Forum: Kultur
Premierminister Trudeau: Oh, wie schön ist Kanada
REUTERS

Der Messias ist zurück - im Körper des kanadischen Premierministers Justin Trudeau, einem tanzenden, strippenden, kifferfreundlichen, aus Liebe boxenden Disneyprinzen. Diesen Tausendsassa wollen sogar Feministinnen heiraten.

Seite 16 von 18
GinaBe 03.04.2016, 11:19
150.

Zitat von vera gehlkiel
Feminismus ist eine Befreiungsbewegung. Hierbei geht es um sehr ernste Themen wie Gewalt gegen Frauen, handgreifliche, sexualisierte und verbalisierte Gewalt. Um gezielte Ungerechtigkeit im Berufsleben, aber auch um die Fortschreibung starrer gesellschaftlicher Klischees, .... Daher geht Feminismus die Gesellschaft im Ganzen an, und ist keineswegs nur der selbstverliebte Ausdruck einer von ein paar lesbischen Mädchen dominierten Nischenkultur, als der er anscheinend noch immer viel rezeptiert wird.
Gesellschaftliche Klischees nutzen natürlich nicht ausschließlich Männern zum Machterhalt sondern auch Frauen, die aufgrund elitärer Herkunft vom Status profitieren und ebenfalls sehr gerne dazu neigen, Vorteile zu ziehen aus diesem und sich zum Schaden anderer zu bereichern, anderer Leben parasitär auszunutzen und sie dann auch noch zu verhöhnen, wenn sie ausgebrannt, krank und natürlich völlig verarmt und abhängig von Transferleistungen des Staates auf die Straße geworfen werden.
Solche Dinge passieren heute!, hier! und werden institutionell gedeckt, weil unsere Gesellschaft sich als frei bezeichnen will, die Verlierer(innen)positionen dabei jedoch außer Acht lässt.
Verschleppte Mädchen, die als Zwangsprostituierte missbraucht werden, sind nur ein unrühmliche Beispiel für Mißstände unserer Kultur.
Die Emanziaptionsbewegung von Frauen, Schwarzen, Homosexuellen, Kranken, Behinderten.... will -die Gesellschaft von ihren Vorurteilen befreien und davon überzeugen, daß Art.1 im GG gerechtfertigt ist und nicht nur als Ideal dienen soll, daß jeder Mensch Würde besitzt und frei denken will.
Wenn diese Menschen-Würde jedoch auch schon kapitalisiert wird, ist es mit dem freiheitlichen Anspruch einer barrierefreien Gesellschaft sehr dürftig bestellt.

Beitrag melden
erdmann.rs 03.04.2016, 12:28
151. Feminismus

@vera gehlkiel (03.04.16 um 01:03)

Hallo vera gehlkiehl,
Ihren Beitrag habe ich mal als Antwort auf meine Frage
an Sie bezogen. So wird er wohl auch gemeint sein.
Eigentlich hatte ich gehofft, etwas weniger Allgemeines,
schon Bekanntes zu erfahren, dafür mehr über Ihre eigene Ansicht zum Thema Feminismus. Trotzdem danke ich für die Mühe, die Sie sich gemacht haben.
Wahrscheinlich gibt es mindestens so viele verschiedene
Ausprägungen von Feminismus/Feministinnen wie von
Männern und Machos. Feministinnen, die auch dann noch
nicht zufrieden sind, wenn sie aus Männern "Softies"
gemacht haben, die ihnen aus der Hand fressen, jeden
Wunsch von den Augen ablesen, ihnen zu Weihnachten
Pullover stricken (hihi), sind sicher auf dem falschen Weg.
Solche Softies verachten sie dann wahrscheinlich auch.

„Die Vision des Feminismus ist nicht eine ‚weibliche Zukunft‘. Es ist eine menschliche Zukunft. Ohne Rollenzwänge, ohne Macht- und Gewaltverhältnisse, ohne Männerbündelei und Weiblichkeitswahn.“
– Johanna Dohnal, 2004

Mit der Definition könnte ich mich durchaus anfreunden.
Das letzte Wort "Weiblichkeitswahn" scheint mir wichtig.
In Deutschland sind wir auch ganz sicher schon viel näher
dran, als in weiten Teilen (dem größeren (?) der Welt.

