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Pop-Phänomen aus Kanada: Grimes' Märchen
Rankin

Die Szene feiert sie als neue Madonna, ihr Album "Art Angels" soll den Durchbruch bringen. Aber wohin eigentlich? Und wofür? Das fragt sich die kanadische Musikerin Grimes auch.

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axcoatl 06.11.2015, 09:51
10. Nicht mal bekannt ...

Und schon versucht man sie in eine Schablone zu pressen. Das Prädikat 'Madonna-like' kann ihr nur schaden.

Eben reingehört, und für mich klingt sie nach Standard-08/15 US 'Girlie', selbst wenn ich ihr damit unrecht tun sollte. Mal zwei Jahre abwarten. Da kommen ganz sicher noch viele Madonnas.

Es gibt interessantere Sängerinnen in den USA (z.B. Katie Grey - der Song 'The World Survives sei empfohlen, vom 2006er Album 'From far away'), ist aber kein typischer US Pop.

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dergenervte 06.11.2015, 10:10
11. Nichtssagend

Musik für die heutige Zeit. Nichtssagend und unerheblich. Songs wo die Sängerin sich hinter Beats versteckt. Ich bezweifle, das Grimes bei einer Castingshow in den Recall kommen würde. Die Stimme ist selbst für solche Sendung zu dünn. Schon erstaunlich, daß darüber ein Artikel verfasst wird. Dann wird auch noch ein Artikel für Dienstag angekündigt. Das zeugt von guten Marketing.

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DjaliZwan 06.11.2015, 10:18
12. Nichts besonderes

YouTube wurde in den vergangenen drei Jahren mit Vertretern des "Chillwave" Genres (oder wie man es sonst nennen will) geflutet. Dieser Trend ist mittlerweile wieder stark am abebben, und SPON kommt drei Jahre zu spät auf die Idee einen Artikel darüber zu schreiben...

Typisch für das Genre ist, dass sich die Vocalisten überwiegend im Hintergrund halten und eher zum allgemeinen Klangteppich beitragen. Von daher sind sie absolut austauschbar und es ist absurd, sie mit Madonna zu vergleichen.

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hektor2 06.11.2015, 11:25
13. Stimmt

Zitat von
Ihr kluger Pop kommt ohne körperliche Leistungsschau aus.
Vollkommen richtig: Nicht mal eine richtige Stimme ist dabei! ;-)

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Frittenbude 06.11.2015, 13:02
14. Schwach

Habe gleich mal auf youtube in ein paar Grimes-Songs reingehört und war enttäuscht. "Intelligenten Pop" habe ich dort nicht gehört, höchstens den Versuch. Die Sounds sind isoliert betrachtet teilweise sogar gut, nur die Komposition taugt nichts; einfallslos, flach und seltsam unharmonisch, zudem gibt es keinerlei Spannungsbogen, und auch die Stimme ist schwach. Die Songs sind gut geeignet für die Hintergrundberieselung im Klamottenladen oder Cafe - mangels Ausdruckstärke lenken sie dort nicht vom Wesentlichen ab...
Ein bisschen Madonna war gelegentlich rauszuhören, aber kein Vergleich zu den wirklich intelligenten späten Werken von Madonna. Parallelen zu Lady Gaga habe ich überhaupt keine feststellen können.

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ernstrobert 06.11.2015, 15:03
15. eher depri

ein weiteres Stimmchen am pop-himmel. Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk scheinen diese politisch korrekten Damen besonders beliebt zu sein, man hört sie auf allen Kanälen, auch den sogenannt seriösen, rund um die Uhr. Was mich betrifft, gähnt mich das an, schon längst. Und die Optik ist leider auch eher deprimierend, aber das ist meine ganz subjektive Sicht der Dinge. Amy Whitehouse war die letzte in der langen Reihe von Betty, Ella, Grace und Janis ... wer kann mit denen noch mithalten?

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daydreamnation 09.11.2015, 11:01
16. Musikalische Horizontlosigkeit

Die lebenden Toten kommen mal wieder aus ihren Löchern gekrochen, um ihre verknöcherten und latent misogynen musikalischen Ansichten kund zu tun. Da braucht eine Frau natürlich zu allererst einmal eine "gute Stimme", um zu überzeugen, was auch immer das auch sein mag. Dass Frau Boucher ihre Musik komplett selbst schreibt, produziert, jedes einzelne Instrument selbst spielt, ihr Artwork selbst zeichnet, bei ihren Musikvideos selbst Regie führt und auch noch ihr eigenes Label leitet, ist da erstmal zu vernachlässigen, denn sie entspricht stimmlich nicht dem Heulbojen-Whitney Houston-Standard, der den Leuten von Castingshows als stimmliches Ideal eingetrichtert wurde.

Dann "versteckt" sie sich natürlich auch noch hinter Electrobeats, was ja schon mal gar nicht geht, denn die Stimme ist ja das wichtigste an Musik und Electrobeats sind billiger Schrott, der "handgemachter" Musik nicht das Wasser reichen kann. Dass dahinter durchaus künstlerisches Gedankengut steckt und die Stimme entmenschlicht und körperlos gemacht werden soll, um etwa die immer weiter voranschreitende Symbiose zwischen Mensch und Computer zu verdeutlichen, ist den Leuten zu hoch, weil so hochgestochener Kram eignet sich ja nicht, um die Autofahrt zum Büro zu beschallen. Überhaupt ist Musik grundsätzlich nur gefällige Hintergrundbeschallung, die keiner tiefergehenden Auseinandersetzung bedarf, schon gar nicht "Mädchenpop mit Piepsstimme".

Mein Ratschlag: Hören Sie doch einfach weiter ihre gefällige Mumienmusik a la "Betty, Ella, Grace und Janis" und überlassen Sie Grimes Leuten, die sich auch tatsächlich mit moderner Kunst auseinandersetzen wollen. Dass Sie davon jemals über das Autoradio belästigt werden, ist zumindest auszuschließen, da viel zu wenig auf Massengeschmack gebürstet und der großen weiten Welt der alternativen Musik zugehörend, die den meisten Menschen für immer verschlossen bleiben wird, da man sich zu deren Erschließung aktiv informieren und für Musik interessieren muss, statt sich nur von den Massenmedien berieseln zu lassen. In diesem Sinne ist Grimes absolut das Modell für die Zukunft: Ein veritabler Popstar - aber eben nur für die Szenekundigen und Eingeweihten.

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itsamadworld 10.11.2015, 17:12
17. Das Wunder des Hypes

Sei es Printmedien oder das Internet - an Grimes kommt man nicht vorbei. Das Interessante dabei ist für mich nicht die Musik, sondern die Frage wie es eigentlich in gewisser Regelmäßigkeit zu den "neuen Hoffnungsträgern der Popwelt" kommt. Wo sind denn da die Stellschrauben und welche Multiplikatoren werden da eingesetzt? Und was soll da dann eigentlich hochgejubelt werden? Im Grunde handelt es sich bei Grimes um ein weiteres Pop-Stimmchen ohne große Auffälligkeit. Wenn so was dann zum Hoffnungsträger gekürt wird, dann ist die Popmusik wohl endgültig am Boden.

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