Forum: Kultur
Premierminister Trudeau: Oh, wie schön ist Kanada
REUTERS

Der Messias ist zurück - im Körper des kanadischen Premierministers Justin Trudeau, einem tanzenden, strippenden, kifferfreundlichen, aus Liebe boxenden Disneyprinzen. Diesen Tausendsassa wollen sogar Feministinnen heiraten.

Seite 13 von 18
0v32 02.04.2016, 23:30
120. Beitrag der Sinnlosigkeit!

Es ist fraglich welcher Beitrag sinnloser ist, der Meinige oder der von Ihnen! Leztlich ist dieser gesamte Artikel ziemlich Faktenlos und hat wenig oder gar keinen journalistischen Wert. Ich bin deutscher und bin nach Kanada ausgewandert - nicht zuletzt "Dank der deutschen Wehrpflicht", die damals noch existierte. Leztlich hat Treaudox über 300 Ziele bzw. gesetzliche Änderungen als Wahlziel o. versprechen gesetzt und diese können online verfolgt werden. Von einem Journalist hätte ich erwartet, dass dies mehr Geltung findet und das Aussehen oder Hochzeitsanträge von Feministenenn in den Hintergrund treten. Der Spiegel scheint beinahe wie ein Celebrity "Stalker" Magazin als ein seriöses Nachrichten Magazin. Danke ... übrigens hat Treaudox bereits mehr als 15 Versprechen umgesetzt. Danke...

Beitrag melden
wind_stopper 02.04.2016, 00:36
121. Ach ja, dann ist ja alles gut

Und was soll daran jetzt so toll sein? Wird durch den Fadenanteil etwa alles automatisch besser?

3 der 4 wichtigsten Provinzen (Ontario, British Columbia und Alberta) werden von Frauen regiert - das einzige was man daraus ableiten kann ist, dass Frauen eben auch nicht besser regieren als Männer. Sondern, deren Regierungen sind genau so von Skandalen, Unfähigkeit und Lobbyismus geprägt, wie die von männlichen Kollegen.

Also, liebe Feministinnen; Frauen an der Macht sind auch nicht besser!

Beitrag melden
jordaninge 02.04.2016, 00:44
122. Trudeau und Kanada

Schön, dass der Spiegel mehr und mehr über Kanada schreibt, aber dieser Artikel ist bei aller Freude darüber doch etwas zu frivol und oberflächlich geraten. Um die Haltung vieler Kanadier zu ihrer immer noch neuen (seit November 2015) Regierung zu verstehen, muss man wissen, was da zuvor war: das Harper-Regime, eine fast 10 Jahre dauernde, sehr rechtslastige Regierung dominiert von einer Partei von Evangelikalen und Erzkonservativen, die außer Sparsamkeit, härtere Bestrafung von Kriminellen, Angst vor Terror, Steursenkungen und Sorgen um die Wirtschaft, bestehend hauptsächlich aus Erdöl in Alberta und Pipelines, wenig zu bieten hatte. Premierminister Harper kam, wenn er sich denn überhaupt in der Öffentlichkeit zeigte, als extrem introvertiert, oberlehrerhaft und total humorlos rüber und war Berufspolitiker mit einem Master in Volkswirtschaft ohne jede praktische Betätigung auf dem Gebiet. Daher wirkt "Justin" mit seiner vielfältigen Lebenserfahrung tatsächlich wie ein frischer Wind. Außerdem ist er nicht umsonst der Sohn seines brillanten Vaters, von dem er viel gelernt und mitbekommen hat, und er hat sich mit kompetenten Leuten umgeben, ja, auch Frauen. Kein Dummkopf, dieser Justin, also erst einmal abwarten und dann urteilen. Bisher hat er sich, auch auf dem internationalen Parkett, bestens geschlagen und übrigens nach einem internationalen Treffen hervorgehoben (in London vor seinem Besuch bei der Queen), dass ihm Angela Merkel besonders imponiert habe... Wait and see, please. Auf der Beliebtheitsskala noch immer weit oben!

Beitrag melden
Nikkitarian 02.04.2016, 01:12
123. 99,9% Männer

Jetzt können sich 99,9 % in den Abgrund stürzen oder gleichgeschlechtlich ihr Glück versuchen.

Beitrag melden
vera gehlkiel 02.04.2016, 01:27
124.

