Forum: Kultur
Politisches Engagement: Bitte wählen Sie!
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Vielleicht liegt es an der irren Individualisierung, vielleicht war es schon immer so: Bei politischen Fragen fühlen sich viele machtlos - dabei können wir doch mitbestimmen. Zum Beispiel bei der Europawahl.

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ctrader62 28.04.2019, 16:50
120. Die EU-Wahlen sind rein nationale Wahlen - wer soll das verstehen ?

Es ist doch seltsam, dass man nicht die Parteien/Fraktionen im EU-Parlament wählen darf, sondern nur nationale Parteien. Zumal deren nationale Programme und Phrasen auf den Plakaten oft gar nicht mit den Programmen und Entscheidungen der Parteien/Fraktionen im EU-Parlament zu tun haben.
Ich fühle mich da einfach hinter die Fichte geführt. Warum thematisiert das in der Öffentlichkeit niemand ? Wenn ich im EU-Parlament meine Einstellung widergespiegelt bekommen will, dann muss ich schon zur Kenntnis nehmen, dass mit der Wahl der CDU/CSU Herr Orban mit am Ruder sitzt. Auch die SPD hat da spezielle Freunde in Rumänien.
Diese grundsätzliche Unehrlichkeit, politisch korrekter ausgedrückt als unterlassene Information über die Belange unserer Partnerländer in der EU, ist ein weiterer Sprengsatz an der Glaubwürdigkeit der EU im jetzigen Zustand.
Da ist schon zu verstehen, warum viele Menschen gar nicht zur Wahl gehen, weil sie objektiv keine Wahl haben. Jedenfalls nicht auf EU-Ebene. Haben wir nicht schon genug rein nationale Süppchen gekocht ? Traut man dem Wähler wirklich nicht zu, sich über die Gruppierungen im EU-Parlament zu informieren ? Oder hat man panische Angst davor ?
Die guten Seiten der EU werden jedenfalls durch fehlende Debatten über die EU-Fraktionen und die rein nationale (an Nationalismus grenzende) Ausrichtung der Wahl dem Bürger nicht präsentiert. Und wenn der Bürger sich abwendet, sind alle wieder völlig überrascht ?

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caspiat 28.04.2019, 16:52
121. Das ist leider zu optimistisch!

Zitat von thomas.kahne
Leider vertritt diesen Punkt in Deutschland nur die Partei, die in diesem Magazin grundsätzlich gebasht wird.
Sie unterliegen einer "optischen" Täuschung, und das ist kein Angriff gegen Sie!

In Italien haben Leute den Salvini gewählt. Der hat inzwischen das eigene Wählerpotential sogar verdoppelt.
Salvini hat aber keine einzige Idee geliefert, wie er die Welt gerechter und sozialer machen könnte.
Es geht nur darum, sich vor gefährlichen Muslimen zu schützen (was zweifellos Berechtigung hat!).

Es kann nicht geleugnet werden, dass "Partizipation" (Horrorwort für Angela Merkel) als Pfeiler die Möglichkeit schafft, die Last etwas zu mildern.
Sie "formt" aber nicht, solange das System nicht offen für das Formen ist.
Und das ist es nicht, weil es die eigene Umformung ausschliesst.

In der Theorie ist es also gewiss richtig, dass wahre Demokratie erfordert, die Möglichkeit des Faschismus zu erlauben.
In Wahrheit ist es aber so, dass schon immer die Möglichkeit der Ablehnung abgeschaltet war.

Konkret ausgedrückt:
Die meisten wählen AfD, weil es gar keine andere Möglichkeit gibt, die Drecksäcke abzuwatschen!

Man watscht nur ab, wenn man noch schlimmere wählt!

Die richtige Frage ist also, wie kann man es technisch anstellen, dass man durch das Wählen wirklich formt?

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caspiat 28.04.2019, 17:04
122. etwas zu simpel ...