Es ist natürlich ein Unding, wenn Ihnen ein Mann die Tür
vor der Nase zuknallt, egal wo das passiert.
Ich renne zwar nicht 5 m voraus, um jemandem die
Tür aufzureißen, aber ich halte sie immer - für jeden -
auf, wenn ich ein paar Schritte vorausgegangen bin,
ganz egal ob im Restaurant, Kaufhaus oder sonstwo.
Meistens bücke ich mich auch, wenn jemandem - egal ob alter Mann, junge Frau oder kleines Kind - etwas
heruntergefallen ist, um es aufzuheben, obwohl ich nicht
so schnell unten bin wie z.B. ein 4-jähriges Kind.
Ein "richtiger Mann" bin ich trotzdem und ich möchte nie
etwas anderes sein. In m e i n e m Alter könnte mich wohl auch keine Frau mehr ver-/ oder "zurechtbiegen"
(nach ihren Wünschen).

Beitrag melden
nobody_incognito 03.04.2016, 15:02
152. Deutung

Zitat von erdmann.rs
@nobody_incognito (02.04.16 um 21:53) Worum es I h n e n geht, ist eine Sache, ob Ihre Attacken als "persönliche Angriffe" empfunden werden, eine ganz andere. Es ist eine breite Palette zwischen "ganz dolle freundlich sein" und wildfremde Menschen einfach "grundlos angiften". Zu den Menschen, die "ganz dolle freundlich" sind, bzw. sein können, gehören Sie wohl auch eher nicht.
Die Deutungshochheit bleibt Ihrem Subjekt überlassen, auch wie Sie mit konstruktiver Kritik umgehen. Es sollte doch vordergründig um einen gemeinnützigen Erkenntnisprozess gehen. Und egal was uns begegnet, es ist in irgendeinem Sinne immer dienlich. Ich bin halt stets um mein subjektives Verständnis von Objektivität bemüht. ;-))

Beitrag melden
nobody_incognito 03.04.2016, 15:05
153. Ödipus

Zitat von nobody_incognito
Also man kann die Psychiatrie als einen (kulturellen) Versuch ansehen die Überwindung der Verdrängung zu verdrängen und Bewusstsein zu verhindern, weil das dem Erhalt der Kultur vllt. nicht zuträglich wäre. Kultur kommt ja von "Kultivieren" was ja etwas "künstliches" hervorbringt. Das "Authentische" wäre das (unschuldige) "Wilde", was aber wiederum Freiheit meint. Also die Schizophrenie an der man "erkranken" kann, wird in diesem Spannungsfeld liegen. Man kann es bestimmt nicht generalisieren, aber so eine "Krankheit" wurde auch von Fachleuten als ein Weg de Gesundung/Reifung/Bewusstseinerweiterung angesehen. http://constructiipersonale.blogspot.pt/2011/02/schizophrenia-as-self-healing-process.html
Da kommt dann wieder der Ödipus in's Spiel. Der hatte es "bekanntlich" mit der Sphinx zu tun und das ganze Leben ist auch bekanntlich ein Quiz. Und so kann auch nur ein Mensch wissen was ein Mensch ist. ;-))

Beitrag melden
erdmann.rs 03.04.2016, 15:53
154. Kultur

Zitat von nobody_incognito
Also man kann die Psychiatrie als einen (kulturellen) Versuch ansehen die Überwindung der Verdrängung zu verdrängen und Bewusstsein zu verhindern, weil das dem Erhalt der Kultur vllt. nicht zuträglich wäre. Kultur kommt ja von "Kultivieren" was ja etwas "künstliches" hervorbringt. Das "Authentische" wäre das (unschuldige) "Wilde", was aber wiederum Freiheit meint. Also die Schizophrenie an der man "erkranken" kann, wird in diesem Spannungsfeld liegen. Man kann es bestimmt nicht generalisieren, aber so eine "Krankheit" wurde auch von Fachleuten als ein Weg de Gesundung/Reifung/Bewusstseinerweiterung angesehen. http://constructiipersonale.blogspot.pt/2011/02/schizophrenia-as-self-healing-process.html
@nobody_incognito (02.04.16 um 17:52)

Was war zuerst da, die Henne oder das Ei?
Sie erklären hier, was "Kultur" heißt und schreiben: "das
Wort kommt ja von Kultivieren was ja etwas künstliches hervorbringt."
Woher wissen Sie, ob hier das Verb vom Substantiv
abgeleitet wurde, o d e r umgekehrt?
Das Wort "Kultur" kann s o w o h l aus
(lat.) colere = bebauen, bestellen, pflegen, als a u c h aus
(lat.) cultura = Landbau, Pflege (des Körpers und des Geistes)
entstanden sein.
Ob Verben oder Substantive zuerst - oder beide zugleich -
in der menschlichen Kommunikation/Sprache verwendet
wurden, finden Sie ja vielleicht auch noch heraus.

