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Politisches Engagement: Bitte wählen Sie!
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Vielleicht liegt es an der irren Individualisierung, vielleicht war es schon immer so: Bei politischen Fragen fühlen sich viele machtlos - dabei können wir doch mitbestimmen. Zum Beispiel bei der Europawahl.

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japru 27.04.2019, 22:43
60. Parlament hat nichts zusagen! Komission wird nicht gewählt...

Das Parlament hat doch nichts zu entscheiden sondern die Komission und diese wird nicht gewählt! Klar gehe ich wählen, aber macht euch nichts vor, das hat wenig mit Demokratie zu tun ist am Ende nicht mehr als eine Art Umfrage, die kein politisches Gewicht haben wird... Schade, aber so funktioniert Europa! Deswegen lieber weniger Europa! Danke!

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w.weiter 27.04.2019, 22:48
61. Netter Beitrag Frau Berg. For what?

ich stimme Kommentator "jufo" [Kommentar Nr. 53] zu.
Die Schweiz ist nicht Bestandteil der EU.
Frau Berg hat die schweizerische Staatsangehörigkeit erworben.
Ich werde wählen gehen, allerdings ist es für Frau Berg ohne Belang.
[Frau Berg ihr Kommentar? Zur EU-Wahl? Grübel, grübel.]

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mucschwabe 27.04.2019, 23:03
62. @ nobody_incognito Nr. 41

Wohlstand beruht auf Druck und Stress? Meiner Meinung nach auf Öl und Kohle (billige Ressourcen), Ingenieurskunst, Erfindung der Kapitalmärkte und vor allem die Begrenzung der Haftung für Firmengründer also der GmbH und der AG oder kurz dem Kapitalismus, der Ausbeutung der Arbeitskräfte anderer Länder und dem Mönch Martin Luther als Erfinder des Protestantismus (Arbeite und sei bescheiden). Druck und Stress hat in der Regel die Unterschicht (Paketbringer, Lagerarbeiter, Schweinehälftenverarbeiter, Spargelstecher) und die High Potentials (Workaholics etc.) und natürlich ein freies Land, ein Rechtsstaat, in dem die persönliche Entfaltung möglich ist. Aber es stimmt. Mangel ist Out. Dabei empfand ich meinen realen Mengel während meiner Studienzeit nicht schlimm. Etwas mehr Gelassenheit täte uns allen wohl gut. Die klugen Griechen hatten an ihrem Tempel in Delphi zwei Sprüche eingraviert: Erkenne Dich selbst und Nichts im Übermaß. Die Erhöhung des eigenen Ichs hat Frau Berg ja auch angesprochen. Den Mehrwert in der Genügsamkeit ist schwer zu erkennen unter dem Gebrüll der Werbeindustrie. Die Zukunft kann meiner Meinung aber nur in der Rückbesinnung auf Delphi gelingen. Die junge Generation erkennt das aber auch.

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alfredo24 27.04.2019, 23:25
63. @derHamlet, #58

Zitat von derHamlet
Guten Abend Zeitwesen, Ich wähle nicht, weil ich denke, wenn ich wähle habe ich kein Recht mich zu beschweren. Viele Menschen finden Gefallen daran diesen Sachverhalt umzudrehen. Sie sagen, wenn du nicht wählst hat du kein Recht dich zu beschweren. Doch wo ist da die Logik? Wenn Sie wählen und Sie dadurch unehrliche, inkompetente Leute in eine Position bringen in der sie Murks bauen können, sind Sie verantwortlich für das was sie tun. Sie haben das Problem verursacht, Sie haben sie gewählt. Sie haben kein Recht sich zu beschweren. Ich auf der anderen Seite, habe nicht gewählt, ich bin in keiner Weise verantwortlich für das, was diese Leute machen und kann mich lautstark über den Schlamassel beschweren, den Sie erschaffen haben, mit dem ich wiederum nichts zu tun habe.
Ich sehe es genau so, wie Sie. Und ich habe es schon oft erlebt, dass es wie beschrieben umgedreht wiedergegeben wird. Was kann ich als Wähler dafür, wenn alle Parteien, die zur Wahl stehen, keiner meine Meinung – und dies nicht mal im Ansatz – vertritt. Die vielen falschen Ansatzpunkte und absolut schlechten Lösungsversuche der Politiker, besonders alle etablierten Parteien, können nicht allein durch schlaues Daherreden wettgemacht werden. Mich wundert es sowieso, dass überhaupt noch so viele Menschen wählen gehen. An der Qualität der Politiker kann es nicht liegen. Es ist nur blanke Angst, dass uns die längere Vergangenheit einholen könnte.

