. Parteien sollte es grundsätzlich gar nicht erst geben, denn das führt zu Parteipolitik, die viel zu einfach zu korrumpieren ist.
Zudem sollten viele Fragen nicht von Politikern, sondern direkt vom Volk abgestimmt werden, wie z.B. die Frage der Homo-Ehe, Abtreibung, Sterbehilfe, etc. Das sind Dinge die direkt von der Gesellschaft bestimmt werden sollten, und nicht in irgendwelchen Hinterzimmern von Politikern oder noch schlimmer vom Verfassungsgericht. Eine Gesellschaft muß selbst bestimmen können, wie sie zusammenleben will.

Und nochwas sollte uns Bürgern möglich sein, nämlich Politiker zu feuern und neu zu wählen, wenn sie nicht das machen, was die Mehrheit der Wähler von Ihnen verlangt.

Ich gehe zwar wählen, weil ich das als eine Bürgerpflicht ansehe und sogar eine Wahlpflicht einführen würde, aber es gibt derzeit keine Partei, die auch nur annähernd meine Vorstellungen vertritt. Von daher wähle ich meißt ungültig oder jemanden wie Herrn Sonneborn.

Ich bin für die Abschaffung der Parteien und direkte Wahlen von Politikern. Jeder Wahlkreis wählt einen Vertreter der ins Parlament geschickt wird und dann dort die Meinung seines Wahlkreises vertritt. Minister gibt es nicht mehr, sondern alles wird im Parlament dirkekt oder in Fachausschüssen mehrheitlich entschieden. Sollte ein Parlamentarier gegen den Willen der Wähler abstimmen können die Wähler eine Neuwahl durchführen und somit einen Vertreter bestimmen, der nach dem Willen der Wähler abstimmt.
Der Präsident sollte auch direkt gewählt werden.

Solange wir an unserem derzeitigen politischen System festhalten sind das alles nur Scheinwahlen.

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Zeitwesen 27.04.2019, 16:54
6.

Diskussionen mit Nichtwählern führen meist ins Nichts, leider.
Auch auf SPON hatte ich schon einige Diskussionen in denen einige selbstbekennende Nichtwähler behaupteten sie stünden dadurch außerhalb der Regeln, weil sie niemanden legitimiert hätten zum Aufstellen dieser.
Kann man so sehen, wobei es auch legitim ist dass man glaubt die Erde sei eine Scheibe.
Ich sehe es eher so: wer nicht wählt hat seine Stimme nicht genutzt und sollte danach eben auch den Mund halten.

Dann gibt es noch diejenigen die meinen es käme bei Millionen Wählern nicht auf ihre eine Stimme an.
Zum einen macht es sicherlich die Masse aus, aber die besteht nunmal wiederum aus Einzelstimmen und immer wieder kommt es bei Wahlen zu einer knappen Stimmenmehrheit bzw. Niederlage.
Jede Stimme zählt.

Andere wiederum sind mit den etablierten Parteien nicht zufrieden und weigern sich deshalb zu wählen.
Einige wählen daher aus Protest eine katastrophale Extremistenpartei die voller Psychopathen steckt.
Muss aber nicht sein, außer man fühlt da eine geistige Nähe, allerdings wäre in diesem Fall eine Therapie sicherlich überlegenswert.
Es gibt meist zwischen 20-40 Parteien von denen man bisher nichts gehört hat, etliche davon eben nicht extrem sondern eher in der politischen Mitte eingeordnet. Da muss man sich eben mal selbst informieren (google hilft) und sich die Partei aussuchen mit der man die meisten Überschneidungen hat.
Vor allem kann man bei eigenem Engagement gerade bei solchen Parteien viel beeinflussen.

Wer dann immer noch nicht wählen geht, dem möchte ich hiermit sagen: Schade dass DU in einer Demokratie lebst, es gibt unzählige Menschen auf der Welt, für die wäre Demokraties ein Traum den sie zu schätzen wüßten.

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kraut&ruebe 27.04.2019, 16:59
7. engstirnig?

Zitat von heinz k
..wählt das was die Anderen waehlen. Trotzdem frustrierend , auch der Wahlomat hilft nur bedingt . Einige Parteien muss man vorher ausfiltern , die will mir die Maschine unbedingt unterjubeln. Jede Partei hat zu unterschiedlichen Themen ganz unterschiedliche Meinungen , da die groeste Schnittmenge zur eigenen Meinung zu finden ist hart. Aber nur mal alle 4 Jahre zur Wahl gehen , und denken das alles nach meinem Willen läuft ist auch nicht richtig. Je mehr sich jemand einbringt , ob Mitarbeit in einer Partei oder Übernahme eines politischen Amts ,desto mehr Einfluß soll er haben . Das ist schon OK so !
Also bei mir wirft der Wahl-o-mat das erwartete Ergebnis aus, fast 90% Übereinstimmung mit meiner präferierten Partei. Sie sollten mal Ihre Einstellungen überprüfen bzw für andere Parteien offener sein. Im Europa-Parlament gibt es auch keine 5%-Hürde, Sie können also auch einer kleinen Partei zu einem Abgeordneten verhelfen.

Ansonsten - es ist besser nicht zu wählen als falsch zu wählen! Das sieht Frau Berg nach Bekanntgabe das Wahlergebnisses vielleicht auch so. Immerhin hat die gestiegene Wahlbeteiligung in D vor allem der AfD genutzt.

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kraut&ruebe 27.04.2019, 17:09
8. Präzisierung

Zitat von kraut&ruebe
Also bei mir wirft der Wahl-o-mat das erwartete Ergebnis aus, fast 90% Übereinstimmung mit meiner präferierten Partei. Sie sollten mal Ihre Einstellungen überprüfen bzw für andere Parteien offener sein. Im Europa-Parlament gibt es auch keine 5%-Hürde, Sie können also auch einer kleinen Partei zu einem Abgeordneten verhelfen. Ansonsten - es ist besser nicht zu wählen als falsch zu wählen! Das sieht Frau Berg nach Bekanntgabe das Wahlergebnisses vielleicht auch so. Immerhin hat die gestiegene Wahlbeteiligung in D vor allem der AfD genutzt.
Sollte heissen "...der Wahl-O-Mat für Bremen...", der für die EU-Wahl ist noch nicht online.

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telarien 27.04.2019, 17:21
9. Zum Nichtwählen

Vorneweg ist es ein Unterschied, ob man gar nicht hingeht oder ungültig wählt. Mit der ungültigen Stimme drückt man etwas aus und dies geht ins Wahlergebnis.
Natürlich gilt das Wahlergebnis für alle Bürger, ganz gleich, wie sie wählen.
Der Wahl-o-Mat setzt auf Wahlprogrammen der Parteien auf, wer glaubt denn an so etwas? Nicht mal die Namen der Parteien stimmen. Finden sie eine SPD sozial, eine CDU gar christlich?
Das kleinste Übel wählen ist nicht der richtige Weg, ich möchte in wesentlichen Punkten überzeugt werden. Mit Taten, nicht bedrucktem Papier. Schauen Sie mal nach BaWü wie grün Grüne an der Regierung sind.

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