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Protestkonzert in Chemnitz: Das war mehr
DPA

"Der Beweis, dass die Welt doch glücklich, bunt und wunderbar sein kann": 65.000 Menschen haben in Chemnitz gefeiert, gegen Rechtsextremismus, angefeuert von Kraftklub, den Toten Hosen, Marteria, Casper und Co. Ein Anfang, immerhin.

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Elrond 04.09.2018, 09:54
140. Sollte dieses Lied gesungen worden sein

Zitat von baba55
Und auch H Maas: Textauszug einer der Bands: "Die nächste Bullenwache ist nur einen Steinwurf entfernt". ... "Helme warten auf Kommando Knüppel schlagen Köpfe ein Wasser peitscht sie durch die Straßen Niemand muss Bulle sein!"... "„Wir stellen unseren eigenen Trupp zusammen/ Und schicken den Mob dann auf euch rauf/ Die Bullenhelme – sie sollen fliegen/ Eure Knüppel kriegt ihr in die Fresse rein/ Und danach schicken wir euch nach Bayern/ denn die Ostsee soll frei von Bullen sein“. Einfach süß, diese "Guten".
kann ich das nicht untzerstützen. Aber ist es gesungen worden? Dann wäre das ein großer Fehler.

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mostly_harmless 04.09.2018, 09:54
141.

Zitat von sailor1818
Aus meiner Sicht ging die Veranstaltung am eigentlichen Thema vorbei und hatte reinen Partycharakter. Die Besucher kamen in erster Linie um zu feiern und weniger aus Betroffenheit über das persönliche Schicksal des Opfers Daniel H. "Vox populi - vox Rindvieh (Bismarck).
Wohingegen die Leute, die angeblich wegen des Todes von Daniel H empört waren und demonstrierten, ihn - wäre er am Leben gewesen - angepöbelt und gejagt hätten.

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Hotzenplotz13 04.09.2018, 09:55
142. Deutschland ist wichtig

Zitat von OhMyGosh
Und wenn jetzt der Staat (vor allen anderen die Herren mit den Schlapphüten) endlich einmal die Augenklappe rechts abnimmt, dann wird das wieder etwas mehr mit der Demokratie! Auf jeden Fall ein eindrucksvolles und schönes Bekenntnis, das gestern Abend 65000 Besucher in Chemnitz abgegeben haben. Das hat gut getan.
Deutschland ist nicht Rumänien.
Wenn sich das wirtschaftliche Powerhouse der EU politisch radikalisiert, dann ist das wichtig.
Der Wirtschaftsaufschwung wird nicht ewig anhalten. Ein Ereignis wie in Chemnitz, mitten in einer Wirtschaftskrise mit hoher Arbeitslosigkeit, hat eine ganz andere politische Sprengkraft.
Merkel hat die Zukunft der Republik von unendlicher wirtschaftlicher Prosperität und dem höchst unsicheren Wohlbetragen afrikanischer und arabischer Männer abhängig gemacht.
Das ist unverzeihlich. So geht man nicht mit der viertgrößten Volkswirtschaft des Planeten um.

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Furchensumpf 04.09.2018, 09:56
143.

Zitat von ohjeee
ja ne, is klar. Mal schön bei den Tatsachen bleiben. Bei den braunen Demonstrationen fallen körperlich meist nicht die Demonstranten, sondern die "Gegen-Demonstranten" durch Steine- und Flaschenwürfe auf. Pipi Lanstrumpf, ich mach mir die Welt............
Ah, stimmt...dann hat bestimmt eine alt-Linke Senioren-Vereinigung durch Chemnitz gewütet. Zudem habe ich es noch nicht erlebt, dass bei einer Demo gegen Rechts Reporter angegriffen wurden.

Aber Sie haben sicherlich Belege für Ihre Behauptung...

Und jetzt kommt wieder eines: Schweigen im Walde...

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Christoph 04.09.2018, 09:56
144.