Zitat von Zeitwesen
Wer meint dass Nichtwählen irgendeinen Einfluß auf die Politik hat oder eine Form der Beschwerde wäre, der liegt nunmal falsch: Nicht wählen= nicht beschweren.
Ich spreche Ihnen nicht alles ab, was Sie geschrieben haben, Ihre Schlussfolgerungen folgen jedoch einer Vorgabe.
Anders gesagt: Sie landen wo sie landen, weil sie an einer bestimmten Stelle beginnen!

Ich lande anderswo, und das ist deswegen, weil ich ausserhalb des Systems anfange.
Ich stelle das System selbst in Frage, bzw. analysiere das Etikett das es trägt (Demokratie), was es in Wirklichkeit ist, und wie es dazu kommt, dass die Täuschung funktioniert, und akzeptiert wird!

Ich hoffe, dass ich einen riesigen Sprung machen kann, weil mich die Anführung des Beweises mehrere Dutzend Seiten kosten würde, und das in diesem Forum nicht geht.

Wie hält sich ein System, das betrügt?
Es hält sich indem noch genug viele auf den Betrug reinfallen!

Ihre Schlussfolgerung, dass Nichtwählen keinen EInfluss hätte, ist daher falsch!
Wenn zur noch 20% zur Wahl gingen, hätte das System enorme, ganz enorme Problem, sich zu rechtfertigen, authentisieren und berechtigen!

Wir schaffen also mit unserem Verhalten die Stütze für eine Weltordnung, die sich demokratisch nennt, und eindeutig oligarchisch ist!

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pygmy-twylyte 28.04.2019, 17:05
123. Nicht wählen nützt dem politischen Gegner

Das Europäische Parlament (EU-Parlament) hat 751 Abgeordnete (Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten von Amerika: 435 Abgeordnete) und 7698 Mitarbeiter (Beamte, Bedienstete auf Zeit, Vertragsbedienstete) und wird alle fünf Jahre direkt gewählt. EU-Abgeordnete sind unabhängiger als Abgeordnete in nationalen Parlamenten und können im Unterschied zu diesen einen größeren Einfluss auf die (EU-)Gesetzgebung ausüben. Die derzeit 709 Abgeordneten des Deutschen Bundestages (BT) (598 "reguläre" Mandate plus 111 Überhang- und Ausgleichsmandate), dem größten frei gewählten nationalen Parlament der Welt, das alle vier Jahre neu gewählt wird, beschäftigen rund 4500 Mitarbeiter (neben den vielen Bürokräften zirka 1700 wissenschaftliche Mitarbeiter), die nicht von den Abgeordneten selbst, sondern von der Bundestags-Verwaltung bezahlt werden. (Die Pauschale pro Abgeordneten für Mitarbeiter beträgt derzeit monatlich 22.201 Euro, Stand: 01.04.2019.) - Meine Frage als Wähler und Steuerzahler lautet: Haben wir es nicht mit viel zu vielen EU- und BT-Abgeordneten und viel zu vielen EU- und BT-Mitarbeitern, mit unglaublich aufgeblasenen (Verwaltungs-)Apparaten - sogenannten bürokratischen Monstern - zu tun? Gibt es auch nur eine Partei, die sich stark macht oder jemals stark gemacht hätte gegen die meiner Meinung nach irre aufgeblähten Parlamente und Verwaltungen? Liebe Frau Berg, walten Sie Ihres Amtes, gibt es doch diesbezüglich viel zu tun für kritische Journalisten! - Zum Titel Ihrer Kolumne: Auch wer sich von den etablierten demokratischen Parteien nicht zu hundert Prozent vertreten fühlt, sollte dennoch wählen, schon allein um das Terrain (die Gesetzgebung) nicht dem politischen Gegner zu überlassen.