Beitrag melden
vera gehlkiel 03.04.2016, 16:00
155. @GinaBe

Auch für Frauen gilt, dass sie gern abends die Beine hochlegen, wenn sie erstmal halbwegs gesichert in der Komfortzone angelangt sind, warum soll dies auch anders sein als bei Männern? Viele von uns leben mit der Doppelbödigkeit der Rollenklischees mittlerweile ganz gut, oder haben jedenfalls das Gefühl, es wäre nicht richtig, sich immer nur zu beklagen. Das Abstellen auf Extremes, wie etwa Zwangsprostitution, kann da sogar einschüchternd wirken, auch ein Blick zurück in die Geschichte: immerhin müssen wir den Beischlaf nicht mehr zuallererst als eheliche Pflicht auszuüben, und wir müssen auch nicht mehr adrett bei Tisch parat stehen, wie noch unsere Mütter, um essende Männer zu bedienen. Die en passant Massstäbe setzende Ohrfeige (etwa im Film der frühen siebziger Jahre noch gang und gäbe, selbst eine Romy Schneider kriegte da lässig ein paar verplättet) hat sich als öffentlich abbildbares Stilmittel ebenfalls erledigt. Das alles kann den Blick für die Realitäten des Alltags schnell eintrüben, zumal Frauen sich seit jeher darüber, dass man ihnen Schuld zueignete, in die Enge treiben liessen. Mal ist man kindsköpfige Rebellin und löst wahre Eifersuchtsdramen aus, wenn man mit ein paar Mädels Samstag Nacht auch mal ohne Kerl einen heben gehen will, dann wieder wird beklagt, wie bieder und abtörnend man mittlerweile daherkommt. Man soll Heilige oder Hure sein, am besten beides immer abwechselnd. Wenn der Junge kifft, das Mädchen ein entzündetes Piercing hat, der Hund seinen Durchfall im Wohnzimmer verteilt, ist immer eine Frau daran schuld, meistens jedenfalls. Und oft münden diese Dramen in Vorwurfshaltungen: klar, Madame muss sich ja selbst verwirklichen, deswegen passiert so etwas.
Angesichts all dessen, finde ich, muss man immer wieder betonen, was alles Feminismus dem Anspruch nach umfasst, und es ist keineswegs eine Spur zu hoch gegriffen, hier das Grundgesetz ins Spiel zu bringen. Ich finde darüber hinaus, dass der Feminismus dringend weiterhin das Grelle und Schrille, notfalls Kreischerische, sogar Prollige braucht, aus der Ecke heraus muss, in der es vorwiegend darum geht, dass genügend sprachliche Neutralität ins Schriftgut der Behörden Einlass findet, und Alice Schwarzer uns wie immer ihre rhetorische Überlegenheit via Mattscheibe darlegt. Kunst ist ein Wellenbrecher, sie irritiert das sich selbst beim Sprechen zuhörende Selbstgespräch des Systems, welches nach aussen hin blind und taub ist, so ähnlich meinte Luhmann; in diesem Sinne sollte Feminsimus auch eine Kunstrichtung sein, oder es wieder werden, an eine ziemlich vorzeigbare Tradition anknüpfend.

