Forum: Kultur
Politisches Engagement: Perfekt kann man immer noch werden
Jim Urquhart/ REUTERS

Einzelne wie Greta Thunberg verkörpern Bewegungen - doch die Konzentration auf ihre Eigenschaften lenkt von Inhalten ab und hemmt andere in ihrem Engagement. Dabei muss man nicht perfekt sein, um politisch zu handeln.

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ernst_reimitz 09.10.2019, 15:14
100. Besser kann man noch werden.

Ich finde es toll, dass sich die Jugend um Ihre Zukunft kümmert. Schließlich habe diese noch ein langes Leben vor sich. Ich verlange von der Jugend nicht, dass sie perfekt ist. Ich glaube schon, dass viele Jugendliche noch viel lernen werden und auch ihre Verhalten anpassen werden.
Wesentlich trauriger finde ich es, wenn ausgerechnet deutsche grüne Politiker und deutsche Grünwähler einen schlimmeren ökologischer Fußabdruck hinterlassen, als andere Politiker und Wähler andere Parteien. Dies ist auch nicht seit ein paar Monaten bekannt, sondern seit mehr als 10 Jahren und es ändert sich bei den grünen Politikern und Grünwählern doch sehr wenig. Sie gehören heute noch zu den Vielfliegern, haben überdurchschnittliche große Wohnungen, müssen ihre Kinder besonders viel mit dem Auto zu irgend welchen Sonderschulen und Veranstaltungen fahren und fahren besonders oft und weit mit dem Auto zum Einkaufen irgendwo hin, obwohl es in der Nähe auch Einkaufsmöglichkeiten gibt.
Wenn man jahrzehntelang eine "Andere sollen - Politik" verfolgt, dem kann ich wirklich nicht mehr folgen.

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moritz B. 09.10.2019, 15:47
101. Was ist jetzt genau das Thema?

Zwischen den Zeilen konnte man etwas entdecken, was mich ziemlich irritiert hat, nämlich dieses Versändnis der Autorin von Perfektion. Sie argumentiert so, als gäbe eine klar definiertes Verständnis darüber, wie der perfekte Mensch zu sein hat. Gerade ein aalglatter und konturenfreier Mensch ist sicherlich kein "perfekter" Politiker.

Auch weiß ich nicht so recht, was das Ganze jetzt mit Greta zu tun hat. Ist sie jetzt als gewähltes Beispiel zu perfekt und daher erfolgreich oder zu wenig perfekt und trotzdem erfolgreich?

Ich fände es interessanter, in dem Zusammenhang über die Verehrung von Idealisten zu sprechen oder die Heiligsprechung von besonders moralischen Menschen. Wozu hat es in der Geschichte geführt, wenn man anderen Menschen bedingungslos folgt? Wie viel Idealismus verträgt sich mit einer gesunden Selbsteinschätzung des eigenen Umfelds. Oder auch, inwieweit sind Menschen in der Lage durch stringenten Idealismus wirklich etwas zu bewegen?

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Steueragenta 09.10.2019, 15:49
102. @fpa Haben Sie schön erklärt.

Vor allem das mit der Tafel Schokolade fand ich schaurig. Da hat man gar keine Lust mehr Auto zu fahren. Vielleicht sollten Sie mal anstelle dieser Grünschnäbel von fff Redner auf einer Demo werden. Mein Ohr hätten Sie.

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mark.muc 09.10.2019, 16:04
103. @98 eichenbrett