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theodtiger 28.04.2019, 17:27
124. one man, one vote

Zitat von latrodectus67
One man, one vote. Es können knapp 750'000 Bürger Deutschlands mit doppelter Staatsbürgerschaft zweimal wählen, vgl Zeit-Chefredakteur. Problem bekannt? Ja! Was dagegegen gemacht? Ein Hinweis darauf, dass es verboten ist. Toll, Bürger wird auch nicht geblitzt, wenn Bürger Limits überschreitet? Doch! Freie, geheime und gleiche Wahlen. Wieviel Wert hat eine Stimme in Malta verglichen mit einer in Deutschland? 12 zu 1! Nix gleiche Wahlen für Europa. Wer die Jahrhunderte alten und bekannten Grundlagen von demokratischen Wahlen ignoriert, braucht sich nicht zu wundern, wenn Bürger solche Wahlen auch ignorieren. Btw, das Problem der "Rechte kleiner Länder" wird seit Jahrhunderten durch eine weitere "Kammer" sichergestellt, vgl Senat in den USA.
Zweifache Stimmabgabe ist Wahlbetrug und kann / sollte dementsprechend geahndet werden. Dass dies dem Zeit Herausgeber unterlaufen ist (um es mal freundlich zu kommentieren), wirft in der Tat ein bezeichnendes Licht auf sein Blatt. Was die Stimmen im Europaparlament angeht, wäre hier ein Vergleich mit den USA irreführend. Der wesentliche Unterschied zur EU ist, dass in den USA jeder Staat genau zwei Stimmen im Senat hat, egal wie klein oder groß der Staat ist. In der EU werden die Stimmen im wichtigsten Entscheidungsgremium, dem Ministerrat, mit der jeweiligen Bevölkerung gewichtet. Neben 55% der Mitgliedstaaten braucht man für einen Beschluss (Gesetz) auch 65% der Bevölkerung in den Staaten, die für einen Vorschlag sind. Andersherum reichen 35% der Bevölkerung, um einen Vorschlag abzulehnen. Nun entfallen auf Deutschland alleine 16% der Bevölkerung (nach dem Brexit sogar 18%). Malta dagegen hat nur 0,1% der EU Bevölkerung, spielt also im Ministerrat keine besondere Rolle, sofern 55% der Mitgliedstaaten einen Vorschlag unterstützen. Das Gewicht Deutschlands im Ministerrat ist damit etwa 180 mal so stark wie das Maltas. Das muss auch gesehen werden. Ebenso die doppelte Notwendigkeit, in kleinen Mitgliedstaaten auch der jeweilige Opposition noch einen Sitz zu ermöglichen, sowie Kosten und Effizienzgründe (man käme nämlich leicht auf 7000 Abgeordnete im EU Parlament, wenn Malta der Maßstab wäre). In dem Maße wie das EU Parlament weitere Kompetenzen erhält (also ein engerer Zusammenschluss mit mehr Kompetenzen der EU - was nicht auf der Tagesordnung steht - könnte sich auch die Verteilung der Parlamentssitze auf die Mitgliedstaaten ändern - mit entsprechenden Reformen im Ministerrat, wo der Einfluss Deutschlands dann sinken würde. Das aber wollen die Kritiker des EU Parlaments genau nicht - wäre aber eine logische Konsequenz.

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Gerd Taddicken 28.04.2019, 17:46
125. Das Trocknen dauert etwas länger...

Sehr geehrte Frau Berg!

Ich habe mir gerade eben nach dem Lesen ihres Artikels die Hände gewaschen. Zum Vergleich - wie in vielen öffentlichen Toiletten - mit kaltem Wasser. Auf der Fensterbank lag die sogenannte 'Eieruhr' (digital). Ich stoppte also die Zeit, prüfte zwischendurch immer die Hände, ob sie vom Wasser/von der Nässe noch glänzten und kam auf sagenhafte eine Minute, 45 Sekunden. Woher Sie die 1,1 bzw. 1,2 Sekunden haben ist mir schleierhaft.

Zum Thema Wählen komme ich vielleicht später mal, oder nein, jetzt doch: Ein Ortsverband, bei dem ich als Gast anwesend war, hat sich am Wochenende mit 11 Personen heimlich getroffen. Ohne Veröffentlichung des Datums, der Zeit, des Ortes. Sie/wir haben Bedenken, dass der Gastgeber durch irgendwelche Personen genötigt wird, die Räumlichkeiten der politischen Organisation in Zukunft nicht mehr zur Verfügung zu stellen. Sie können also ziemlich sicher erraten, wen ich, wen wir wählen.