Beitrag melden
vera gehlkiel 03.04.2016, 16:18
156. @erdmann.rs

Zitat von erdmann.rs
@vera gehlkiel (03.04.16 um 01:03) Hallo vera gehlkiehl, Ihren Beitrag habe ich mal als Antwort auf meine Frage an Sie bezogen. So wird er wohl auch gemeint sein. Eigentlich hatte ich gehofft, etwas weniger Allgemeines, schon Bekanntes zu erfahren, dafür mehr über Ihre eigene Ansicht zum Thema Feminismus. Trotzdem danke ich für die Mühe, die Sie sich gemacht haben. Wahrscheinlich gibt es mindestens so viele verschiedene Ausprägungen von Feminismus/Feministinnen wie von Männern und Machos. Feministinnen, die auch dann noch nicht zufrieden sind, wenn sie aus Männern "Softies" gemacht haben, die ihnen aus der Hand fressen, jeden Wunsch von den Augen ablesen, ihnen zu Weihnachten Pullover stricken (hihi), sind sicher auf dem falschen Weg. Solche Softies verachten sie dann wahrscheinlich auch. „Die Vision des Feminismus ist nicht eine ‚weibliche Zukunft‘. Es ist eine menschliche Zukunft. Ohne Rollenzwänge, ohne Macht- und Gewaltverhältnisse, ohne Männerbündelei und Weiblichkeitswahn.“ – Johanna Dohnal, 2004 Mit der Definition könnte ich mich durchaus anfreunden. Das letzte Wort "Weiblichkeitswahn" scheint mir wichtig. In Deutschland sind wir auch ganz sicher schon viel näher dran, als in weiten Teilen (dem größeren (?) der Welt. Es ist natürlich ein Unding, wenn Ihnen ein Mann die Tür vor der Nase zuknallt, egal wo das passiert. Ich renne zwar nicht 5 m voraus, um jemandem die Tür aufzureißen, aber ich halte sie immer - für jeden - auf, wenn ich ein paar Schritte vorausgegangen bin, ganz egal ob im Restaurant, Kaufhaus oder sonstwo. Meistens bücke ich mich auch, wenn jemandem - egal ob alter Mann, junge Frau oder kleines Kind - etwas heruntergefallen ist, um es aufzuheben, obwohl ich nicht so schnell unten bin wie z.B. ein 4-jähriges Kind. Ein "richtiger Mann" bin ich trotzdem und ich möchte nie etwas anderes sein. In m e i n e m Alter könnte mich wohl auch keine Frau mehr ver-/ oder "zurechtbiegen" (nach ihren Wünschen).
Klar, sie waren gemeint, es verlinkt sich hier irgendwie nicht immer richtig. Dass sie höflich im Umgang bleiben, selbst wenn ihnen eine potentielle Feministin gegenübertritt, weiss ich zu schätzen, das zeugt für mich wirklich von innerer Grösse. Ich finde, es geht bei dem Thema ganz und gar nicht ums Zurechbiegen, sondern ums Gegenteil, um die Selbstgewahrwerdung. Ein Mann, der mit sich im Reinen ist, sollte sich eine Partnerin auf Augenhöhe wünschen, und kann wohl auch gelegentlich darauf klarkommen, dass sie etwas besser kann, besser weiss, etc. Jetzt muss ich aber, mein Kuchen riecht so, als müsste er dringend mal raus.

Beitrag melden
nobody_incognito 03.04.2016, 16:21
157. Henne oder das Ei

Zitat von erdmann.rs
@nobody_incognito (02.04.16 um 17:52) Was war zuerst da, die Henne oder das Ei? Sie erklären hier, was "Kultur" heißt und schreiben: "das Wort kommt ja von Kultivieren was ja etwas künstliches hervorbringt." Woher wissen Sie, ob hier das Verb vom Substantiv abgeleitet wurde, o d e r umgekehrt? Das Wort "Kultur" kann s o w o h l aus (lat.) colere = bebauen, bestellen, pflegen, als a u c h aus (lat.) cultura = Landbau, Pflege (des Körpers und des Geistes) entstanden sein. Ob Verben oder Substantive zuerst - oder beide zugleich - in der menschlichen Kommunikation/Sprache verwendet wurden, finden Sie ja vielleicht auch noch heraus.
Also ich bin der Meinung, dass die Henne zuerst da war. Hat auch was mit Schuldunfähigkeit und Alternativlosigkeit zu tun. Mir geht's eher um die sinngemäße Bedeutung, als um die Etymologie. Ich war ja nicht dabei als das Wort "erfunden" wurde, also find ich's auch müßig darüber zu streiten.
Kultur hat für mich was mit frühkindlich eingeprägtem Codex zu tun, was sich dem Bewusstsein i.d.R. so weit entzieht, dass es gern mit Genen und Rassen verquirrlt wird. Manche meinen Kulturen wären aus den Genen entstanden, was auch Blödsinn ist. Es gibt bestimmt leichter und schwerer erziehbare Kreaturen. Am allerschwersten zu erziehen werden die etwas vernünftigeren sein, weil es mit Einsicht und kritischer^^ Reflektion zu tun hat.

Beitrag melden
GinaBe 03.04.2016, 16:57
158.

