Forum: Kultur
Pressefreiheit in Österreich: Atmosphäre der Angst
Leonhard Foeger/ REUTERS

Nicht erst seit der Ibiza-Affäre ist bekannt, dass österreichische Politiker versuchen, die Berichterstattung zu beeinflussen. Auch SPIEGEL-Korrespondent Hasnain Kazim erlebt, wie Journalisten in Österreich unter Druck gesetzt werden.

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claus7447 23.05.2019, 09:52
1. Eines fürchten die Rechten!

Die 4. Gewalt. Denn dann kommen die schiefen und ungesetzlichen Vorgänge, die verschrobene Denkweise zum Vorschein. Man würde, könnte man, am liebsten die Presse direkt dem Innenministerium unterstellen und nur mit ausgewählten Personen besetzen - Ungarn das Vorbild - allerdings sollte man nicht unerwähnt lassen: das 1000 jährige Reich mit totaler Gleichschaltung.

Die die am lautesten schreien die ÖR abzuschaffen haben eigentlich nur im Sinn: die Macht über das Wort, Bild und Ton zu erreichen! Damit die totale Macht - Brainwashing täglich!

In Ländern die die Presse in wenigen Organen konzentriert haben (UK) sieht man die fatalen Auswirkungen. Allerdings muss es nicht immer zum Allerbesten sein - s. USA, wo mittlerweile ein schwarz/weiß Kampf herrscht. Allerdings - wie war diese Woche zu hören: Donny hat FOX news gerügt - war nicht positiv genug. Na - ist doch schon mal ein Anfang!

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Rassek 23.05.2019, 09:54
2. Verfehlt

Es geht doch weniger um Pressefreiheit, als deren Anschein. Siehe Erdogan: Selbst dieser behauptet es ginge demokratisch zu.

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Michael Collins 23.05.2019, 09:57
3. Sogenannte "Lügenpresse"

Es ist schon äußerst bedenklich, wie diese sog. neue Rechte auf der einen Seite massiv Einfluss auf den Journalismus nimmt und andererseits die freie Presse der "Fake-News" und "Lügenpresse" bezeichnet. Das sind eindeutige Angriffe auf die Demokratie, die die Verfassungsfeindlichkeit dieser Gruppierungen eindeutig unter Beweis stellt. Dass Journalismus und Medien eines der höchsten Güter einer freien Gesellschaft und der Demokratie sind, beweist das Agieren von totalitären Systemen, die als erste Maßnahme die freien Medien ausschaltet. Deshalb, vielen Dank den freien Medien für ihre wichtige Aufgabe und ihren Einsatz für unser aller Freiheit!

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Proggy 23.05.2019, 10:04
4. Beeinflussung findet überall statt

Ist die zunehmend selektive Berichterstattung (Themen extrem pushen oder nicht/kaum berichten) nicht auch eine Art von Beeinflussung? In den letzten Jahren versuchen die Medien verstärkt - wo immer es geht -, ihre Leser zu beeinflussen.
Wirklich neutrale Nachrichten (rein die Fakten) gibt es längst nicht mehr, jeder Moderator fühlt sich berufen, seine eigenen Anschauungen (oder die der Redaktion) einfließen zu lassen. Notfalls wird weggelassen, verschwiegen, mit Tränen moderiert oder mit Bildern manipuliert.

Wieviele geschriebene Worte über den bestechlichen (zurückgetretenen ehm. Innenminister) Strache, der vom Gegner professionell hereingelegt wurde, gibt es im deutschen Blätterwald?
Im Gegensatz dazu : Wieviele geschriebene Worte über den(zurückgetretenen ehm. niederländische Minister für Einwanderung), Mark Harbers, der das Parlament und die Bevölkerung mit seinem geschönten und verfälschtem Bericht zur Flüchtlingskriminalität, täuschen wollte?
Liegt die auffällig unterschiedliche Berichterstattung, an der nahen EU-Wahl, an der politischen Lager-Zugehörigkeit der ehemaligen Minister oder am Thema?

Es gab sie mal....
"Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache - auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazu gehört." - Hans Joachim Friedrichs

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Mehrleser 23.05.2019, 10:06
5.

Beim Thema Pressefreiheit in D und in AT habe ich den Eindruck, dass diejenigen, die gerne austeilen - Presse, Medien - beim Einstecken deutlich empfindlicher sind. Das ist nichts Neues, man denke nur an BILD und Diekmann. Hier prallen halt die Pressefreiheit sowie die Meinungsfreiheit der Berichteten aufeinander. Das müssen alle Beteiligten aushalten.

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Siebengestirn 23.05.2019, 10:18
6. Dieser Artikel von Herrn Kazim verdeutlicht besonders klar,

wie überaus wichtig das "Ibiza - Video" für die Pressefreiheit in Österreich war und ist. Wenn die Wähler nunmehr dort immer noch so zahlreich die FPÖ ankreuzen, ist der schönen Alpendemokratie allerdings nicht mehr zu helfen.

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draco2007 23.05.2019, 10:19
7.

Zitat von Proggy
Wirklich neutrale Nachrichten (rein die Fakten) gibt es längst nicht mehr, jeder Moderator fühlt sich berufen, seine eigenen Anschauungen (oder die der Redaktion) einfließen zu lassen.
Lesen sie die Nachrichten von den Nachrichtenagenturen wie "dpa" dann haben sie Meinungsfreie Nachrichten.

Journalismus ist IMMER subjektiv, kann es gar nicht anders sein.
Wenn sie nicht dazu in der Lage sind aus mehreren subjektiven Meinungen für sich selbst eine Meinung zu bilden, dann ist das nicht das Problem der Medien, sondern schlicht ihres.

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muellerthomas 23.05.2019, 10:23
8.

Zitat von Mehrleser
Beim Thema Pressefreiheit in D und in AT habe ich den Eindruck, dass diejenigen, die gerne austeilen - Presse, Medien - beim Einstecken deutlich empfindlicher sind.
Und völlig zu Recht: Es ist Aufgabe der Medien, die Politik zu kritisieren, aber es ist nicht Aufgabe der Machthabenden, die Medien zu kritisieren.

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muellerthomas 23.05.2019, 10:29
9.

Zitat von Proggy
Es gab sie mal.... "Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache - auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazu gehört." - Hans Joachim Friedrichs
http://falschzitate.blogspot.com/2017/11/einen-guten-journalisten-erkennt-man.html

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