Forum: Kultur
"Pop-Kultur"-Festival in Berlin: "Gebt mir Geld, gebt mir Räume"
Roland Owsnitzki/ Votos

Das üppig vom Berliner Senat geförderte "Pop-Kultur"-Festival schafft Raum für tolle Musik und Künstler-Diversität, den der Markt in dieser Dichte nicht bietet. Der Preis dafür? Die Sprache der Regierenden.

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spmc-12355639674612 25.08.2019, 11:49
20. Freiheit

Zitat von FrankDunkel
Werter Zeitgenosse, Sie unterliegen einem Mißverständnis. Musik darf durchaus Botschaften transportieren, sie sollte sich aber nicht von politischen Kräften vor deren Karren spannen lassen. Ich freue mich immer, wenn Musiker - generell Künstler - sich aktiv gegen negative Entwicklungen in der Gesellschaft einsetzen wie z. B. gegen den erstarkenden Rechtsextremismus. Aber sich vor den Karren des Berliner Senates spannen zu lassen, der seit Menschengedenken in dieser Stadt nichts Positives bewirkt hat, das geht nicht. Und jetzt noch das Wort zum Sonntag: Links ist schon lange nicht mehr progressiv. Freiheit ist progressiv, aber mit der Freiheit haben Linke noch nie viel im Sinn gehabt.
Nach der Freiheit können Sie jedoch auch bei CDU und besonders bei der CSU mit der Lupe suchen. In Bayern genießen Sie Freiheit wegen mangelnder Kontrollen hauptsächlich als Steuerbetrüger (Cum-Ex), Tierhalter (Allgäu) oder bei der Entwicklung von Abgasbetrugssoftware (Audi). Ich erinnere mich noch an die Überwachungsdiskussionen, u. a. nach den Snowden-Enthüllungen: Wo war da die Freiheitsliebe und der Wille zur Aufklärung der Konservativen?

Es ist beim Berliner Rockhaus aber wohl eher so, dass sich der Berliner Senat vor den Karren der Musiker gespannt hat. Wenn es übrigens tatsächlich so ist, dass der Berliner Senat "seit Menschengedenken in dieser Stadt nichts Positives bewirkt hat", frage ich mich, warum Berlin weiterhin diese große Anziehungskraft auf alle möglichen Leute ausübt. Ist doch eigentlich unlogisch, aber Berlin wächst immer noch. Und ich höre sich diejenigen, die dort wohnen, selten über mangelnde Freiheit beklagen.

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Dazed with grief 25.08.2019, 14:57
21. Spirit of the hawk

Domestizierte Kunst ist keine Kunst, sondern ein Wellness-Angebot. Es lebe der Silvester-Stadl am Brandenburger Tor. Es leben die Wonnen des Mainstreams im Gewand der Avantgarde. Es inspiriere uns der Spirit of the hawk. Alle Jahre wieder. Rednecks rule!

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