Zitat von eichenbrett
Witzig, dass Sie das sagen: Wie kommen Sie darauf, dass mein Post gegen den Anstand verstößt? Ich nenne Ihnen aber gerne Beispiele von Posts, die herablassend, diskriminierend oder zumindest im Versuch herabsetzend sind: Nr. 8, 13, 15, 22, 31, 43, 48, 58 und 60. Zwei der Posts (Nr. 22 und 31) sind sogar von Ihnen. Die Foristen Actionscript (Nr. 35) und Margaretenfan (Nr. 71) haben ja schon versucht es Ihnen zu erklären. Dem ist wenig hinzuzufügen. Mein Lieblingskommentar hier ist aber Nr. 48 von tomlex27: Erst selbst vom Leder ziehen mit Schmähungen, Beleidigungen und Beschimpfungen und dann im letzten Satz Hasserfülltheit anprangern. Da Sie, lieber Marc_Muc, irrtümlich Messen mit zweierlei Maß bei mir vermuteten, was sagen Sie denn dazu?
Es schmeichelt mir, daß Sie mir Witz unterstellen. Danke! Aber verwechseln Sie nicht scharfe Kritik mit Beleidigung? Ich gebe ja zu, nicht alle Kommentare gelesen zu haben. Aber was an 22 und 31 beleidigend sein soll, erschließt sich mir nun wirklich nicht. Auch 35 und 71 konnten das nicht erhellen. Anders als Iris B und magarethefan habe ich nur über die Texte argumentiert. Zudem habe ich nicht solche Vokabeln wie Sie benutzt "reflexhaft" und vor allem die Vokabel "absondern" ist stark herabsetzend. Aber seien Sie versichert "hasserfüllt" bin ich deswegen nicht, eher ein wenig traurig ob der nachlassenden Debattenkultur in D.

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AnonymerNutzer123 09.10.2019, 16:12
104. Ist das auch ein Widerspruch?

Gute Kolumne von der hübschen Frau Stokowski :)

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Actionscript 09.10.2019, 16:13
105. Ihr Vorurteil ist,...

Zitat von mark.muc
Da haben Sie vollkommen Recht. Und genau deshalb ist es verstörend , daß es dann plötzlich doch wieder um Feminismus geht. Oder etwa nicht? Genau dies ist meine Kritik an dem Beitrag von Frau S. Was bitte schön ist mein Vorurteil, welches Sie hier zu erkennen glauben? Wir alle haben Vorurteile. Solange wir bereit sind diese zu korrigieren, ist das nicht zu verurteilen. Also bitte helfen Sie mir mein Vorurteil zu korrigieren.
...dass sie den Artikel als feministischen Artikel verstehen vielleicht, weil er von Frau Stokowski geschrieben wurde, die für feministische Artikel bekannt ist. In diesem Artikel geht es aber nicht um Feminismus. Sie haben sich da täuschen lassen von einem Satz, wo Frau S. über das Schminken gesprochen hat. Lesen sie den Artikel so, als wenn sie Frau S. garnicht kennen würden.

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mark.muc 09.10.2019, 16:42
106. @Actionscript

Ich habe mich nicht täuschen lassen, gut ein Drittel des Textes (ohne den einleitenden Absatz) hat einen deutlich feministischen Zug. Es gibt nicht nur diesen einen Satz zum Thema Schminken, sondern ganze 3 Absätze mit einer solchen Thematik in einem insgesamt sehr kurzen Text. Zudem habe ich ja nicht behauptet, daß es hier nur um Feminismus geht. Da, wie Sie richtig erkannt haben, Frau S. viele "feministische" Artikel schreibt und es hier zumindest laut Überschrift nicht um Feminismus geht, liegt die Vermutung nahe, daß das vorgebliche Thema wiedermal nur ein Aufhänger ist um über feministische Themen zu schreiben. Dies jedenfalls ist meine These. Natürlich muß man diese These nicht teilen, warum das Vertreten einer solchen These aber ein Vorurteil indizieren soll, bleibt unklar. Es ist allerdings – wie immer bei mir – nur ein vorläufiges Urteil, Ich lasse mich durch gute Argumente gern beeinflussen.

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Jenz P. Eter 09.10.2019, 16:50
107. Schizophrenie...

Zitat von vickyp
@Besa Menschen mit psychischen und/oder körperlichen Problemen als ,ich übertreibe mal, dumm , nicht leistungsfähig und intellektuell minderwertig anzusehen ist schon eine gewagte Äußerung. Es gibt zB geniale Wissenschaftler die forschen und dozieren und gleichzeitig an Schizophrenie leiden. Gerade Menschen die Grossartiges in verschiedenen Bereichen leisten haben oft mit Depressionen zu kämpfen. Darüberhinaus habe ich hier den Eindruck dass viele den Artikel nicht richtig gelesen haben. Bzw nicht verstanden haben oder wollen ,da sie sich genauso mit Nebenschauplätzen beschäftigen. Und Vorurteile mit Halbwissen rechtfertigen.
...ist nun wirklich nicht mal ein Nebenschauplatz des Artikels von Frau S.