Mit freundlichen Grüßen
Gerd Taddicken

Ihr/e URL = https://www.spiegel.de/…/politisches-engagement-bitte-waehl…

28. April 2019, gg. 17.46 (17:44) h

+++

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demokratie-troll 28.04.2019, 18:42
126. Die Logik des Systems

Ich habe an verschiedenen Wahlen teilgenommen und dann immer genau die Ergebnisse beobachtet. Es ist niemals der Fall aufgetreten, dass meine Stimme den Ausschlag für die Wahl eines Kandidaten gab. Es war vielmehr stets so, dass, wenn ich statt Kandidat A zu wählen nicht gewählt hätte, trotzdem Kandidat A die Wahl gewonnen hätte. Ebenso war es auch andersrum der Fall, wenn ich Kandidat B gewählt hätte, hätte er trotzdem nicht gewonnen.
Das Problem dabei ist, dass sich die Konstellation mein Leben lang nicht verändert hat, die Einzelstimme bringt nie die Entscheidung, egal ob ich wähle oder nicht.
In diesem Sinne wäre es schlau von mir, alle Wähler zu überreden, auf ihre Stimme zu verzichtet, weil, wenn dies gelänge, dann plötzlich meine Einzelstimme doch noch Bedeutung erlangte, wenn sie nämlich die einzige wäre.

Andererseits ist mir schon klar, dass für einen Reichen die bessere Strategie ist, sich einen Abgeordneten zu kaufen, um seine Individualinteressen zu wahren, als wählen zu gehen. Denn so wenig meine Einzelstimme ausrichten kann, so wenig werden in diesem System auch meine Individualinteressen berücksichtigt werden. Das ist nur logisch, und ich bin nun mal nicht Volk, nicht Partei, nicht große Zahl, ich bin ein Individuum und wenn ich reich wäre, wäre ich ein Individuum, das mit seinem Geld was bewirken kann.

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vera gehlkiel 28.04.2019, 20:07
127. @caspiat

Ich komm aus der linksrevolutionaeren Denke, so Antfa-maessig, und stimme Ihnen, namentlich als Frau, ausdrücklich in dem einen Punkt zu, dass eine bessere Welt ohne Dinge wie Ich-Entwicklung unmöglich ist. Mich haben gerade die maximal linkschauvinistischen Pseudo -Berufsrevolutionaere in tätiger Anschauung davon überzeugt, dass das materialistische Primat der Tat vergebliche Liebesmueh sei, ohne Unterfütterung von Sprache. Respektive eines Begreifens dessen, auf welche Art wir durch Aneignung von Sprache als Ableitung vom, aber auch Überwinden des, reinen Handeln/s unser eigenes Bewusstsein ab der Geburt selbst erfinden. Wie Sie es mit Canetti beschreiben. Wenn man allerdings Canetti konsequent zuende denkt, kommt man über Spinoza zu Sartre, der notwendigen Sterblichkeit als Augenblick des Absoluten. Der notwendigen Immanenz Gottes im Menschen selbst, vermittelt durch das menschliche "Verurteilt Sein zur Wahl". Das lässt die Option, dass Nichtwaehlen eine Option sei, schier verschwinden. Wenn Gott als Möglichkeit verworfen wird, sind die Anderen das Absolute, darum geht es. Und eben dieses macht demokratisches Engagement alternativlos. Hebt aber auch alle Hierarchien auf, indem selbige zu unzulässigen Entscheidungshilfen respektive schlechten Ausreden werden. "Alle Revolutionen" werden damit im Endeffekt zu einer permanenten Revolution. Zum natürlichen Äquivalent von Angst und zärtlicher Liebe. Besetzen und durchdringen unsere Körper. Und eine der unendlich vielen Wahlen, die mir meine Eigenart als Mensch bestimmen, ist die Wahl zum Europaparlament. Hier geht es aber darum, ein konkretes Framing so zu variieren, dass am Ende des Schlauches "Globalisierung" eine Öffnung statt einer Sackgasse vermutet werden darf. Im Sinne der Freiheit, zu welcher wir, weil es das Nichts gibt, verurteilt sind. Ohne die und das keine Angst aber auch keine Liebe, vor allem erst gar kein Bewusstsein, existierzen.