Zitat von kassadra
...wir rekapitulieren. Es ist ein junger Mensch bestialisch (ohne rechtfertigenden Grund, so die StA) mit ca. 25 Stichen abgestochen worden, zwei weitere sind schwer verletzt worden. Die meinungsführenden Medien berichteten von Hetzjagden, obwohl der Generalstaatsanwalt auf Nachfrage das nicht bestätigen konnte
Sie verbreiten Fake News. Es gab keine 25 Messerstiche und dass der Staatsanwalt keine Hetzjagd bestätigen wollte, liegt nur daran, dass der Begriff juristisch nicht definiert ist und deswegen das, was für den einen schon eine Hetzjagd ist, für die andere noch keine ist. Daran, dass es nicht hinzunehmende Angriffe auf fremdländisch aussehende Menschen gab, ändert das rein gar nichts. Sehr interessant, wenn man bedenkt dass das Mordopfer Daniel H. selbst ein dunkelhäutiger Mensch war - insofern war der Mitmarsch beim rechten "Trauerzug" für viele der Teilnehmer reine Heuchelei oder Uninformiertheit.

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FocusTurnier 04.09.2018, 09:57
145. Was ich geschrieben habe und was nicht

Zitat von egoneiermann
Das ist die offizielle AfD-Linie, dass wieder alles gelogen ist, es keine Nazis gab sondern nur ein paar empörte Fußballfans etc.
"AfD" ist in meinem Kommentar gar nicht aufgetaucht, da machen Sie sich es etwas zu einfach. Nicht jeder, der der offiziellen Parteilinie von CDU, SPD, Grünen und Linken nicht folgt, ist ein AfD-Wähler oder -Sympatisant. Allein schon der Umstand, daß Seibert und Merkel von Hetzjagden sprachen, die es so laut Staatsanwaltschaft gar nicht gab, müssten doch alle Alarmglocken schrillen lassen.
Machen Sie sich zu den Fakten, die Danisch da präsentiert, ihre eigenen Gedanken. Glauben Sie nicht der Berichterstattung vom SpOn, aber übernehmen Sie auch nicht alles ungeprüft vom Danisch. Das hat nichts, aber auch gar nichts mit AfD zu tun.

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dantheman77 04.09.2018, 09:57
146. warum wohl?

Zitat von ja, Versteher :-)heute, 08:49 Uhr:"

15. auch nicht AfDler ....

... könnten sich folgende Gedanken machen: Warum wurden alle rechten Veranstaltungen verboten? Während ja doch umgekehrt der rechte Demonstrationszug nicht wie geplant stattfinden konnte wegen der linken Gegendemonstranten? WARUM?"_______________________ Der Polizei war im Vorfeld bekannt, dass hier zehntausende Menschen zusammenkommen und gegen Rechts ein Zeichen setzten. Wenn sie jetzt in Sichtweite die Kameraden von der AfD und Pegida aufmarschieren lässt die ja nur maximal provozieren wollen... ja, dann haben sie eine Sicherheitslage die kein Polizeiaufgebot der Welt kontrollieren kann. Nur durch die schiere Maße an Menschen. Und von daher: Alles richtig gemacht seitens der genehmigenden Behörden.

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michidharky 04.09.2018, 09:57
147.

Bundeswehrplakate überkleben mit ‚nem FCK NZS Aufkleber und Sprüche wie „ich sprenge eure Demo und es regnet Hackepeter“ macht die Veranstaltung zu dem was sie ist. Schonmal darüber nachgedacht, dass so ein Konzert einfach nur ne gute kostenlose Promotion ist bzw. sein kann? Caspar und Marteria verkaufen jetzt sicher viele Alben. Generation Fun interessiert sich in der Mehrzahl nicht für Politik, Hauptsache Spaß und die Fans dieser Bands sind halt überwiegend links. Hätten internationale Stars dort gespielt für lau dann wären wahrscheinlich noch mehr Leute gekommen im Kampf gegen die Nati Horden von Chemnitz. Ist doch albern.

