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Populismus und Demokratie: Er steckt hinter allem
AFP

Die liberalen Demokratien stehen am Abgrund, davon ist der Yale-Professor Timothy Snyder überzeugt - in seinem neuen Buch benennt er einen Schuldigen. Eine aufwühlende Lektüre, die Angst macht.

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ardbeg17 22.09.2018, 09:29
60.

Bei einigen Kommentatoren, für die die Gedanken und Aufforderungen in Artikel und Fotostrecke offenbar zu hoch sind, vermisse ich nur noch die Floskel Merkelistschuld. Sorry, Leute, Demokratie bedeutet nicht, dass jeder alles darf oder haben muss. Und schon gar nicht, dass keiner mehr haben darf. Demokratie bedeutet Nachdenken, Rücksichtnahme und gemeinsame Suche nach Lösungen. Pauschale Beschuldigungen gehören nicht dazu, gleich ob Merkel, die Eliten, die Rechten oder die Flüchtlinge dran sind.

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steingärtner 22.09.2018, 09:31
61. Da verwechseln Sie etwas

"Ganz einfach: Mit und unter Putin hat sich eine kriminelle "Elite" Russland zur Beute gemacht und es ausgeplündert."

Das war nicht Putin, das war Jelzin der alte, von den Chicagoboys gesteuerte Suffkopp. Selbst seine Wiederwahl wurde von den USA organisiert und bezahlt. Und das ganz offen und ohne Facebook.
Der Spiegel von damals :
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8947088.html

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rstevens 22.09.2018, 09:31
62. Zu 9

Das ist genau die Denkweise, die zum Problem wird. Immer mehr Menschen fühlen sich als Opfer und glauben, sie hätten einen Anspruch auf mehr, der ihnen von anderen verwehrt wird. Das Mehr ist oft Geld, aber auch Respekt und alles mögliche andere. Die anderen sind diffuse Konstrukte wie die Eliten, die Männer oder welche Gruppe auch immer verantwortlich für die eigene Situation gemacht wird. Diese negative Haltung ist der Perfekte Nährboden sowohl für die Kampagnen der PC Krieger als auch von den Populisten. Und da man ja Schuldige Definiert hat, ist man ja selbst aus der Verantwortung.

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viviane 22.09.2018, 09:31
63. Böser Russe

Es gab immer diese amerikanische Filme a la James Bond mit einem bösen Russen drin. Das hat bei vielen Menschen Spuren im Gehirn hinterlassen.

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Beat Adler 22.09.2018, 09:32
64. Freiheit-Rechtsstaatlichkeit-Demokratie sind unzertrennbar

Freiheit-Rechtsstaatlichkeit-Demokratie sind unzertrennbar.

Die freiheitlich-rechtsstaatliche Demokratie, NICHT Dikatur der Mehrheit(!), ist die mit grossem Abstand schwierigste Form der Organisation einer Gesellschaft. Sie ist eine ewige Baustelle, die nie fertig wird. Wir Schweizer bauen seit 727 Jahren daran herum, sind nicht fertig und auch selbstverstaendlich nie zufrieden, denn staendige Verbesserungen sind ein Muss. Das einzig Bestaendige einer Gesellschaft ist die fortlaufende Veraenderung derselben. Nur eine lebhafte, von allen Einwohnern gelebte und verteidigte, freiheitlich-rechtsstaatliche Demokratie ist zur Anpassung faehig!

Allerdings ist jede andere Form der Gesellschaftlichen Ordnung mit grossen Fehlern behaftet und fuehrt mit Sicherheit zu Konflik und Krieg. Sie bedingt die Missachtung jeglicher Rechte, Menschenrechte, fuehrt zwangslaeufig zu willkuerlicher Verhaftung mit Zu-Tode-Foltern.

Wer behauptet, dass es Gruppen von Menschen gibt, Ethnien, Religionen, die zur freiheitlich-rechststaatlichen Demokratie UNFAEHIG seinen, ist ausserordentlich ueberheblich! Wer fuer den lieben, starken Mann (nie Frau!) plaediert, der allein faehig ist fuer Ruhe, gemeint ist wohl Grabesruhe im Wortsinn, zu sorgen, ist ein/e Faschist/In.

Populisten sind Nostalgiker, welche sich an die gesellschaftlichen Veraenderungen nicht anpassen wollen. Homoehe? Freigabe von Cannabis? Offene Grenzen? etc. etc. Nicht mit uns!
mfG Beat

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hdwinkel 22.09.2018, 09:33
65. Hammer und Nägel

Zitat von dr_bernd_schramm
Vielleicht sollte an auch die Blockierung einer Lösung des Syrienkonfliktes durch Russland als Teil sowetischer Diversion verstehen. Nichts hat die EU innerlich so geschwächt wie der Flüchtlingsstrom, der sich aus dem Nahen Osten durch Eropa ergossen hat. Dass der Kremel diesen Aspekt nicht analysiert hat, ist unvorstellbar.
Natürlich kann man Putin für so ziemlich alles verantwortlich machen. Nur erinnert mich das eher an den Spruch 'Wer einen Hammer in der Hand hält, für den sehen alle Probleme wie Nägel aus'.
Machen Sie doch mal einen Plausibilitätstest:
Russlands militärisches Eingreifen begann im September 2015. Also zu einer Zeit, als bereits mehrere Millionen Flüchtlinge aus Syrien geflohen waren. siehe z.B. https://de.wikipedia.org/wiki/Flücht...ab_2015#Syrien
Und was hat die Millionen Flüchtlinge bewogen, aus der Türkei und dem Libanon, nach Europa unter lebensgefährlichen Bedingungen weiterzureisen? Putin? Wirklich?
Nicht vielleicht doch die nur zu 41% erfolgte Finanzierung der Flüchtlingslager?
Und welche Lösung schwebt Ihnen denn in Syrien vor, die die Syrer bewegen würde, den Flüchtlingstrend umzukehren? Ein Sieg der militanten Islamisten über Assad?