Zitat von fuffel
sind alles lustige Geschichten. Herr Freud hat doch einfach auch nur merkwürdige Dinge aufgeschrieben, die er beobachtet oder imaginiert hätte. Wir wissen eigentlich recht wenig. Soviele Zwänge und soviele Hormone sind im System. Richtige Muster gibt es doch kaum. Und was wäre, wenn der Proband ohne wirtschaftliche Nöte aufwüchse und was, wenn er grundsätzlich zur Reflexion unfähig wäre und was, wenn er mit 12 Vollwaise wurde? Und was wäre mit einem Mix? Diese Diziplin ist recht unterhaltsam. Aber, die interpersonellen Dinge ergeben keinen Sinn ohne die intrapersonellen und die sind abhängig von...? Nach 12 Jahren Studium kommt man dann darauf: Menschen sind halt unterschiedlich! Und Alles was zählt ist eine hilfreiche Umgebung. Ob man nun gerne Tiere oder Frauen oder sich selber quält ist egal, es kommt auf den Kontext an. Also, gibt es das Korrektiv? Und das bröckelt gerade massiv. Eltern, Lehrer, Politiker, Vorbilder ansich. Wir haben umgestellt von "Wir müssen das schaffen" auf "Du mußt das schaffen". Und überlassen es dem Markt. Das wird sehr frustierend und damit gewaltätig, da wir einfach unsere Solidarität entziehen und den Einzelnen verantwortlich machen, für ein Spiel, dass der Einzelne in den Regeln gar nicht beeinflussen kann
Wer Freud wegen seiner bildreichen, oft auf Theater und Mythologie abstellenden Sprache, auf den Status eines mehr oder minder originellen Märchenonkels von vor hundert Jahren reduziert, übersieht glaube ich, wie entscheidend die ganze Art, wie wir uns in unserer Ecke der Welt, aber längst nicht mehr nur dort, als Menschen heutzutage definieren, von ihm geprägt wurde. Vor allem, dass wir in Kindern nicht mehr nur unausgegorene Erwachsene sehen, denen man die Zappelei und das viele Dazwischenfragen austreiben muss, notfalls mit rigorosen Methoden, geht zum Grossteil auf Freud zurück. Die von ihm eingeführte Annahme einer Psychodynamik erledigt zugleich aber eigentlich auch die Frage nach der persönlichen Schuld, das wird gern übersehen. Soziopathologische Muster und Zusammenhänge sind begreifbar, ohne etwas „Schlechtes“ annehmen, und dem gegenüber beständig danach streben zu müssen, zu den „Guten“ dazuzugehören. Seltsam, dass man sich auch heute noch so sehr von Freud angegriffen fühlt. Aber auch verständlich, sofern man im Kontext verbleibt, denn Freud selbst sah in der Verdrängung ein so machtvolles Geschehen, dass die ganze langwierige Analyse eigentlich nur darin besteht, sie zu überwinden.

Beitrag melden
vera gehlkiel 02.04.2016, 01:32
125.

Zitat von erdmann.rs
@vera gehlkiel (01.04.16 um 15:34) Guten Abend, vera gehlkiel, es ist interessant, dass Sie sich hier auf Freud beziehen, aber doch nur die (angebliche) "Kastrationsangst" der Männer, nicht jedoch den "Penisneid" der Frauen erwähnen. Letzterer passt anscheinend nicht in Ihre Argumentationskette. Freud hat sich aber mit b e i d e m auseinandergesetzt und wurde von vielen anderen für beide "Theorien" - etwas anderes ist es ja auch nicht - teilweise heftig kritisiert. Da ich von Ihnen schon einige sehr kluge, gute Beiträge gelesen habe (und nicht nur hier bei SPON), hat mich dieser Beitrag doch etwas verwundert. Soweit ich mich überhaupt zurückerinnern kann, habe ich in meinem ganzen Leben noch niemals so etwas wie "Kastrationsangst" empfunden und schon gar nicht beim ersten Anblick eines nackten Mädchens. Dabei geht meine Erinnerung teilweise bis zum dritten Lebens- Jahr zurück, da gab es allenfalls eine gewisse Neugier, warum ein Mädchen anders aussieht als man selber. Später, mit Beginn der Pubertät kam zur Neugier bald eine starke Erregung dazu, aber wie gesagt, niemals Kastrationsangst. Existiert diese vielleicht nur in der Phantasie der Frauen, die ihrerseits ihren Penisneid damit zu kompensieren versuchen? Ich weiß es wirklich nicht, und auch Freud konnte sich nur auf Aussagen seiner Patienten berufen. Woher wollen Sie wissen, dass Männer "Macht anstreben, um ihr unsicheres Ego zu beschützen?" Ich bin ein Mann und habe kein unsicheres, sondern eher ein gesundes Ego, bin nie laut oder gar offen feindselig gegenüber Frauen und ich habe auch kein "sprachlos gebliebenes Minderwertigkeitsgefühl", warum auch? Für mich gilt: "wer ...... will, muss freundlich sein." Eine stark ausgeprägte Libido sorgt dafür, dass ich beim Anblick einer nackten Frau - meistens - an alles Schöne denke, nur nicht an Kastration, ebenso wenig an "Brutalität als Mittel der Auseinandersetzung", die wäre weder mein Stil, noch wäre sie "zielführend".
Ich hab kein Problem damit, dass ich als Mädchen Penisneid gehabt haben könnte. Ich folge nicht allen Implikationen, die Freud damit verbindet, aber dass ich bestimmt eifersüchtig auf das Teil war, was mein Bruder besass, und ich nicht, das kann ich gern zugeben. Und wir können auch gern darüber diskutieren, ob was dran ist, dass sich Frauen so oft deswegen Kinder wünschen, oder dass alte Knacker wie Trump viel jüngere Frauen haben, mal von den Finanzen ganz abgesehen.