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hup 04.09.2018, 09:58
148. Hm. Sicher nett, aber sicher auch kein Game Changer

Es ist nicht schwer ein Konzert mit bekannten Bands gratis zu veranstalten, zu dem 65.000 Leute kommen. Ich vermute sogar, dass das viele der Rechtsdemonstranten der vergangenen Tage 'privat' unter dem Publikum waren, weil sie z.B. die Hosen auch gerne hören und sehen, wenn ihre politische Message eine andere ist. Solche Mobilisierungen sind eher eine Image-Kampagne der Politik, die ins Ausland wirken soll: Seht her, Deutschland ist nicht Nazi-Land.
Mit dem politischen Alltag und den bestehenden rechtsradikalen Strukturen in und um Chemnitz hat das allerdings wenig zu tun.
Serdar Somuncu hat das bei Anne Will kürzlich gut auf den Punkt gebracht als er sinngemäß sagte: 'und dann rülpst Udo Lindenberg noch ein 'Nazis raus!' ins Mikrofon, aber sonst ändert sich da nichts'.
Die Frage ist nicht ob man gegen Nazis sein sollte, natürlich sollte man das, soweit so billig. Die Frage ist: Abgesehen davon sich selbst auf die antifaschistische Schulter zu klopfen, wie verhindert man eine dauerhafte Spaltung der deutschen Gesellschaft und mit wieviel Kompromissen kann die Bevölkerung leben - auf der einen, wie auf der anderen Seite. Dass ein Volk schnell gespalten ist, aber eine Annäherung Jahrzehnte dauern kann sollte niemand besser wissen als die Deutschen. Gerade in Zeiten, in denen rasante Umbrüche von außen kommen und intern zu Verwerfungen führen ist schon die Frage ob man da eher Vollgas gibt, oder vorsichtig auf die Bremse tritt. Und im Prinzip hat die Kanzlerin das auch verstanden und tut das, allerdings nicht offen gerade heraus. Was wir dringend brauchen ist erstens ein Einwanderungsgesetz und dann eine neue Diskussion über die praktische Handhabung der Asylgesetzgebung. Mehr legale, kontrollierte Zuwanderung, weniger weit ausgelegte Asylanerkennung und mehr Hilfe in den Fluchtzonen selbst. Darauf wird es so oder so hinauslaufen über kurz oder lang. Über kurz mit politischen Stolpersteinen, über lang mit gesellschaftlichen Verwerfungen.
Was es dazu braucht ist eine tatsächlich offene und interessengeleitete statt moralisierende Diskussion, mit einem langfristig tragfähigen Kompromiss am Ende.
Und wann ist ein Kompromiss ein guter Kompromiss? Wenn er von allen Seiten angefeindet, aber dennoch akzeptiert wird.

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Lasersnake 04.09.2018, 09:58
149. Nörgel, nörgel, nörgel

Zitat von willi.thom
wenn die "Guten" kommen, werden die Besucherzahlen hoch gerechnet, wenn die "Bösen" kommen, herunter. Wenn die AfD zu so einem Konzert aufgerufen hätte mit bekannten Bands, wären auch zehntausende gekommen [...]
Na da bin ich ja mal gespannt, welche Bands da auftreten sollen. Falls Sie da auf Frei.Wild oder die Onkelz hoffen muss ich Sie enttäuschen, denn die haben sich vom rechten Mob distanziert (Deutschland-Radio, Presseschau). Geben Sie's zu - die Links-liberalen haben einfach die besseren Bands, die geistreicheren Autoren und die lustigeren Komiker.

Und das Konzert sollte Mut machen und nicht das Problem auf einen Schlag lösen. Endlich gab es mal wieder einen schönen Tag in Chemnitz mit der Gelegenheit mal runterzukommen und die Gesellschaft Gleichgesinnter zu genießen. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Ausserdem wurde dem Ermordeten gedacht und Geld für dessen Familie gesammelt. Warum also das Gemecker..?

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