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Premierminister Trudeau: Oh, wie schön ist Kanada
REUTERS

Der Messias ist zurück - im Körper des kanadischen Premierministers Justin Trudeau, einem tanzenden, strippenden, kifferfreundlichen, aus Liebe boxenden Disneyprinzen. Diesen Tausendsassa wollen sogar Feministinnen heiraten.

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Nabob 02.04.2016, 08:28
130. Der üblich infantile Blick auf die Dinge

Nicht etwa politische Inhalte interessieren und schon gar nicht der kanadische Wähler, was er sich von Trudeau erhofft und verspricht.

Nein, unsere kleine, sich so arg wichtig nehmende Kolumnistin meint in Berlin angekommen zu sein und nun die sogenannten "dicken Eier" aus der alten Reichshauptstadt präsentieren zu müssen, jede Woche verlässlich immer wieder hohl, so wie es sich mittlerweile für diese Quelle gehört?

Wie wäre es denn mit einem Voluntariat bei der Bunten oder Gala? Ich könnte mir vorstellen, dass dort ungeahnte Aufstiegschancen warten.

Hier jedoch erhofft man sich - noch, immer noch - hin und wieder mal auch Kolumnen, die sich etwas ernsthafter mit zeitgemäßen Themen befassen und nicht dieses immer gleiche Geschreibsel, welches offenbar nur auf den Verfasser zeigen soll.

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Nabob 02.04.2016, 09:20
131. Was Ihnen in Canada vielleicht nicht geläufig ist

Zitat von 0v32
Es ist fraglich welcher Beitrag sinnloser ist, der Meinige oder der von Ihnen! Leztlich ist dieser gesamte Artikel ziemlich Faktenlos und hat wenig oder gar keinen journalistischen Wert. Ich bin deutscher und bin nach Kanada ausgewandert - nicht zuletzt "Dank der deutschen Wehrpflicht", die damals noch existierte. Leztlich hat Treaudox über 300 Ziele bzw. gesetzliche Änderungen als Wahlziel o. versprechen gesetzt und diese können online verfolgt werden. Von einem Journalist hätte ich erwartet, dass dies mehr Geltung findet und das Aussehen oder Hochzeitsanträge von Feministenenn in den Hintergrund treten. Der Spiegel scheint beinahe wie ein Celebrity "Stalker" Magazin als ein seriöses Nachrichten Magazin. Danke ... übrigens hat Treaudox bereits mehr als 15 Versprechen umgesetzt. Danke...
Es gibt öffentliche Bestrebungen, den Bundesbürger kategorisch zu verblöden. Das ist schon recht fortgeschritten gelungen und entlässt aus der Gesellschaft natürlich auch nur noch Menschen, die schreiben, um letztlich inhaltlich nichts zu sagen, dabei aber kräftig auf sich selbst zu weisen.

Ich kann Ihnen empfehlen: Pascal Bruckner - "Ich leide, also bin ich" - Die Krankheit der Moderne.

Und wenn Ihnen das nicht genügt, kann man sich natürlich auch mit den literarischen Werken von Hannah Arendt und deren Auseinandersetzung mit den Ursachen des Totalitarismus suchen - und wird leider feststellen müssen, dass die heutige gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland nicht frei von Parallelen ist, schleichend mit vollen Mägen, aber kontinuierlich wachsend.

Freuen Sie sich über Ihr Leben in Kanada.

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fuffel 02.04.2016, 09:57
132. führt

Zitat von vera gehlkiel
Wer Freud wegen seiner bildreichen, oft auf Theater und Mythologie abstellenden Sprache, auf den Status eines mehr oder minder originellen Märchenonkels von vor hundert Jahren reduziert, übersieht glaube ich, wie entscheidend die ganze Art, wie wir uns in unserer Ecke der Welt, aber längst nicht mehr nur dort, als Menschen heutzutage definieren, von ihm geprägt wurde. Vor allem, dass wir in Kindern nicht mehr nur unausgegorene Erwachsene sehen, denen man die Zappelei und das viele Dazwischenfragen austreiben muss, notfalls mit rigorosen Methoden, geht zum Grossteil auf Freud zurück. Die von ihm eingeführte Annahme einer Psychodynamik erledigt zugleich aber eigentlich auch die Frage nach der persönlichen Schuld, das wird gern übersehen. Soziopathologische Muster und Zusammenhänge sind begreifbar, ohne etwas „Schlechtes“ annehmen, und dem gegenüber beständig danach streben zu müssen, zu den „Guten“ dazuzugehören. Seltsam, dass man sich auch heute noch so sehr von Freud angegriffen fühlt. Aber auch verständlich, sofern man im Kontext verbleibt, denn Freud selbst sah in der Verdrängung ein so machtvolles Geschehen, dass die ganze langwierige Analyse eigentlich nur darin besteht, sie zu überwinden.
zwar etwas vom Thema weg.

Nein, ich sehe nichts grundsätzlich Schlechtes an einem "Märchenonkel", allerdings halte ich die Normierung, die mit einem solchen System einhergeht für höchst problematisch.