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ondrana 27.04.2019, 23:30
64.

Zitat von alfredo24
Ihre Behauptung: "Wenn beispielsweise die Hälfte der Stimmberechtigten nicht wählen geht, dann zählt jede Stimme der Wählenden doppelt." Ich mache dazu einmal eine ganz einfache Annahme: Angenommen, bei einer Wahl gehen nur zwei Wähler wählen. Der eine wählt die CDU und der andere wählt die Grünen. Alle anderen Wähler wählen nicht. Was nützt es CDU/Grünen bei diesem Beispiel, dass die zwei Wähler mit vielfachem Stimmenpotential gewählt haben? Können Sie mir näher erklären, wann Ihre Aussage einen Sinn macht? Haben wir nicht ein Verhältniswahlrecht bzgl. der Parteien?
Bei Ihrem Beispiel hat jeder Wähler 50% Einfluss. Wenn zwanzig Sitze zu besetzen sind, bekommt jede Partei 5 davon. Kommen zwei weitere Wähler hinzu, hat jeder Wähler nur noch 25% Einfluss.

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ondrana 27.04.2019, 23:33
65.

Zitat von From7000islands
Der letzte Satz des Artikels macht mich stutzig: "Die seltsame Europawahl ..... kann alle, die sie ignorieren, mit einer dramatischen Änderung der demokratischen Spielregeln überraschen." Schön, wenn sich Journalisten für die Demokratisierung Deutschlands und der EU einsetzen und nicht nur behaupten, wir sässen im demokratischen Wunderland. Journalisten, die ja eine öffentliche Macht besitzen, sollten zunächst die deutsche Regierung öfter daran erinnern, das deutsche Wahlsystem zu ändern. Das EU Wahlsystem ist noch undemokratischer. Denn ich habe nie Kanzler, Präsidenten und auch die vielen Parteisoldaten unserer Parteien wählen können, die automatisch ins deutsche Parlament rutschen wegen irgendwelcher Quoten. Entsprechend habe ich noch nie den Präsidenten und seine Leute in der EZB wählen dürfen, die angeblich von der EU unabhängig ist - damit muss sie vom Volk gewählt werden, wenn es mit rechten Dingen zugehen sollte. Oder haben Sie schon mal einen der vielen Präsidenten der EU wählen dürfen, besonders einen, dessen Motto so heisst: "Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt."
Durften Sie schon einmal den Bundeskanzler wählen? Nein. durften Sie nicht. Der/die wird durch die Abgeordneten gewählt.
Durften Sie die Innenministerin wählen? Nein. Durften Sie nicht. Sie haben eine Partei gewählt und Personen gewählt. Diese Personen bestimmen dann den Innenminister.
Diese Art der politischen Organisation hat uns fast 70 Jahre lang in Deutschland hervorragend gedient.

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air plane 28.04.2019, 00:07
66.

So, wie die Sache aussieht, wird das Wahlergebnis bei einer hohen Wahlbeteiligung Frau Berg aber eher nicht gefallen; sie sollte eher zur Wahlenhaltung aufrufen ...

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max-mustermann 28.04.2019, 00:11
67.

Zitat von eldoloroso
Tach, Der grosse Vorteil als Nichtwähler: Man ist stets auf der richtigen Seite. Wer auch immer als Wahlsieger hervorgeht, habe ich die je nach politischer Neigung nicht gewählt und kann die folgende Politik bis zum Erbrechen kritisieren -
Falsch, als Nichtwähler haben sie meiner Meinung nach überhaupt kein Recht irgend eine Politik zu kritisieren da sie von ihrem Recht eine andere Politik zu wählen schlicht keinen gebrauch gemacht haben.

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Theophanus 28.04.2019, 00:58
68. Ich werde wählen gehen!

...und nach reiflicher Überlegung werde ich die Partei wählen, die am ehesten meine Interessen vertritt. Und das wird Frau Berg nicht gefallen.

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kurpi 28.04.2019, 01:14
69. Ich wähle

Nicht wählen zu gehen. Nicht zu wählen, ist auch eine Handlung.

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