Forum: Kultur
Pop! Fröhlichkeit war schon immer überschätzt

Tristesse in ihrer vollendeten Form: Die*Charts der traurigsten Trennungslieder.*Anlass zur Trübsal bietet*zudem die Nachricht, dass Indie-Künstler die US-Charts entern - weil sie dafür kaum noch Platten verkaufen müssen. Und dann kommt auch noch das Aus für "Guitar Hero".

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JacksonBlood 11.02.2011, 09:24
1. ^^

Zitat von
Mehr lohnen sich dieser Tage Massaker-Spiele wie "Call of Duty: Black Ops"
Wunderbares beispiel bzgl. der Qualität des Artikelschreiber.

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gurkenhändler 11.02.2011, 09:25
2. *

SInd wir doch mal ehrlich, die Musikindustrie, in der heutigen Form, kann doch ruhig den Bach runter gehen. Die wird eh kein Wert mehr auf das künstlerische gelegt. Es werden Produkte erzeugt und die dann verkauft, wie Autos, wie Computer oder sonst was.

So geht das halt nicht ewig.

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derSpatz 11.02.2011, 09:45
3. Nicht bedeutungslos

Die MUSIK als solches ist mitnichten bedeutungslos geworden. Das Konsumverhalten hat sich lediglich geändert. Es wurde noch nie soviel Musik gehört wie heute. Das Verschwinden von physischen Tonträgern ist lediglich konsequent. Auf einem Speichermedium mit der Größe eines Pommes Frites kann man inzwischen 20-40 Alben (unkomprimiert!) mit sich herumtragen. Es gibt iTunes und "Wolken" und diesen ganz Tech Heck Meck warum also CD's mit sich herumschleppen? Trotzdem ist die Schuld für den Niedergang der MusikINDUSTRIE deren eigene Schuld. Als man Anfang der 90-iger damit begann sich Heuschrecken einzuladen, die den Laden erst mal "optimiert" und "Risiken minimiert" haben, hat man sich selbst der Geschäftsgrundlage beraubt. Man hat nicht mehr in neue Künstler investiert (zu hohes Risiko), sondern nur noch die etablierten recycled obwohl die zu nichts Innovativem mehr fähig waren (ich nenne das die "Ära der Best Off... Arien"). Gleichzeitig hat man den Beruf des Produzenten durch Casting Shows pervertiert und hat den Konsumenten das was da rausgefurzt wurde als Musik verkauft. Jetzt kommt der Boomerang endlich zurück und die Herren bei EMI und Warner bekommen was sie verdienen, oder wie es ein bekannter Künstler, der wohl heutzutage niemals eine Platte rausgebracht hätte, mal gesungen hat: "You can fool some poeple sometimes, but you can't fool all the people all the times."

Die musikalische Wirklichkeit spielt sich doch heute ganz wo anders ab. Nämlich in den unendlichen weiten des Webs gibt es so wahnsinnig viel gute Musik. Wer braucht eine solche Industrie?

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grashalm 11.02.2011, 09:45
4. unabhängig abhängig

Zitat von sysop
Tristesse in ihrer vollendeten Form: Die*Charts der traurigsten Trennungslieder.*Anlass zur Trübsal bietet*zudem die Nachricht, dass Indie-Künstler die US-Charts entern - weil sie dafür kaum noch Platten verkaufen müssen. Und dann kommt auch noch das Aus für "Guitar Hero".
als es mit der direkten Musik, aufnahmemässig anfing ( z.B. Robert Johnson ) entstanden Bahnhöfe der Plattenfirmen, mit Chartfahrplänen.
Inzwischen ist das Musik produzieren, als weitere Möglichkeit studiounabhängig geworden, durch Home-basierende Sequenzerprogramme auf PC`s und dem rumschiefern der Sounds
übers Netz, zu wem auch immer.

Trennung und Trübsal, liegt eher im Bereich der Verkäufer,
Aushalten und partizipieren fördert den Livecharakter wehement.

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Spydrow 11.02.2011, 09:46
5. Massakerspiele - "Bravo" SPON

Zitat von JacksonBlood
Wunderbares beispiel bzgl. der Qualität des Artikelschreiber.
Da kann ich Ihnen nur zustimmen, absolut lächerliche Berichterstattung, die Qualität auf SPON nimmt auch täglich ein weiteres Stück ab. Zum Glück halten noch ein paar wenige Redakteure die Qualität über Bildniveau!

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skrebok 11.02.2011, 10:01
6. Es geht auch anders

Zum Glück gibt es auch einen kleinen, aber feinen gegenläufigen Trend im Vinylbereich. Dort steigen die Verkaufszahlen und es gibt qualitativ sehr hochwertige Produktionen. Natürlich erschliesst sich der Qualitätsunterschied dem MP3/128kBit Ohrstöpselhörer mit Turbobass nicht. Das sind dann diejenigen die sich später wundern, daß sie ein Hörgerät benötigen.

Ein anderes Thema ist leider der Qualitätsschwund bei aktueller Popmusik wo mit Kompression gearbeitet wird, damit es kräftig wummert (siehe oben) und der Dynamikumfang auf der Strecke bleibt.

Da bleibt dann nur die alten CDs in den Player zu legen und zu geniessen oder die Platten wieder drehen zu lassen

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AliciaD 11.02.2011, 10:02
7. ohne Titel

Zitat von
während sie das Angebot an ... Krautrock-Tonträgern begutachten
Warum wohl? Was damals innovativ war, ist auch heute noch um ein mehrfaches spannender als der ausgelutschte Einheitsbrei der Major Labels, die sich am besten selbst abwickeln sollten.

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Wooster 11.02.2011, 10:08
8. A lie pretending to be the truth

"Beleg für den Niedergang der Musikindustrie ist, denn mit seinem Nummer-Eins-Sieg setzte Amos Lee auch einen traurigen Rekord: Er landete ihn mit nur 40.000 verkauften Tonträgern - so wenigen wie noch nie in der Geschichte dieser Hitliste."

In welchem Zeitraum wurden die Dinger verkauft? und in welchem Land? Welche Statistik nimmt der Autor als Maßstab? etc. pp. Der ganze Artikel ist "Pop" = Kitsch, also: "a lie pretending to be the truth".
Wie sagte mir mal ein anderer Journalist?: "Wahrheit? ist doch egal, ist doch nur Popmusik"

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Stingray78 11.02.2011, 10:08
9. Oh wie überraschend...

Im Gegensatz zu den vorherigen Musikpochen wie z.B. Rock, Metal, R&B, Techno, House oder Grunge fehlen heute einfach die frischen Strömungen. Es bleibt nur noch das Zusammenmixen der bestehenden Stile, so dass sich die Lieder teilweise kaum noch unterscheiden. Die sichere Bank ist nach wie vor die Jammermusik. Nimm dir eine Gitarre, klinge traurig (und spring im Winter von einem Eisberg ins Wasser. Danke Herr Blunt) und schon hast du deinen Hit. Den eins wird es immer geben. Trennungen und den daraus resultierenden Schmerz. Und das die Plattenverkäufe sinken ist ja nun wirklich nichts neues...

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