Beitrag melden
jorn.meier 02.04.2016, 04:23
126. Wurde auch mal Zeit

Nach fast 10 Jahren Stephen Harper als Prime Minister, war ich mir nicht mehr so sicher ob es eine gute idee gewesen war meine Deutsche fuer eine Kanadische Staatsangehoerigkeit einzutauschen. In einer seiner ersten Auftritte nach dem Wahlgewinn sagte PMJT "Canada is back". Ist auch wirklich gut so.

Beitrag melden
GinaBe 02.04.2016, 07:37
127. Wirklichkeitserklärungen

Zitat von fuffel
sind alles lustige Geschichten. Herr Freud hat doch .... Also, gibt es das Korrektiv? Und das bröckelt gerade massiv. Eltern, Lehrer, Politiker, Vorbilder ansich. Wir haben umgestellt von "Wir müssen das schaffen" auf "Du mußt das schaffen". Und überlassen es dem Markt. Das wird sehr frustierend und damit gewaltätig, da wir einfach unsere Solidarität entziehen und den Einzelnen verantwortlich machen, für ein Spiel, dass der Einzelne in den Regeln gar nicht beeinflussen kann
Wirklichkeitserklärungen gibt es viele. Konkurrenz auch hier....
Da bleibt nur, mit Kant zu sprechen, sich seines Verstandes zu bedienen.

Das bröckelnde Korrektiv?
Sie meinen damit das Versprechen von Freiheit und Menschenrechten? Nicht für alle also?
Der Vorrat ist limitiert.

Aber dann kommt es doch noch: das WIR.

Mit dem WIR integrieren Sie sich selbst auch und schaffen mit ihrem Tun, ihrer Arbeit weder Integration noch Solidarität?

Alles nur der schöne Schein?

Zustimmen will ich Ihnen aber schon in Ihrer Ausführung.
und WIR stecken auch alle drin im Spiel, das von welchen finsteren Mächten nochmal gelenkt wird?
Dem Markt?

Um auf das wir zurückzukommen, werden wir Menschen also von dem großen, unsichtbaren Markt bestimmt, der Bedürfnisse und deren Befriedigung bestimmt und dabei das Individuum sowie die fortlaufende Geschichte kleinerer Staaten eigentlich aber gar nicht berücksichtigt und nur das nennt, was größeren Mengen von Leuten zugute kommen wird, welche das neue Produkt wollen werden?

Das sei so berechnet durch die Marktforschung?
Dann ist ja alles wieder in Ordnung, oder?

Das System ist rund und das Spiel ist auf Gewinner aufgestellt. Da es nur immer einen geben kann, bleiben viele frustrierte Leute übrig, die sich manchmal in die Luft sprengen und andere von ihrem Leben miterlösen.

Zynisch?

Beitrag melden
GinaBe 02.04.2016, 07:52
128. Immer nur lächeln, immer vergnügt!

Zitat von barstow
Er laechlte vor allem, weil sich seine Behoerden die Menschen vorher ausgesucht haben und es auch wieder tun werden.
Dann muss der (schöne) Premier Kanadas DOCH ein kluger Mann sein!

Profitierte die USA nicht diesbezüglich auch sehr von der Verfolgung ungeliebter jüdischer Intellektuellen und Wissenschaftler in Deutschland, Österreich...während der Nazi- Diktatur?

Dieser Krieg sieht etwas anders aus, hat aber dieselben Wirkungen.
Geschwächte und zerstörte Länder verlieren die Menschen, die wieder aufbauen und helfen würden.

Momentan rettet das kanadische Angebot und die deutsche Gesellschaft jedoch vorrangig Leben.
Unserem Land wird der Zuwachs gut tun.

Fraglich wird nur zumehmend der globale Zusammenhang rein auf Imperalismus der Märkte ausgelegt.

Beitrag melden
dexter_douglas 02.04.2016, 07:53
129. Mehr Transparenz

In Zeiten von Trumps und Clintons sind das Lichtblicke.
Es waere nur fair zu sehen, dass nicht nur die EU, bzw. Deutschland, das Versagen der USA lindern.

Kanada hat hier die Moeglichkeit Mitlaeufertum zu verhindern und sich als souveraener Staat zu behaupten, anders als die Vorgaengerregierungen, eine Chance.

http://foreignpolicy.com/2011/05/16/was-canada-in-the-coalition-of-the-willing/

Beitrag melden
Seite 13 von 18
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!