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caspiat 28.04.2019, 21:34
128. ... dann also konstruktiv!

Zitat von vera gehlkiel
Hier geht es aber darum, ein konkretes Framing so zu variieren, dass am Ende des Schlauches "Globalisierung" eine Öffnung statt einer Sackgasse vermutet werden darf. Im Sinne der Freiheit, zu welcher wir, weil es das Nichts gibt, verurteilt sind.
Sie haben nicht aggressiv reagiert (verträgt nicht jeder, wenn man den Vorwurf macht, dass etwas übersehen wird!), und sind sogar ganz poetisch geworden.

Ich nutze die Stunde, aber mein Ding ist es, ganz konkret zu bleiben!

Vor langer langer langer Zeit waren die Deutschen dabei, die Demokratie zum Laufen zu bringen!
Als einziges Volk der Erde.

Glauben Sie, dass es Zufall ist, dass Adolf das unterbrochen hat?
Ich bin kein Verschwörungstheoretiker, aber es mutet schon sehr merkwürdig an zu entdecken, dass in Deurtschland 8 Male ganz anders das Parlament geformt wurde, und dann plötzlich einer kommt, der alles auf den Kopf stellt, und ein Regime aufbaut, das genau entgegengesetzt funktioniert!

Was hatten die Weimarer Republikaner entdeckt?
Vermutlich war es damals nur die Deutsche Genauigkeit ...

1976 kam dann ein Amerikaner mit einem Leserbrief, der von Weimar nichts wusste, und jetzt kommt wieder ein Unbekannter, der unbekannt bleiben will, aber auf genau dieselbe Taste drückt:

Was Sie Sackgasse nennen, und konkret in Globalisierung führt, wird durch ein Ding gefördert, das "Doppelte Bindung" heisst.

Das "Ding" kommt dadurch zustande, dass man nicht mehr wie in Weimar wählt.
Man muss aber verstehen, was eine Doppelte Bindung ist, wie sie funktioniert, aus welchen Elementen sie besteht, bzw. möglich wird, und wie man sie vermeiden kann.

Das verstehen müssen ist "pädagogisch":
Man fällt aus einem Täuschungschema heraus, wenn man es versteht!

Hier wird bald das Forum für heute geschlossen, und demnächst werden auch die Kommentare zum Artikel abgeschaltet.

Ich würde aber behaupten, dass selbst Sie, sobald sie den Mechanismus verstehen, keinen Bock mehr darauf haben werden, zum Wählen zu gehen!

Und da Sie sicher Aktivistin waren, sollten Sie eigentlich daran interessiert sein zu wissen, was man alternativ tun kann, um den Machtverzicht zu unterbinden, und Wähler als Motor der Demokratie in Stellung zu bringen.

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robert_schleif 29.04.2019, 10:24
129. Fröhliches Wählen in Europas Big-Brother-Container

...dafür sind die einfach strukturierten Mitmenschen umso leichter zu verstehen, die aller paar Jahre brav zur Wahl traben und sich einbilden, damit etwas für die Demokratie, soziale Gerechtigkeit und das passende Weltklima zu tun: Sie haben im Grunde keinen Bock, sich wirklich zu engagieren oder auch nur grundlegend mit philosophischen und gesellschaftlichen Fragen zu beschäftigen. Sie haben im Gesellschaftskunde-Unterricht gut aufgepasst und schon immer daran geglaubt, was Autoritäten ihnen einreden.
Beispielsweise, dass sich gesellschaftliche Entwicklungen, Herrschaftsformen, der Klimawandel, Evolutionen oder Revolutionen wie bei Big Brother herbei- oder abwählen ließen.

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