Forum: Kultur
"Pop-Kultur"-Festival in Berlin: "Gebt mir Geld, gebt mir Räume"
Roland Owsnitzki/ Votos

Das üppig vom Berliner Senat geförderte "Pop-Kultur"-Festival schafft Raum für tolle Musik und Künstler-Diversität, den der Markt in dieser Dichte nicht bietet. Der Preis dafür? Die Sprache der Regierenden.

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sven_glückspils 23.08.2019, 17:09
1. Na

Da freuen sich doch die Rentner !
Und, typisch Berlin, arm aber sexy : " Die Stadt bezahlt dem Besitzer viel Geld, damit dieser hohe Mieten von den Bands verlangen kann " !

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spmc-12355639674612 23.08.2019, 21:52
2. Jetzt

Zitat von sven_glückspils
Da freuen sich doch die Rentner ! Und, typisch Berlin, arm aber sexy : " Die Stadt bezahlt dem Besitzer viel Geld, damit dieser hohe Mieten von den Bands verlangen kann " !
mokieren Sie sich doch nicht über diesen salopp eingeworfenen Satz, der ein Scherz sein sollte! Ja, die Kreativen brauchen Räume und die meisten von ihnen haben nicht genug Geld, um hohe Mieten zu zahlen, zumal gerade Probenräume bestimmte Voraussetzungen erfüllen müssen. Ich kann ein Lied davon singen, da ich selbst solche Räume in Berlin vermiete. Im Rockhaus lagen die Mieten bei unter 200 Euro pro Raum (warm), glaube ich. Das ist wirklich die untere Grenze dessen, was man anbieten kann. Inzwischen liegen sie, was man hört, bei ca. 230 Euro pro Raum. Aber Sie können gerne einmal ein solches Projekt durchrechnen und irgendein sanierungsbedürftiges altes Bürogebäude suchen. Gar nicht so einfach ...

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Derwatt 24.08.2019, 07:59
3. Euer Ernst?

Haltung beziehen, Gendergerechtigkeit herstellen, Inklusion vorleben und Aufklärungsarbeit leisten - und Popmusik? Für mich klingt das eher nach öffentlich gefördertem Selbstvergewisserungsseminar. Und gerade der Spiegel sollte den Begriff „Haltung“ eher etwas sparsamer verwenden; ich meine mich erinnern zu können, dass die Erfahrungen, die man damit in der jüngeren Vergangenheit gemacht hat, nicht die allerbesten waren.

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pd1954 24.08.2019, 09:13
4. Wieso fragt bei dieser unsinnigen

Verschwendung von - nicht in Berlin verdientem- Steuergeld niemand danach, warum es nicht in die üblichen Gründe für „Steuern erhöhen!“ investiert wird - also Bildung, marode Infrastruktur, arme Rentner etc.

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großwolke 24.08.2019, 09:39
5. Missverständnis des Kunstbegriffs

Als die Menschheit mit der Künstlerei anfing, wäre niemand auf die Idee gekommen, irgendwas davon zu fördern. Die größten Künstler, deren Werke wir so hoch schätzen, dass wir Generationen von Kindern damit in der Schule malträtieren, mussten sich zu ihrer Zeit dem knallharten Wettbewerb am Markt stellen. Shakespeare hat Unterhaltung für die bunte Londoner Stadtbevölkerung gemacht. Das war sein Lebensunterhalt, nicht vordergründig hohe Kunst. Goethe ist einfach einer Leidenschaft gefolgt, hatte aber so ganz nebenbei auch eine Karriere abseits der Schriftstellerei. Komponisten wie Mozart waren die Rockstars ihrer Zeit. Und heutzutage ist es für Künstler so einfach wie nie zuvor, ihre Arbeit unter die Leute zu bringen. Wenn sie dann nichts damit verdienen - müssen sie halt arbeiten gehen wie jeder andere auch. Ich sehe nicht, dass es für die Gesellschaft ein großer Gewinn ist, Nischenkunst zu fördern, die nur im Rahmen solcher Festivals mal ein live-Publikum findet. Ist ja schließlich nicht so, dass es ohne die keine tolle Musik gäbe.

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ach 24.08.2019, 09:41
6.

"Es fließt mehr als doppelt so viel öffentliches Kulturgeld durch die Stadt als noch in den Neunzigerjahren."
Und wie haben sich in der selben Zeit die Mieten?

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ach 24.08.2019, 09:44
7.

Was genau ist daran "linkscharismatisch", wenn man eine Rettung als Zufall bezeichnet?

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KalliGraf 24.08.2019, 10:57
8. Die deutsche Sprache

"Das üppig vom Berliner Senat geförderte "Pop-Kultur"-Festival schafft Raum für tolle Musik und Künstler-Diversität, den der Markt in dieser Dichte nicht bietet. Der Preis dafür? Die Sprache der Regierenden. "

Meine Güte, ist das ein verquaster Text. Bitte schreiben Sie strukturiert und klar.

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foje1 24.08.2019, 11:10
9. Gut geklaut

Es sind nicht nur die Bands , die häufig aus Hamburg kommen. Auch das Konzept ist von der Hansestadt „übernommen“. Das dort beheimatete Reeperbahn Festival hat sich zur weltweit wichtigsten Bühne für junge Bands und unabhängiger Popkultur entwickelt. Da will man in Berlin natürlich auch mitspielen...und wenn es in Berlin zwar an eigenen Ideen mangelt.... Geld um Kultur aus Hamburg ( siehe Theater) zu importieren hat die ansonsten klamme Hauptstadt immer noch genug.

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