Ursache - Wirkung, Aktion - Reaktion. Eine Theorie ist entweder so vereinfachend, das man mit ihr arbeiten kann oder so realistisch komplex, dass sie dem Gegenstand gerecht wird ...aber dann verliert sie auch die beschreibende Hilfestellung.

Sie unterschlagen auch, welchen Preis wir für dieses mechanistische Menschenbild bezahlt haben und immer noch bezahlen.

Ich fühle mich von Freud keineswegs angegriffen - sind doch spannende Zeitdokumente.

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shardan 02.04.2016, 10:48
133. Warum so negativ?

Zwischen den Zeilen klingt das sehr negativ. Trudeau hat einen großen Pluspunkt: Auch eine Kanzlerin Merkel spricht von Gleichbehandlung etc. Nur weiß jeder, dass sie hinter den Kulissen eng mit Konzernen usw verbandelt ist und diese eine Gleichbezahlung ganz und gar nicht wünschen, schließlich geht es um billige(re) Arbeitskräfte. Also weiß man auch: Es sind Lippenbekenntnisse, denen keine Taten folgen werden, Wahlkampflügen mithin. Trudeau schlägt gewaltig aus diesem Rahmen der üblichen Wählerbeschwichtigung, ihm glaubt man das deutlich eher. Allerdings muss er nun auch liefern, sonst ist er so schnell weg, wie er gekommen ist.

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andrejdelany 02.04.2016, 11:31
134.

So ein Mann ist für einen Mann absolut unerträglich und darum als Feminist wie geschaffen. Gegen einen Disney-Prinzen sehen wir alle ziemlich alt aus, es macht keinen Sinn gegen Superman anzutreten, also lassen wir es lieber. Man muss auch seine Grenzen kennen.

Komisch dass mir die Kolumnen von Frau Stokowski immer gefallen. Ich will sie eigentlich verabscheuen, aber sie gefallen mir, es macht Spass sie zu lesen. Der Schreibstil von Frau Schwarzer hat mir auch immer gefallen, was wirklich ärgerlich ist, denn natürlich stehe ich dem Feminismus feindlich gegenüber. Ein Zwiespalt mit dem ich leben muss wie mit Dschüstön. Warum muss alles immer so kompliziert sein ? :D

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vera gehlkiel 02.04.2016, 14:54
135.

Zitat von Nabob
Nicht etwa politische Inhalte interessieren und schon gar nicht der kanadische Wähler, was er sich von Trudeau erhofft und verspricht. Nein, unsere kleine, sich so arg wichtig nehmende Kolumnistin meint in Berlin angekommen zu sein und nun die sogenannten "dicken Eier" aus der alten Reichshauptstadt präsentieren zu müssen, jede Woche verlässlich immer wieder hohl, so wie es sich mittlerweile für diese Quelle gehört? Wie wäre es denn mit einem Voluntariat bei der Bunten oder Gala? Ich könnte mir vorstellen, dass dort ungeahnte Aufstiegschancen warten. Hier jedoch erhofft man sich - noch, immer noch - hin und wieder mal auch Kolumnen, die sich etwas ernsthafter mit zeitgemäßen Themen befassen und nicht dieses immer gleiche Geschreibsel, welches offenbar nur auf den Verfasser zeigen soll.
Schnuckelig, dieser Anspielungsreichtum, und wie sie präzise aufspiessen, dass wir Mädchen uns so oft überschätzen, dabei können wir ja noch kaum über die Schreibtischkante drüber gucken, weil wir alle so klein sind. Und zu Politik, die so unglaublich wichtig ist, fällt uns nichts ein, als schwülstige Erotik. Wir triefen nun mal vor lauter Hormonen, riechen nach Backpulver und Vanille, vielleicht mal ein bisschen nach Kinderkotze. Ich glaub, sie haben recht, ich such mir jetzt einen richtigen Mann, verbrenn meine lila Emanzenschals und meine alte Emmasammlung, die sowie nur Staub fängt. Ich will endlich einparken lernen, und dass man erst mal den Mund hält, wenn wichtige Gespräche sind, lernt durch zuhören. Ich fress mir noch fünf Kilo drauf, damit es schön klatscht, wenn ich im Café einen lustigen Klaps auf den Hintern kriege, und ich muss auch mal wieder richtig vor dem Spiegel Schmollmund üben. Was mach ich überhaupt noch vor dem Computer? Tschüss, bin jetzt Kuchen backen, lass euch mal allein mit euren Gesprächen bei Cognacschwenker und Zigarren, aber bitte lasst die Welt nicht untergehen! Ihr kriegt es eher hin, wenn wir nicht immer dazwischenplärren, das muss man einsehen. Hoffentlich macht mir bald noch jemand ein Kind! Ich fühl mich nämlich eigentlich unausgefüllt.

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Dr. Kilad 02.04.2016, 14:57
136. Sehr gut und deutlich treffsicherer

als jeder Kommentar, der versucht "nüchtern" an die Sache zu gehen.