Zitat von vera gehlkiel
Auch für Frauen gilt, dass sie gern abends die Beine hochlegen, wenn sie erstmal halbwegs gesichert in der Komfortzone angelangt sind, warum soll dies auch anders sein als bei Männern? Viele von uns leben mit der Doppelbödigkeit der Rollenklischees mittlerweile ganz gut, oder haben jedenfalls das Gefühl, es wäre nicht richtig, sich immer nur zu beklagen. ... Man soll Heilige oder Hure sein, am besten beides immer abwechselnd.... Angesichts all dessen, finde ich, muss man immer wieder betonen, was alles Feminismus dem Anspruch nach umfasst, ... Kunst ist ein Wellenbrecher, sie irritiert das sich selbst beim Sprechen zuhörende Selbstgespräch des Systems, welches nach aussen hin blind und taub ist, so ähnlich meinte Luhmann; in diesem Sinne sollte Feminsimus auch eine Kunstrichtung sein, oder es wieder werden, an eine ziemlich vorzeigbare Tradition anknüpfend.
Zu wenige beklagen sich, leiden still und ergeben, finden sich in der Position im Abseits ein, die ihnen zugeteilt wird und versuchen, den Spagat zu schaffen zwischen Beruf und Kindern als Alleinerziehende und haben Protest udn Forderung z.B. NACH dem rechtlich zugesicherten KiTa- und Hortplatz längst aufgegeben, weil ihnen das finanzielle Polster etwa nicht zur Verfügung steht, diesen einzuklagen.

Zwischen Verantwortungsgefühlen für Eltern und Nachbarn, Freunden und zum Schluß erst sich selbst hin- und her geschleudert nehmen sie gar nicht mehr wahr, wie sehr sich staatliche und kirchliche Zuwendungsbereiche reduziert haben und fordern diese Mithilfe auch dort kaum mehr ein, auch wenn diese Institutionen ihre Rationalisierungsprogramme auch immer lautstark zu beklagen wissen und sich in der Öffentlichkeit damit wichtig zu machen versuchen-, anstatt sie zurückzunehmen.

Mit zunehmender Beschleunigung von einander abwechselnder Ereignisse scheint die Handlungsfähigkeit gesetzgebender Institutionen sowie ihren Sachwaltern immer mehr die Puste auszugehen für Änderungsstränge, die längst überfällig sind. Dafür breschen sie im blinden Aktionismus vorwärs und verursachen ein Debakel nach dem anderen.
Um auf Feminismus zurückzukommen, sollte die Familien- und Frauenministerin zur aktiven beihilfe hinzugezogen werden, etwa endlich die Frauen mit Kindern zu entlasten, sie aus diesem unsäglichen Hartz 4- zu befreien und sie einer eigenen Bestimmung zuzuführen,
nach Wahl natürlich und nicht zwangsläufig im Sozialsektor.
Das Ministerium kann gut Gelder locker machen, wenn es darum geht, wirklich Chancen freizusetzen. Immerhin versucht Frau Nahles dies- sie soll mal nicht so verkrampft sein und sich etwas einsetzen für ihre Schäfchen. Solch ein Aktionsplan hätte jedenfalls mehr Aussichten auf Nachhaltigkeit mit KiTa- und Schulbeginn des/ der Kind(er), als eine "Beschäftigung" zu erzwingen für Langzeitarbeitslose, die scheinbar großes Potential besitzen, Erfolge vorzugaukeln.

Feminismus als Kunstrichtung?
Außer der EMMA sind die meisten Projekte "Frauenzeitung" ja eingeschlafen.
Ich höre gerne mehr.

Beitrag melden
nobody_incognito 03.04.2016, 16:59
159. Sexualität

Zitat von vera gehlkiel
Man soll Heilige oder Hure sein, am besten beides immer abwechselnd. Wenn der Junge kifft, das Mädchen ein entzündetes Piercing hat, der Hund seinen Durchfall im Wohnzimmer verteilt, ist immer eine Frau daran schuld, meistens jedenfalls. Und oft münden diese Dramen in Vorwurfshaltungen: klar, Madame muss sich ja selbst verwirklichen, deswegen passiert so etwas.
Das mit der Heiligen und Hure hat eben was mit der "ungesunden" Sexualität zu tun, eben wieder mit Ödipus-Komplexen, die Teil der kulturellen Prägung sind. Was sollte daran "Schuld" sein? Ein Sinn-Vakuum?

Beitrag melden
Seite 16 von 18
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!