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"Prometheus"-Regisseur Scott: "Natürlich gibt es intelligentes Leben im All"
Twentieth Century Fox

Gute Aliens, böse Konzerne: Mit dem Weltraum-Thriller "Prometheus" kehrt "Alien"-Schöpfer Ridley Scott nach mehr als 30 Jahren ins Science-Fiction-Genre zurück. Im Interview spricht der britische Regie-Altmeister über außerirdische Intelligenz und intergalaktischen Kapitalismus.

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sample-d 09.08.2012, 09:35
1. |||||

Zitat von sysop
Gute Aliens, böse Konzerne: Mit dem Weltraum-Thriller "Prometheus" kehrt "Alien"-Schöpfer Ridley Scott nach mehr als 30 Jahren ins Science-Fiction-Genre zurück. Im Interview spricht der britische Regie-Altmeister über außerirdische Intelligenz und intergalaktischen Kapitalismus.
Mich würde mal interessieren was das für "Wissenschaftler" waren mit denen Scott gesprochen hat, und die bei offenen Fragen in die Religion abdriften.
Ich finde es schade, dass Prometheus in diese abstruse Däniken-Schiene geraten ist - die die Erklärung der Entstehung von Leben nur verkompliziert und damit gegen eine Grundregel von Wissenschaft verstösst.
Ich hoffe jemand anders wird eine Prequel zu Alien drehen, die dem Film auch gerecht wird..

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hutten 09.08.2012, 09:49
2. "Alien" Scott

Zitat von sysop
Gute Aliens, böse Konzerne: Mit dem Weltraum-Thriller "Prometheus" kehrt "Alien"-Schöpfer Ridley Scott nach mehr als 30 Jahren ins Science-Fiction-Genre zurück. Im Interview spricht der britische Regie-Altmeister über außerirdische Intelligenz und intergalaktischen Kapitalismus.
So so Herr Scott meint, die Vorstellung nur auf der Erde gäbe es intelligente Lebewesen sei bei der Betrachtung der Millionen Sterne und der vielen Galaxien einfach nur lächerlich.

Nun, ich finde Scott`s Aussage ist lächerlich! Meine ganz persönliche Theorie -Die Wahrheit kennt ja niemand- ist folgende:
1. Es gibt nur einen Gott.
2. Gott erschuf dieses ganze Milchstraßensystem.
3. Gott erschuf -Im Rahmen der Evolution- auch diesen wunderbaren
blauen Planeten.
4. Gott erschaffte auch den Menschen.
5. Gott sprach den entscheidenden Satz."Macht Euch die Erde
untertan.
6. Damit war seine schöpferische Aufgabe erfüllt.
7. Nun sieht er zu, wie sich der Mensch die Erde untertan macht.
8. Versagt der Mensch, schafft er sich also selbst wieder ab,
wird Gott sagen: "Das wars", das Experiement ist gescheitert
9. Scott wird nach seinem Ableben vor Gott stehen und gefragt
werden: "Warum zweifelst Du an meinem Werk"
10.Scott weiß keine Antwort und landet als Alien im Bauch von
Sigourney Weaver

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Websingularität 09.08.2012, 10:03
3. Ästhetik ist gut, Story ist wichtiger!

Zitat von sysop
Gute Aliens, böse Konzerne: Mit dem Weltraum-Thriller "Prometheus" kehrt "Alien"-Schöpfer Ridley Scott nach mehr als 30 Jahren ins Science-Fiction-Genre zurück. Im Interview spricht der britische Regie-Altmeister über außerirdische Intelligenz und intergalaktischen Kapitalismus.
Hat der Film auch etwas für Atheisten zu bieten?
Wie kann man nur Sci-Fi mit Pseudo-Religion versauen?

Was die Konzerne angeht, die können im Weltall nichts ausrichten.
Mondlandung, Raumstation, ... das wurde alles staatlich bzw. öffentlich finanziert.
Private Raumfahrt (im großen Stil), bleibt für immer Utopie.