Sie bringen irgendwie Asperger mit Schizophrenie zusammen und fabulieren dann über Wissenschaftler.
Vielleicht haben sie vor X Jahren mal eine Schulaufführung von Dürrenmatts 'Die Physiker' gesehen?
Man weiß es nicht. Zur Erhellung des Themas der -frau S. bringt Schizophrenie auf jeden Fall: nichts.

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Actionscript 09.10.2019, 17:07
108. @mark.muc / 106

Ich glaube, wir sind zu einem Consensus gekommen auch, wenn ich nicht zu dem Schluss gekommen bin, dass der Artikel feministische Züge enthält. Vielleicht hätte Frau S. eine männliche Figur als Beispiel nehmen sollen. Vielleicht hat aber auch Frau S. von ihr oder ihrem persönlichen Umfeld geschrieben. Das sie mit Vorurteil an den Artikel gegangen sind, nehme ich mal nach ihrer letzten Argumentation zurück.
Schoenen Tag noch :)

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iris b. 09.10.2019, 17:09
109. @ marc.muc / 99

1. Ihr Kommentar war so formuliert, dass sich mir unwillkürlich der Gedanke aufdrängte, dass Sie etwas gegen Frauen haben, die nicht Ihrem Frauenbild entsprechen. Insofern war die Frage: "Haben Sie etwas gegen Frauen?" unpräzise. Rhetorisch war Sie nicht.
Vielleicht erläutern Sie mal Ihr Frauenbild? Wie sollten sich Ihrer Meinung nach Frauen verhalten, denken, äußern? Anders als Männer?

2. u. 3. Das ist wohl wahr - unter "Feminismus" versteht nicht jede/r dasselbe.
Widersprüche - das ist nun wirklich ein neutrales Wort. Wollen Sie etwa für sich behaupten, dass Sie es nicht nutzen? Oder dass Sie sich selbst nicht gelegentlich widersprüchlich verhalten? Wer genügt denn schon allen (eigenen) Ansprüchen? Es geht um diese eigenen Widersprüche. "Rasieren und Schminken" wurden als Beispiel genannt, weil es offenbar (junge) Frauen gibt, die einen Widerspruch darin erkennen. M. Stokowski gibt diesen Frauen die Antwort, dass es kein Widerspruch ist.
Ihr Anliegen ist es ja gerade nicht, Perfektion zu fordern, in welchem Bereich auch immer, sondern das Gegenteil davon.
Es gibt also überhaupt keinen Grund, sich über Feminismus, gleich welcher Spielart, zu echauffieren.

4. Die "Strömungen", die Sie beschreiben, sind mir unbekannt. Ich presönlich kenne keine Frau, die ernsthaft behauptet, "die Frau" wäre "dem Mann" generell intellektuell überlegen. Dergleichen kann ich in dem vorliegenden Text auch nicht erkennen und den kommentieren wir hier doch, oder nicht?
Frauen machen gelegentlich Bemerkungen wie "Typisch Mann" o.ä. Wenn Sie das als sexistisch empfinden, selbst aber ggfs. Blondinen-Witze lustig finden, ist das Doppelmoral. Vielleicht stören Sie sich auch am Bild vom "alten, weißen Mann"? Ich habe an anderer Stelle dazu mal gesagt, dass es auch Frauen gibt, die genauso denken wie der sprichwörtliche "alte, weiße Mann", was nicht besser ist. Hinter der Metapher steht die Kritik an einer bestimmten Denkweise, deren Protgonisten bedauerlicherweiße meist alte, weiße Männer sind. Letztlich bleibt es aber eine Kritik an dieser Art zu denken und zu handeln, unabhängig vom Geschlecht.

Der Rest ist Ihre persönliche Interpretation und bestätigt mich in meiner Annahme, dass Sie eine von mir aus extreme Spielart des Feminismus wittern, wo es um etwas ganz anderes geht, um dann dagegen aufzubegehren.

Ich habe nicht die Absicht, weiteres dazu zu schreiben, da ich fürchte, dass wir uns im Kreis drehen. Sie scheinen Greta Thunberg und Margarete Stokowski partout nicht zu mögen, was eine sachliche Auseinandersetzung erschwert (um es vorsichtig auszudrücken).

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