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-su- 22.09.2018, 09:33
66.

Zitat von Alemanito88
Ergänzung zu meinem vorherigen Kommentar: Seitens RT Deutsch wird auch ständig die Behauptung aufgestellt die westlichen Medien seien gesteuert und somit "Lügenpresse". RT liest sich wie das 1 x 1 der typischen AfD-Argumentation. Noch krasser formuliert stelle ich die These auf: AfD und Pegida-Anhänger sind nichts weiter als Putin-Marionetten.
Wer 88 im Namen hat, zeigt deutlich wofür er steht.

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MtSchiara 22.09.2018, 09:34
67. das größte Problem der Demokratien liegt in ihnen selbst

Putin mag ein Feind von Demokratien sein und viel dafür tun, Demokratien zu schädigen, aber nichtsdestotrotz liegt die Ursache für die Schwäche von Demokratien in ihnen selbst begründet. Demokratien sind Gesellschaftsformen, die Verfahren verwenden, die dazu führen, daß letztlich das getan wird, was die Bevölkerung will. Das Problem dabei ist, daß zum einen Macht eine starke Droge ist, und zum zweiten, daß in Demokratien viele Menschen keine Demokraten sind - und daß Demokratien nicht wehrhaft genug sind, sich gegen Angriffe zu schützen.

In Deutschland zum Beispiel kam der Angriff auf unsere Demokratie von Angela Merkel, was schließlich zur AfD, zum Brexit, zur Krise in Deutschland und in der EU geführt hat. Angela Merkel ist selbst keine Demokratin. Durch folgende Handlungsweisen hat sie unserer Demokratie somit erheblichen Schaden zugefügt:
1) Angela Merkel war nie Anhängerin der CDU, aber sie ist trotzdem der CDU beigetreten, weil sie Kanzlerin werden wollte, und sie glaubte, daß dieser Weg am leichtesten über die CDU zu erreichen sei (was auch stimmte)
2) Nach dem Beitritt in die CDU hat sie diese Partei von ihnen kannibalisiert, sie als "Wirtstier" für ihren Weg in die Kanzlerschaft benützt, und anschließend die Hülle der CDU auf die Positionen der Grünen geschoben.
3) Merkel fühlt sich in keiner Weise verpflichtet, sich an Wahlversprechen oder Parteiprogramme zu halten. Dies führt das Prinzip der repräsentativen Demokratie ad absurdum. Die Liste ihrer gebrochenen Wahlversprechen ist lang: Atomausstieg, Autobahnmaut, Euro-NoBailout, etc.
4) Ebenso fühlt sie sich dem Grundgesetz nicht verpflichtet. Auch hier ist die Liste der gebrochenen Gesetze lang:
- Recht auf körperliche Unversehrtheit
- Gleichberechtigung
- Religionsfreiheit
- Schutz des Eigentums
- Gleichheit vor dem Gesetz
- Schutz der Außengrenzen
- Dem Wohle des Deutschen Volke verpflichtet sein
5) Auch anderen Gesetzen fühlt sie sich nicht verpflichtet, zum Beispiel denen, die den Umgang mit Menschen regeln, die aus anderen Ländern zu uns kommen und hier bleiben wollen.

Ihre Politik hat zu einer Gleichschaltung der Parteien im Bundestag, zu einer Gleichschaltung der Vierten Gewalt (Presse) und zu einer Spaltung der Gesellschaft geführt. Unsere Demokratie war leider nicht rebust genug, um sich gegen einen solchen subtilen Angriff besser zu schützen. Aber wenn man sich im Ausland umsieht, dann findet man auch Demokratien, die sehr gut und robust funktionieren. Das sind solche Demokratien, bei denen die Bürger einbezogen sind. Bestes Beispiel ist hier die Schweiz als Musterbeispiel einer stabilen und funktionierenden ECHTEN Demokratie. Was wir in Deutschland brauchen, das ist eine Änderung der Verfassung und eine Einführung der Demokratie nach Schweizer Modell.

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walter_de_chepe 22.09.2018, 09:35
68. Früher Nächten wenigstens noch „Männer“ Geschichte

Heute: Ein Mann macht die Geschichte. Wer will, soll das ernst nehmen. Der Kreml -der Ort der Finsternis, da sitzt dieser Mann. Das ist eine moderne Dracula-Geschichte. Wie wäre es da mit: ein Parteienstaat ist weder der Anfang noch das Ende liberaler Demokratie.

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bernard.frieling 22.09.2018, 09:35
69. Verkehrte Welt

Wer Putin so darstellt, hebt die auf den Sockel, die die größten Verbrechen begangen haben (Obama, Bush, Clinton). Man muss nur die getöteten Zivilisten durch die USA und durch Russland seit Putins Amtsantritt vergleichen.

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