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alexschneider75 09.08.2012, 10:04
4. Oh je …

"Aber überlegen Sie doch mal, wie lange es die Erde gibt: Vier Milliarden Jahre? Und wie lange gibt es den Homo Sapiens? 200.000 oder 300.000 Jahre vielleicht. Das ist eine verdammt lange Zeit, in der nichts passiert ist. Irgendwo auf diesem Weg hat jemand der Menschheit auf die Sprünge geholfen."

Genau, in all den Jahren dazwischen ist natürlich rein gar nichts passiert.
Plopp! Da war plötzlich der Homo Sapiens da.
Um Himmelswillen, Scott klingt hier wie der hinterwäldlerischste Kreationist aus dem amerikanischen Bible Belt.

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Anay2 09.08.2012, 10:06
5.

Zitat von sample-d
Mich würde mal interessieren was das für "Wissenschaftler" waren mit denen Scott gesprochen hat, und die bei offenen Fragen in die Religion abdriften.
Ach, von denen gibt's genug. Über 90% der Menschheit glauben an irgendeine höhere Macht (wie z.B. einen Gott), also werden darunter auch ordentlich viele Wissenschaftler sein.
Zitat von sample-d
Ich finde es schade, dass Prometheus in diese abstruse Däniken-Schiene geraten ist - die die Erklärung der Entstehung von Leben nur verkompliziert und damit gegen eine Grundregel von Wissenschaft verstösst.
Richtig. Wissenschaftler haben Evolution schon direkt beobachten können, ich glaube bei Süßwasserfischen. Ein Teil der Evolutionstheorie, nämlich die natürliche Selektion, gilt als universelles Naturgesetz, ist also gar keine Theorie, sondern unumstößlicher Fakt. Hier aber diese ganze Däniken-Esoterik. (Übrigens ist interessant zu sehen, wie Scott beharrlich vermeidet, konkret auf die Fragen des Interviewers einzugehen. Stattdessen faselt er was von Außerirdischen, die es mit Sicherheit gibt usw., ein völlig unabhängiges Thema.) Durch den Däniken-Mist wird der Film zu einem Fantasy-Streifen, einem Märchen. Da wirken die "großen Fragen" à la Kubricks "2001", wo diese "Ancient-Astronauts"-Theorie eher abstrakt-philosophisch behandelt wurde, nur lächerlich, v.a. weil der Film auch radikal zusammengestaucht ist, mit unglaublich vielen "Plot-Holes". Dramatisch ist der Film eine wirre, zerfahrene, unzusammenhängende, esoterische Pseudo-SciFi-Katastrophe, aber genau das scheint den meisten Zuschauern zu gefallen. Er kam mehrheitlich positiv an, auch bei den Kritikern. Sehr seltsam. Rationalere Typen wie Du und ich sollten aber aufpassen.
Zitat von sample-d
Ich hoffe jemand anders wird eine Prequel zu Alien drehen, die dem Film auch gerecht wird..
Auf der BluRay von "Prometheus" wird auch Spaihts Originaldrehbuch sein. Darin gab's (so hört man) genug "echte" Aliens, Facehugger und den ganzen Kram. Aber es war dem Studio und Scott zu viel "same old same old", also kam Lindelof, und der hat's auf Anweisung von Scott leider gehörig verschlimmbessert, mit dieser ganzen Esoterik, den Plot-Holes usw. Aber es sieht so aus, dass weder Spaihts noch Lindelof an der (oder den?) Fortsetzung(en) mitarbeiten werden. Es gibt also noch Hoffnung.

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laika 09.08.2012, 10:13
6.