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erdmann.rs 02.04.2016, 15:07
137. Weiblichkeit

Zitat von barstow
Nicht in Deutschland. Zu Schwarz/Weiss. Gehen Sie in anderen Laender und verstehen, was Weiblichkeit ist. Wir haben zB. Michele Bachmann, Mary Bono Mack, Kelly Ayotte, Kirsten Gillbrand, Nikki Haley..... Deutschland hat Kuenast, Roth,....
@barstow (01.04.16 um 21:48)

Wenn ich von "Weiblichkeit" spreche, dann meine ich
damit keineswegs nur das weibliche Geschlecht, welches
eine Person hat. Weiblich ist ja auch die Hexe bei Hänsel
und Gretel. Mit Weiblichkeit meine ich insbesondere die
Ausstrahlung einer Frau. Die hängt nicht unbedingt
davon ab, ob die Frau eine Schönheit im klassischen Sinn
ist oder ob sie ein bestimmtes Alter hat. Für mich gibt es
auch keine Ideal-/ oder Traumfrau. Jede Frau, die nicht
gerade ganz dünn oder fett ist, kann anziehend auf mich
wirken, unabhängig von Größe, Haarfarbe, Stimme, usw.
Diese fünf US-Politikerinnen, die Sie genannt haben,
finde ich auf den ersten Blick nicht sonderlich aufregend.
Dass sie relativ jung sind, ist noch kein Grund sie toll
zu finden. Verglichen mit Künast oder Roth schneiden sie
natürlich besser ab. Ich frage mich allerdings, ob Ihnen
zu deutschen Politikerinnen nur Künast und Roth eingefallen sind. Da gibt es durchaus bessere Beispiele.

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erdmann.rs 02.04.2016, 15:44
138. Schnuckelig!

Zitat von vera gehlkiel
Schnuckelig, dieser Anspielungsreichtum, und wie sie präzise aufspiessen, dass wir Mädchen uns so oft überschätzen, dabei können wir ja noch kaum über die Schreibtischkante drüber gucken, weil wir alle so klein sind. Und zu Politik, die so unglaublich wichtig ist, fällt uns nichts ein, als schwülstige Erotik. Wir triefen nun mal vor lauter Hormonen, riechen nach Backpulver und Vanille, vielleicht mal ein bisschen nach Kinderkotze. Ich glaub, sie haben recht, ich such mir jetzt einen richtigen Mann, verbrenn meine lila Emanzenschals und meine alte Emmasammlung, die sowie nur Staub fängt. Ich will endlich einparken lernen, und dass man erst mal den Mund hält, wenn wichtige Gespräche sind, lernt durch zuhören. Ich fress mir noch fünf Kilo drauf, damit es schön klatscht, wenn ich im Café einen lustigen Klaps auf den Hintern kriege, und ich muss auch mal wieder richtig vor dem Spiegel Schmollmund üben. Was mach ich überhaupt noch vor dem Computer? Tschüss, bin jetzt Kuchen backen, lass euch mal allein mit euren Gesprächen bei Cognacschwenker und Zigarren, aber bitte lasst die Welt nicht untergehen! Ihr kriegt es eher hin, wenn wir nicht immer dazwischenplärren, das muss man einsehen. Hoffentlich macht mir bald noch jemand ein Kind! Ich fühl mich nämlich eigentlich unausgefüllt.
@vera gehlkiel (02.04.16 um 14:54)

Hallo vera gehlkiel,
Ihrem Vorredner haben sie es aber tüchtig gegeben,
sehr gut geschrieben (allemal besser als Frau Stokowski)
Bei Ihnen bin ich aber noch nicht so ganz sicher, wo der
Ernst beginnt und die Ironie aufhört (oder umgekehrt).
Bei Ihnen bin ich mir auch nicht sicher, ob Sie wirklich
Feministin mit Leib und Seele sind oder ob Sie das nur
vorgeben. Was genau ist überhaupt eine Feministin?
Gibt es da nicht sehr viele verschiedene Ausprägungen?
Sind Feministinnen männerfeindlich oder mögen sie nur
solche, die nach ihrer Pfeife tanzen? Glauben Sie, dass
Feministinnen die besseren Frauen (Menschen) sind?
Sind so richtige Feministinnen nicht mindestens ebenso
schlimm wie richtige Machos? Bitte, klären Sie mich auf.
Ganz im Ernst, ich habe einige Lebenserfahrung, auch
einige Erfahrung mit Frauen, aber ehrlich gesagt, weiß
ich sehr wenig über Feminismus/Feministinnen.
Wenn ich Ihren Beitrag lese, weiß ich nicht genau, was ich davon halten soll. Sie haben alles das, was Sie jetzt
ändern wollen, so "schnuckelig" beschrieben, dass ich
geneigt bin zu sagen: "Sie sind auf dem richtigen Weg."
Gestern, am 1.April, hätte es besser gepasst, aber dann
hätten Sie nicht gewusst, ob i c h es ernst damit meine.

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Olaf 02.04.2016, 16:40
139.

Was dem einen sein Trump ist dem anderen sein Trudeau. Selbstdarsteller sind gefragt, Inhalte etwas für Loser.

Polarisierende Politiker, ohne Scheu vor Auftritten die bei anderen als peinlich gelten würden.

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