Zitat von hutten
So so Herr Scott meint, die Vorstellung nur auf der Erde gäbe es intelligente Lebewesen sei bei der Betrachtung der Millionen Sterne und der vielen Galaxien einfach nur lächerlich. Nun, ich finde Scott`s Aussage ist lächerlich! Meine ganz persönliche Theorie -Die Wahrheit kennt ja niemand- ist folgende: 1. Es gibt nur einen Gott. 2. Gott erschuf ....
Ich werde einfach nie verstehen, wie Menschen mit einer so verqueren Logik klarkommen können, nur um diese Welt religiös erklären zu wollen.
Warum (um Gottes Willen) soll es einen Gott geben, der alles erschaffen hat? Nur weil wir nicht seine/ihre Nicht-Existenz beweisen können? Weil alles so kompliziert ist? Weil wir bislang nicht alles erklären können?

Wir können auch keine Nicht-Existenz von intelligenten Kaffeetassen, die um den Sirius kreisen beweisen.
Wenn etwas dingliches (Natur, Galaxis, Mensch etc.) zu kompliziert sein sollte, um aus sich selbst entstanden zu sein - ist es völlig unlogisch daraus zu schließen, dass es dann wohl von etwas noch viel komplizierterem erschaffen worden sei. Wo bitte kommt das her? Wurde es vielleicht noch von etwas Superduper-kompliziertem Erschaffen? und woher ist das dann?
Auch wenn wir (noch) nicht definitiv erklären können, wie es sich irdisches Leben bis heute entwickelt hat: Die Tatsache, dass es überhaupt etwas gibt erklärt vollständig, dass entweder etwas aus Nichts entstehen kann oder etwas schon immer existiert hat und sich periodisch mittels dem, was wir Urknall nennen neu sortieren kann.

Einziger Trost in dieser Welt der Wahnsinnigen: spätestens mit dem Tod des letzten Menschen stirbt auch jedes der von Ihm geschaffenen Gotteskonstrukte.

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caligus 09.08.2012, 10:13
7. Menschliche Arroganz

"Scott: Ja, möglich. Aber überlegen Sie doch mal, wie lange es die Erde gibt: Vier Milliarden Jahre? Und wie lange gibt es den Homo Sapiens? 200.000 oder 300.000 Jahre vielleicht. Das ist eine verdammt lange Zeit, in der nichts passiert ist. Irgendwo auf diesem Weg hat jemand der Menschheit auf die Sprünge geholfen."

Aus diesem Satz von Scott spricht die typisch menschliche Arroganz, welche dem Leben vor uns, aus welchem wir entstanden sind, jegliche Leistungsfähigkeit abspricht. Fakt ist, dass ein Außerirdischer sich schwer täte, qualitative Unterschiede zwischen z.B. einem Mensch und einem Hund herauszufinden, es fast schon unmöglich wäre Unterschiede zwischen einem Menschen und einem Schimpansen festzustellen, da Schimpansen uns in manchen intellektuellen Leistungen sogar übertreffen (z.B. Kurzzeitgedächtnis). Nur der Mensch weigert sich, dies anzuerkennen und will sich nicht in die Riege der Tiere einordnen lassen. Aber das sind wir: Der nackte Affe.

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Gebetsmühle 09.08.2012, 10:15
8. das ist doch die frage:

Zitat von sysop
"Natürlich gibt es intelligentes Leben im All"
... aber warum nur dort?

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shabby 09.08.2012, 10:20
9. Scott hat Recht

Zitat von sysop
Gute Aliens, böse Konzerne: Mit dem Weltraum-Thriller "Prometheus" kehrt "Alien"-Schöpfer Ridley Scott nach mehr als 30 Jahren ins Science-Fiction-Genre zurück. Im Interview spricht der britische Regie-Altmeister über außerirdische Intelligenz und intergalaktischen Kapitalismus.
Wer sich mal ein wenig mit dem Thema beschaeftigt hat und die Buecher von Chris Dunn und anderen gelesen hat, fuer den ist die Frage ob wir in der Vergangenheit Besuch hatten wesentlich leichter mit "Ja" zu beantworten.

Leider hat Daeniken hier viel kaputt gemacht ... .

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